Hybrid-Pkw stoßen weit mehr CO2 aus, als Hersteller angeben

“Wölfe im Schafspelz”

Die CO2-Emissionen von Plug-In-Hybridautos (PHEV) sind nach neuen Untersuchungen viel stärker als Hersteller behaupten: Der Motor springe selbst im “EV-Mode” (Electric Vehicle-Modus) an. Wie die BBC berichtet, haben “Transport and Environment” (T&E) und Greenpeace Großbritannien eine Untersuchung (“Umweltverschmutzende Plug-in-Hybride sind ‘Wölfe im Schafspelz’ der Autoindustrie”) erstellt, bei der echte Verbrauchsdaten von Plug-In-Hybriden analysiert wurden. Dabei kam heraus, dass die CO2-Emissionen in Wirklichkeit zweieinhalb Mal höher sind als angegeben. Mit einem Durchschnittswert von 117 Gramm CO2 pro Kilometer sind PHEV am Ende nur wenig effizienter als konventionelle Hybride, wie der Toyota Prius (135 g CO2/km). weiterlesen…

Wissenschaftler fordern strenge, kombinierte Maßnahmen zur CO2-Minderung im Straßenverkehr

Sonst wird Klimavorgabe verfehlt

Trotz neuer Technologien und Zielvorgaben steigen die weltweiten CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr. In einer Studie für Nature Climate Change schreiben drei Autoren aus Deutschland und Kanada am 25.08.2020, dass die aktuellen und angekündigten Politikmaßnahmen nicht ausreichen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Ihr Fazit: Es braucht deutlich strengere und integrierte Maßnahmen zur Reduktion sowie höhere Preise für Emissionen. weiterlesen…

Steuern für schwere SUV sollen erhöht werden

Bundesregierung will spritschluckende CO2-Schleudern zahlen lassen: 4 €/g ab 195 g CO2/km

Einem Gesetzentwurf des Finanzministeriums zufolge, welcher der Nachrichtenagentur Reuters am 08.06.2020 vorlag, soll die CO2-Komponente in der KFZ-Steuer ab 2021 für Neuwagen stärker berücksichtigt werden. Jedes Gramm über die Grenze von 195 Gramm CO2 pro Kilometer hinaus soll dann mit vier Euro belegt werden – rund das Doppelte des derzeit Fälligen. weiterlesen…

Trump kippt Effizienzvorgaben für US-Autos (fast)

Corona kann Präsidenten nicht bremsen: US-Regierung mildert Spritverbrauchsgrenzen ab

Donald Trump hat ein weiteres klimaschutz-verachtendes Ziel erreicht: Die von seinem Vorgänger Obama erlassenen relativ weitreichenden Vorgaben für den Treibstoffverbrauch von Neuwagen werden zurückgenommen, genauer gesagt, extrem reduziert. Entsprechende Korrekturen stellten am 31.03.2020 die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) und das Verkehrsministerium für Autos der Baujahre 2021 bis 2026 vor. Das melden Zeit-Online und andere Medien. In einem seltenen Schritt übte Barack Obama Kritik an der Klimapolitik seines Nachfolgers. weiterlesen…

Ablasshandel oder ernsthafter Ausgleich

Atmosfair steigt bei Klima-Kompensation für Kreuzfahrten aus

“Ablasshandel”, sagen die einen, die anderen verteidigen CO2-Kompensationen als wichtige Ausgleichsmöglicheit. Besonders umstritten sind dabei Kreuzfahrten. Inzwischen gibt es den dafür nötigen Klimarechner aber nur noch bei My Climate, denn Atmosfair stuft Kreuzfahrten nicht mehr als kompensationsfähig ein. My Climate ist damit derzeit einziger Anbieter. Besonders kritisch werden Umweltfolgen der Schiffsemissionen, Überlastung der Häfen und Küstenstädte und schlechte Arbeitsverhältnisse gesehen. Dennoch steigen die Gästezahlen; immer größere schwimmende Vergnügungspaläste und Bettenburgen werden gebaut und kurven schon bis in arktische Gewässer. weiterlesen…

Luft in deutschen Hafenstädten soll sauberer werden

Altmaier und Küstenländer beschließen Maßnahmenpaket für Landstrom

Schiffe sollen künftig in Häfen nicht mehr fossile Kraftstoffe verbrennen, um an Bord Strom zu erzeugen, sondern Erneuerbaren Strom vom Land zu nutzen. Entsprechende Maßnahmen zur Förderung von Landstrom bringt die Bundesregierung – einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge – jetzt auf den Weg. Das hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am 09.10.2019 gemeinsam mit den Regierungschefs von Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Vertretern der Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen bekräftigt. In Kiel unterzeichneten sie eine Vereinbarungwelche die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Landstrom und somit die Luft in deutschen Hafenstädten verbessern wird. weiterlesen…

Greenpeace: Autos emittieren neun Prozent des weltweiten CO2

Aktivisten protestieren mit Monster-SUV gegen klimaschädliche Hersteller

“Laut einer Greenpeace-Studie emittiert allein VW so viel CO2 wie ganz Australien. Ob es stimmt oder nicht – es befeuert Aktivisten, die am Sonntag die IAA lahmlegen wollen”, schreibt Jens Koenen am 10.09.2019 im Handelsblatt. Demnach verursachen die zwölf größten Autokonzerne während der Produktion und mit den Emissionen ihrer Autos einen CO2-Fußabdruck größer als die gesamte Europäische Union. Gegen weitere klimaschädliche Pkw protestierten 15 Greenpeace-Aktivisten am 10.09.2019 mit einem überdimensionierten Geländewagen vor einem Eingang beginnenden Automesse IAA in Frankfurt.
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Zwangshaft für bayerische Amtsträger?

Ausführliche Verhandlung am Europäischen Gerichtshof zur Durchsetzung geltenden Rechts im Freistaat Bayern

Im Zwangsvollstreckungsverfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Bayerische Staatsregierung (AZ: 22 C 18.1718) für die Saubere Luft in München hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 03.09.2019 über die Frage verhandelt, ob eine Zwangshaft gegenüber den für den Luftreinhalteplan München verantwortlichen Amtsträgern zulässig und notwendig ist. Vorangegangen war ein entsprechender Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) von November 2018. weiterlesen…

Autolobby in der Defensive

Brüssel zieht CO2-Schraube an

“Jetzt gibt es kein Zurück mehr – die Hersteller jammern – dabei sind sie selbst für ihre Niederlage verantwortlich”, schreibt in SPIEGEL. Warum aber soll es eine “Niederlage” sein, wenn – endlich – dringend notwendige Grenzwerte festgelegt werden? Grenzwerte, von denen VCD-Sprecher Lottsiepen (Foto li.) im heute-Journal vom 18.12.2018 sagte, sie seien viel zu lasch. Denn es drohten, wenn man es denn mit den Klimazielen wirklich ernst meine, nach den aktuell in Brüssel festgelegten noch weit härtere. weiterlesen…

WLTP und Halogenlampen-Verbot


Neuregelungen im September 2018

Für die Erstzulassung von Kraftfahrzeugen gilt laut einer Medienmitteilung der Bundesregierung ab 01.09.2018 das neue Abgasprüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure – deutsch: weltweit einheitliches Leichtfahrzeuge-Testverfahren). Und: Halogenlampen dürfen ab sofort nicht mehr hergestellt werden. weiterlesen…