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Archiv: Abgase


Neuregelungen im September 2018

Für die Erstzulassung von Kraftfahrzeugen gilt laut einer Medienmitteilung der Bundesregierung ab 01.09.2018 das neue Abgasprüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure – deutsch: weltweit einheitliches Leichtfahrzeuge-Testverfahren). Und: Halogenlampen dürfen ab sofort nicht mehr hergestellt werden.


12. DUH-Dienstwagen-Check deutscher Politiker: “Grusel-Kabinett”

Als „Gruselkabinett“ brandmarkte Barbara Metz, stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin die Dienstfahrzeugflotte der deutschen Politiker. Erstmals zog die Deutsche Umwelthilfe die realen CO2-Emissionen zur Bewertung heran: Laut einer Medienmitteilung vom 14.08.2018 blieb kein Politiker-Dienstwagen auf der Straße unter dem EU-Grenzwert. Das Auto der Berliner Umweltsenatorin Regine Günther hatte von allen Umweltministern den niedrigsten CO2-Ausstoß; bester Regierungschef ist Carsten Sieling aus Bremen, und negativer Spitzenreiter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.


Allianz der Klimaleugner in den USA – inklusive VW, BMW und Daimler

Weil die US-Autobauer die strengen US-Treibstoffverbrauchsregeln ab 2022 unterlaufen wollen, säen sie Klimazweifel – schreibt im Handelsblatt vom 18.05.2018 unter Berufung auf die New York Times. Mit von der Partie: Die deutschen Automobilhersteller Daimler, VW und BMW. In Deutschland treten sie scheinbar umweltbewusst auf und hätten zwar alle ehrgeizige Pläne für den Klimaschutz angekündigt (Daimlers Zetsche: „Ohne jeden Zweifel – wir Automobilhersteller stehen in der Verantwortung, wenn es darum geht, individuelle Mobilität, Klimaschutz und Luftreinhaltung in Einklang zu bringen“), doch in den USA agierten sie genau gegenteilig und propagierten Zweifel an der Klimawissenschaft.


Beim CO2-Ausstoß ganz vorne

Vorläufige Daten der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigen, dass die in der EU 2017 neu zugelassenen Pkw mit 118,5 Gramm CO2/km durchschnittlich 0,4 Gramm des klimaschädigenden CO2 pro Kilometer mehr ausstoßen als die im Jahr davor zugelassenen. Laut Umweltbundesamt wird das EU-Klimaschutzziel für 2021 von 95 g CO2/km für die Pkw-Neuwagenflotte wird bei dieser Entwicklung deutlich verfehlt. Hieran ist Deutschland maßgeblich beteiligt: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der 2017 in Deutschland neu verkauften Pkw liegt mit 127,1 g/km mit am höchsten in Europa.


DUH: “Melden Sie uns, wo in Ihrer Stadt Diesel-Abgase die Luft verpesten!”

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft Bewohner deutscher Städte und Gemeinden auf, mitzuteilen, wo die Luft durch Dieselabgase verpestet ist – damit die Umweltorganisation nachmessen kann. Das amtliche Messnetz für das Dieselabgasgift NO2 sei “mit 247 verkehrsnahen Messpunkten in Deutschland löchrig wie ein Schweizer Käse”. Denn nicht nur in Stuttgart, München oder Berlin ist die Luft mit NO2 belastet: Viele hunderttausend Menschen, die an stark befahrenen Straßen der mehr als 11.000 Städte und Gemeinden wohnen, in die Kita oder zur Schule gehen, leiden unter dem Dieselabgasgift.


Antwort der Bundesregierung

Die geschäftsführende Bundesregierung beabsichtigt – so der parlamentseigene Pressedienst “heute im bundestag” – derzeit weder die Einführung einer “blauen Plakette” für schadstoffarme Fahrzeuge noch eine Abschaffung des sogenannten Dieselprivilegs. Das geht aus der Antwort (19/378) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/279) hervor. “Die geschäftsführende Bundesregierung beabsichtigt keine Fortschreibung der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung und keine Änderungen von Steuersätzen auf Kraftstoffe”, heißt es in der Ausarbeitung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur vom 04.01.2018.


Neue Abgastests ziehen höhere Kfz-Steuern nach sich

Die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP, um wirklichkeitsnahe CO2-Werte von Pkw zu erreichen, wird die Kfz-Steuern nach Überzeugung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) drastisch ansteigen lassen. In einer dem Nachrichtenmagazin Focus vorliegenden Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes rechnet der VDA mit einer „Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer von rund 20 Prozent“. Vergangenen Montag hatte das Finanzressort den Entwurf an die Verbände geschickt und um umgehende Stellungnahme gebeten.


Nur vier „Grüne Karten“ für Fahrzeuge deutscher Firmenchefs

DUH logoDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) untersuchte wie jedes Jahr Motorisierung und CO2-Werte deutscher Vorstandslimousinen, die Zusammensetzung der Fahrzeugflotten sowie die Mobilitätsstrategien von 193 börsennotierten und ausgewählten mittelständischen Unternehmen. Der durchschnittlicher Firmenflottenwert aller Dienstwagen enttäuscht mit 129 g CO2/km und entspricht einfach dem Durchschnittswert der Neuzulassungen für 2015. DUH-Bundesgeschäftsführer Resch: „Der CO2-Zielwert im Jahr 2020 ist so nicht zu erreichen.


DUH mahnt Onlineplattform wegen unwirksamer Austauschteile ab

DUH logoErneut hat der TÜV Nord im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) einen über eBay verkauften Billig-Austauschkatalysator getestet und dessen Unwirksamkeit festgestellt: Der untersuchte Austauschkatalysator der Firma EEC hielt nicht einmal im Neuzustand die gesetzlich geforderten Abgasgrenzwerte ein. Aber eBay gestattet rotz entsprechender Hinweise der DUH weiterhin den Verkauf unwirksamer Austauschkatalysatoren: Inzwischen ist mehr als eine Million Pkw zwischenzeitlich mit derlei unwirksamen Austauschkats ausgestattet.


Trotz Umweltministerbeschlusses: Keine strengeren Umweltauflagen

Jochen Flasbarth - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftStrengere Umweltauflagen für Dieselfahrzeuge werden bundesweit vorerst doch nicht eingeführt. Die Einführung einer dafür vorgesehene blaue Umweltplakette werde verschoben, Blaue Umweltplakette - Foto © umweltplakette.orgteilte BMUB-Staatssekretär Flasbarth am 09.08.2016 mit. “Wir haben die blaue Plakette für niedrige Stickoxidemissionen jetzt erst einmal auf Eis gelegt”, sagte er den Zeitungen der Funke-Funke-Mediengruppe logoMediengruppe. Eine Verkehrsministerarbeitsgruppe werde bis zum Herbst Alternativvorschläge ausarbeiten. Diese warte man erst einmal ab. “Wir sind offen für Alternativen”, so Flasbarth.

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