Der Boden als Bioreaktor

Studie unter Oldenburger Beteiligung erklärt, wie sich organische Verbindungen im Bodenwasser verändern

Wenn Pflanzenreste verrotten, geben sie eine Reihe von organischen Molekülen ab, die sich im Bodenwasser auflösen und mit der Feuchtigkeit ins Erdreich gelangen. In diesen Molekülen ist global mehr Kohlenstoff gespeichert als in allen Wäldern der Erde zusammen. Bisher ist jedoch nicht bekannt, warum so viel Kohlenstoff in Böden gespeichert wird und wie sich dieser riesige Speicher im Zuge des Klimawandels verhalten wird. Nun hat ein Wissenschaftlerteam unter Beteiligung von Prof. Thorsten Dittmar vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg das Schicksal dieser Verbindungen aufgeklärt. Die Forscher um Markus Lange vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena berichten in der Zeitschrift Nature Geoscience, dass die gelösten Moleküle nicht, wie lange angenommen, unverändert im Boden bleiben. Während die Substanzen mit dem Wasser durch den Boden sickern, werden sie vielmehr von Mikroben ab- und umgebaut. Dabei entstehen auch neue, größere Moleküle. weiterlesen…

Böden zu CO2-Speichern machen


WWF veröffentlicht Boden-Bulletin zum Dürre-Sommer

Böden haben immenses Potenzial im Kampf gegen die Klimakrise. Durch einen Wandel in der Landwirtschaft und der Landnutzung können Böden Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und so zu einer CO2-Senke werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Boden-Bulletin des WWF Deutschland. Aktuell werde dieses Potenzial aber nicht genutzt, im Gegenteil: In Deutschland sei die Landwirtschaft im engeren Sinne für mehr als sieben Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neben den Emissionen aus der Massentierhaltung stamme der größte Anteil aus der Bodenbewirtschaftung und Düngung. weiterlesen…

„Nobelpreis der Bodenforschung“ für Töpfer


Global Soil Week 2017

Im Rahmen der vierten Global Soil Week vom 22. bis 24.05.2017 suchten Experten in Berlin nach Wegen, um fruchtbare Böden zu schützen. Die internationale Wissenschaftskonferenz war 2012 von Klaus Töpfer initiiert worden, in seiner Rolle als Direktor des IASS Potsdam. Weil er es geschafft hatte, das Thema Boden auf die internationale Agenda zu hieven, überreichte ihm der „Papst der Bodenforschung“, US-Professor Rattan Lal, den „Nobelpreis der Bodenforschung“, die Medaille der International Union For Soil Science. Ein Lesehinweis auf den Artikel “Ohne Boden kein Essen, kein Frieden” von Ute Scheub in der taz. weiterlesen…

Bodenlos


Immer weniger fruchtbare Böden: Weltweit gehen jährlich 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren

Das Internationale Jahr des Bodens ist vorbei – der Bodenschutz aber längst nicht am Ziel: Weltweit geht jährlich eine Fläche von rund 14 Millionen Fußballfeldern verloren. Ein Viertel der globalen Bodenfläche enthält heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen – darauf weist eine gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und BMZ hin. weiterlesen…

Böden weltweit schützen

Eröffnung der Installation „EIN HEKTAR“ mit symbolischer Bodenversiegelung am Berliner Gleisdreieck

Alle 20 Minuten wird in Deutschland ein Hektar Boden in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. Boden, der für Nahrungsmittelanbau genutzt werden könnte und dringend benötigt wird. Boden, den wir zudem für die Abfederung von Hitzestaus und Überschwemmungen bräuchten. IASS-Exekutivdirektor Klaus Töpfer (li.) und BMZ-Abteilungsleiter Gunther Beger haben am 22.04.2015 gemeinsam mit Staatssekretärin a.D. Karin Kortmann (GIZ) im Zentrum Berlins das Augenmerk auf diese entscheidende Herausforderung gerichtet: Symbolisch haben sie 10.000 qm Parkfläche – einen Hektar – des Parks am Gleisdreieck versiegeln lassen und damit die Installation „EIN HEKTAR“ eröffnet. weiterlesen…

SDGs auf Wirksamkeit und Nachhaltigkeit abgeklopft

Zwei zum Auftakt der 3. Global Soil Week am 20.04.2015 in Berlin vorgestellte Studien haben Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (engl. Sustainable Development Goals – SDGs) und den ihnen innewohnenden 169 Maßnahmen in Bezug auf den immensen und immer noch steigenden Bedarf an Ressourcen wie Land und Biomasse untersucht. weiterlesen…

2015: UN-Jahr der Böden

Bodenatlas 2015: „Flächenverbrauch weltweit begrenzen!“

Die erste Ausgabe des Bodenatlas 2015 mit Daten, Grafiken und Fakten über die Bedeutung, die Nutzung und den Zustand von Land, Böden und Agrarflächen in Deutschland, Europa und weltweit ist vom IASS gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem BUND und Le Monde Diplomatique veröffentlicht worden. weiterlesen…

5. Dezember ist Weltbodentag

Der Erdboden ist – neben Wasser und Luft – eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für Mensch und Tier. Auch wenn die “Haut der Erde” groß ist, gehört sie zu den begrenzten Ressourcen. Für einen bewussteren und schonenderen Umgang wirbt der Weltbodentag am 5. Dezember. Als Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Organismen sind Böden eine wichtige ökologische Ressource. Sie haben auch eine hohe Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Böden dienen der Entwicklung von Städten, Dörfern, Gewerbegebieten und Infrastrukturmaßnahmen. Das steht in einer Pressemitteilung der Bundesregierung. weiterlesen…

Wir verlieren den Boden unter den Füßen

Zum Auftakt der 2. Global Soil Week (27.10. – 31.10.2013) hat IASS-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer gemeinsam mit Volkert Engelsman und Vandana Shiva von der Kampagne „Rettet unsere Böden“ versiegelten Boden am Potsdamer Platz in Berlin aufgebrochen und Gemüse gepflanzt. Mit ihrer symbolischen Aktion machten sie auf gravierende Konsequenzen der zunehmenden Versiegelung aufmerksam: Böden verschwinden, die lebenswichtig sind für unsere Nahrungsproduktion, die Aufnahme und Filterung von Wasser, die Speicherung von Kohlenstoff sowie – besonders in Städten – für die Filterung von Schadstoffen aus der Luft. weiterlesen…