EU-Rat mit halbherzigem Schritt bei langfristigem Klimaschutz

EU-Länder wollen zwar aus Kohle, Öl und Gas aussteigen, vermeiden aber konkreten Zeitplan

Einen aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch halbherzigen Beschluss hat der Europäische Rat am 22.03.2019 zur Klima-Langfriststrategie der EU gefasst. Er bekennt sich zwar zum Ziel einer klimaneutralen EU und zu den Klimazielen von Paris. Aber es wird – anders als die EU-Kommission vorgeschlagen hatte – nicht klar gesagt, dass das bis 2050 realisiert sein muss. Auf die Strategie zum Erreichen der Klimaneutralität wollen sich die Mitgliedsstaaten erst bis 2020 festlegen. Bei Germanwatch stößt das auf Unverständnis. weiterlesen…

Online-Portal für klimafreundliches Kühlen gestartet

Unterstützung für Planer und Betreiber von Kälteanlagen

Viele fluorierte Kältemittel sind sehr klimaschädlich und tragen zum Treibhauseffekt bei. Doch es gibt Alternativen durch sogenannte natürliche Kältemittel, die genauso gut kühlen und das Klima dabei schützen. Ob Metzgerei, Restaurant oder Supermarkt, Hotelier oder Facility Management – wer Klima- und Kälteanlagen oder Wärmepumpen betreibt oder plant, kann sich nun auf dem Online-Portal www.kaeltemittel-info.de über Anwendungen, Fördermittel und rechtliche Fragen informieren. Neben dem Plus fürs Klima sprechen auch die Kosten für den Umstieg auf klimafreundliche Kältemittel: Die EU-F-Gas-Verordnung verknappt klimaschädliche Kältemittel, sie werden dadurch schon jetzt deutlich teurer oder in Zukunft gar nicht mehr verfügbar sein, worauf das Umweltbundesamt am 13.03.2019 hinwies. weiterlesen…

Wichtige Zusage für den Anpassungsfonds – nun muss Deutschland beim Klimaschutz aufholen

Germanwatch kommentiert Rede von Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei COP24

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: “Umweltministerin Schulze ist hier mit einer schweren Hypothek vor die Weltöffentlichkeit getreten: Deutschlands Emissionen sind seit neun Jahren nicht gesunken, ein Sofortprogramm zum Klimaschutz und ein Fahrplan zum sozialverträglichen Kohleausstieg bis etwa 2030 liegen noch immer nicht vor. Es ist gut, dass die Ministerin diesen Rückstand anerkannt hat. Im kommenden Jahr muss endlich gehandelt werden: Mit Ergebnissen der Kohlekommission, die im Einklang mit den Pariser Klimazielen stehen, mit dem Einstieg in die Verkehrswende und mit einem verbindlichen Klimaschutzgesetz.” weiterlesen…

Was das Meer zur Kli­mare­gu­lie­rung bei­trägt


Neue Er­kennt­nis­se hel­fen bei der Be­rech­nung

Kohlendioxid (CO2) ist ein wesentlicher Verursacher der globalen Erwärmung. In komplexen Computermodellen berechnen Forscher die weltweite Zirkulation des Treibhausgases. Die Meere haben dabei großen Einfluss auf die Klimaregulierung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse helfen nun, diesen Einfluss genauer zu berechnen. Sie sind das Resultat eines Forschungsprojekts von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie und der Jacobs University in Bremen in Zusammenarbeit mit Kollegen vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, dem Marum – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen sowie der Universität Göteborg. weiterlesen…

Der Diesel-Boom und das Klima


Studie liefert weitere Argumente für Ende der Subventionen und gibt Hinweise zur genaueren Berechnung der Luftverschmutzung

