Mehr als eine Million Feinstaub-Tote pro Jahr

Studie untersucht Auswirkungen von Luftverschmutzung in China

Laut einer internationalen Studie wird der Klimawandel die Luftverschmutzung in China verschärfen. Damit würde die Anzahl vorzeitiger Todesfälle durch Feinstaub weiter steigen, sagt Studienautor Hans Joachim Schellnhuber, emeritierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, dem Deutschlandfunk im Gepräch mit Lennart Pyritz. Die zentrale Frage der Studie sei laut Schellnhuber gewesen: “Wenn sich durch den Klimawandel die atmosphärischen Bedingungen verändern, also speziell blockierende Wetterlagen entstehen, wie wirkt sich das dann auf die Effekte der Luftverschmutzung hinsichtlich menschlicher Gesundheit aus?” weiterlesen…

Daten zur Luftqualität 2018: 57 Städte über dem NO2-Grenzwert

Umweltbundesamt veröffentlicht Magazin „Gesunde Luft“

Die Messdaten für Stickstoffdioxid (NO2) im Bundesgebiet für das Jahr 2018 liegen vor: Demnach überschritten im vergangenen Jahr noch 57 Städte den Luftqualitätsgrenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (µg/m³) im Jahresmittel. Im Jahr 2017 waren noch 65 Städte betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde in 13 Städten der Grenzwert nicht mehr überschritten. Gleichzeitig liegen fünf Städte wieder geringfügig über dem Wert: Leipzig, Ulm, Koblenz, Eschweiler und Sindelfingen. Insgesamt setze sich der langsame Rückgang der NO2-Belastung in den Städten fort, resümiert das Umweltbundesamt am 17.06.2019. Im Mittel hätten die NO2-Werte (Jahresmittelwert) an verkehrsnahen Messstationen rund 1,5 µg/m³ unter denen des Jahres 2017 gelegen. weiterlesen…

Ethanol verringert Feinstaub

…und andere Gesundheitsrisiken aus dem Auspuff

Eine jüngst in der Zeitschrift “Science of the Total Environment” veröffentlichte Studie hat festgestellt, dass Ethanolbeimischungen den aus dem Auspuff austretenden Feinstaub reduzieren, was wiederum die gesamten toxischen Emissionen senkt. Die Studie war von der Urban Air Initiative in Auftrag gegeben und von der University of California Riverside und der University of Wisconsin, Madison, durchgeführt worden.
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Zwei Millionen Autos noch ohne Software-Update – schärfere Feinstaub-Grenzwerte?

Daimler schon wieder am Pranger?

Bei der Nachrüstung der Abgas-Software sind die deutschen Autobauer noch immer in Verzug: Bei rund zwei Millionen von 6,3 Millionen betroffenen Diesel-Fahrzeugen hat die Software noch kein Update erfahren. Unterdessen steht eine Mercedes-Baureihe im Dieselskandal erneut unter Verdacht: Daimler soll rund 60.000 Motoren des Modells Mercedes-Benz GLK 220 CDI (Abgasnorm 5) manipuliert haben. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat laut Bild am Sonntag (“Daimler trickst weiter”) ein formelles Anhörungsverfahren wegen Verdachts auf eine weitere “unzulässige Abschaltvorrichtung” eingeleitet. Die Manipulation soll bei rund 60 000 Fahrzeugen des Modells Mercedes-Benz GLK 220 CDI mit der Abgasnorm 5 vorgenommen worden sein. weiterlesen…

Leopoldina empfiehlt bundesweite Strategie zur Luftreinhaltung

Stellungnahme „Saubere Luft – Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen“ veröffentlicht

