Klimakatastrophe verschlimmert sich inmitten der weltweiten Pandemie

Von Ishaan Tharoor, The Washington Post

“Wir leben vielleicht im größten Jahres-Rückgang von CO2-Emissionen der Menschheitsgeschichte. Die durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgelösten Quarantänen, Schließungen, Handels- und Reiseunterbrechungen führten zu einem historischen Absinken des Treibhausgas-Ausstoßes. An einigen Orten war die Umweltveränderung greifbar – der Smog verschwand aus den Städten, die frei von Verkehrsstaus waren, die Flüsse flossen frei von Trübung, die lange Zeit ihre Ufer verschmutzte” – schreibt WP-Kolumnist Ishaan Tharoor am 29.06.2020 in der Washington Post. Solarify mit einer Zusammenfassung. weiterlesen…

Nur kurze Erleichterung

Corona-Effekt schon fast wieder verpufft

Der durch die COVID-19- Krise ausgelöste Wirtschaftseinbruch die täglichen CO2-Emissionen massiv sinken., bis zu 17 Prozent weniger als sonst üblich. Doch eine nachhaltige Trendwende bedeutete das nicht, wie die kanadische Klimawissenschaftlerin Corinne Le Quéré von der University of East Anglia in Norwich schon am 19. Mai in Nature Climate Change mit aktuellen Zahlen belegt hat. Das entspricht Absolutwerten aus der zweiten Hälfte der Nullerjahre. Nach einem Update am 11.06.2020 lagen die Emissionen nur noch rund fünf Prozent niedriger als gewöhnlich, so der Wiener Standard am gleichen Tag. weiterlesen…

Lesehinweis: Neue Diesel immer schmutziger

Tagesspiegel: Spritschlucker stinken mehr

Die CO2-Emissionen neuer Diesel sind im April 2020 im Durchschnitt (von 167 g/km im Mai 2019) auf 176 g/km angestiegen. Bei Benzinern sank der Wert leicht, schreibt Jens Tartler am 31.05.2020 auf der Webseite des Berliner Tagesspiegels. Das ergebe sich aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn. Die Antwort liege dem Fachdienst Tagesspiegel Background Mobilität & Transport vor. Bei neuen Benzinern seien die CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum dagegen von 159 Gramm auf 155 g/km gesunken. weiterlesen…

BMU: “EU-TS-Reform wirkt”

Emissionshandel: Deutsche Anlagen stießen 2019 14 Prozent weniger CO2 aus

2019 emittierten die rund 1.850 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland etwa 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äq) – ein Rückgang um 14 Prozent gegenüber 2018. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) detailliert in ihrem diesjährigen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2019 (VET-Bericht 2019). Der Rückgang der Emissionen geht maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurück. Aber auch die Emissionen der energieintensiven Industrie gingen erstmalig im Verlauf der dritten Handelsperiode zurück. weiterlesen…

CO2-Ausstoß Anfang April 17 Prozent niedriger

Studie zum Klima-Effekt der Pandemie-Abwehrmaßnahmen – „Anschubhilfen werden Emissionspfad für Jahrzehnte prägen.“

Mit einer aufwändigen Schnellschätzung hat ein Forscherteam jetzt die Auswirkung der Corona-Abwehrmaßnahmen auf den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases CO2 beziffert. Demnach lagen die weltweiten CO2-Emisionen Anfang April wahrscheinlich ein Sechstel niedriger als vor der Pandemie. Die stärksten absoluten Rückgänge gab es bei Verkehr und Produktion. An der Studie arbeiteten wissenschaftliche Einrichtungen aus sieben Ländern auf drei Kontinenten mit, darunter das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

GB und D vernachlässigen Wärmesektor

Vergleichende Studie über Strategie der Emissionsreduzierung beim Beheizen von Gebäuden in Deutschland und Großbritannien

