Nutzung und Speicherung von CO2 fortentwickeln


Optionen des Klimaschutzes

Deutschland wird sein Klimaschutzziel für 2020 verfehlen. Die Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid (CCU, CCS) aus Industrieprozessen könnte eine Lücke im Klimaschutz schließen. Das Ob und Wie dieser Technologien muss jetzt, so eine Medienmitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften vom 25.09.2018, öffentlich diskutiert werden, damit notwendige Infrastrukturen geplant, genehmigt und errichtet werden können. Nur dann wären sie ab 2030 als wirksame Klimaschutzmaßnahmen einsatzfähig. Die entsprechende acatech-Position haben Experten aus der Wissenschaft, aus Gewerkschaften und Umweltverbänden, aus Ämtern, Behörden und der Industrie gemeinsam erarbeitet. weiterlesen…

US-“Clean Coal” nur teilweise erfolgreich


US-Projekt „Saubere Kohle“ in Mississippi gescheitert

Aus den Energieperspektiven 02/2018 und (01-2018) des MPI für Plasmaphysik: In einem der größten Kohlekraftwerke der USA im texanischen Thompsons, W. A. Parish, ist im Januar 2017 das weltgrößte System zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid in Betrieb gegangen: Petra Nova (Energie-Perspektiven 1/17). Aus dem Rauchgas einer der acht Kraftwerks­einheiten trennt sie seither den Großteil des Kohlendioxids ab – mehr als eine Million Tonnen während der ersten zehn Betriebsmonate, meldete der Betreiber NRG. Eine andere Form (die Vorab-Abscheidung in Kemper County) ist dagegen gescheitert. weiterlesen…

CO2-Extraktion aus der Luft bald wirtschaftlich?


Kanadisches Unternehmen legt Untersuchung vor

Die Kohlendioxid-Extraktion aus der Luft ist möglicherweise nicht so teuer, wie Wissenschaftler dachten. Die geschätzten Kosten dieser Geo-Engineering-Technologie sind Experten zugolge seit einer Analyse im Jahr 2011 gesunken. CO2 aus der Atmosphäre abzuscheiden, könnte mehr sein als nur eine teure Strategie zur Vermeidung von Klimakatastrophen. Eine am 07.06.2018 im Magazin Joule veröffentlichte detaillierte wirtschaftliche Analyse deutet darauf hin, dass sich die Geo-Engineering-Technologie der Wirtschaftlichkeit nähert. weiterlesen…

CCS für Klimaschutz unnötig und chancenlos


Fell bei Sustainable Energy Week (EUSEW) 2018

In der Brüsseler der EU-Kommission fand am 07.06.2018 im Rahmen der Sustainable Energy Week (EUSEW) 2018 eine Podiumsdiskussion zum Thema negative CO2-Emissionen mit Hilfe von CCS (Abscheidung und Deponierung von CO2 aus Rauchgasen von Kohle- oder Erdgaskraftwerken) und CCU (Kohlenstoffspeicherung und -nutzung) statt. Neben Vertretern von Firmen und Institutionen, die an CCS arbeiten, war auch Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) geladen. Die Befürworter von CCS stellten weitreichende Pläne vor. So forderte z.B. Lamberto Eldering von Equinor den Aufbau großer Infrastrukturprojekte wie riesige Containerschiffe, die CO2 aus den Kraftwerken von Großbritannien, Niederlanden und Deutschland über die Nordsee transportieren sollten, um es dann in leeren Gasfeldern vor der norwegischen Küste zu verpressen. weiterlesen…

Memzym scheidet CO2 aus Rauch ab


Biologisch angepasste Membran entzieht Kohlerauch Treibhausgas

Forscher der Sandia National Laboratories (SNL) und der University of New Mexico (UNM) in Albuquerque haben eine der Natur nachempfundene, biologisch inspirierte Membran zur weitgehenden Extraktion von Kohlendioxid aus Kraftwerksrauch entwickelt. Die kürzlich in nature communications punlizierte, patentierte Arbeit hat einer SNL-Medienmitteilung zufolge das Interesse von Energieunternehmen geweckt, die den Ausstoß von Kohlendioxid deutlich reduzieren und andere Einsatzmöglichkeiten der Erfindung erforschen möchten. weiterlesen…

Pannenmeiler steht für EVU-Arroganz gegenüber EE


Lesehinweis: Handelsblatt – Uniper-Kraftwerk Datteln als Symbol für Energiewende

“Das Pannenkraftwerk in Westfalen war von Anfang an ein Fehler. Die Anlage steht für Arroganz der Energiebranche erneuerbaren Energien gegenüber,” schreibt Jürgen Flauger im Handelsblatt. Dessen Bau sei zwar schon 2007 begonnen worden. Aber bis heute dürfe es nicht in Betrieb genommen werden. weiterlesen…

Saisonale unterirdische Wärmespeicher ersetzen Kohlekraftwerke


Nationales Symposium zur „Energiespeicherung im geologischen Untergrund“ an der Uni Kiel

Der aus Klimaschutzgründen dringend notwendige Umbau des Energieversorgungssystems hin zu Erneuerbaren Energiequellen bringt nicht nur die Herausforderung eines stark fluktuierenden Energieangebotes mit sich, sondern wirft auch das Problem auf, wie die erforderlichen Energiemengen für den Wärme- und Mobilitätssektor (die derzeit ungefähr die dreifache Energiemenge des Stromsektors benötigen) ohne massive Umweltauswirkungen nachhaltig dargestellt werden können. Am 28.11.2017 trafen sich rund 100 Fachleute in Kiel, um sich aus Anlass der Fortführung des Projekts ANGUS über den Status quo und über zukünftige Bedarfe an unterirdischen Energie- und Wärmespeichern auszutauschen. weiterlesen…

CCU und CCS für Klimaziele neu denken


Aufruf von Forschung, Verbänden und NGOs: Deutschland braucht neue Debatte

Unter dem Schirm von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften haben sich Forscher und Umweltorganisationen zusammengefunden und fordern die Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid aus Industrieprozessen, damit Deutschland seine Klimaziele noch erreicht- so eine aktuelle Medienmitteilung. weiterlesen…

CCS in Island ausgebaut


Kohlendioxid aus der Luft ins Basaltgestein

Direct-Air-Capture (DAC) heißt die Technik von Climeworks, die im schweizerischen Hinwil mittels einer Filtertechnik der Luft kommerziell rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr entzieht (Solarify berichtete). Nun wird das Direct Air Capture-Modul Teil des isländischen CarbFix2-Projektes zur dauerhaften CO2-Speicherung und Mineralisierung in Basaltgestein. Die Climeworks-Manager hoffen darauf, dass ihre hochskalierbare Technologie womöglich “eines der Kernthemen der UN-Klimakonferenz COP23″ in Bonn wird.
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