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Archiv: Feinstaub


Dramatische Erhöhung der giftigen Stickoxid-Emissionen bei herbstlichen Außentemperaturen

Ein Mercedes C-Klasse 250 d hat bei unter sechs Grad Celsius den Stickoxidgrenzwert auf der Straße um das bis zu 13-Fache überschritten. Daher fordert die Deutsche Umwelthilfe am 23.11.2017 von Ersatz-Bundesverkehrsminister Schmidt den Entzug der Betriebserlaubnis und Anordnung eines amtlichen Rückrufs. Im Winterhalbjahr schalten die meisten der neun Millionen Euro 5 + 6 Diesel-Pkw die ordnungsgemäße Abgasreinigung ab und fluten die Städte mit dem giftigen Dieselabgasgift NO2.


EUA: Jederzeit aktuelle Daten zur Qualität der Luft

Die Europäische Umweltagentur (EUA) und die Europäische Kommission haben am 16.11.2017 den neuen europäischen Luftqualitätsindex veröffentlicht, mit dem die Nutzer die aktuelle Luftqualität in Städten und Regionen in ganz Europa prüfen können. Begleitend wurden neue Profile für die Mitgliedsländern der EUA mit aktualisierten Informationen zur Luftqualität herausgegeben. Der neue Onlineservice der EUA und der Europäischen Kommission, der European Air Quality Index (europäischer Luftqualitätsindex), bietet Informationen zur aktuellen Luftqualität. Grundlage sind Luftqualitätsmessungen von mehr als 2 000 Überwachungsstationen in ganz Europa.


Senkung landwirtschaftlicher Ammoniakemissionen kann Sterblichkeit durch Luftverschmutzung erheblich reduzieren – 2010 weltweit 3,3 Millionen vorzeitige Sterbefälle

Für Feinstaub gibt es viele Quellen – nicht nur den Verkehr, der dafür derzeit besonders viel Aufmerksamkeit erfährt. Auch eine Reduktion landwirtschaftlicher Emissionen könnte die Menge an gesundheitsschädlichem Feinstaub erheblich senken, wie – einer Medienmitteilung folgend – eine Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zeigt. Die Wissenschaftler berechneten, dass speziell in Europa und Nordamerika durch die Verringerung von Ammoniakemissionen (NH3) aus Düngung und Viehzucht die Konzentration an Feinstaubpartikeln in der Atmosphäre stark abnehmen würde


EEA meldet Anstieg der Dieselabgas-Todesfälle in Deutschland um 20 Prozent

Die Europäische Umweltagentur hat einen alarmierenden Bericht zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung in Europa vorgelegt: Die darin enthaltenen, durch Stickstoffdioxid verursachten 12.860 vorzeitigen Todesfälle in Deutschland sind nahezu viermal mehr als die Anzahl der Verkehrstoten. Die Deutsche Umwelthilfe prangert erneut an: „Mit Segen des Kraftfahrt-Bundesamtes sollen Diesel-Pkw bei Temperaturen unterhalb von plus 10 Grad Celsius, also praktisch das gesamte Winterhalbjahr über, mit abgeschalteter Abgasreinigung die Innenstädte mit Stickstoffdioxid belasten“.


Beitrag aus der Reihe „planet e“

Es herrscht dicke Luft in Deutschlands Städten (und darüber hinaus): Die zulässigen Grenzwerte werden teils dramatisch überschritten. Mit drastischen Folgen: Vor allem Stickoxide (NOx) und Feinstaub gefährden unsere Gesundheit. Ein Beitrag in der ZDF-Reihe „planet e“.


Feinstaub dringt bis ins Gehirn

Studien belegen, dass langfristiges Einatmen von Feinstaubpartikeln, wie sie etwa von Diesel-Motoren freigesetzt werden, zu sogenannten stillen Entzündungen mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall und Diabetes führen. Und seit kurzem weiß man, dass stille Entzündungen auch das Gehirn befallen und psychische und Demenzerkrankungen wie Depression und Alzheimer begünstigen. Sport-Professor Karsten Krüger hat darüber ein Buch geschrieben, wie gefährlich Feinstaub für unsere gesamte Gesundheit auf Dauer ist: Der stille Feind in meinem Körper. Wie chronische Entzündungen uns krank machen und was wir dagegen tun können.


Geringere Belastung durch Feinstaub und Ozon – DUH: „Politikversagen!“ – Greenpeace-Protest auf Berliner Siegessäule

Auch 2016 war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel überschritten. Resümee laut UBA-Pressemitteilung vom 31.01.2017: „Dieselautos sind eine Hauptquelle für Stickstoffdioxid“.


Neuzulassung von Elektrotaxis wird seit Ende 2016 erheblich erschwert

Bundesverband eMobilität LogoAm 01.11.2016 endete eine Übergangsfrist einer neuen Eichverordnung für Taxameter. Vor diesem Hintergrund können nun bundesweit keine Fahrzeuge mehr als Taxi zugelassen werden, die nicht vom Hersteller selbst als Taxi angeboten werden. Damit fallen derzeit bis auf den Leaf und den eNV200 von Nissan alle Elektrofahrzeuge aus dem Angebot, wie der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) am 19.01.2017 mitteilt. »Hier muss dringend auf politischer Ebene nachgebessert werden«, betont BEM-Präsident Kurt Sigl und macht deutlich, welch wichtige Rolle das Taxigewerbe im Bereich Neue Mobilität spielen kann.


Trotz Umweltministerbeschlusses: Keine strengeren Umweltauflagen

Jochen Flasbarth - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftStrengere Umweltauflagen für Dieselfahrzeuge werden bundesweit vorerst doch nicht eingeführt. Die Einführung einer dafür vorgesehene blaue Umweltplakette werde verschoben, Blaue Umweltplakette - Foto © umweltplakette.orgteilte BMUB-Staatssekretär Flasbarth am 09.08.2016 mit. „Wir haben die blaue Plakette für niedrige Stickoxidemissionen jetzt erst einmal auf Eis gelegt“, sagte er den Zeitungen der Funke-Funke-Mediengruppe logoMediengruppe. Eine Verkehrsministerarbeitsgruppe werde bis zum Herbst Alternativvorschläge ausarbeiten. Diese warte man erst einmal ab. „Wir sind offen für Alternativen“, so Flasbarth.


Neue Forschungsergebnisse

Luftverschmutzung fordert ein Drittel mehr Tote, als bisher von Wissenschaftlern angenommen – jährlich sterben an ihren Folgen weltweit mehr als 5,5 Millionen Menschen. Das sagte Michael Brauer, University of British Columbia in Vancouver am 12.03.2016 im Rahmen der Jahreskonferenz der der weltgrößten Wissenschaftsvereinigung American Association for the Advancement Of Science (AAAS), in Washington. Bisher hieß es, 3,5 Millionen Todesopfer seien durch Luftverschmutzung verursacht.

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