Beim Diesel-Skandal geht es vor allem um Stickoxide. Doch was ist mit den Kohlendioxid-Emissionen? Lange galten Selbstzünder als unverzichtbare Technik zum CO2-Sparen, auch deshalb gibt es bis heute das Steuerprivileg für Dieselkraftstoff. Der Kostenvorteil hat die Zahl der neuzugelassenen Diesel-Autos in den letzten 20 Jahren in die Höhe schnellen lassen. Die Auswirkungen haben Wissenschaftler u.a. vom Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) nun genau berechnet: In einer in der Zeitschrift „Atmospheric Environment“ erschienenen Studie weisen sie nach, dass der Diesel-Boom in Europa dem Klima nicht genutzt hat.
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Wir können uns und unser Klima retten – mit dem Milliarden-Joker


Wie Deutschland und Europa den globalen Klimaschutz revolutionieren können

Die Idee ist brillant einfach und von einem der führenden Umwelt- und Wirtschaftswissenschaftler des Landes durchgerechnet und durchgeplant: Mit einem „Milliarden-Joker“ könnte die deutsche Politik dafür sorgen, dass deutsche Unternehmen, Institutionen und Organisationen ab 2025 jährlich mindestens eine Milliarde Tonnen CO2 in finanzielle Entwicklungszuschüsse verwandeln. Das Buch erscheint am 16.10.2018 bei Murmann Publishers. weiterlesen…

Dem Klimawandel begegnen


Wetterextreme werden häufiger, wir müssen uns an die Folgen des Klimawandels anpassen. Das geht auch im eigenen Haus und Garten

Wetter ist nicht gleich Klima. Doch mit fortschreitendem Klimawandel werden extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hitze oder Dürre häufiger. Der Sommer 2018 zeigt einmal mehr, dass wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen. Strategien dazu erarbeitet das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) des Umwelt Bundesamtes (UBA). Aber auch jeder einzelne kann etwas tun, um zukünftig besser gewappnet zu sein und Haus, Garten und Gesundheit zu schützen. weiterlesen…

Energie und Klima kaum der Rede wert


Sommer-Pressekonferenz der Kanzlerin: Alles andere wichtiger

Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte in ihrer diesjährigen Sommerpressekonferenz eigentlich über “konkrete Verbesserungen” sprechen – wie etwa Förderung der Familien, höheres Kindergeld, die Einführung von Brückenteilzeit, Baukindergeld und Kitabetreuung, über Fragen, die Menschen im Alter bewegen, wie die Renten und die “Konzertierte Aktion Pflege” – schließlich das Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz; bei letzterer gebe es Nachholbedarf. Doch die Fragesteller wollten mehr über Putin, Trump und Seehofer erfahren. Die Wörter “Energie” oder “Energiewende” kamen dabei überhaupt nicht, das Wort “Klima” nur ein einer einzigen Frage vor. (Kommentar von Berthold Kohler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Diese Pressekonferenz war allenfalls ein Feuerwerk der Nüchternheit und des Pragmatismus”.) Das wirft ein Licht auf den Stellenwert dieser wichtigen Themen in der aktuellen Politik. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Petersburger Klimadialog: Wichtige Signale – unkonkret in der Umsetzung


Germanwatch begrüßt das internationale Signal der Merkel-Rede, kritisiert aber fehlende Konkretisierung

Nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede beim Petersberger Klimadialog am 19.06.2018 zwar viel Richtiges, aber zu wenig Konkretes gesagt. Positiv hervorzuheben sei vor allem die Bekräftigung der geplanten Verdopplung des deutschen Beitrags zur internationalen öffentlichen Klimafinanzierung bis 2020.
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Elektromobilität in der Landwirtschaft


Nachhaltige Mobilität, die nicht zu Lasten des Klimas geht

Je geringer die Einspeisevergütung für Strom aus Biogas- oder Photovoltaikanlagen, desto attraktiver ist der Eigenverbrauch. Auf landwirtschaftlichen Betrieben erzeugte Energie soll zukünftig mehr für mobile Landmaschinen genutzt werden, wie die DLG mitteilt. Vom 13. bis 16.11.2018 stehen auf der Messe EnergyDecentral daher Konzepte zur Elektromobilität in den im Mittelpunkt. weiterlesen…