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Archiv: CO2-Emissionen


WEF und McKinsey untersuchten weltweit 114 Länder für Energiewende-Index

Österreich überholt in der Energiewende den vermeintlichen Musterschüler Deutschland, das international vergleichsweise schlecht abschneidet. Im Gesamtranking des beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellten globalen Energiewende-Index von McKinsey und World Economic Forum belegt Österreich den achten Platz von 114 untersuchten Ländern. Deutschland erreicht nur Platz 16 – im europäischen Vergleich schneiden gleich elf Länder besser ab als Deutschland, darunter der weltweite Spitzenreiter Schweden, Norwegen, die Schweiz, Finnland, Dänemark, Österreich sowie Großbritannien und Frankreich. Für den neuen Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI) wurde der jeweilige Stand der Energiewende anhand von 40 Indikatoren ermittelt.


Spart spätere Kosten – weniger CO2 -Extraktion aus Luft nötig

Eine schnelle Reduktion der Treibhausgasemissionen ist notwendig, wenn Regierungen sowohl die Kosten der Klimastabilisierung begrenzen wollen, als auch die Menge des CO2 möglichst klein halten wollen, das mit viel technischem Aufwand nachträglich aus der Atmosphäre wieder herausgeholt werden soll. Dazu müssten die Emissionen im Jahr 2030 mindestens 20 Prozent unter dem liegen, was die Länder im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt haben, so eine neue Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) – eine Erkenntnis, die für die beim UN-Klimagipfel in Polen geplante globale Bestandsaufnahme Ende des Jahres unmittelbar relevant ist.


Neuer Energiewende-Index von World Economic Forum und McKinsey: Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher

Beim Thema Energiewende hat Deutschland im internationalen Vergleich seine Vorreiterrolle verloren. Trotz stabiler politischer Rahmenbedingungen und hoher Wirtschaftskraft wird das zentrale Klimaziel – die Reduktion des CO2-Austoßes bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40% –klar verfehlt. Gleichzeitig liegen die Strompreise für Haushalte und Industrie in Deutschland um rund 50% über dem Durchschnitt von 114 untersuchten Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt der neue globale Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI), der am 14.03.2018 beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellt wurde. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company hat dafür in Zusammenarbeit mit dem WEF den Status der Energiewende in 114 Ländern anhand von 40 Indikatoren ermittelt.


Neueste Studie der NASA zeigt den erschreckenden Klimaeinfluss von Erdgas

Von der Industrie wird oft behauptet, dass Gas ein klimafreundlicher Energieträger sei, der gemeinsam mit den Erneuerbaren Energien den Klimaschutz voranbringe. Das die Kohle ablösende Erdgas trage wesentlich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei, so die Argumentation. In der Tat sind die CO2-Emissionen von Erdgas deutlich geringer als die von Kohle und Öl. Für die Klimabewertung von Erdgas ist die Zahl der CO2-Emissionen jedoch nicht erschöpfend, denn obgleich Erdgas in der Verbrennung CO2-ärmer ist, werden in der gesamten Prozesskette mehr Klimagasemissionen als bei Kohle oder Erdöl produziert. Denn bei der Förderung und dem Transport von Erdgas wird erheblich Methan ausgestoßen – und die Wirkung von Methan ist wesentlich klimaschädlicher als die von CO2. Hans-Josef Fell am 22.02.2018 zu den Erkenntnissen der NASA-Erdgas-Studie.


Eine Kritik von Hans-Josef Fell – Präsident der Energy Watch Group (EWG)

Allmählich wird sichtbar, welche verheerende Wirkung die Große Koalition international erzielt, da sie die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele für 2020 aufgegeben hat und in Deutschland die CO2-Emissionen seit Jahren sogar wieder steigen. Deutschland galt jahrzehntelang als internationaler Vorreiter im Klimaschutz. In anderen Ländern kämpften und kämpfen viele engagierte Politiker in ihren Parlamenten und NGOs in der Öffentlichkeit dafür, eine wirksame Klimaschutzpolitik durchzusetzen. Der Verweis auf die große Industrienation Deutschland, die das sogar zusammen mit dem Atomausstieg erfolgreich schaffe, gehörte zu den Standartargumenten weltweit. Gerade der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien löste bei vielen Erstaunen aber auch Nachahmung aus, wie man an den über 100 weltweit kopierten EEGs schnell ablesen kann. Doch Deutschland ist zurückgefallen in der weltweiten Energiewende, wie Hans-Josef Fell am 20.02.2018 schreibt.


Bis 2025 werden die Briten den Kohleausstieg ganz vollzogen haben. Wie machen die das?

In düsteren Brexit-Debatten geht eine interessante Entwicklung in Großbritannien ein wenig unter: Die Briten haben den Anteil von Kohle an der Energiegewinnung bereits massiv heruntergefahren; bis 2025 soll der Ausstieg vollzogen sein. Niels Boening beschreibt in der Ausgabe 02/2018 des Magazins Zeit Wissen, wie das gelingen soll – unter anderem mit massiven Preissteigerungen.

e.on will 25 €/t CO2


CEO Teyssen plädiert für Vervier- bis Fünffachung des Preises

e.on-Vorstandschef Johannes Teyssen verlangt, die Preise für CO2-Zertifikate drastisch zu erhören, um die Klimaschutzziele 2030 zu erreichen. Im Nachrichtenmagazin Focus (so das Wallstreet-Online) forderte Teyssen „wirksame Anreize“, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern oder zu vermeiden. Teyssen definierte seine Anreize mit 25 bis 30 Euro je Tonne.


Klimabilanzen der Autobauer mit roten Zahlen

Infolge des durch die Dieselbetrügereien selbstverschuldeten Niedergangs des Selbstzünders geraten die Planungen der Autoschmiede ins Rutschen; denn sie haben um der CO2-Bilanz willen die Diesel-Motoren eigentlich fest eingeplant. Damit rückt das EU-Klimaziel 95 g CO2/km in weite Ferne. Zudem sind die CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw in Deutschland 2017 gar erstmals wieder gestiegen – um 0,4 % auf 127,9 g/km (2016: 127,4 g/km), sagt eine Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.


„Klimawandel: CO2-Ausstoß schneller senken, CO2-arme Innovationen finanzieren“

So überschreibt die Presseabteilung des Europäischen Parlaments den Beschluss vom 06.02.2018, mit dem das sogenannte Backloading, die Verknappung der CO2-Emissions-Zertifikate, also der Verschmutzungserlaubnisse der EU-Kommission zur formellen Zustimmung vorgelegt werden soll. Damit sollten Investitionen in kohlenstoffarme Technologien gefördert werden.


Beim bisherigen Tempo der Großen Koalition wird Klimaschutzziel 2020 erst 2038 erreicht

Zwischen 2005, dem Beginn der ersten Große Koalition unter Bundeskanzlerin Merkel, und 2016 sanken die Emissionen im Durchschnitt lediglich um rund 8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr. 2015 und 2016 stiegen die Emissionen sogar wieder – um knapp 5 Millionen Tonnen. Auch für das Jahr 2017 werden gleichbleibend hohe Emissionen erwartet. Setzt sich der bisherige Trend fort, so würde Deutschland seinen Kohlendioxid-Ausstoß erst im Jahr 2038 um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduzieren. Das belegen Zahlen des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE e.V.), die am 26.01.2018 veröffentlicht wurden.

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