Wie aus Wasserstoff und Kohlendioxid Leben entstanden sein könnte

Neue Erkenntnisse in Nature Ecology & Evolution

Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland (Prof. William Martin und Harun Tüysüz), Frankreich (Prof. Joseph Moran) und Japan (Prof. Yoichi Kamagata) unter Federführung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat neue Forschungsergebnisse zur Entstehung des Lebens in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution publiziert. Im Zentrum der Forschung stehen chemische Prozesse an hydrothermalen Tiefseequellen, die für die Entstehung und den Stoffwechsel von primitivsten Lebensformen nötig sind. Das Forscherteam, dem Harun Tüysüz vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung angehört, konnte nachweisen, dass – in Gegenwart von Kohlendioxid als Baustein – Wasserstoff der Treibstoff für die frühesten biochemischen Prozesse am Anfang des Lebens war weiterlesen…

Anthropogene Methan-Emissionen bislang stark unterschätzt

Eisbohrkerne aus Grönland liefern neue Erkenntnisse

Der durch die Nutzung fossiler Energieträger anthropogene Ausstoß des Klimagases Methan (CH4) ist laut mdr wissen höher als bislang angenommen. US-Wissenschaftler von der Universität Rochester (N.Y.) sehen in dieser Erkenntnis aber auch eine Chance im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn während Kohlendioxid (CO2) 100 Jahre (und mehr: andere Quellen sprechen von 1.000 Jahren) die Atmosphäre belaste, zerfalle CH4 nach etwa neun Jahren. Eine spürbare Reduktion des Gases hätte daher einen viel schnelleren Effekt. In den vergangenen drei Jahrhunderten stiegen die weltweiten CH4-Emissionen um das Zweieinhalbfache. weiterlesen…

Schon 1974: Sorge um CO2-Konzentration

Schon vor 46 Jahren erkannte William D. Nordhaus: “Menschengemachte Emissionen beeinflussen Klima”

Es ist alles schon lange bekannt: Schon 1974 entwarf der spätere (2018) Nobelpreisträger William D. Nordhaus, ein makroökonomisches Modell des langfristigen Wachstums. Seine bahnbrechende Arbeit “Resources as a Constraint on Growth”, erschienen in der American Economic Review, enthielt als erste eine Darstellung der Kohlendioxidkonzentration und des Klimas in einem solchen makroökonomischen Rahmen und analysierte, wie der Klimawandel zu möglichst geringen Kosten eingedämmt werden konnte – weiterentwickelt 1975 unter dem Titel “Can we conrol carbon dioxide?”. 1977 definierte Nordhaus die sogenannte Zwei-Grad-Grenze (solarify.eu/zwei-grad-grenze – s.u.). weiterlesen…

„Euer Depot brennt!“

Greenpeace-Protest beim Investmentriesen BlackRock

Vor der Siemens-Hauptversammlung am 05.02.2020 wollen Greenpeace-Umweltschützer den Elektrokonzern Siemens auf dem Umweg über den Großaktionär BlackRock zum Ausstieg aus seinem umstrittenen Adani-Kohle-Deal in Australien bewegen. Als größter Einzelaktionär von Siemens müsse der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock dem Siemens-Vorstand bei der anstehenden Jahreshauptversammlung “die rote Karte zeigen”, forderten Protestierende von Greenpeace am 03.02.2020 vor der Frankfurter Zentrale von BlackRock Deutschland. “BlackRock: Euer Depot brennt!” stand auf einer neun Meter mal sechs Meter großen Siemens-Aktie vor dem Portal des Gebäudes, davor brannte ein großer schwarzer Stein.n. weiterlesen…

NABU: Flüssiggas als Schiffsantrieb klimaschädlicher als bisher gedacht

Miller: “Studie zu LNG muss Warnruf für Schifffahrt sein”

Laut einer neuen Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) führt Flüssigerdgas (LNG) als Schiffskraftstoff zu 70 bis 82 Prozent höheren Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Marinediesel. Diese Zahlen seien alarmierend, so eine NABU-Pressemitteilung vom 28.01.2020, da immer mehr Schiffsbetreiber auf LNG zurückgriffen. weiterlesen…

„Wie viel CO2 steckt in einem Liter Benzin?“

Helmholtz – “Nachgefragt”

Bei jeder Fahrt stoßen Autos, wenn sie nicht batterie-elektrisch fahren, CO2 aus. Erstaunlicherweise wiegt dieses CO2 mehr als der ursprünglich getankte Sprit. Warum das so ist, erklärte Jörg Sauer vom Institut für Katalyseforschung und -technologie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am 24.01.2020 in einem “Helmholtz – Nachgefragt”. weiterlesen…

Warum Methan das Klima bedroht

Was ist Methan und warum ist es von Bedeutung?

Die Botschaft des jüngsten UN-Klimaberichts ist klar: Wenn wir die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduzieren, wird die Welt auf einen Temperaturanstieg von weit mehr als 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zusteuern. Eine drastische Reduzierung der Emissionen bedeutet eine Reduzierung von mindestens 32 Gigatonnen CO2-Äquivalent (Gt CO2) bis 2030. Das ist so, als ob man alle THG-Emissionen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Brasilien zusammengenommen jedes Jahr in den nächsten 10 Jahren eliminieren würde. Wie um alles in der Welt werden wir dies erreichen? Ein Zustandsbericht von Laura Hutchinson und Kate Hight vom Rocky Mountain Institute. weiterlesen…

“CO2 muss eingefangen und genutzt werden”

CCS – neue Auflage

Dänische Forscher entwickeln eine mobile Anlage, die CO2 abtrennen kann, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Das unerwünschte Treibhausgas soll stattdessen für neue Produkte genutzt werden. In diesem Winter beginnen die Forscher der Dänischen Technischen Universität einer Medienmitteilung zufolge mit dem Bau einer solchen Anlage. Zunächst wird die Vorrichtung in Biogasanlagen getestet, sagt Associate Professor Philip L. Fosbøl von der DTU Chemical Engineering, der den Prozess der CO2-Abscheidung koordiniert.
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Keine Energiewende ohne Katalyse

Vortrag von Robert Schlögl auf ARD-alpha

“Keine Energiewende ohne Katalyse” hatte Prof. Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion, Mülheim a.d. Ruhr und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, seinen Vortrag in der Reihe Campus Talks im Kanal ARD-alpha am 13.01.2020 überschrieben. Er zeigte auf, wie ein defossilisiertes (Schlögl: “nicht dekarbonisiertes”) Energiesystem und die Energiewende als Weg dorthin möglich wären. Er beklagte aber auch, dass die Politik die falschen Ansagen mache. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Scheuer räumt Handlungsbedarf bei CO2-Reduzierung im Verkehr ein

Minister: “Mit Verzicht und Verbot kommen wir nicht weiter”

Nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) wuchs der Mineralöl-Absatz 2019 weiter – sowohl für Autos, Lastwagen und Flugzeuge, als auch für Heizungen; letzteres trotz der vergleichsweise wärmeren Witterung. Der Verbrauch von Mineralöl habe 2019 insgesamt um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr gelegen, si die AGEB. Der Absatz von Diesel- und Ottokraftstoff sowie Flugbenzin habe einen leichten Anstieg verzeichnet. Entsprechend räumte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auch “erheblichen Nachholbedarf” bei der geplanten Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich ein. „Dass der Verkehrssektor einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten muss, ist unbestritten“, sagte Scheuer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). weiterlesen…