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Archiv: CCU


Kanadisches Unternehmen legt Untersuchung vor

Die Kohlendioxid-Extraktion aus der Luft ist möglicherweise nicht so teuer, wie Wissenschaftler dachten. Die geschätzten Kosten dieser Geo-Engineering-Technologie sind Experten zugolge seit einer Analyse im Jahr 2011 gesunken. CO2 aus der Atmosphäre abzuscheiden, könnte mehr sein als nur eine teure Strategie zur Vermeidung von Klimakatastrophen. Eine am 07.06.2018 im Magazin Joule veröffentlichte detaillierte wirtschaftliche Analyse deutet darauf hin, dass sich die Geo-Engineering-Technologie der Wirtschaftlichkeit nähert.


Fell bei Sustainable Energy Week (EUSEW) 2018

In der Brüsseler der EU-Kommission fand am 07.06.2018 im Rahmen der Sustainable Energy Week (EUSEW) 2018 eine Podiumsdiskussion zum Thema negative CO2-Emissionen mit Hilfe von CCS (Abscheidung und Deponierung von CO2 aus Rauchgasen von Kohle- oder Erdgaskraftwerken) und CCU (Kohlenstoffspeicherung und -nutzung) statt. Neben Vertretern von Firmen und Institutionen, die an CCS arbeiten, war auch Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) geladen. Die Befürworter von CCS stellten weitreichende Pläne vor. So forderte z.B. Lamberto Eldering von Equinor den Aufbau großer Infrastrukturprojekte wie riesige Containerschiffe, die CO2 aus den Kraftwerken von Großbritannien, Niederlanden und Deutschland über die Nordsee transportieren sollten, um es dann in leeren Gasfeldern vor der norwegischen Küste zu verpressen.


Biologisch angepasste Membran entzieht Kohlerauch Treibhausgas

Forscher der Sandia National Laboratories (SNL) und der University of New Mexico (UNM) in Albuquerque haben eine der Natur nachempfundene, biologisch inspirierte Membran zur weitgehenden Extraktion von Kohlendioxid aus Kraftwerksrauch entwickelt. Die kürzlich in nature communications punlizierte, patentierte Arbeit hat einer SNL-Medienmitteilung zufolge das Interesse von Energieunternehmen geweckt, die den Ausstoß von Kohlendioxid deutlich reduzieren und andere Einsatzmöglichkeiten der Erfindung erforschen möchten.


Aufruf von Forschung, Verbänden und NGOs: Deutschland braucht neue Debatte

Unter dem Schirm von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften haben sich Forscher und Umweltorganisationen zusammengefunden und fordern die Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid aus Industrieprozessen, damit Deutschland seine Klimaziele noch erreicht- so eine aktuelle Medienmitteilung.


Kohlendioxid als Ersatz für Erdöl in der Chemieindustrie

In Mengen entweicht es aus Gebäuden, Autos, Fabriken und Kraftwerken, aus den Schornsteinen der Stahl- und Zementindustrie. In Zukunft soll das Gas aber nicht mehr nur ungenutzt in die Atmosphäre steigen. Denn die Chemieindustrie macht aus CO2 einen neuen Baustein für hochwertige Kunststoffe, um knappe fossilen Rohstoffe wie etwa Erdöl zu sparen.


Entwicklungsvereinbarung für CO2-Umwandlung zu Methanol

Die BASF wird der Leipziger bse engineering im Rahmen einer exklusiven Entwicklungsvereinbarung laut einer gemeinsamen Medienmitteilung einen maßgeschneiderten Katalysator für ein neues Verfahren zur chemischen Energiespeicherung bereitstellen. Dieses Verfahren soll die wirtschaftlich sinnvolle Umwandlung von überschüssigem Strom und CO2 aus Abgasen in den chemischen Energiespeicher Methanol in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen ermöglichen.


Erste kommerzielle Anlage saugt im Jahr 900 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre

climeworks-logoAir-Capture heißt die nach eigenen Angaben der Firma Climeworks jetzt im schweizerischen Hinwil in Betrieb gegangene Anlage, die kommerziell Kohlendioxid aus der Luft gewinnt (Solarify berichtete). Eine Filtertechnik fängt rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre ein. Die Variante des Geo-Engineering soll langfristig zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Bald sollen der jetzt eröffneten weitere, größere Anlagen ihrer Art folgen.

CCU und CCS-Workshop


“Kreisläufe schließen, Klima schützen”

Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden, Gewerkschaften und NGOs haben am 21. und 22.02.2017 in Berlin im Rahmen eines Workshops diskutiert, wie sich CO2 abscheiden, als Rohstoff nutzen und speichern lässt. Die Senkung von CO2-Emissionen ließe sich beschleunigen, wenn es gelingt, CO2 von einem Abfall- zu einem Rohstoff zu machen und überschüssige Mengen dauerhaft im tiefen Untergrund zu lagern.

Neues CC-Verfahren


Ergebnis: Feststoff

Lynden A. Archer, Wajdi I. Al Sadat - Foto © cbe.cornell.eduLynden A. Archer und Wajdi I. Al Sadat von der amerikanischen Cornell Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York haben in der Fachzeitschrift Science einen Artikel über ein Verfahren veröffentlicht, bei der Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen anfallendes Kohlendioxid abzuscheiden, zu speichern und bei diesem Prozess Energie zu gewinnen. Dabei wird das gasförmige Kohlendioxid in einen Feststoff umgewandelt.


Robert Schlögl im Solarify-Selbst-Gespräch
“Ich möchte einen Beitrag leisten, dass wir über die Energiewende nicht immer nur reden, sondern endlich etwas tun”

Freut sich über Carbon2Chem-Start - Robert Schlögl - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr hat am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord gemeinsam mit dem BMBF, der Thyssen AG und 16 weiteren Partnern ein Projekt eingeweiht, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization, bzw. Use) unternimmt. Robert Schlögl, Gründungs-Direktor am MPI CEC und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, erklärt im Solarify-Selbst-Gespräch, was es mit „Carbon2Chem“ (=“Carbon to Chem“) auf sich hat, und warum er das macht

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