Dezentrale CO2-freie Wärmeerzeugung, Endenergieverbrauch gesenkt und Wärmenetze ausgebaut

Wie der Gebäudesektor die Klimaziele doch noch erreichen kann

Mit den aktuell beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz wird Deutschland weder seine bisherigen noch die verschärften europäischen Klimaschutzziele im Gebäudesektor bis 2050 erreichen, so eine gemeinsame Medienmitteilung vom 11.05.2021 des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, des Öko-Instituts und des Hamburg Instituts. Wie dies doch möglich wäre, zeigen zwei Roadmaps eines Forschungsteams, in dem es Maßnahmen und politische Instrumente vorstellt, mit denen die dezentrale Wärmeerzeugung kein CO2 mehr ausstößt, der Endenergieverbrauch gesenkt und die Wärmenetze ausgebaut werden können (Foto: Im Freiburger Stadtteil Gutleutmatten wurden dezentrale Solarthermie-Anlagen innovativ in ein Nahwärmenetz eingebunden – © fraunhofer.ise). weiterlesen…

Energiewende kann am Fachkräftemangel scheitern

Eineinhalb mal so viele Handwerker für Gebäudesanierung nötig

Das Freiburger Ökoinstitut befürchtet in einem am 25.04.2021 vorgestellten Policypaper, die Energiewende könnte ins Stocken geraten, weil “etwa 50 Prozent mehr Fachkräfte im Handwerk als heute nötig” seien, um Häuser energetisch zu sanieren und so die Klimaziele bis 2050 noch zu erreichen. Zusätzlich würden rund 100.000 Handwerker im Fensterbau, für Heizungsinstallationen und Malerarbeiten benötigt, um den Gebäudebestand in Deutschland für die Energiewende fit zu machen. weiterlesen…

Energetische Sanierung soll absetzbar werden

Steuerliche Anreize für Gebäudesanierung

Der Finanzausschuss des Bundestags hat in seiner Sitzung am 24.03.2021 die Änderung der Energetischen Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (19/26559) beschlossen, berichtet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Damit werden Änderungen bei der direkten Förderung auch für die steuerliche Förderung nachvollzogen. Die Verordnung sieht eine steuerliche Förderung von energetischen Maßnahmen bis zu 40.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, vor. Sie soll das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz ausführen. weiterlesen…

Konsequente Umsetzung der Wärmewende für Klimaschutzziele unverzichtbar

BEE: Erneuerbare Technologien stehen in großer Vielfalt zur Verfügung

Erneuerbare Energien im Wärmesektor haben sich entgegen des gesamtwirtschaftlichen Trends während der Corona-Pandemie als verlässlicher Stabilisator erwiesen. Trotzdem gibt es im Gebäudebereich weiterhin noch einen großen Nachholbedarf in Sachen Klimaschutz. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) betont in einer Medienmitteilung vom 23.02.2021 abermals die Bedeutung der Wärmewende und fordert deren konsequente Umsetzung zur Erreichung der Klimaschutzziele. weiterlesen…

Wie passen Mieterschutz und Klimaschutz unter einen Hut?

Warmmiete macht CO2-Preis auf Öl und Gas mieterfreundlich

Die Umstellung des deutschen Mietmarkts von Kalt- auf Warmmieten kann den klimafreundlichen Umbau von Mietshäusern fördern und gleichzeitig Mieter vor teuren, ineffizienten Modernisierungen schützen. Vorbild ist Schweden, wo seit dem Jahr 2000 eine Kombination aus steigenden CO2-Preisen bei gleichzeitiger Einführung des Warmmieten-Prinzips gilt. Die Emissionen der dortigen Haushalte sind seither um 95 Prozent gesunken. Agora Energiewende hat nun gemeinsam mit der Universität Kassel einen Vorschlag vorgelegt, wie Klimaschutz mithilfe des Warmmieten-Prinzips auch in deutschen Mietshäusern attraktiv wird. Ein juristisches Gutachten zeigt außerdem, wie es sich in deutsches Recht umsetzen lässt. weiterlesen…

Höhere Förderung macht serielle Gebäudesanierungen attraktiv

Fördersatz der KfW für hocheffiziente Sanierungen steigt auf 40 Prozent

Wohnungsunternehmen können für serielle Sanierungen nach dem Energiesprong-Prinzip ab dem 24.01.2020 mit mehr Förderung rechnen. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin, die die Marktentwicklung von Energiesprong in Deutschland koordiniert. Die KfW Bankengruppe erhöht den Tilgungszuschuss für eine Sanierung zum Effizienzhaus 55 auf 40 Prozent. Der energetische Standard des Effizienzhaus 55 wird durch den Energieprong-Ansatz erreicht. In einem digitalisierten und industrialisierten Bauprozess werden Gebäude in kurzer Zeit und zu bezahlbaren Kosten auf den NetZero-Standard gebracht. Sie erzeugen dann die gesamte übers Jahr benötigte Energie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom selbst. weiterlesen…

Endlich: Kabinett beschließt steuerliche Förderung der Gebäudesanierung

Altmaier: „Gut für Klimaschutz wie auch Handwerk und Arbeitsplätze vor Ort“

Das Kabinett hat am 16.10.2019 den vom Bundesfinanzministerium vorgelegten Gesetzesentwurf zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen gebilligt. Die Bundesregierung macht damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der Eckpunkte des Klimaschutzprogramms 2030. Die steuerliche Förderung soll die bestehenden, investiven Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums ergänzen. Für die Einführung dieser zweiten Säule der Gebäudeförderung hat sich das BMWi nach eigenen Angaben seit Jahren eingesetzt. weiterlesen…

Energetische Sanierung: Verpflichtende individuelle Sanierungsfahrpläne gefordert

DUH: Auch kleine Maßnahmen im Gebäudebestand haben große Wirkung für Klimaschutz

Eigentümer können bereits mit kleinen Sanierungsmaßnahmen wichtige Beiträge für Klimaschutz und Wohnqualität leisten. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sind nämlich höhere Sanierungsraten im Bestand nötig. Daher fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verpflichtende Sanierungsfahrpläne bei Neukauf und Vermietung von Bestandsgebäuden; dazu seien steuerliche Förderungen von energetischen Sanierungsmaßnahmen überfällig. Die Bundesregierung muss auch finanzielle Anreize bei Einzelmaßnahmen setzen. weiterlesen…