acatech: Kann Bioenergie das Klima retten?

Potenziale viel zu gering

Bioenergie ist vielseitig einsetzbar und liefert in Deutschland mehr Energie als Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Geothermie zusammen. Aber vor allem Biokraftstoffe stehen wegen der Konkurrenz zur Lebensmittelerzeugung und ihrer schädlichen Umweltauswirkungen in der Kritik. Welchen Beitrag kann Bioenergie also tatsächlich zum Klimaschutz leisten? Darüber diskutierten Gernot Klepper (Institut für Weltwirtschaft Kiel), Markus Rarbach (Clariant) und Jenny Walther-Thoß (WWF Deutschland) am 01.10.2019 bei einer Dialogveranstaltung von acatech am Dienstag in München auf Basis der Ergebnisse des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS). weiterlesen…

Mit Wasserdampf H2 herstellen

Sunfire liefert Total Hochtemperatur-Elektrolyseur im Megawatt-Maßstab

Sunfire wird einer Medienmitteilung zufolge im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts E-CO2MET einen Hochtemperatur-Elektrolyseur im Megawattbereich für den Einsatz in industriellen Umgebungen bereitstellen. Er soll im Rahmen des Forschungsprojekts „E-CO2MET“ in der Total-Raffinerie Mitteldeutschland (Leuna) synthetisches Methanol produzieren. Den Wasserstoff lässt Total mit hochkonzentriertem CO2 aus den Raffinerieprozessen reagieren, um synthetisches Methanol zu produzieren. weiterlesen…

Deutsche Autohersteller in puncto Klimaschutz „auf der Zielgeraden“

Studie von Agora Verkehrswende bescheinigt BMW, Daimler und VW überraschend gute Chancen, ihre CO2-Zielwerte für das Jahr 2021 zu erreichen. Die Politik sollte sie jetzt mit „eindeutigen Signalen“ unterstützen.

Die drei deutschen Autohersteller BMW, Daimler und Volkswagen können ihre für das Jahr 2021 von der EU vorgegebenen Zielwerte für den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) erreichen und auf diese Weise teure Strafzahlungen abwenden. Diese Chance haben die Hersteller, obwohl jeder von ihnen in den vergangenen Jahren den Absatz besonders schwerer und hochmotorisierter Modelle kräftig gesteigert hat. Trotz dieses Trends im SUV-Segment ist der CO2-Zielwert für 2021 „unter plausiblen Rahmenbedingungen“ einzuhalten, heißt es in einer Studie des Think Tank Agora Verkehrswende. Voraussetzung dafür ist unter anderem „eine deutliche Steigerung der Zulassungen von Elektrofahrzeugen auf Marktanteile von 8 bis 15 Prozent“. weiterlesen…

ESYS: Zehn Punkte für ein integriertes Energiesystem

Experten fordern systemübergreifende Ansätze für die Energiewende

Deutschland soll bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral werden. In genau zwei Wochen will das Klimakabinett entscheiden, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Fest steht: Die Umsetzung ist kompliziert, und mit den verpassten Klimazielen für das Jahr 2020 ist Deutschland bisher nicht auf Kurs. Wie ist die Energiewende also noch zu schaffen? Fachleute des Akademienprojekts von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) geben der Bundesregierung in einer gemeinsamen Medienmitteilung zehn systemübergreifende Punkte mit auf den Weg. Einen wirksamen CO2-Preis über alle Sektoren sehen die Wissenschaftler als Leitinstrument für den Klimaschutz an. weiterlesen…

McKinsey: Kohleausstieg gefährdet Versorgungssicherheit

Energiewende-Index 2019: Ziele werden nicht erreicht

“Deutschland verfehlt den Großteil seiner selbst gesteckten Ziele für die Energiewende bis 2020. Gleichzeitig ist mittelfristig nach dem beschlossenen Atom- und Kohleausstieg die Versorgungssicherheit gefährdet, wenn die abgeschalteten Kapazitäten nicht rechtzeitig flexibel ersetzt werden und der Ausbau der Transportnetze schneller vorankommt.” So lautet die ernüchternde Bilanz des Energiewende-Indexes 2019 von McKinsey. Er bietet alle sechs Monate einen Überblick über den Status der Energiewende in Deutschland. weiterlesen…

