Warum Methan das Klima bedroht

Was ist Methan und warum ist es von Bedeutung?

Die Botschaft des jüngsten UN-Klimaberichts ist klar: Wenn wir die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduzieren, wird die Welt auf einen Temperaturanstieg von weit mehr als 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zusteuern. Eine drastische Reduzierung der Emissionen bedeutet eine Reduzierung von mindestens 32 Gigatonnen CO2-Äquivalent (Gt CO2) bis 2030. Das ist so, als ob man alle THG-Emissionen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Brasilien zusammengenommen jedes Jahr in den nächsten 10 Jahren eliminieren würde. Wie um alles in der Welt werden wir dies erreichen? Ein Zustandsbericht von Laura Hutchinson und Kate Hight vom Rocky Mountain Institute. weiterlesen…

“CO2 muss eingefangen und genutzt werden”

CCS – neue Auflage

Dänische Forscher entwickeln eine mobile Anlage, die CO2 abtrennen kann, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Das unerwünschte Treibhausgas soll stattdessen für neue Produkte genutzt werden. In diesem Winter beginnen die Forscher der Dänischen Technischen Universität einer Medienmitteilung zufolge mit dem Bau einer solchen Anlage. Zunächst wird die Vorrichtung in Biogasanlagen getestet, sagt Associate Professor Philip L. Fosbøl von der DTU Chemical Engineering, der den Prozess der CO2-Abscheidung koordiniert.
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Keine Energiewende ohne Katalyse

Vortrag von Robert Schlögl auf ARD-alpha

“Keine Energiewende ohne Katalyse” hatte Prof. Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion, Mülheim a.d. Ruhr und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, seinen Vortrag in der Reihe Campus Talks im Kanal ARD-alpha am 13.01.2020 überschrieben. Er zeigte auf, wie ein defossilisiertes (Schlögl: “nicht dekarbonisiertes”) Energiesystem und die Energiewende als Weg dorthin möglich wären. Er beklagte aber auch, dass die Politik die falschen Ansagen mache. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Scheuer räumt Handlungsbedarf bei CO2-Reduzierung im Verkehr ein

Minister: “Mit Verzicht und Verbot kommen wir nicht weiter”

Nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) wuchs der Mineralöl-Absatz 2019 weiter – sowohl für Autos, Lastwagen und Flugzeuge, als auch für Heizungen; letzteres trotz der vergleichsweise wärmeren Witterung. Der Verbrauch von Mineralöl habe 2019 insgesamt um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr gelegen, si die AGEB. Der Absatz von Diesel- und Ottokraftstoff sowie Flugbenzin habe einen leichten Anstieg verzeichnet. Entsprechend räumte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auch “erheblichen Nachholbedarf” bei der geplanten Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich ein. „Dass der Verkehrssektor einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten muss, ist unbestritten“, sagte Scheuer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). weiterlesen…

Meeresversauerung bedroht US-Wirtschaft

Neues Forschungsprogramm: Große Schäden drohen

Durch die Versauerung der Ozeane (Ocean Acidification – OA) werde die US-Wirtschaft Milliarden-Schäden erleiden, von den Krabben in Alaska bis hin zu den Korallenriffen in Florida und der Karibik, formulieren Forscher der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) des amerikanischen Handelsministeriums in ihrem neuen Forschungsprogramm über die Versauerung der Ozeane “NOAA-Ocean And Great Lakes Acidification Research programm 2020-2029. Ein Bundesgesetz (Federal Ocean Acidification Research and Monitoring Act – FOARAM Act von 2009) verpflichtet die NOAA, die möglichen Auswirkungen der Versauerung der Ozeane zu überwachen und zu erforschen und Anpassungs- und Erhaltungsmaßnahmen vorzuschlagen, schrieb Thomas Frank am 03.03.2020 auf E&E Climate Wire. weiterlesen…