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert zusätzliche Anstrengungen, um die Konzentration von Schadstoffen in der Luft weiter zu reduzieren. Dabei solle der Schwerpunkt mehr auf Feinstaub als auf Stickstoffoxiden liegen. Von kurzfristigen oder kleinräumigen Maßnahmen, etwa von Fahrverboten, sei keine wesentliche Entlastung zu erwarten. Vielmehr sei eine bundesweite ressortübergreifende Strategie zur Luftreinhaltung erforderlich, heißt es in der veröffentlichten Stellungnahme „Saubere Luft – Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen (2019)“.
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„Feinstaubfresser“ saugen Dreckluft am Neckartor

Pilotprojekt zur Senkung der Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor beginnt mit Aufbau erster Filtersäulen – Simulationsergebnisse werden in der Praxis überprüft

Ein Pilotprojekt aus Riesenstaubsaugern am Stuttgarter Neckartor soll allen Ernstes ein Fahrverbot überflüssig machen. Die Filter Cubes von MANN+HUMMEL, „Feinstaubfresser“ genannt, sollen gar die Stickstoffdioxid-Werte senken. Der Filtrationsspezialist aus Ludwigsburg hat eine Technologie zur Reduzierung von Feinstaub und NO2 an belasteten Orten entwickelt. Die bereits 2018 aufgestellten sogenannten „Filter Cubes“ haben die Filterspezialisten Anfang April 2019 optimiert und ein neu entwickeltes Kombifiltermedium integriert.
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MPIC: Schnelle globale Energiewende könnte Millionen Menschenleben retten

Verbrennung fossiler Rohstoffe wichtigste Ursache für Luftverschmutzung und Gesundheitsbelastungen

Die Reduktion der weltweiten Luftverschmutzung kann Millionen von Menschenleben retten. Dies zeigt ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie mit einer in den PNAS am 25.03.2019 veröffentlichten Studie. Den wichtigsten Beitrag dazu würde der schnelle Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger liefern – ein Schritt, der derzeit vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gefordert wird. weiterlesen…

Schärfere Grenzwerte für Feuerungsanlagen bleiben

Teils über die Anforderungen europäischen Rechts hinaus

Der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag meldet: Die teilweise über die Anforderungen des europäischen Rechts hinausgehenden nationalen Anforderungen insbesondere aus der technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft und der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen sowie weitere Verordnungen im Rahmen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes werden in der Vierundvierzigsten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes beibehalten. “Bereits rechtlich festgelegte Anforderungen und Grenzwerte für den Betrieb von mittelgroßen Feuerungsanlagen werden somit auch im Sinne des Normadressaten nicht abgeschwächt”, heißt es in der von der Bundesregierung vorgelegten 86seitigen Verordnung zur Einführung der Verordnung über mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen sowie zur Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (19/8459). weiterlesen…

Feinstaub gefährlicher als angenommen

Hauptverursacher Landwirtschaft

Nach einer Untersuchung von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie (MPIC) verursacht Feinstaub weitaus mehr vorzeitige Todesfälle als bisher angenommen. Als Hauptverursacher nennen die Verfasser der im Fachblatt European Heart Journal veröffentlichten Studie die Landwirtschaft. Demnach sterben in Deutschland rund 120.000 Menschen pro Jahr vorzeitig durch Feinstaub, fast doppelt so viele wie bisher geglaubt – die durchschnittliche Lebenserwartung von Europäern verkürze sich um zwei Jahre. Weltweit kommt die Studie auf rund neun Millionen vorzeitige Todesfälle. weiterlesen…

Luftverschmutzung in Europa nach wie vor zu hoch


Luftverschmutzung in Europa nach wie vor zu hoch

Aktuelle Daten der Europäischen Umweltagentur (EUA) belegen: Trotz allmählicher Verbesserungen liegt die Luftverschmutzung immer noch über den Grenzwerten und Leitlinien der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation. Die Luftverschmutzung gefährdet weiterhin die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Die DUH forderte die Bundesregierung zu Sofortmaßnahmen auf. Siehe auch WHO: solarify.eu/hunderttausende-tote-kinder-durch-schlechte-luft. weiterlesen…