CO2 als Grundstoff für Chemikalien

Mikrobiell-elektrochemische Synthese – zuerst Formiat aus CO2 – dann Methan oder Propanol

Forschende der TH Mittelhessen suchen einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 folgend Antworten auf eine Frage, die momentan viele bewegt: Wie kann man Grundstoffe für die Chemische Industrie aus CO2 und elektrischer Energie effizient herstellen? Sie arbeiten im Forschungsprojekt „Gasdiffusionselektroden für gekoppelte mikrobiell-elektrochemische Synthesen aus CO2 (Games)“. weiterlesen…

Kandidaten zum Europäischen Erfinderpreis 2021 nominiert

Vier Deutsche unter den Finalisten – CO2-Kreislaufwirtschaft

Das Europäische Patentamt (EPA) hat am 04.052021 die 15 für den Europäischen Erfinderpreis 2021 nominierten Erfinder und Erfinderteams bekanntgegeben. Der prestigeträchtige jährliche Innovationspreis des EPA, der nun zum 15. Mal verliehen wird, ehrt herausragende Erfinderinnen und Erfinder für ihre außergewöhnlichen Beiträge in den Bereichen Technologie, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Gewinner des Europäischen Erfinderpreises 2021 werden am 17.06.2021 im Rahmen einer Galaveranstaltung bekannt gegeben, die in diesem Jahr als virtuelles Event für ein weltweites Publikum neu konzipiert wurde. weiterlesen…

CO2-Düngeeffekt sinkt

Science-Veröffentlichung zur Minderung des CO2-Düngeeffekts auf globales Pflanzenwachstum

Photosynthese und Pflanzenwachstum werden stimuliert, wenn in der Luft mehr CO2 verfügbar ist. Geographen der Universität Augsburg stellen gemeinsam mit Kollegen aus 12 Ländern in in Science veröffentlichten Untersuchung Studie fest, dass dieser Effekt weltweit in den letzten vier Jahrzehnten um etwa 30 Prozent abgenommen hat. (Karte: Trends in der globalen Pflanzenproduktivität – © Ranga Myneni, Boston University) weiterlesen…

Ein sozialverträglich ausgestalteter CO2-Preis als Wegbereiter für Klimaneutralität

von Brigitte Knopf – mit freundlicher Genehmigung

Klimaschutz als industriepolitische Chance: Das wird bei den Sozialdemokraten gerade als wichtiges Thema entdeckt. Und das ist auch gut so. Nur sollte man aufpassen, hier nicht auf Dauersubventionen zu setzen. Der Anschub beispielsweise für eine Wasserstoffwirtschaft muss finanziell unterstützt werden, keine Frage, aber das Ganze muss sich in eine breitere und langfristige Perspektive einbetten. Der Herausforderung der Klimaneutralität, die bis 2050 erreicht werden soll, werden wir nur begegnen können, wenn wir einen langfristig verlässlichen, sektorübergreifenden und kosteneffektiven Rahmen schaffen, der die Verteilungskonflikte der Klimapolitik auf einen handhabbaren Rahmen begrenzt. Ein sozialverträglich ausgestalteter CO2-Preis ist dafür eine entscheidende Voraussetzung. weiterlesen…

Pandemie beschleunigt Ende fossiler Stromerzeugung

Weniger Kohle wegen COVID-19

COVID-19 hat nicht nur zu einem vorübergehenden Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen geführt, sondern auch den Anteil der Kohleverstromung reduziert, so eine Medienmitteilung des PIK-Potsdam vom 08.02.2021 – ein Trend, der die Pandemie sogar überdauern könnte. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Untersuchung der Auswirkungen von COVID-19 auf das Energiesystem und die Stromnachfrage eines Teams von Ökonomen aus Potsdam und Berlin. weiterlesen…

Das neue Gesicht der Antarktis

Wie viel CO2 kann die Antarktis schlucken?

