MCC: CO2-Bepreisung ohne Belastung der Bürger

Edenhofers “20 Euro”

Das Berliner Klima­forschungs­institut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) beziffert die Folgen höherer Energieabgaben für vier typische Privathaushalte – bei einer Rückzahlung der Einnahmen als einheitlichem Pro-Kopf-Betrag. Die derzeit in der Union diskutierte Option, mit einem „CO2-Preis“ den Klimaschutz in den Bereichen Verkehr und Gebäude voranzubringen, ist in einer für typische Privathaushalte fast einkommensneutralen Form realisierbar. Wie das laufen könnte, hat jetzt das in einer Modellrech­nung beziffert – auf Basis der durch die EU-Umfrage „Household Budget Survey“ ermittelten Daten über die Ausgabenstruktur der Deutschen. weiterlesen…

Lesehinweis auf SZ: Wie ein CO2-Preis funktionieren könnte

Wie einen CO2-Preis ermitteln und was geschieht mit dem Geld?

Plötzlich ist er da, der Preis auf Kohlendioxid – zumindest in der politischen Debatte. Bei Bürgerdialogen haben sich Kanzlerin und Vizekanzler dieser Tage der Frage gewidmet, beide noch mit leisen Zweifeln. Eine Steuer auf CO? wolle sie nicht, erklärte Angela Merkel in Schwedt, einem Raffineriestandort. “Mein Ansatz ist, über Zertifikate zu gehen.” Und in Erfurt befand Olaf Scholz, Vizekanzler und als Finanzminister für jede Art von Steuer zuständig: “Es gibt viele Vorschläge, aber noch keinen, der überzeugt.” Vor allem dürfe das Unterfangen nicht “zu einer realen Mehrbelastung der Leute” führen. Wie aber könnte es gehen? Ein Überblick von Michael Bauchmüller vom Berliner Büro der Süddeutschen Zeitung am 01.05.2019. weiterlesen…

CO2-Preis kommt (vielleicht) demnächst

Industrie und Verbände dafür – Politik weiß nicht so recht

Offenbar hat sich die Bundesregierung auf eine CO2-Bepreisung geeinigt. Das aber ziemlich lustlos: Das Wirtschaftsministerium bestätigt eher gleichgültig, die CSU blockiert und NRW-Ministerpräsident Laschet rechnet nicht mit schneller Einführung. Und die Kanzlerin hat erst einmal “nein” dazu gesagt. Clemens Weiß hat die aktuelle Lage am 30.04.2019 im Portal energiezukunft zusammengefasst.

weiterlesen…

“CO2-Preis lässt sich nicht mehr wegdiskutieren”

Lesehinweis auf DLF-Kommentar von Theo Geers

Der CO2-Preis sei “in der Politik angekommen, das ist ein Fortschritt”, kommentierte Berlin-Korrespondent Theo Geers am 20.04.2019 im Deutschlandfunk. Die Abgabe wirke aber nur, wenn sie hoch genug angesetzt werde – nur so könne “die Steuer eine Verhaltensänderung bewirken und ökologischen Wahnsinn wie Fünf-Euro-Flüge nach Venedig abstellen”.
weiterlesen…

Global Player stärken Regierung Rücken für CO2-Preis-Einführung


Globale Unternehmen fordern CO2-Mindestpreis

Als Ergänzung zum EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) schlagen 16 übernational agierende Unternehmen (einer Medienmitteilung von EnBW folgend) vor, einen europäischen oder regionalen CO2-Mindestpreis im Energiesektor sowie die Festlegung einer CO2-Bepreisung für die Transport- und Gebäudesektoren einzuführen. Vorhersehbare und konsistente CO2-Preissignale werden weithin als die kostengünstigste Methode angesehen, um klimafreundliche Entscheidungen von Unternehmen und Verbrauchern zu fördern. weiterlesen…

Europa braucht immer noch CO2-Mindestpreis


MCC, PIK und andere entlarven fünf Mythen

Ein neues vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) mitverfasstes und am 11.10.2018 publiziertes Policy Paper entkräftet fünf „Mythen“ gegen einen CO2-Mindestpreis im Europäischen Emissionshandelssystem EU-ETS. Dessen jüngster starker Preisanstieg wird beispielsweise gerne mit der kommenden Löschung von Zertifikaten erklärt, wodurch das Angebot verknappt werde. Diese Reform habe das Vertrauen des Marktes wiederhergestellt. Die Autoren argumentieren jedoch einer MCC-Medienmitteilung zufolge, es sei keineswegs gewiss, dass die Reform die Probleme des EU ETS behoben habe. weiterlesen…

Erneut harsche Rechnungshof-Kritik an Altmaiers Energiewendepolitik


Peter (BEE): “Es ist jetzt wichtig, sofort die Hebel umzulegen”

“Eine überfällige Blamage” nannte der Berliner Tagesspiegel den Bericht des Bundesrechnungshofs vom 28.09.2018 über Minister Altmaiers Missmanagement der Energiewende, der in der Feststellung gipfelte, “dass das BMWi die Energiewende unzureichend koordiniert und mangelhaft steuert”. In einem selten harten Frontalangriff warfen die obersten Rechnungsprüfer dem BMWi vor, es lasse “die notwendige Handlungsbereitschaft vermissen, die angesichts eines derart komplexen Projekts zu erwarten wäre”. Die Kassenprüfer kritisieren aber konstruktiv und schlagen: “eine allgemeine CO2-Bepreisung [vor]. Dadurch könnten verschiedene derzeit zu zahlende Umlagen und Steuern entfallen und auch das bisherige Regelungsdickicht erheblich gelichtet werden.” weiterlesen…

CO2 zu billig


Preise für Treibhausgase in nur wenigen Ländern hoch genug um Klimaziele zu erreichen

Der CO2-Ausstoß verteuert sich für Verursacher laut der OECD-Studie Effective Carbon Rates 2018: Pricing Carbon Emissions through Taxes and Emissions Trading zu langsam. Regierungen müssten die CO2-Preise viel schneller erhöhen, um ihre Ziele zur Senkung der Emissionen und zur Verlangsamung des Klimawandels im Rahmen des Pariser Abkommens einzuhalten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am 18.09.2018 in Paris mit. weiterlesen…

CO2 wird teurer – aber nicht teuer genug


ETS beginnt zu wirken – Umweltschützer bleiben skeptisch

Das 2005 in Kraft getretene europäische Emissionshandelssystem ETS, mit rund 12.000 Unternehmen weltweit das größte seiner Art, soll den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU kostenwirksam und wirtschaftlich effizient reduzieren helfen. Zentrales Ziel ist es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als 2° Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu beschränken, also die Zwei-Grad-Grenze einzuhalten. Dazu muss die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre unterhalb des Wertes von 550 ppm CO2-Äquivalenten gehalten werden (siehe ausführlich: solarify.eu/europaisches-emissionshandels-system-ets). Ein Beitrag des Schweizer Radios SRF. weiterlesen…