Die Grenzen der Regenwald-Senken

Regenwälder als Klimaretter? Nur solange der Nährstoff-Vorrat reicht…

Wieviel Kohlenstoffdioxid können die tropischen Regenwälder aufnehmen? Untersuchungen eines internationalen Forscherteams mit maßgeblicher Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) deuten darauf hin, dass die Aufnahmekapazität durch den Phosphorgehalt des Bodens stark begrenzt ist. weiterlesen…

MCC hält Klimaziele bis 2030 für erreichbar

Fünf Kriterien

Am 20.09.2019 will die Bundesregierung im Klimakabinett die wesentlichen Beschlüsse fassen, damit Deutschland seine Klimaziele erreicht. Dabei geht es vor allem um die Bereiche, die nicht vom EU-Emissionshandelssystem erfasst sind, im Wesentlichen Verkehr und Wärme. Europarechtlich bindende Verpflichtungen zwingen die Regierung zum Handeln. Zur Entscheidungsfindung, hat die Regierung vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (den „Wirtschaftsweisen“) ein Sondergutachten bekommen. Dieses basiert zu einem maßgeblichen Teil auf einer umfangreichen Analyse des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change MCC und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ein Kurzdossier aus dem MCC fasst die für die „Wirtschaftsweisen“ erstellte MCC-PIK-Expertise zusammen. weiterlesen…

Altmaier soll einheitlichen CO2-Preis einführen

Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des BMWi “Energiepreise und effiziente Klimapolitik“

“Einen Bruch” nannte der Tagesspiegel-Background das Gutachten des bisher nahezu unbekannten Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Thema „Energiepreise und effiziente Klimapolitik“, das “einen radikalen Neustart der deutschen Klimapolitik” fordere. Background-Redakteur Christian Schaudwet wörtlich: “Weg mit dem Ansatz, dass der Staat es meist besser weiß als Wirtschaft, Verbraucher und Märkte. Stattdessen: Die Preise müssen die (Klima-)Wahrheit sprechen, den Rest erledigt dann der Markt.” weiterlesen…

BDEW: Massiver EE-Ausbau erforderlich

Erneuerbare Energien: Szenarien zur Erreichung des 65-Prozent-Ziels – Flächenrestriktionen gefährden Zielerreichung

Der BDEW schlägt Alarm: Die Frage, wie Deutschland sein Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren Energien bis 2030 erreichen kann, werde aktuell intensiv diskutiert. Klar sei: Eine reine Fortschreibung der bisherigen Pfade aus dem EEG 2017 reiche nicht aus – dies würde lediglich zu einem Erneuerbare-Energien-Anteil von 54 Prozent führen. Der BDEW hat deshalb zwei Szenarien berechnet, wie diese Lücke geschlossen werden könnte.„Aus den Rechnungen geht hervor, dass das 65-Prozent-Ziel grundsätzlich auf mehreren Pfaden erreichbar ist. Die erforderliche installierte EE-Leistung für 2030 bewegt sich zwischen 215 und 237 Gigawatt (GW)“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, am 18.06.2019 in Berlin. 2018 waren insgesamt 120 GW Erneuerbare-Energien-Anlagen installiert. weiterlesen…

“Der Dieselmotor kann nichts dafür, dass er von uns missbraucht wird”

Diskussion von FHI und ESYS: „Mobilitätskonzepte der Zukunft – Was tanken wir morgen?“

Im Rahmen der Berliner Langen Nacht der Wissenschaften diskutierten am 15.05.2019, moderiert von Daniela Niethammer (acatech, ESYS) vier Wissenschaftler und ein Politiker in einem Podiumszelt am Dahlemer Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft miteinander und mit dem Publikum. Themen waren vor allem: Welche neue Mobilität wollen wir? Soll man den Verbrennungsmotor so schnell wie möglich verbieten? Wie steht es um die Biomasse? Wie gehen wir mit den explodierenden Flugzahlen um? Wie entrümpeln wir den überregulierten Energiesektor?
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