Am Endenergieverbrauch hat die Wärmeenergie einen Anteil von über 50 Prozent. Die Emissionen beim Beheizen von Gebäuden zu reduzieren, hätte folglich eine große Hebelwirkung fürs Klima. Welche Strategien verfolgen Deutschland und Großbritannien, um diese großen Potentiale zu heben? Eine Studie von Wissenschaftlern des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) belegt einer Medienmitteilung vom 18.05.2020 zufolge, dass beide Länder weitaus mehr für eine wirksame Eindämmung des Klimawandels im Heizungssektor tun müssten. weiterlesen…

“Schon 77 Prozent des arktischen Meereises weggeschmolzen”

Neue Geomar-Chefin: CO2 im Meeresboden speichern

Im Kampf gegen die Erderwärmung werde eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes nicht ausreichen – davon ist die designierte Wissenschaftlichen Direktorin des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel, Katja Matthes, überzeugt. Die Klimaforscherin plädierte deshalb dem SPIEGEL gegenüber für einen umstrittenen Ansatz. Zum Schutz des Klimas sollte nach ihrer Ansicht Kohlendioxid im Meeresboden gespeichert werden. Die Kieler Nachrichten nennen die Technik ebenfalls “sehr umstritten”. Und neu ist der Vorschlag auch nicht. weiterlesen…

Einfluss von COVID-19-Folgen auf globale CO2-Werte

Nur verschwindend geringe Abweichung von 0,5 ppm

Ein Rückgang des weltweiten Verbrauchs fossiler Brennstoffe wurde durch die Einschränkung von Reisen und gesellschaftlichen Zusammenkünften als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus ausgelöst. Wie wird sich dieser Rückgang in den atmosphärischen Kohlendioxidmesswerten widerspiegeln, die den als Keelingkurve bekannten Datensatz bilden, der von Wissenschaftlern der Scripps Institution of Oceanography an der University of California in San Diego verwaltet wird? Am 03.05.2020 verzeichnete das Mauna-Loa-Observatorium auf der hawaiianischen Insel Big Island den neuen Tageshöchststand von rund 418 ppm. Im Januar 2020 hatte der Höchstwert bei 415 gelegen. weiterlesen…

Weltweit unterschätzt: CO2-Emissionen trockengefallener Gewässerbereiche

Studie schließt die Lücke zwischen regionalen und globalen Aussagen

Binnengewässer wie Flüsse, Seen oder Talsperren spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle. In Hochrechnungen zum Kohlendioxidausstoß von Land- und Wasserflächen werden zeitweise trockenfallende Bereiche von Gewässern in der Regel nicht einbezogen. Die tatsächlichen Emissionen von Binnengewässern werden dadurch deutlich unterschätzt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts unter der Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) am Standort Magdeburg sowie des Katalanischen Instituts für Wasserforschung (ICRA). Die Studie ist im Fachmagazin Nature Communications erschienen. weiterlesen…

IEA: 8% CO2-Rückgang durch Corona – “kein Grund zum Jubeln”

Der weltweite Energiebedarf wird in diesem Jahr als Folge des größten Schocks seit dem Zweiten Weltkrieg einbrechen

Die Covid-19-Pandemie stellt den größten Schock für das globale Energiesystem seit mehr als sieben Jahrzehnten dar. Der Nachfragerückgang in diesem Jahr wird die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 in den Schatten stellen und zu einem jährlichen Rekordrückgang der Kohlenstoffemissionen um fast 8% führen. Ein neuer Bericht, der am 30.04.2020 von der Internationalen Energieagentur veröffentlicht wurde, bietet einen fast zeitnahen Überblick über die außerordentlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf alle wichtigen Brennstoffe. Auf der Grundlage einer Analyse von mehr als 100 Tagen realer Daten, die in diesem Jahr bisher vorliegen, enthält der Global Energy Review 2020 der IEA Schätzungen darüber, wie sich der Energieverbrauch und die Trends bei den Kohlendioxid- (CO2-) Emissionen im Laufe des restlichen Jahres 2020 voraussichtlich entwickeln werden. weiterlesen…