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Archiv: CO2-Budget


Germanwatch und WWF veröffentlichen gemeinsames Papier

In einem gemeinsamen Papier fordern der WWF Deutschland und Germanwatch die Bundesregierung auf, konkrete Maßnahmen gegen die Erderhitzung zu ergreifen. Darin benennen sie die dringendsten Aufgaben und orientieren sich dabei an Deutschlands verbleibendem CO2-Budget. „Hitze und Trockenheit machen Mensch und Natur in Deutschland und weltweit zu schaffen – doch die Bundesregierung bleibt weiter tatenlos. In den vergangenen neun Jahren ist Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß nicht gesunken. Angesichts der zunehmenden Wetterextreme muss die Bundesregierung endlich zu einer aktiven Klimaschutzpolitik zurückkehren“, sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.


In Wahrheit haben wir keine Zeit zu verlieren”

Vor einigen Monaten erschien im Fachjournal Nature Geoscience eine Studie mit dem Fazi, bis zur Schwelle von 1,5 °C Erderhitzung könne die Menschheit noch deutlich mehr Kohlendioxid ausstoßen als gedacht. Man könne sich mit Klimaschutz mehr Zeit lassen, hieß es daraufhin in einigen Medienberichten. Stimmt das wirklich? Und wie kam die Studie überhaupt zu ihren Ergebnissen? Antworten auf diese und weiteren Fragen gibt der Berliner Klimaforscher Carl-Friedrich Schleussner auf Fragen von Toralf Staud im Portal klimafakten.


NZZ: CO2-“Restmenge” wird klimapolitischer Zankapfel

Klimawissenschaftler erdachten vor einigen Jahren das Konzept des Kohlenstoffbudgets, um die Herausforderungen der Klimapolitik zu verdeutlichen. “Jetzt wird der Vorwurf laut, das Konzept sei politisch nutzlos”, schreibt Sven Titz in der Neuen Zürcher Zeitung. Dabei bestehe – nicht nur in Fachkreisen – eigentlich breite Übereinstimmung darüber, dass der Treibhausgas-Ausstoß drastisch sinken müsse, wenn ein eine übermäßige Erderwärmung verhindert werden soll. Nur, fragt Titz, “auf welche Weise, mit welchen Zahlen soll das vermittelt werden?” Das CO2-Budget in der Kritik – und ein Artikel von Oliver Geden (SWP).


Öko-Institut: Ab Pfingsten Schluss mit Kohlendioxid

Wenn Deutschland entsprechend seinem Anteil an der Weltbevölkerung dazu beitragen würde, die 1,5-Grad-Grenze aus dem Klimaschutzabkommen von Paris einzuhalten, dürfte rein rechnerisch ab Sonntag, den 20. Mai 2018 überhaupt kein CO2 mehr ausgestoßen werden. Das haben Charlotte Loreck und Lukas Emele im Blog des Öko-Instituts vorgerechnet.


Eine Woche früher als 2017

Am 28. März war “CO2-Tag” – denn an diesem Tag hat Deutschland sein CO2-Budget für das gesamte Jahr 2018 bereits erschöpft. Die CO2-Menge, die wir bis zum 31. Dezember ausstoßen dürften, ist seitdem verbraucht – neun Monate vor Ablauf des Jahres und eine Woche früher als im Jahr zuvor. Deutschland gibt damit etwa viermal mehr CO2 in die Atmosphäre ab als im langfristigen Mittel vorgesehen. Keine gute Leistung für den Klimaschutz-Musterschüler Deutschland.