SOLARIFY

Archiv: CO2-Preis


Ehrgeizige Ziele, keine Maßnahmen

Die Ziele der künftigen Großen Koalition in Sachen Energie und Klimaschutz könnten „krachend verfehlt“ werden, sagte Christoph Bals, der politische Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch im Deutschlandfunk-Interview mit Jule Reimer am 05.02.2018. Es passe nicht zusammen, dass man die für die ehrgeizigen Ziele notwendigen Maßnahmen erst im kommenden Jahr beschließen wolle. Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) widersprach Bals in Sachen CO2-Preis.

CO2 braucht einen Preis


Acht Verbände und NGO appellieren an die neue Regierung

eaD, AEE, DEN, GIH, NABU, FÖS, ING BW und BUND BW fordern die künftige Bundesregierung in einem gemeinsamen Statement dazu auf, die Klimaschutzziele von Paris in den Mittelpunkt ihrer Energiepolitik zu stellen und eine effektive CO2-Abgabe einzuführen. Angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit, dass die Klimaziele für 2020 verfehlt würden, bedürfe es einer dringenden Neujustierung der deutschen Klimapolitik. Bei dauerhaft niedrigem Preisniveau für fossile Energieträger fehlten die Anreize, in Energieeffizienzmaßnahmen zu investieren und dadurch den CO2-Ausstoß zu verringern.


One Planet Summit: Kohleverstromung verteuern

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat gemeinsam mit Kollegen aus vier weiteren EU-Ländern einen „wirksamen CO2-Preis“ gefordert, um den Treibhausgasausstoß wirksam zu senken. Die Umwelt- und Klimaminister aus Frankreich, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden stimmten in diesem Punkt mit Hendricks überein, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung im Rahmen des Pariser One Planet Summit, der über finanzielle Fragen des Klimaschutzes beraten hatte, am 12.12.2017. Wenn der Ausstieg der Weltwirtschaft aus fossilen Brennstoffen vorangetrieben werden sollte, sei der CO2-Preis ein effektives Mittel immer dann, wenn er von passenden Regelungen und Maßnahmen begleitet werde.


Wissenschaftsakademien fordern Umdenken: Klimaziele nur mit sektorübergreifenden Lösungen erreichbar

Zu viele fossile Energieträger, zu wenig Fortschritte: Deutschland wird sein Klimaziel deutlich verfehlen, wenn es weitergeht wie bisher. Möglich ist das längerfristig nur durch einen klaren Kurswechsel hin zur Sektorkopplung, stellt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) fest – so eine gemeinsamen Pressemitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. In der am 14.11.2017 veröffentlichten Stellungnahme „Sektorkopplung“ – Optionen für die nächste Phase der Energiewende fordern die Akademien, die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr stärker zu verknüpfen und mehr Erneuerbare in das System zu integrieren. Als zentrales Steuerungselement sprechen sie sich für einen einheitlichen CO2-Preis aus.

CO2-Preis weltweit angleichen


cep: Globaler Klimaschutz entweder durch ETS-Verknüpfung und/oder Kohlendioxid-Mindestpreis

Die Staatengemeinschaft muss neue Wege finden, will sie die 2015 in Paris beschlossene Klimaschutzgrenze nicht überschreiten. Zu dieser Schlussfolgerung kommen die Klima- und Umweltexperten des Centrums für Europäische Politik im jüngsten cepInput, in dem sie anlässlich der Bonner Weltklimakonferenz Optionen für einen globalen Klimaschutz analysiert und bewertet.

CO2-Mindestpreis?


Neues White Paper zur wirkungsvollen Höhe

Energy Brainpool hat ein neues White Paper mit dem Titel „Wie hoch muss ein wirkungsvoller CO2-Preis sein?“ veröffentlicht. Die Analysten untersuchen die Frage des Preisniveaus, um den Einsatz von Kraftwerken im Strommarkt effizient und kurzfristig planen zu können und damit die Emissionen der Stromproduktion zu verändern.

Macron will € 30/t CO2


Deutsch-französischer Mindestpreis im EU-ETS

In einer vielbeachteten Rede am 26.09. 2017 (zwei Tage nach der Bundestagswahl) hat der französische Präsident Emmanuel Macron seine Vorstellungen zu einer stärkeren Integration der europäischen Union vorgestellt. Zentrales klimapolitisches Element war dabei die Einführung eines EU-ETS Mindestpreises von 30 €/t. Aber auch eine gemeinsame Migrationsbehörde. Eine Analyse von enervis.


CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren

von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation
Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, untersucht gemeinsam mit Max Franks, PIK, in einem Buchbeitrag („Deutschlands neue Verantwortung„) inwieweit ein Preis für CO2-Emissionen die Finanzierung der Sustainable Development Goals finanzieren kann. Ausgehend von den zwei großen Übeln Armut und Klimawandel kommen sie zu dem Schluss, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens mit den bisher vorgelegten freiwilligen Beiträgen nicht erreicht werden können. Sie zeigen aber, dass ein CO2-Preis, entweder als Steuer oder als Emissionshandel auch jenseits der Klimapolitik erhebliche Vorteile bieten. Ihre Analyse lotet die Grundlage dafür aus, dass Nationalstaaten bereit sind, die CO2-Preise schrittweise anzuheben. Langfristig müssten diese nationalen CO2-Preise konvergieren, um den Trans­formationsprozess zu ermöglichen, den das Abkommen von Paris als Ziel formuliert. Sie gehen zunächst von einem CO2-Preis aus, der es noch mit hohe Wahrscheinlichkeit ermöglichen Würde, die Pariser Zwei-Grad-Grenze einzuhalten.

1 t CO2 -> € 100


Führende Ökonomen fordern hohen Kohlendioxid-Preis

Joschua Katz, energiezukunft Redaktion - Foto © energiezukunftMit einem deutlichen Appell werben Top-Ökonomen für einen starken CO2-Preis, der auch langfristig den Klimaschutz vorantreiben kann. Eine ausgestoßene Tonne Kohlendioxid sollte demnach bis zu 100 US-Dollar kosten, so die Forderung der Wissenschaftler, wie Joschua Katz am 01.06.2017 in energiezukunft schreibt.

CO2-Preis soll steigen


Klimaschutzplan „nicht mehr ehrgeizig, sondern nur noch geizig“

Vor dem Hintergrund, dass Deutschland seine Klimaschutzziele der nächsten Jahre voraussichtlich mit „Pauken und Trompeten“ verfehlen werde, nahm BEE-Präsident Fritz Brickwedde beim Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) am 16.01.2017 die Politiker in die Pflicht und forderte erneut als richtiges Klimaschutzinstrument die CO2-Bepreisung im Strom- und Wärmebereich. Weitere Redner taten es ihm gleich.

nächste Seite »