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Archiv: CO2


Grüne Energie für eine nachhaltige Chemie

Wasserstoffperoxid, Ethen, Alkohole: Das Fraunhofer-Leitprojekt »Strom als Rohstoff« entwickelt elektrochemische Verfahren, die regenerativ erzeugten Strom nutzen, um Basischemikalien zu synthetisieren – mit dem Ziel, die chemische Industrie nachhaltiger zu gestalten. Vom 11. bis 15.06.2018 präsentiert Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit acht weiteren Fraunhofer-Instituten im Rahmen der ACHEMA 2018 die Ergebnisse.


Beim CO2-Ausstoß ganz vorne

Vorläufige Daten der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigen, dass die in der EU 2017 neu zugelassenen Pkw mit 118,5 Gramm CO2/km durchschnittlich 0,4 Gramm des klimaschädigenden CO2 pro Kilometer mehr ausstoßen als die im Jahr davor zugelassenen. Laut Umweltbundesamt wird das EU-Klimaschutzziel für 2021 von 95 g CO2/km für die Pkw-Neuwagenflotte wird bei dieser Entwicklung deutlich verfehlt. Hieran ist Deutschland maßgeblich beteiligt: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der 2017 in Deutschland neu verkauften Pkw liegt mit 127,1 g/km mit am höchsten in Europa.


Erstes CO2-freies Land der Erde

Der neue Präsident Costa Ricas, Carlos Alvarado, der sich schon lange für Erneuerbare Energien einsetzt, hat bei seinem Amtsantritt am 08.05.2018 angekündigt, sein Land werde fossile Brennstoffe gänzlich verbieten, und werde damit das erste vollständig CO2-freie Land der Welt, schreibt unter anderen das österreichische Ökomagazin oekonews.at.


Deutsche Touristen auf Platz 3 der Treibhausgas-Verursacher-Liste

Acht Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen gehen auf das Konto des Tourismus. Das haben Wissenschaftler um Arunima Malik von der Universität Sydney und Ya-Sen Sun, Professorin an der University of Queensland Business School, für eine neue Studie in Nature Climate Change berechnet.


Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben

Die Frage nach dem guten und umweltbewussten Leben in Zeiten des Klimawandels beschäftigt viele: „Wie reduzieren wir unseren ökologischen Fußabdruck?“ Die Familie Pinzler-Wessel hat es ein Jahr lang versucht. Ihre anregenden, mutmachenden Erlebnisse und Recherchen präsentieren sie in einem “alltagsprallen Buch”, wie es der Verlag Droemer nennt: “Ein Weg, der für alle praktikabel ist und wesentlich mehr Spaß macht als Verzicht erfordert.”


Strategische Optionen von BEE und HANNOVER MESSE

Erneuerbare Energie deckt bislang nur marginal den Energiebedarf in der Prozesswärme und Prozesskälte: knapp sechs Prozent. Dabei gibt es erhebliche technische Potenziale zur Dekarbonisierung der Industrie. Das ist das Ergebnis eines am 05.04.2018 in Berlin vorgestellten Kurzgutachtens des Hamburg Instituts für den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und die HANNOVER MESSE. Solarthermie, Wärmepumpen, feste, flüssige und gasförmige Biomasse sowie Geothermie können hier aus technischer Sicht bereits heute einen großen Beitrag leisten.


Von Kraftstoffen bis Schaumgummi-Möbeln

Immer mehr Firmen arbeiten an alternativen Lösungen für CO2 als Rohstoff. Einige filtern es aus der Luft, andere wollen Hüttengase zerlegen. Langfristig könnte dadurch nicht nur die Klimabilanz von (bisher Feinstaub, CO2 und Stickoxide ausstoßende) Verbrennungsmotoren massiv verbessert, sondern überhaupt der Kohlenstoffkreislauf ein Stück weiter geschlossen werden – ohne dass auf die aktuelle Antriebstechnik verzichtet werden müsste.


Sind Elektrofahrzeuge sauberer? Die Beweise deuten stark in eine Richtung

Eine interessante Aufarbeitung des alten Streits dargestellt von Julia Poliscanova, Transport and Environment auf der Euractiv-Seite: “Da der Absatz von Dieselfahrzeugen sinkt und der von Elektrofahrzeugen eine Million übersteigt, werden Batterien schnell wichtig für die Industriellen Zukunft der EU. Diesmal ist es nicht nur Gerede. Investitionen werden getätigt: LG Chem plant die Produktion in Polen und Samsung SDI ebenfalls in Ungarn; NorthVolt hat gerade ein großes Darlehen für den Bau einer Demo-Anlage in Schweden unterzeichnet, und die Total-Tochter Saft gab die Gründung eines Batteriekonsortiums gemeinsam mit Siemens, Solvay und MAN bekannt. Inmitten all dessen werden die Umweltvorteile von Elektroautos in den meisten EU-Ländern intensiv untersucht. Also, reduzieren E-KFZ den CO2-Ausstoß von Autos oder verlagern sie das Problem einfach woanders hin?”


Koalitionsverhandlungen offenbarten fehlendes Interesse an Umsetzung des Pariser Abkommens
Fachaufsatz von Volker Quaschning in erneuerbareenergien

Auch Monate nach der Bundestagswahl wissen wir nicht, wohin eine künftige Regierung in den Themen Energiewende und Klimaschutz steuert. Immerhin: Mit Ausnahme der AfD, die sogar einfache physikalische Hintergründe des Klimawandels nicht verstanden hat, stehen offiziell alle relevanten Parteien zum Klimaschutz. Selbst bei der FDP findet sich im Wahlprogramm der Satz: „Grundlage unseres Handelns ist … das Pariser Klimaschutzabkommen.“ Wirksame Maßnahmen dazu? Bislang Fehlanzeige.


Gesamt-EU: Von 2010 bis 2016 46 Mrd. Euro

Die Abgastricksereien der Autohersteller haben den EU-Ländern Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe beschert. Allein der deutsche Fiskus hat einer im Internet verfügbaren Studie im Auftrag der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament zufolge 1,2 Milliarden Euro weniger KFZ-Steuer eingenommen, weil Abgaswerte häufig zu niedrig angegeben wurden.

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