Klima und Internet

Allein der Mailverkehr emittiert jährlich indirekt mehr als 1 Mrd. t CO2

Wäre die Zementindustrie ein Land, stünde sie auf dem dritten Platz, was den CO2-Ausstoß anlangt, direkt hinter den USA und China. Kaum jemand ist bislang aufgefallen, dass das Internet kurz dahinter kommt – auf dem sechsten Platz, schreibt das Internetportal One to One. (Weltweit 2020 werden laut de.globometer.com pro Sekunde 3,7 Millionen E-Mails gesendet, das sind mehr als 117 480 Milliarden pro Jahr, davon 75% Spams) die Mail zu 10g CO2, macht etwas mehr als 1,1 Milliarden Tonnen CO2).
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Energiewirtschaft mit großen Minderungen

Finale Treibhausgasbilanz 2019: Emissionen sinken um 35 Prozent gegenüber 1990

2019 wurden in Deutschland insgesamt 809,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind rund 46 Millionen Tonnen bzw. 5,4 Prozent weniger als 2018 und 35,1 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. weiterlesen…

Klimavorsprung der Schiene wird immer größer

Bahnen nutzen technischen Fortschritt deutlich besser als andere Verkehrsträger

Beim Klimaschutz wird die Kluft zwischen Schienen- und Straßenverkehr immer größer, wie der Langfristvergleich der Allianz pro Schiene zeigt. Die Eisenbahnen reduzierten demnach ihre Treibhausgasemissionen zwischen 2013 und 2019 im Personen-Nahverkehr um fast ein Viertel, im Fernverkehr um ein Drittel und im Güterverkehr um gut ein Viertel. weiterlesen…

Rie­si­ges Ozon­loch über dem Süd­pol

Wetterphänomen im Pazifik könnte dazu beitragen

Das Ozonloch über der Antarktis war Anfang Dezember so groß wie noch nie zu dieser Zeit. Es nahm eine Fläche von etwa 18 Millionen Quadratkilometern ein. Damit überragte es die Landfläche der gesamten Antarktis (etwa 14 Millionen Quadratkilometer) erheblich. Es handelt sich um das extremste Ausmaß für diese Jahreszeit in den letzten 41 Jahren, heißt es in einer Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt vom 17.12.2020. (Eisberg in der Antarktis © Bild von 358611 auf Pixabay) weiterlesen…

Wie stabil ist der Antarktische Eisschild?

Heidelberger Wissenschaftler untersuchen, welche Faktoren die Stabilität von Eismassen in der Ostantarktis bestimmen

Steigen die Temperaturen im Zuge des Klimawandels, zieht dies ein immer stärkeres Abschmelzen der polaren Eisschilde nach sich. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Geowissenschaftlerin Kim Jakob von der Universität Heidelberg hat nun die Dynamik des Ostantarktischen Eisschildes – die bei weitem größte Eismasse auf der Erde – genauer untersucht. weiterlesen…

Besserer Moorschutz für besseres Klima und mehr Artenvielfalt

BMU gibt Öffentlichkeit Gelegenheit zur Mitsprache bei Moorschutzstrategie

Weil ein besserer Moorschutz ein zentraler Baustein ist, um das Klima zu schützen und Artenvielfalt zu erhalten, will die Bundesregierung eine Moorschutzstrategie erarbeiten. Die Bürger können sich hierbei frühzeitig einbringen. Die Frist für Stellungnahmen der Öffentlichkeit zu einem vom Bundesumweltministerium erarbeiteten Diskussionspapier endet am 18. Dezember, wie das BMU mitteilt. weiterlesen…

Unstillbarer Energiehunger

Menschheit verbrauchte in den letzten 70 Jahren mehr Energie als in den 12.000 Jahren zuvor

Wissenschaftler aus mehreren Ländern, darunter auch der Paläontologe Prof. Reinhold Leinfelder von der Freien Universität Berlin, haben sich zusammengeschlossen und die Entwicklung des sogenannten ökologischen Fußabdrucks der Menschheit errechnet. Die Auswertung ihrer geologisch-stratigrafischen Daten belegt, welche gewaltigen Veränderungen die Erde vor allem im Verlauf der jüngsten Jahrzehnte erfahren hat. weiterlesen…

Agrarpolitik der EU bis 2028 – Nullnummer fürs Klima?

Öko-Institut: 35 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen pro Jahr würden ohne deutliche Änderungen nichts zum Klimaschutz beitragen

Die bis 2028 gültige Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP), die nach jetzigem Stand am 19. und 20. Oktober von den zuständigen Ministern verabschiedet werden soll, steht im Widerspruch zu den neuen EU-Klimazielen. Dies zeigt eine am 09.10.2020 vorgestellte und im Auftrag der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch erstellte Studie des Öko-Instituts (Freiburg). weiterlesen…

Großer Erfolg fürs Klima

EU-Parlament will Emissionen bis 2030 um 60% reduzieren – Treibhausgasbudget

Das europäische Parlament hat am 06.10.2020 mit knapper Mehrheit (352 zu 326 Stimmen, 18 Enthaltungen) beschlossen, dass bis 2050 jeder EU-Mitgliedstaat CO2-neutral sein soll. Im Rahmen des neuen Klimagesetzes forderte das Parlament gegen den Widerstand von CDU und FDP, aber mit den Stimmen der meisten Sozialdemokraten und Liberalen, der Grünen und auch der polnischen Christdemokraten ehrgeizige Zwischenziele für 2030 und 2040 – so eine Medienmitteilung aus dem EU-Parlament vom 08.10.2020. Mit einem Treibhausgasbudget sollen die Pariser Ziele erreicht werden. Die EU und die Mitgliedstaaten müssen alle direkten und indirekten Subventionen für fossile Brennstoffe bis zum 31.12.2025 abbauen. Ein unabhängiges Wissenschaftsgremiums soll die Fortschritte überwachen. weiterlesen…

Alle Menschen ans Straßennetz – das könnte das Klima noch aushalten

Studie beleuchtet UN-Entwicklungsziel: 4 Millionen zusätzliche Kilometer Fahrwege für 3 Billionen Dollar und 1,5 Prozent des CO2-Budgets bei 2-Grad-Grenze

Den Zugang zur Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten, ist eines der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Dieses Ziel (SDG 9.1, siehe solarify.eu/sdgs) umzusetzen, würde zwar die Staatshaushalte stark belasten, nicht so sehr aber das globale CO2-Emissionsbudget. Zu diesem Fazit kommt ein Forscherteam in einer Studie – unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht. weiterlesen…