Lesehinweis: Internet verursacht jetzt mehr CO2 als Fliegen

watson: Wegen COVID-19-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat – so das schweizerische Portal watson – „einen ökologischen Nebeneffekt, den man gewissermaßen als Kollateralnutzen bezeichnen könnte: Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten und des Verkehrs wirkte sich bisher dämpfend auf die CO2-Emissionen aus – stärker als die Finanzkrise 2008 oder die zweite Ölkrise 1979″. Insgesamt seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1551 Millionen Tonnen CO2 weniger ausgestoßen worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres – laut Nature Communications ein Rückgang um 8,8 Prozent. weiterlesen…

Bisher stärkste Belege dafür, dass Luftverschmutzung tötet

Trump-Regierung fährt gleichzeitig Luftreinhaltungsvorschriften zurück

Rauch-Wasserdampf-Fahnen im Berliner Westen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAls 2018 das kalifornische Großfeuer wütete, verdunkelten Ruß und andere Verschmutzungen den Himmel bis nach San Francisco. Die Feinstaubkonzentrationen stiegen weit über 12 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3), was sie in den „ungesunden“ Bereich der amerikanischen Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) rückte. Und an einigen Orten stiegen sie sogar auf Hunderte von µg/m3, schreibt Susan Cosier am 29.07.2020 in Scientific American. weiterlesen…

Indiens CO2-Emissionen sinken zum ersten Mal seit vier Jahrzehnten

CarbonBrief-Analyse: Folge des Coronavirus

Umweltschadstoffe aus der Verbrennung fossiler Energieträger sind für mindestens drei Millionen Todesfälle durch Luftverschmutzung pro Jahr verantwortlich, so das neue unabhängige finnische Forschungsinstitut Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Allerdings würden eben 11.000 luftverschmutzungsbedingte Todesfälle in Europa vermieden, nachdem infolge der COVID-19-Pandemie der Verbrauch von Kohle und Öl drastisch gesunken sei. Lauri Myllyvirta, leitender CREA-Analyst und sein Kollege Sunil Dahiya haben zudem errechnet, dass Indiens CO2-Emissionen zum ersten Mal seit vier Jahrzehnten im Jahresvergleich gesunken sind – so der carbonbrief am 12.05.2020. weiterlesen…

Corona-Lockdowns: Saubere’re‘ Luft rettet Leben

Verringerte Luftverschmutzung durch Anti-Covid-19-Maßnahmen senkt Zahl von Asthma und vorzeitiger Todesfälle bei Kindern

Die drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verhindern nicht nur viele möglicherweise tödliche Covid-19-Fälle. Der damit verbundene beispiellose wirtschaftliche Rückgang etwa im Verkehr, bei der Stromerzeugung oder in der Industrie wirkt sich auch auf die globale Luftqualität aus. Die sauberere Luft hat wiederum einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit, wie ein internationales Wissenschaftlerteam ermittelte: weniger Luftverschmutzung führt zu weniger vorzeitigen Todesfällen vor allem unter Erwachsenen und Asthmaerkrankungen bei Kindern. Mehr zu einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Chemie vom 28.04.2020: weiterlesen…

Corona und Luftverschmutzung

Welchen Einfluss hat Stickstoffdioxid auf den Krankheitsverlauf?

Hohe Stickstoffdioxid-Werte in der Luft könnten in Zusammenhang mit hohen Todeszahlen in Folge von Covid-19-Erkrankungen stehen. Eine Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) liefert für diese Vermutung erstmals konkrete Zahlen. Die Arbeit kombiniert Satelliten-Daten zur Luftverschmutzung und zu Luftströmen mit bestätigten Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19. Sie zeigt: Regionen mit einer dauerhaft hohen Schadstoffbelastung haben deutlich mehr Todesfälle als andere Regionen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Science of the Total Environment“ veröffentlicht. weiterlesen…