Radikaler Klimaschutz in Dänemark

70 Prozent weniger CO2 bis 2030

Wenn Klimaaktivisten einstimmig die Politiker ihres Landes – von der sozialdemokratischen Regierung mitsamt linken Stützparteien bis zur Bürgeropposition – über den grünen Klee loben, lohnt ein genauerer Blick. Zumal Dänemarks auf breiter Front im Parlament ausgehandeltes Klimagesetz mit dem Ziel von 70 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2030 für Optimismus genau in den Wochen sorgte, als die Madrider UN-Klimakonferenz kläglich scheiterte und in Berlin die Große Koalition ihr verzagtes Klimapaket vorlegte, wie Thomas Borchert am 01.01.2020 in der Frankfurter Rundschau schrieb. weiterlesen…

DPG-Forschungspreis 2020 für Nutzung von

Dampfkraftwerk mit Ersatzflüssigkeit

Das Start-up Orcan Energy, den Lehrstuhl für Energiesysteme der Technischen Universität München (TUM) und das Team Patente und Lizenzen (ForTe) der TUM haben den Technologietransferpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gewonnen. Das Team am Lehrstuhl für Energiesysteme hat eine Methode entwickelt, die zur Stromerzeugung in Fabriken, Blockheizkraftwerken, Schiffen und vielen weiteren Industrieprozessen eingesetzt werden kann. Das ohne großen Aufwand zu installierende Gerät funktioniert wie ein Dampfkraftwerk, bei dem aber zum Antrieb der Turbinen eine organische Flüssigkeit statt Wasser eingesetzt wird. Diese Flüssigkeit verdampft schon bei niedrigen Temperaturen. Dieses Prinzip, Organic Rankine Cycle (ORC) genannt, nutzt das Team für eine Technologie, die kleine Mengen an Abwärme effizient nutzbar macht und einfach anzuwenden ist. weiterlesen…

Lieber CO2 unter die Nordsee pumpen als das Klima schützen?

energiezukunft sieht eine neue Strategie der Bundesregierung

Die Bundesregierung setzt beim Klimaschutz auf neue Ideen: Warum die Treibhausgas-Emissionen radikal und teuer senken, wenn man CO2 einfach in leere Gasfelder unter die Nordsee pumpen kann? Entsprechende Angebote kämen bereits aus Schottland und Norwegen, schreibt Clemens Weiß am 20.12.2019 im Portal energiezukunft. Die Idee sei zwar nicht neu. Aber schon vor Jahren hätten die deutschen Kohlekonzerne ihre Idee der unterirdischen Speicherung von CO2 begraben – der Widerstand der Bürger sei zu groß gewesen. Doch mit der fortschreitenden Klimakrise und der Unfähigkeit der hiesigen Politiker, konsequente Klimaschutzpolitik zu betreiben, komme das Thema wieder auf die Agenda – angetrieben von der Industrie, hofiert und gefördert von der Politik. weiterlesen…

Reduzierung von Lkw-Emissionen um 90 % möglich

CO2-Abscheidung und Rückverwandlung in Sprit

Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben ein Konzept entwickelt und patentieren lassen, mit dem sich der CO2-Ausstoß von Lastwagen abscheiden und um 90 Prozent reduzieren lässt. Laut einer EPFL-Mitteilung schlagen die Wissenschaftler vor, dafür mehrere an der EPFL entwickelte Technologien zu kombinieren. weiterlesen…

Klimagrenzen: UBA fordert höhere Spritpreise und Tempolimit

Studie schon vor Regierungspaket abgeschlossen

Um die in Paris bei COP21 beschlossenen (aber gefährdeten) Klimagrenzen doch noch einzuhalten, fordert eine (bis Anfang Dezember 2019) interne Studie des Umweltbundesamts (UBA) unter dem Titel “Kein Grund zur Lücke” drastische Veränderungen, vor allem im Verkehr: Privilegien etwa für Dienstwagen müssten gestrichen werden, Diesel müsse deutlich mehr kosten (70 ct mehr Steuern bis 2030) und auf Autobahnen ein Tempolimit (120 kmh) eingeführt, auch die Pendlerpauschale müsse abgeschafft werden – schreibt Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung. Die Bundesregierung war offenbar schon seit Sommer in Besitz und Kenntnis der Studie – vor Verabschiedung des Klimapakets. Die Maßnahmen gehen weit über das Klimapaket der Regierung hinaus. weiterlesen…