Energiewende als Eisberg

Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung

Eine neue (zunächst dreiteilige) Veranstaltungsreihe hat die Max-Planck-Gesellschaft unter dem Titel “Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung” am 10.06.2020 aufgelegt. Forscher aus den Max-Planck-Instituten für Chemische Energiekonversion und Eisenforschung wollen im Gesprächsformat dabei Vorstellungen entwickeln, inwieweit Unternehmen Rohstoffe so nutzen können, dass ihre Produkte und deren Herstellung defossilisiert ablaufen. weiterlesen…

Außerordentlich stabiler Katalysator

Neue Erkenntnisse über die Methanolsynthese

Eine Forschungsarbeit von Holger Ruland und seinem Team vom Max-Planck-Institut für Chemische Energieumwandlung in Mühlheim an der Ruhr wurde zum Titelthema in der neuesten Ausgabe des Journals ChemCatChem. Das Coverbild zeigt das Konzept der CO2-Hydrierung als chemische Batterie im Rahmen einer chemischen Energieumwandlung. Sie kann zur Speicherung erneuerbarer Energie verwendet werden, indem Methanol aus H2, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, und CO2 aus Industrieabgasen synthetisiert wird. weiterlesen…

Porsche kompensiert

Porsche-Fahrer können spezifischen CO2-Abdruck ihrer Sportwagen ermitteln

Mit einem Online-Rechner können Porsche-Fahrer den spezifischen CO2-Abdruck ihres Sportwagens ermitteln und Projekte zu dessen Ausgleich finanziell unterstützen. Insgesamt wurden im Pilotzeitraum zwischen Dezember 2018 und April 2020 rund 45.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgeglichen. Jetzt wurde der Dienst auf 15 weitere Länder ausgeweitet, teilte die Zuffenhausener Edelschmmiede mit. Neben Deutschland, Großbritannien, Polen und den USA ist der Dienst nun auch in China, Kanada, Singapur, Brunei, Kambodscha, Französisch-Polynesien, Indonesien, Malaysia, Neukaledonien, Neuseeland, Sri Lanka, Thailand, Vietnam sowie in der Mongolei und den Philippinen verfügbar. weiterlesen…

Trotz Corona CO2-Gehalt der Atmosphäre weiterhin auf Rekordkurs

Mojib Latif: Gebot der Stunde – “Wirtschaft fördern und gleichzeitig CO2-Ausstoß deutlich verringern”

Aufgrund des Shutdowns sinken die Treibhausgas-Emissionen zwar kurzfristig, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt jedoch weiter – möglicherweise nur etwas langsamer. Das zeigen auch die Messwerte vom Umweltbundesamt in Deutschland. Das Deutsche Klima-Konsortium betont daher in seinem Statement, wie wichtig eine konsequente Klimapolitik gerade jetzt ist. weiterlesen…

Vom Treibhausgas zum Treibstoff

FHI: Dynamisch angetriebene Cu-Oberflächen katalysieren elektrochemische Reduktion von CO2 zu Ethanol

Einem Team von Wissenschaftlern aus der Abteilung Grenzflächenwissenschaften des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft ist es gelungen, die dynamische strukturelle und chemische Natur von Cu-Oberflächen unter gepulsten elektrokatalytischen Reaktionsbedingungen auszunutzen, um das Treibhausgas CO2 in einen Treibstoff, z.B. Ethanol umzuwandeln – so eine Mitteilung auf der Internetseite des FHI am 16.04.2020. weiterlesen…

CO2-Sensoren steuern Raumklima

Luftqualität und Effizienz

Man betritt einen Raum, und das Licht geht an – nichts Besonderes: die meisten Menschen sind mit Bewegungsmeldern vertraut, die Aktivitäten erkennen und reagieren. Forscher der Purdue University wandten sich einer Mitteilung auf der Purdue-Internetseite vom 21.04.2020 folgend ähnlichen Technologien zu, um die Klimakontrolle und die Raumluftqualität zu verbessern. Sie haben einen Sensor entwickelt, der dazu beiträgt, den Energieverbrauch von Heizungs- und Lüftungssystemen zu kontrollieren und zu senken, insbesondere in großen Bürogebäuden und im Gastgewerbe. weiterlesen…

Wasserstoff aus photokatalytischen optischen Fasern

Bahnbrechende Technologie erzeugt Ökosprit

Forscher der Universität Southampton haben optische Fasern in photokatalytische “Mikroreaktoren” umgewandelt, die Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenenergie aus Wasser gewinnen. Die bahnbrechende Technologie beschichtet das Innere von mikrostrukturierten Glasfaserstäben (MOFCs) mit einem Photokatalysator, der – mit Licht – Wasserstoff erzeugt, der eine breite Palette nachhaltiger Anwendungen antreiben könnte, wie die Universität Southampton am 27.03.2020 mitteilte. weiterlesen…

Wie aus Wasserstoff und Kohlendioxid Leben entstanden sein könnte

Neue Erkenntnisse in Nature Ecology & Evolution

Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland (Prof. William Martin und Harun Tüysüz), Frankreich (Prof. Joseph Moran) und Japan (Prof. Yoichi Kamagata) unter Federführung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat neue Forschungsergebnisse zur Entstehung des Lebens in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution publiziert. Im Zentrum der Forschung stehen chemische Prozesse an hydrothermalen Tiefseequellen, die für die Entstehung und den Stoffwechsel von primitivsten Lebensformen nötig sind. Das Forscherteam, dem Harun Tüysüz vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung angehört, konnte nachweisen, dass – in Gegenwart von Kohlendioxid als Baustein – Wasserstoff der Treibstoff für die frühesten biochemischen Prozesse am Anfang des Lebens war weiterlesen…

Anthropogene Methan-Emissionen bislang stark unterschätzt

Eisbohrkerne aus Grönland liefern neue Erkenntnisse

Der durch die Nutzung fossiler Energieträger anthropogene Ausstoß des Klimagases Methan (CH4) ist laut mdr wissen höher als bislang angenommen. US-Wissenschaftler von der Universität Rochester (N.Y.) sehen in dieser Erkenntnis aber auch eine Chance im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn während Kohlendioxid (CO2) 100 Jahre (und mehr: andere Quellen sprechen von 1.000 Jahren) die Atmosphäre belaste, zerfalle CH4 nach etwa neun Jahren. Eine spürbare Reduktion des Gases hätte daher einen viel schnelleren Effekt. In den vergangenen drei Jahrhunderten stiegen die weltweiten CH4-Emissionen um das Zweieinhalbfache. weiterlesen…

Schon 1974: Sorge um CO2-Konzentration

Schon vor 46 Jahren erkannte William D. Nordhaus: “Menschengemachte Emissionen beeinflussen Klima”

Es ist alles schon lange bekannt: Schon 1974 entwarf der spätere (2018) Nobelpreisträger William D. Nordhaus, ein makroökonomisches Modell des langfristigen Wachstums. Seine bahnbrechende Arbeit “Resources as a Constraint on Growth”, erschienen in der American Economic Review, enthielt als erste eine Darstellung der Kohlendioxidkonzentration und des Klimas in einem solchen makroökonomischen Rahmen und analysierte, wie der Klimawandel zu möglichst geringen Kosten eingedämmt werden konnte – weiterentwickelt 1975 unter dem Titel “Can we conrol carbon dioxide?”. 1977 definierte Nordhaus die sogenannte Zwei-Grad-Grenze (solarify.eu/zwei-grad-grenze – s.u.). weiterlesen…