Die Antarktis könnte künftig ergrünen und von neuen Arten besiedelt werden. Andererseits dürften Spezies verschwinden. Diese und viele andere Ergebnisse haben 25 Forscher in einem internationalen Großprojekt zusammengetragen, in dem sie Hunderte von Fachartikeln über die Antarktis aus dem letzten Jahrzehnt ausgewertet haben. Wie das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung am 06.01.2021 mitteilte, liefert damit das Team eine ungewöhnlich umfassende Einschätzung des aktuellen und künftigen Zustands des Kontinents und des ihn umgebenden Südlichen Ozeans. weiterlesen…

Der Zukunft der Energie auf der Spur

Künstliches Erdgas aus Windwasserstoff und CO2

“Im Sommer zu viel, im Winter zu wenig” – Wind- und Solarenergie sollen ausgebaut werden, doch deren Problem sei die Volatilität, so Robert Salzer auf der Internetseite von ORF-Niederösterreich am 03.01.2020. Weil die erneuerbaren Strom-Mengen schwanken, soll nun ein weltweit einzigartiges Forschungsprojekt der RAG, einer der größten technischen Speicherbetreiber Europas, Windstrom speichern – als Erdgas. weiterlesen…

Guterres: “Unser Planet ist kaputt!”

Drastische Rede des UN-Generalsekretärs zum Klimawandel

Klimawandel und Waldsterben - Angst- und Lamettatriebe an Fichten am Jenner - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyUN-Generalsekretär Guterres hat zu mehr Klimaschutz aufgerufen – mit drastischen Worten wie noch nie. In einer Rede an der New Yorker Columbia University forderte er am 02.12.2020 ein Ende des “Krieges gegen die Natur”. Schon heute seien apokalyptische Feuer und Überschwemmungen die neue Realität. Sein Fazit: “Unser Planet ist kaputt!” Bestätigung erhält er von neuen Studienergebnissen. Die Menschheit solle den Ausstoß von Treibhausgasen schnellstmöglich verringern, bzw. beenden, sagte Guterres. Der Weg aus der Corona-Krise biete jedoch auch eine Chance. weiterlesen…

Comeback der Atomkraft?

Soziologe Neckel im Dlf: „Die Atomenergie war eigentlich nie richtig weg“

Die Atomenergie erlebt – zumindest in der Diskussion – eine Renaissance, obwohl Wissenschaftler aus Sussex und München in einer am 05.10.2020 in Nature Energy veröffentlichten Untersuchung sagen, Kernenergie trage nicht zur Senkung von CO2-Emissionen bei – Erneuerbare Energien dagegen sehr wohl. Der Chef der Internationalen Atomenergie-Agentur IAEA, Rafael Grossi, forderte am 26.10.2020 einen Aufschub des Atomausstiegs: Ohne Atomkraft, behauptete er, seien die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens COP21 nicht zu erreichen. Und die EU-Kommission werde aus Atomkraft erzeugten (violetten) Wasserstoff als „CO2-arm“ betrachten, erklärte die EU-Beamtin Paula Abreu Marques am 16.11.2020 vor dem EU-Parlament. Der Soziologe Sighard Neckel sagte am 29.11.2020 im Dlf, mit der Atomenergie verschiebe man die unlösbaren Probleme der Gegenwart lediglich in die Zukunft.
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Solarchemie kann Kohlendioxid in Werkstoffe umwandeln

Universität Alicante und CEC: Sichtbares Licht kann industrielle Prozesse antreiben

Javier Garcia Martinez, Chemieprofessor an der Universität von Alicante, nutzt Sonnenlicht, um Abfall-CO2 in Werkstoffe umzuwandeln. Dadurch können, so schreibt er am 10.11.2020 in den Portalen ezanime.net und auf Scientific American, die zum Klimawandel beitragenden CO2-Emissionen auf zwei Arten reduziert werden: durch die Verwendung des unerwünschten Gases als Rohstoff sowie Sonnenlicht und nicht fossile Brennstoffe als Energiequelle für die Produktion. Dieser Prozess werde dank der Fortschritte bei Photokatalysatoren zunehmend möglich. weiterlesen…