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Archiv: CO2


Power-to-Syngas – Schlüsseltechnologie für Umstellung des Energiesystems?

Aus CO2 mit regenerativ erzeugtem Strom Kraftstoffe herstellen – das ist, stark verkürzt, das Ziel einer Gruppe von Verfahren, die auch als Co-Elektrolyse bezeichnet wird. Wie die Presseabteilung des Forschungszentrums Jülich am 25.04.2017 mitteilt, informieren Jülicher Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie über den aktuellen Entwicklungsstand dieses Power-to-X-Konzepts, das zu den zentralen Forschungsthemen des Kopernikus-Projekts P2X zählt.


Energiewirtschaft mindert um 0,9 Prozent – Industrieemissionen nahezu unverändert

Im Jahr 2016 emittierten die rund 1.900 stationären Anlagen im Emissionshandel 453 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente und damit 0,6 Prozent weniger als 2015. Damit konnten laut Pressemitteilung des Umweltbundesamtes vom 11.04.2017 die gesunkenen Emissionen im Emissionshandel den in der Nahzeitprognose des UBA ermittelten Anstieg der deutschen Verkehrsemissionen um 3,8 Prozent gegenüber 2015 nicht ausgleichen.


Amsterdamer Forscher erfinden mögliches Mittel zur nachhaltigen Kohlendioxid-Nutzung

Forscher der Universität Amsterdam (UvA) haben einen neuen Katalysator erfunden, der CO2 effizient in Kohlenmonoxid (CO) umwandeln kann. Dies bereits zur Patentierung angemeldete Erfindung ermöglicht die nachhaltige Nutzung von CO2, eines wirksamen, in Zusammenhang mit dem Klimawandel stehenden Treibhausgases. Wenn es in einem größeren Maßstab funktioniert, könnte der neue Katalysator eine praktische Möglichkeit zur Umwandlung von CO2 in nützliche Chemikalien bereitstellen.

SNB soll divestieren


Offener Brief an Direktorium der Schweizerischen Nationalbank gegen fossile Investitionen

Ein Klimaschutz-Memento der Klima-Allianz Schweiz fordert die Schweizerische Nationalbank auf, Investitionen in fossile Energien zu stoppen. Mehr 130 Persönlichkeiten – dazu innerhalb weniger Tage 1.350 Unterstützer – fordern die Schweizer Nationalbank auf, einen Ausstiegsplan aus fossilen Energien vorzulegen.


Die grüne Art des Wirtschaftens

Mit 450 Gästen war der Kongress „Grüner Wirtschaften“ der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sehr gut besucht. In diversen Werkstätten und Debatten wurde das Konzept Grüner Wirtschaften für mehr Lebensqualität diskutiert. Die grüne Bundestagsfraktion will „den Weg in die neue Wirtschaftsweise für alle verlässlich gestalten“. Dafür brauche es mutige Politik und engagierte Bürger, Ingenieure und Unternehmer, die die ökologische Modernisierung quer durch alle Branchen ins Ziel bringen.


Klimaforscher verlangen alle zehn Jahre Halbierung des weltweitem Kohlendioxid-Ausstoßes

Wenn der Welt-CO2-Ausstoß alle zehn Jahre halbiert würde, könnte die Erderwärmung in erträglichen Grenzen gehalten werden. Klimaforscher aus Potsdam, Stockholm, Laxenburg und Melbourne sind überzeugt, eine solche Strategie könne „disruptive Innovationen“ in Gang setzen, die klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Öl und Kohle lange vor 2050 überflüssig machen würden, erklärte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 23.03.2017.


IRENA und IEA raufen sich für Klimaschutz zusammen

Ama Lorenz wertete es auf EurActiv „als Erfolg des deutschen Wirtschaftsministeriums, dass es erstmals die Internationale Energieagentur und die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien zusammengebracht“ habe, um in einer neuen Studie den Beweis dafür anzutreten, „dass eine Verzögerung der Energiewende zu Gunsten fossiler Energieträger erhebliche Verluste mit sich bringt“.


WMO-Bericht: Weltweite Auswirkungen – Wärme in der Arktis

Pünktlich zum Berliner Energy Transition Dialogue erschien eine Medienmitteilung der World Meteorological Organization (WMO): 2016 war der WMO zufolge erneut das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: „Das Jahr 2016 machte Geschichte, mit einem weltweiten Temperaturrekord, außergewöhnlich niedriger Meereis-Ausdehnung, ungebremstem Meeresspiegelanstieg und fortschreitender Ozeanerwärmung“, so die WMO am 21.03.2017. Und die extremen Wetter- und Klimabedingungen setzten sich 2017 fort.


Bewässerung kein Allheilmittel – Ernährungssicherheit in Gefahr

Steigende Temperaturen sind ein Risiko für einige der wichtigsten Getreide. Um besser abschätzen zu können, wie die von unserem Treibhausgas-Ausstoß verursachte Erwärmung Weizen, Mais und Soja schädigt, hat nach Angaben des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ein internationales Wissenschaftler-Team umfassende Computer-Simulationen zu US-Ernten laufen lassen, die zeigten, wie in der Vergangenheit hohe Temperaturen Ernten teils stark verringert haben; sie erhärten damit ihre Tauglichkeit für Projektionen in die Zukunft. Wichtiges Ergebnis: Die verstärkte Bewässerung von Feldern kann die negativen Auswirkungen des Klimawandels Nahrungsmittel-Anbau verringern – allerdings nur in Regionen mit genügend Wasser. Letztlich muss der Klimawandel begrenzt werden, um die Ernten zu stabilisieren.


Deutscher CO2-Ausstoß steigt – Klimaziele kaum zu halten

„Deutschland kommt beim Klimaschutz nicht voran. Das zeigt ein neues Gutachten. Die Grünen sprechen von einem ‚Offenbarungseid für die Klimapolitik der Bundesregierung‘ – doch im Kanzleramt will man es ruhig angehen lassen,“ schreibt Horand Knaup im Spiegel. Und wirklich: Trotz (oder wegen?) der Energiewende wurde in Deutschland 2016 mehr CO2 ausgestoßen als 2015. Die Klimaziele 2020 rücken in weitere Ferne.

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