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Archiv: Energetische Gebäudesanierung


Ziel nicht erreichbar

In ihrer Antwort (19/3841) auf eine Kleine Anfrage (19/3602) der FDP-Fraktion räumt die Bundesregierung ein – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib/PEZ) – ein, dass das Ziel einer Reduzierung des Wärmebedarfs der Gebäude im Bestand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bis 2020 um 20 Prozent nicht zu erreichen ist.


2,3 Mio. Tonnen CO2 gespart

Die Maßnahmen im Rahmen des Förderprogramms “Energieeffizient Sanieren” brachten zwischen den Jahren 2013 und 2016 eine CO2-Einsparung von insgesamt 2,3 Mio. Tonnen. Das geht aus der Antwort (19/2758) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/2262) der Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen hervor. Darin ging es um den Einsatz und die Förderung von Öl- und Gasheizungen sowie für Komplettpakete, bei denen neben dem Heizungsaustausch auch das Heizsystem optimiert wurde. Die Bundesregierung schlüsselt in ihrer Antwort detailliert die Förderung auf und legt den Anteil dar, den das Heizungspaket am Gesamtvolumen der geförderten Energieeffizienz-Maßnahmen einnimmt.


Steuerliche Förderung für klimaschonendes Bauen fehlt

Das Heizen und Kühlen von Gebäuden ist für gut 40 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich. Energetische Modernisierungen sind dringend notwendig! Doch die im Koalitionsvertrag angekündigten steuerlichen Anreize finden sich im aktuellen Haushaltsentwurf nicht wieder, beklagt der NABU am 22.05.2018.


Fachkräftemangel erschwert energetische Sanierungen

Um die Klimaschutzziele für Deutschland bis zum Jahr 2050 zu erreichen, müssen jährlich zwei Prozent der bestehenden Gebäude energetisch saniert werden. Dafür sind etwa 50 Prozent mehr Fachkräfte im Handwerk als heute nötig, die Arbeiten an Fenstern, Gebäudehülle und Heizungs- und Anlagentechnik ausführen können. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Öko-Instituts e.V. in Freiburg, die erhellen, dass ab sofort zusätzlich rund 100.000 Handwerker im Fensterbau und für die Heizungsinstallation sowie für Maler- und Stukkateurarbeiten gebraucht werden.


Deutsche Wärmekonferenz

Im Rahmen der Deutschen Wärmekonferenz am 30.01.2018 in Berlin hat Andreas Kuhlmann, Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), dringend notwendige Maßnahmen für die Energiewende im Gebäudebereich skizziert: Um die Wärmewende endlich in Schwung zu bringen, brauche es so schnell wie möglich neue Anreize für die energetische Sanierung, vor allem mittels einer gut ausgestatteten steuerlichen Förderkomponente.


Bis 2013 35 % Effizienz, 35 % EE-Anteil und Palmölverbot in Biokraftstoffen ab 2021

Die EU-Parlaments-Fraktionen haben am 17.01.2018 dem vorgeschlagenen Governance-System für die Energieunion zugestimmt. Damit wird ein zwar strikter, gleichzeitig aber flexibler Fahrplan für die EU-Länder festgelegt, mit dem die Ziele für Erneuerbare Energien bis 2030 erreicht werden sollen – schreibt Frédéric Simon auf EURACTIV.com.


dena: neue Version der Arbeitshilfe für Baufachleute online

Ob und wann sich energetische Sanierungsmaßnahmen in Ein- und Zweifamilienhäusern rechnen, können Baufachleute einer Medienmitteilung vom zufolge ab sofort wieder online mit dem Wirtschaftlichkeitstool der Deutschen Energie-Agentur (dena) ermitteln. Die Arbeitshilfe für Architekten, Planer und Energieberater wurde von der dena aktualisiert und steht jetzt in einer überarbeiteten Version kostenfrei zur Verfügung. Das Onlinetool soll Baufachleuten die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Sanierung erleichtern und sie durch die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse beim Kundengespräch unterstützen.


Forschungsbericht lobt integrierte Konzepte für Sanierungs- und Versorgungsaufgaben im Quartier

Das KfW-Programm 432, mit dem das Bundesbauministerium quartiersbezogene Konzepte für die Energetische Stadtsanierung fördert, hat sich einer BMUB-Medienmitteilung zufolge bewährt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungskonsortium, welches das Programm fünf Jahre lang begleitet und Pilotprojekte analysiert hat.


Methoden und Benchmarks für die Praxis

Neubauten und sanierte Gebäude mit minimalem Energiebedarf zu realisieren, ist technisch problemlos möglich. Wann, für wen und in welchem Ausmaß der gewählte Baustandard aber wirtschaftlich ist, wird innerhalb der Fachwelt und der Politik kontrovers diskutiert. Das neue BINE-Themeninfo „Wirtschaftlichkeit energieoptimierter Gebäude“ (III/2017) stellt Betrachtungsweisen, Berechnungsmethoden sowie Projekte aus Immobilienwirtschaft und Forschung vor. Diese zeigen, dass ein energieoptimiertes Gebäude durch eine integrierte, ganzheitliche Planung in Verbindung mit einem Monitoring die Wirtschaftlichkeit erreichen kann.


Deutsche Umwelthilfe und Deutscher Mieterbund mit Hintergrundpapier für mehr Klimaschutz in Gebäuden

Bei der Motivation und Umsetzung einer energetischen Sanierung spielt die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle – die Frage also, ob sich eine Sanierung für den Besitzer finanziell lohnt oder nicht. Darauf gibt es keine einfache Antwort, denn ob und wann eine energetische Sanierung sich rechnet, hängt von vielen Faktoren ab. Der deutsche Mieterbund (DMB) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordern von einer neuen Bundesregierung massive Anstrengungen für mehr Klimaschutz zu sozialverträglichen Bedingungen im Gebäudebereich und legen dafür ein Hintergrundpapier mit einem „6-Punkte-Sofortprogramm für sozialverträglichen Klimaschutz im Gebäude“ vor.

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