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Archiv: Emissionen


Grazer Forscher “übernehmen europaweit das Steuer”

Kreuzfahrtschiffe und große Containerschiffe zählen laut UN zu den Hauptemittenden von Treibhausgasen (THG). Allein die Mathilde Maersk, derzeit eines der weltgrößten Containerschiffe, emittiert auf Fahrten zwischen China und Europa so viel wie ein mittelgroßes Kohle-Kraftwerk. 90 Prozent der großen Schiffe fahren zudem noch immer mit Schweröl, was aufgrund des Schwefelgehaltes auch zu sehr hohen SO2-Emissionen führt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Dem wollen Forscher weitab jeden Ozeans abhelfen: Ingenieure der Technischen Universität Graz entwickeln Groß-Motoren auf Wasserstoffbasis.


Kontroverses Echo auf Erklärung der Regierung

Die EU-Energieministerinnen und -minister verhandelten am 11.06.2018 beim Energierat in Luxemburg wichtige Teile des Legislativpakets „Saubere Energie für alle Europäer“. Mit dem Paket, das die EU-Kommission am 30.11.2016 vorgelegt hat, “wird der europäische Rahmen für die Energiewende neu gestaltet”, so eine Medienmitteilung aus dem Bundeswirtschaftsministerium.


Seit drei Jahren kaum verändert: Liste von von “Thomson Reuters Financial & Risk”

Was haben Coal India, Gazprom und Exxon Mobil gemeinsam? Sie führen nach wie vor die Liste der weltweit größten Treibhausgas-Emittenten an. Die auf der gesamten Liste stehenden 250 börsennotierten Konzerne emittieren zusammen rund ein Drittel des weltweiten Treibhausgases. Das geht jedenfalls aus einem am 31.10.2017 veröffentlichten White Paper von “Thomson Reuters Financial & Risk” hervor. Gemessen wurde der direkte CO2-Ausstoß der Konzerne sowie von Nutzern ihrer Produkte.

Europäisches Emissionshandels-System (ETS)

Das am 01.01.2005 in Kraft getretene europäische Emissionshandelssystem soll den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU kostenwirksam und wirtschaftlich effizient reduzieren helfen. Zentrales Ziel der EU ist es dabei, die Zwei-Grad-Grenze nicht zu überschreiten. Zentrales Ziel der EU ist es dabei, die Zwei-Grad-Grenze nicht zu überschreiten, also den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als 2° Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu beschränken. Dazu muss die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre unterhalb des Wertes von 550 ppmv [[CO2]]-Äquivalent gehalten werden.


Deutscher CO2-Ausstoß steigt – Klimaziele kaum zu halten

“Deutschland kommt beim Klimaschutz nicht voran. Das zeigt ein neues Gutachten. Die Grünen sprechen von einem ‘Offenbarungseid für die Klimapolitik der Bundesregierung’ – doch im Kanzleramt will man es ruhig angehen lassen,” schreibt Horand Knaup im Spiegel. Und wirklich: Trotz (oder wegen?) der Energiewende wurde in Deutschland 2016 mehr CO2 ausgestoßen als 2015. Die Klimaziele 2020 rücken in weitere Ferne.

China zensiert Luft-App


Kaum Erfolge in der Verbesserung der Luftqualität

Stadttor von Peking im Smog - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftPeking versucht, wie alle Diktaturen, schlechte Nachrichten durch Zensur zu unterdrücken – das Portal pressetext.com schreibt: “Nach tagelangem Ausharren unter der Glocke des düsteren Smogs knipst die chinesische Regierung nun ein Tool zur Verbreitung unabhängiger Informationen aus: Die App Air Matters musste vor der Internetzensur kapitulieren.” Luftverschmutzung in Peking - Screenshot © dw.comObwohl die Luftverschmutzung im Reich der Mitte nicht nur in den Metropolen durchaus gefährliche Dimensionen erreicht hat, hält die Regierung ihrem Volk lieber Augen und Ohren zu, als effektiv tätig zu werden.


Bundesregierung will – trotz 4.000 Toten – bessere EU-Grenzwerte für Kohleemissionen verhindern

Rauchfahne das KW Reuter West, Berlin - laut UBA 2,8 Mio. t CO2 pro Jahr - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyIn letzter Minute versucht die Bundesregierung, schärfere europäische Grenzwerte für Emissionen aus Kohlekraftwerken zu verhindern. Das belegt eine E-Mail des BMUB von Ende September im Auftrag von Ministerin Barbara Hendricks (SPD) an die Expertenrunde der EU-Kommission, die Greenpeace vorliegt.


Emissionen in den Schwellenländern dienen oft dem Konsum der Menschen in den reichen Ländern

Es sind weltweit vor allem die reichen Menschen, die durch ihren extremen Konsum zum Klimawandel beitragen. Das geht aus dem am 02.12.2015 veröffentlichten Bericht „Extreme Carbon Inequality“ der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor, der die konsumbedingten Emissionen der Menschen in armen und reichen Ländern vergleicht. Zwar wächst der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase vor allem in den Schwellenländern, dient dabei aber großenteils der Produktion von Waren, die in reichen Ländern konsumiert werden.

Bei der aktuellen Überarbeitung des sogenannten BVT-Merkblattes für Großfeuerungsanlagen im Auftrag der Europäischen Kommission wird sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Vorschläge des Entwurfs vom Juni 2013 EU-weit verbindlich werden. Dies wäre ein „Meilenstein“, urteilt die Bundesregierung in einer Antwort (18/4311) auf eine Kleine Anfrage (18/4134) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, da damit erstmals EU-weite Vorgaben zur Emissionsminderung wie auch zur Überwachung von Quecksilberemissionen festgelegt würden.

Hanseatische Klima-Widersprüche

1. BMUB: Hamburg entwickelt „Gründachstrategie“ gegen den Klimawandel
2. NGOs: Hamburg verweigert Bürgern „saubere Luft“

Aus dem BMUB: Als erste deutsche Großstadt entwickelt Hamburg Pläne, die Stadt mithilfe einer „Gründachstrategie“ an den Klimawandel anzupassen. Begrünte Dächer bieten Rückhaltung und Verdunstung für 50 bis 90 Prozent der Niederschläge, sie mindern Überlastung der Entwässerungssysteme und Gefahr der Überflutung.
Die ehemalige Europäische Umwelthauptstadt ist immer noch ohne Umweltzone, NO2-Grenzwerte werden überschritten. Umweltverbände fordern daher dringende Nachbesserung der Abgasreinigung der Hamburger Busflotte.

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