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Archiv: CO2


Entweichendes Kohlendioxid aus künstlichen Lagerstätten vertreibt Tiere

Kohlendioxid tief unter dem Meeresboden zu speichern, galt bisher als eine Möglichkeit, den Klimawandel aufzuhalten. Doch Gas-Speicher unter Wasser haben offenbar Tücken. Denn was passiert, wenn solche Speicherstätten undicht werden und Kohlendioxid am Meeresboden austritt, das beantwortet jetzt die Studie einer internationalen Forschergruppe, mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen. Die Forscher haben untersucht, wie sich der Austritt von Kohlendioxid auf die Bewohner sandiger Meeresböden auswirkt.

Innogy hält Schmutzstromrekord


Deutschlands dreckige Stromanbieter

Die Stromprodukte der meisten Energieanbieter enthalten deutlich mehr Kohlestrom, als in der gesetzlichen Stromkennzeichnung angegeben werden muss. Die Folge: Die für die Kunden beschaffte Energie fast aller Versorger verursacht bis zu 83 Prozent mehr klimaschädliches CO2 als veröffentlicht wird. Das geht aus einer Recherche des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick bei 50 großen deutschen Versorgern hervor.


Holz als Energieträger umstritten

Im Grund seien sich Umweltschützer und Energiekonzerne einig: Energie aus Holz-Biomasse ist wichtig zur Einsparung von CO2-Emissionen. „Das Holz sollte aber nur aus Resten und Industrieabfällen stammen“, schreibt Samuel White am 29.01.2018 auf EURACTIV. „Wenn die EU ihre Klima- und Energieziele erreichen will, müssen die Gesetzgeber eine Balance zwischen der wirtschaftlichen Optimierung der Forstwirtschaft und dem Waldschutz zur Kohlenstoffbindung finden.“


Ein Vortrag von Robert Schlögl in der Berliner Urania

Mit manchem Vor- und Fehlurteil räumte Prof. Robert Schlögl, Direktor am Berliner Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft und am MPI für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr in seinem Vortrag über die Energiewende am 12.01.2018 in der Berliner Urania auf – z.B., dass es keine völlige Dekarbonisierung geben kann und muss, oder, dass 100 Prozent Erneuerbare Energien schwerlich zu erreichen sein werden – schließlich, dass es für den Klimaschutz mitnichten ausreiche, die durch die Stromproduktion verursachten CO2-Emissionen zu beenden.


Sondierungspapier mit geringfügig nachgebessertem Klimakapitel

Die Sondierer von Union und SPD haben sich in der Nacht vom 11.01. auf den 12.01.2018 in einem 28-seitigen Papier auf die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen geeinigt. Das Echo darauf steht teils in scharfem Kontrast zum Selbstlob der Parteien. Juso-Chef Kühnert warnte: „Bei Sondierungen und Blinddarm: Vorsicht vor Durchbrüchen!“ Nun müssen die Delegierten des SPD-Parteitags am 21.01.2018 noch darüber abstimmen, danach die Mitglieder.

FAZ auf dem Holzweg


Schlampige Recherche führt zu Solar-Bashing

„Solarstrom ist überteuert und ineffizient“ betitelte die (eigentlich als seriös geltende) Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Verriss der Solarenergie von Andreas Mihm: Der kommt aufgrund von Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) zu dem Schluss, die EEG-Förderung von Photovoltaik sei „die teuerste Strategie zur Vermeidung von CO2„. Michael Fuhs weist dagegen dem FAZ-Schreiber in pv magazine grobe Irrtümer nach: Die FAZ liege „damit nicht nur falsch. Auch die zitierte Quelle gibt das nicht her“.


Neue EU-Verordnung schafft Klarheit und Anreize, Kohlenstoffsenken zu schützen und zu stärken

Der Rat der EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament haben sich einer Medienmitteilung aus dem BMUB zufolge auf eine Reform der Anrechnungsregeln für die CO2-Einbindung und den Treibhausgasaustoß von Wäldern und Böden geeinigt. Wälder und Böden, zusammengefasst als sogenannter Landnutzungssektor, spielen eine zentrale Rolle für das Ziel des Paris-Abkommens, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts die Treibhausgasneutralität zu erreichen. Die neuen Regeln gelten ab 2021.


Globale Treibhausgasemissionen der Wald- und Weidewirtschaft viel größer und älter als bisher angenommen

Die menschliche Nutzung von Biomasse führt zu einer Halbierung der globalen Vegetationsbestände. Das ist mit massiven Emissionen von Treibhausgasen verbunden. Die weltweite pflanzliche Speicherkapazität für Kohlenstoff beträgt Berechnungen von Forschern der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zwar 916 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Allerdings stecken gegenwärtig nur 450 Mrd. t CO2 in unserer Vegetation: Der größte Teil dieses fehlenden Kohlenstoffspeichers geht auf die Abholzung der Wälder und anderen Bodenveränderungen wie Siedlungs- und Straßenbau zurück.

EE-Anteil 2017 >36 %


Zahlen und Schätzungen von ZSW und BDEW

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) veröffentlichte am 20.12.2017 vorläufige Zahlen zum Strom- und Gasverbrauch: Demnach stieg der Stromverbrauch in diesem Jahr um 0,8 Prozent auf 557,6 Milliarden Kilowattstunden (2016: 552,9 Mrd. kWh) gestiegen. Dies ist vor allem auf witterungsbedingte Einflüsse zu Beginn des Jahres und auf die positive konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen. Die Erneuerbaren Energien werden 2017 voraussichtlich über 36 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der BDEW in einer ersten Schätzung. Energieexperte Hans-Josef Fell kritisiert und warnt.

ETS-Reform auf dem Weg


Umweltausschuss stimmt zu

Der (federführende) Umweltausschuss des EU-Parlaments (ENVI) hat am 29.11.2017 dem Kompromiss zur Reform des europäischen Emissionshandels zugestimmt. Der Rat hatte laut einer Medienmitteilung am 22.11.2017 die Einigung gebilligt, die am 09.11.2017 zwischen dem estnischen Ratsvorsitz und dem Europäischen Parlament über die Reform des EU-Emissionshandelssystems (EHS) für die Zeit nach 2020 erzielt worden war. Der vereinbarte Text wird nunmehr dem Europäischen Parlament zur Billigung vorgelegt, das im Februar 2018 in erster Lesung darüber abstimmt. In der Regel folgt das Parlament dabei der Entscheidung des federführenden Ausschusses. Die anschließende Zustimmung im EU-Ministerrat ist Formsache.

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