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Archiv: CCU


Aufruf von Forschung, Verbänden und NGOs: Deutschland braucht neue Debatte

Unter dem Schirm von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften haben sich Forscher und Umweltorganisationen zusammengefunden und fordern die Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid aus Industrieprozessen, damit Deutschland seine Klimaziele noch erreicht- so eine aktuelle Medienmitteilung.


Kohlendioxid als Ersatz für Erdöl in der Chemieindustrie

In Mengen entweicht es aus Gebäuden, Autos, Fabriken und Kraftwerken, aus den Schornsteinen der Stahl- und Zementindustrie. In Zukunft soll das Gas aber nicht mehr nur ungenutzt in die Atmosphäre steigen. Denn die Chemieindustrie macht aus CO2 einen neuen Baustein für hochwertige Kunststoffe, um knappe fossilen Rohstoffe wie etwa Erdöl zu sparen.


Entwicklungsvereinbarung für CO2-Umwandlung zu Methanol

Die BASF wird der Leipziger bse engineering im Rahmen einer exklusiven Entwicklungsvereinbarung laut einer gemeinsamen Medienmitteilung einen maßgeschneiderten Katalysator für ein neues Verfahren zur chemischen Energiespeicherung bereitstellen. Dieses Verfahren soll die wirtschaftlich sinnvolle Umwandlung von überschüssigem Strom und CO2 aus Abgasen in den chemischen Energiespeicher Methanol in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen ermöglichen.


Erste kommerzielle Anlage saugt im Jahr 900 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre

climeworks-logoAir-Capture heißt die nach eigenen Angaben der Firma Climeworks jetzt im schweizerischen Hinwil in Betrieb gegangene Anlage, die kommerziell Kohlendioxid aus der Luft gewinnt (Solarify berichtete). Eine Filtertechnik fängt rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre ein. Die Variante des Geo-Engineering soll langfristig zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Bald sollen der jetzt eröffneten weitere, größere Anlagen ihrer Art folgen.

CCU und CCS-Workshop


„Kreisläufe schließen, Klima schützen“

Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden, Gewerkschaften und NGOs haben am 21. und 22.02.2017 in Berlin im Rahmen eines Workshops diskutiert, wie sich CO2 abscheiden, als Rohstoff nutzen und speichern lässt. Die Senkung von CO2-Emissionen ließe sich beschleunigen, wenn es gelingt, CO2 von einem Abfall- zu einem Rohstoff zu machen und überschüssige Mengen dauerhaft im tiefen Untergrund zu lagern.

Neues CC-Verfahren


Ergebnis: Feststoff

Lynden A. Archer, Wajdi I. Al Sadat - Foto © cbe.cornell.eduLynden A. Archer und Wajdi I. Al Sadat von der amerikanischen Cornell Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York haben in der Fachzeitschrift Science einen Artikel über ein Verfahren veröffentlicht, bei der Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen anfallendes Kohlendioxid abzuscheiden, zu speichern und bei diesem Prozess Energie zu gewinnen. Dabei wird das gasförmige Kohlendioxid in einen Feststoff umgewandelt.


Robert Schlögl im Solarify-Selbst-Gespräch
„Ich möchte einen Beitrag leisten, dass wir über die Energiewende nicht immer nur reden, sondern endlich etwas tun“

Freut sich über Carbon2Chem-Start - Robert Schlögl - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr hat am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord gemeinsam mit dem BMBF, der Thyssen AG und 16 weiteren Partnern ein Projekt eingeweiht, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization, bzw. Use) unternimmt. Robert Schlögl, Gründungs-Direktor am MPI CEC und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, erklärt im Solarify-Selbst-Gespräch, was es mit „Carbon2Chem“ (=“Carbon to Chem“) auf sich hat, und warum er das macht


18 Partner aus Industrie und Wissenschaft starten groß angelegte Klimaschutz-Initiative

Carbon2Chem - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify 20160627Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) hat gemeinsam mit dem BMBF, dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, der thyssenkrupp AG und 14 weiteren Partnern im Rahmen einer Pressekonferenz und mit einer aufwändigen Präsentation am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord ein Projekt vorgestellt, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization/Use) unternimmt.


Zauberwort „Mineralisierung“

Science logo 2Ein internationales Wissenschaftlerteam hat möglicherweise einen gangbaren Weg gefunden, um der Atmosphäre dauerhaft anthropogene Kohlendioxid-Emissionen zu entnehmen – sie wandeln sie in einem Versuch in Island in Stein um. Ihre am 09.06.2016 in Science veröffentlichte Studie (deutsch auf: scinexx.de) zeigt, dass CO2 relativ schnell aus der Atmosphäre entfernt werden kann, indem es in vulkanischen Unterboden injiziert wird. Das CO2 reagiert mit dem umgebenden Gestein zu umweltverträglichen Mineralien. Nachteil: Gewaltiger Wasserverbrauch.

Zweitägiges IERE-Symposium in Berlin

Rund 100 internationale Experten und Führungskräfte aus Industrie, Wissenschaft und Politik, beschäftigten sich am 11. und 12.11.2015 im Rahmen der Konferenz „International Energy Systems in Transition: Perspectives from Science and Industry“ in Berlin mit technischen und strategischen Herausforderungen der Energiewende. Die internationale Energieforschungsplattform IERE, acatech und RWE veranstalteten den Kongress gemeinsam mit Unterstützung des VDI-Wissensforums.

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