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Archiv: Schiffsabgase


CO2-Ausstoß bis 2100 auf Null (?) – Fell: “Durchbruch”

Seit 21 Jahren verhandeln die Mitglieder der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO über einen Klimaplan für Hochseeschiffe. Der droht jetzt während der entscheidenden Verhandlungen in London zu scheitern. Denn zwischen den Akteuren ist Streit entbrannt. Die IMO will bis 2100 die CO2-Emissionen der Seeschifffahrt auf Null senken, bis 2050 im Vergleich zu 2008 zumindest halbieren. Der EU geht das nicht schnell genug. Sie fordert eine verbindliche IMO-Zielvereinbarung von 70 bis 100 Prozent weniger CO2 bis Mitte des Jahrhunderts.

Schmutziger Süden


Schiffsabgase: Deutschland am saubersten

In einem neuen Ranking der Nachhaltigkeitsorganisation Transport and Environment (T&E) über die Klimafolgen der internationalen Schifffahrt schneiden Griechenland, Zypern, Italien, Portugal und Kroatien am schlechtesten ab – Deutschland ist Spitzenreiter, schreibt Frédéric Simon am 22.03.2018 im Portal EURACTIV in der Übersetzung von Tim Steins.


Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Luftreinheit

Die Teilnehmer der zweiten Gesprächsrunde „Sauber. Modern. Leistungsfähig. Zukunft der Berliner Mobilität“ haben einer Medienmitteilung aus dem Presse- und Informationsamt des Landes Berlin zufolge am 18.01.2018, ein wirkungsvolles Maßnahmenpaket beschlossen, um Diesel-Fahrverbote abzuwenden und gleichzeitig den Weg Berlins zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Mobilität abzusichern.


Weltschifffahrtsorganisation IMO beschließt weltweites Schwefellimit in Kraftstoffen – ab 2020

imo-logoDie Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) will einer Medienmitteilung aus dem BMUB zufolge die Schwefeloxid-Emissionen durch Schiffskraftstoffe deutlich verringern. Dazu soll der weltweit maximal zulässige Wert für den Schwefelgehalt ab 2020 herabgesetzt werden. BMUB logo neuNach einer Debatte, in deren Zuge sich mehr als 50 Vertreter von Staaten, der Industrie und Umweltverbänden zu Wort meldeten, wurde die Entscheidung von einer breiten Mehrheit getragen und begrüßt.

Mehr Klimaschutz im Seeverkehr


Schiffs-Emissionen wachsen kontinuierlich und unreguliert

Der Schiffsverkehr ist bisher nicht in das EU-Emissionsziel eingebunden. Obwohl dessen Emissionen ständig wachsen, gibt es kein System, das die Höhe ihrer Treibhausgasemissionen reguliert. Das Öko-Institut beschäftigt sich seit Jahren damit, Klimaschutzmaßnahmen im Seeverkehr zu analysieren und forderte deshalb schon 2009 zum Weltklimagipfel COP15 in Kopenhagen, den Seeverkehr in internationale Abkommen einzubeziehen. Schon damals wurde in einer Studie gezeigt, dass Effizienzsteigerungen die Emissionen um 25 Prozent senken und gleichzeitig Kosten sparen können.

Grüne Schiffahrt chancenlos?


Zu viel Schweröl, zu wenig Abgastechnik – NABU-Kreuzfahrtranking 2015

Der NABU hat auch 2015 die europäischen Kreuzfahrtschiffe auf Umweltfreundlichkeit untersucht. Zwar werden die schwimmenden Grandhotels sauberer, doch noch immer fahren zu wenige mit umweltfreundlicher Abgastechnik – und LNG. Hochseeschiffe werden fast alle mit dem Raffinerie-Abfallprodukt Schweröl angetrieben. Auflagen limitieren zwar schon dessen Verbrennung vor allem in den Häfen, ab 2020 sollen aber weltweit strengere Schwefel-Grenzwerte dazu führen, dass Flüssiggas (LNG) an die Stelle des Schweröls tritt. Doch die Reeder halten LNG für noch nicht wirtschaftlich.