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Archiv: Abgase


DUH: „Melden Sie uns, wo in Ihrer Stadt Diesel-Abgase die Luft verpesten!“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft Bewohner deutscher Städte und Gemeinden auf, mitzuteilen, wo die Luft durch Dieselabgase verpestet ist – damit die Umweltorganisation nachmessen kann. Das amtliche Messnetz für das Dieselabgasgift NO2 sei „mit 247 verkehrsnahen Messpunkten in Deutschland löchrig wie ein Schweizer Käse“. Denn nicht nur in Stuttgart, München oder Berlin ist die Luft mit NO2 belastet: Viele hunderttausend Menschen, die an stark befahrenen Straßen der mehr als 11.000 Städte und Gemeinden wohnen, in die Kita oder zur Schule gehen, leiden unter dem Dieselabgasgift.


Antwort der Bundesregierung

Die geschäftsführende Bundesregierung beabsichtigt – so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag“ – derzeit weder die Einführung einer „blauen Plakette“ für schadstoffarme Fahrzeuge noch eine Abschaffung des sogenannten Dieselprivilegs. Das geht aus der Antwort (19/378) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/279) hervor. „Die geschäftsführende Bundesregierung beabsichtigt keine Fortschreibung der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung und keine Änderungen von Steuersätzen auf Kraftstoffe“, heißt es in der Ausarbeitung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur vom 04.01.2018.


Neue Abgastests ziehen höhere Kfz-Steuern nach sich

Die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP, um wirklichkeitsnahe CO2-Werte von Pkw zu erreichen, wird die Kfz-Steuern nach Überzeugung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) drastisch ansteigen lassen. In einer dem Nachrichtenmagazin Focus vorliegenden Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes rechnet der VDA mit einer „Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer von rund 20 Prozent“. Vergangenen Montag hatte das Finanzressort den Entwurf an die Verbände geschickt und um umgehende Stellungnahme gebeten.


Nur vier „Grüne Karten“ für Fahrzeuge deutscher Firmenchefs

DUH logoDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) untersuchte wie jedes Jahr Motorisierung und CO2-Werte deutscher Vorstandslimousinen, die Zusammensetzung der Fahrzeugflotten sowie die Mobilitätsstrategien von 193 börsennotierten und ausgewählten mittelständischen Unternehmen. Der durchschnittlicher Firmenflottenwert aller Dienstwagen enttäuscht mit 129 g CO2/km und entspricht einfach dem Durchschnittswert der Neuzulassungen für 2015. DUH-Bundesgeschäftsführer Resch: „Der CO2-Zielwert im Jahr 2020 ist so nicht zu erreichen.


DUH mahnt Onlineplattform wegen unwirksamer Austauschteile ab

DUH logoErneut hat der TÜV Nord im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) einen über eBay verkauften Billig-Austauschkatalysator getestet und dessen Unwirksamkeit festgestellt: Der untersuchte Austauschkatalysator der Firma EEC hielt nicht einmal im Neuzustand die gesetzlich geforderten Abgasgrenzwerte ein. Aber eBay gestattet rotz entsprechender Hinweise der DUH weiterhin den Verkauf unwirksamer Austauschkatalysatoren: Inzwischen ist mehr als eine Million Pkw zwischenzeitlich mit derlei unwirksamen Austauschkats ausgestattet.


Trotz Umweltministerbeschlusses: Keine strengeren Umweltauflagen

Jochen Flasbarth - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftStrengere Umweltauflagen für Dieselfahrzeuge werden bundesweit vorerst doch nicht eingeführt. Die Einführung einer dafür vorgesehene blaue Umweltplakette werde verschoben, Blaue Umweltplakette - Foto © umweltplakette.orgteilte BMUB-Staatssekretär Flasbarth am 09.08.2016 mit. „Wir haben die blaue Plakette für niedrige Stickoxidemissionen jetzt erst einmal auf Eis gelegt“, sagte er den Zeitungen der Funke-Funke-Mediengruppe logoMediengruppe. Eine Verkehrsministerarbeitsgruppe werde bis zum Herbst Alternativvorschläge ausarbeiten. Diese warte man erst einmal ab. „Wir sind offen für Alternativen“, so Flasbarth.

Bundesregierung reist klimaneutral


UBA löscht Gutschriften für Treibhausgasemissionen

UBA und BMUB logoDie Bundesregierung wird die Klimawirkungen der notwendigen Dienstreisen ihrer Beschäftigten für die laufende Legislaturperiode (2014-2017) ausgleichen, teilte das BMUB mit – die Klimawirkung der Dienstreisen werden durch Einsparungen von Emissionen an anderer Stelle kompensiert, indem Emissionsminderungs-Gutschriften aus anspruchsvollen Klimaschutzprojekten erworben werden.

Vergleich Diesel-/Benzinmotor


Kurzstudie: Klimapolitische Wirkung der Steuerbegünstigung für Dieselkraftstoffe

Greenpeace logoDie Belohnung für Dieselfahrer wartet an jeder Zapfsäule: Genau 18,41 Cent pro Liter werden ihnen beim Tanken erlassen. So viel niedriger ist die Energiesteuer für Diesel verglichen mit Benzin. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) rechtfertigt die rund sieben Milliarden Euro, die dem Staat dadurch Jahr für Jahr durch die Wupp Inst logoLappen gehen, mit der angeblich besseren Klimabilanz des Kraftstoffs. Dieselmotoren, heißt es, stoßen weniger Kohlendioxid aus als Benziner. Doch das Argument greift nicht, belegt Greenpeace mit einer Kurzstudie des Wuppertal Instituts.


Emissionsreduktion bei Kraftstoffen

Diesel-Auspuff © EPA - U.S. Environmental Protection AgencyDie Bundesregierung will die EU-Richtlinie zur Festlegung von Berechnungsverfahren und Berichterstattungspflichten über Emissionsminderungen im Kraftstoffbereich spätestens im März 2017 umsetzen. Länder und Verbände würden ab September 2016 zu einem entsprechenden Verordnungsentwurf angehört. Dies geht laut „heute im Bundestag“ aus einer am 01.03.20165 veröffentlichten Antwort der Bundesregierung vom 15.02.2016 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.


Extreme Ergebnisse von Abgasmessungen an einem Euro 6 Diesel-SUV von Fiat Chrysler Automobiles – Vorwürfe an Dobrindt

Bei allen Abgasmessungen in verschiedenen Prüfzyklen mit warmem Motor wurde eine 11 bis 22-fache Grenzwertüberschreitung gemessen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zum vierten Mal Stickoxid (NOx)-Emissionen eines Diesel-Pkw bei der Abgasprüfstelle der Berner Fachhochschule untersuchen lassen. Getestet wurde ein Fiat SUV 500X 2.0 MJ (Euro 6, EZ 2015, 4.400 km Laufleistung). Bei allen auf dem Rollenprüfstand gefahrenen Tests mit betriebswarmem Motor wies der Fiat sehr hohe NOx-Emissionen auf.

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