Carbon2Chem

Carbon-to-Chem (Carbon2Chem) ist ein (deutsches) Projekt, in dessen Mittelpunkt ein Verfahren steht, das auf der Basis katalytischer Verfahren Technologien für chemische Synthesen entwickelt, mit denen Hüttengase aus der Stahlproduktion weltweit in marktfähige Chemieprodukte oder synthetische Treibstoffe umgewandelt werden. (Siehe auch: solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem-als-technologie-brueller und zahlreiche weitere Artikel zum Thema Carbon2Chem).

Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) hat das komplexe Projekt, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization/Use) unternimmt, gemeinsam mit dem BMBF, dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, der thyssenkrupp AG und 14 weiteren Partnern im Rahmen einer Pressekonferenz und mit einer aufwändigen Präsentation am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord präsentiert.

Mit Carbon2Chem sollen Hüttengase aus der Stahlproduktion für die Produktion von Chemikalien genutzt und Kohlendioxidemissionen anhaltend verringert werden. Dafür wird Wasserstoff benötigt, der mit Hilfe Erneuerbarer Energien (Power-to-X, PtX) erzeugt werden soll. Der CO2-Ausstoß in der Region und auch an anderen Stahlstandorten soll wirtschaftlich nutzbar gemacht und somit ein klimarelevanter CO2-Einspareffekt erreicht werden.

Das Besondere an dem in sieben Teilbereiche untergliederten Großprojekt ist die enge Zusammenarbeit von Industrie und wissenschaftlichen Einrichtungen, etwa der Fraunhofer- und der Max-Planck-Gesellschaft, von Universitäten und Unternehmen. Entstehen soll ein Gesamtsystem aus Stahlwerk, erneuerbarer Stromerzeugung und chemischer Energieumwandlung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 60 Millionen Euro gefördert.