Luftverschmutzung unter den weltweit führenden Gesundheitsrisiken

Durchschnittlich drei Jahre verloren – „gefährlicher als Rauchen“

Mainzer Forscher haben berechnet und in Cardiovascular Research publiziert: Die Folgen der Luftverschmutzung verkürzen das Leben der Menschen weltweit statistisch um durchschnittlich fast drei Jahre. Wird der Mensch langfristig der Luftverschmutzung ausgesetzt, erhöht sich das Risiko von Herz- und Atemwegserkrankungen – so Medienmitteilungen aus Mainz. Aus vielen Kohortenstudien wurde ein neuartiges Global Exposure Mortality Model (GEMM) abgeleitet, das eine deutlich verbesserte Erfassung der Exposition gegenüber Feinstaub ermöglicht. Die Forscher haben das GEMM angewandt, um die auf die Luftverschmutzung zurückzuführende gestiegene Sterblichkeit im globalen Maßstab zu bewerten und mit anderen Risikofaktoren zu vergleichen. weiterlesen…

Zwangshaft für bayerische Amtsträger?

Ausführliche Verhandlung am Europäischen Gerichtshof zur Durchsetzung geltenden Rechts im Freistaat Bayern

Im Zwangsvollstreckungsverfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Bayerische Staatsregierung (AZ: 22 C 18.1718) für die Saubere Luft in München hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 03.09.2019 über die Frage verhandelt, ob eine Zwangshaft gegenüber den für den Luftreinhalteplan München verantwortlichen Amtsträgern zulässig und notwendig ist. Vorangegangen war ein entsprechender Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) von November 2018. weiterlesen…

NYT: Trumps Umwelt-Desaster

84 Vorschriften abgeschwächt oder aufgehoben – Justizminister der Bundesstaaten nehmen Kampf auf

Präsident Trump hat die Beseitigung von Umwelt-Bundesverordnungen zur vordringlichen Aufgabe gemacht. Seine Regierung hat mit den Republikanern im Kongress viele Bestimmungen ins Visier genommen oder gar schon abgeschafft, die sie als belastend für die fossile Industrie und andere große Unternehmen betrachtet. Eine auf Untersuchungen der Harvard Law School, der New York University Law School und der basierende Analyse der New York Times zählt mehr als 80 Umweltregelungen und -vorschriften auf. Rückschläge in der Umweltpolitik würden zu einem jährlichen Anstieg von 200 Millionen Tonnen CO2e führen, welche die Öffentlichkeit Hunderttausende von Milliarden Dollar kosten und zu Zehntausenden von vorzeitigen Todesfällen führen. Die Trump-Regierung habe einen aggressiven Zeitplan, und versuche, viele der Aufhebungen noch in diesem Jahr durchzubringen, so die New York Times. (Titel: Klima- und Gesundheits-Showdown vor den Gerichten, Sonderbericht März 2019 – © The State Energy & Environmental Impact Center – NYU School of Law) weiterlesen…

Mehr als eine Million Feinstaub-Tote pro Jahr

Studie untersucht Auswirkungen von Luftverschmutzung in China

Laut einer internationalen Studie wird der Klimawandel die Luftverschmutzung in China verschärfen. Damit würde die Anzahl vorzeitiger Todesfälle durch Feinstaub weiter steigen, sagt Studienautor Hans Joachim Schellnhuber, emeritierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, dem Deutschlandfunk im Gepräch mit Lennart Pyritz. Die zentrale Frage der Studie sei laut Schellnhuber gewesen: „Wenn sich durch den Klimawandel die atmosphärischen Bedingungen verändern, also speziell blockierende Wetterlagen entstehen, wie wirkt sich das dann auf die Effekte der Luftverschmutzung hinsichtlich menschlicher Gesundheit aus?“ weiterlesen…

„Feinstaubfresser“ saugen Dreckluft am Neckartor

Pilotprojekt zur Senkung der Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor beginnt mit Aufbau erster Filtersäulen – Simulationsergebnisse werden in der Praxis überprüft

Ein Pilotprojekt aus Riesenstaubsaugern am Stuttgarter Neckartor soll allen Ernstes ein Fahrverbot überflüssig machen. Die Filter Cubes von MANN+HUMMEL, „Feinstaubfresser“ genannt, sollen gar die Stickstoffdioxid-Werte senken. Der Filtrationsspezialist aus Ludwigsburg hat eine Technologie zur Reduzierung von Feinstaub und NO2 an belasteten Orten entwickelt. Die bereits 2018 aufgestellten sogenannten „Filter Cubes“ haben die Filterspezialisten Anfang April 2019 optimiert und ein neu entwickeltes Kombifiltermedium integriert. weiterlesen…