Reaktionen auf Kohleausstiegs-Einigung – negativ

“Ausstiegspfad passt nicht zu Klimazielen”

Die am 16.01.2020 vorgestellte Bund-Länder-Einigung zum Braunkohleausstieg stößt bei Germanwatch und anderen Organisationen auf scharfe Kritik. “Diese Einigung entspricht nicht der Empfehlung der Kohlekommission. Der Ausstiegspfad bei der Braunkohle passt nicht zu den Klimazielen. In den kommenden Jahren passiert viel zu wenig. Der Großteil der notwendigen Reduktion wird bis zum Ende der 2020er Jahre hinausgeschoben und der Reduktionspfad verläuft noch nicht einmal stetig”, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

Klimasignal im Wetter erkennbar

Variabilität des lokalen Wetters verschleiert langfristige globale Klimatrends

Klimaforschende können den Fingerabdruck der Klimaerwärmung mittlerweile in den täglichen Wetterbeobachtungen auf globaler Ebene erkennen. Damit ergänzen sie das langjährige Paradigma: Wetter ist nicht gleich Klima, aber der Klimawandel ist inzwischen im täglichen Wetter nachweisbar. Peter Rüegg von der ETH Zürich erklärt Näheres. weiterlesen…

Hilft der Handelskrieg zwischen Amerika und China dem Klima?

Neue Studie: Strafzölle der Trump-Regierung bewirken leicht verringerte Treibhausgas-Emissionen, tatsächlicher Fortschritt ist allerdings nur mit internationaler Kooperation zu haben

Der erbitterte Handelskrieg zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China hat den Warenverkehr spürbar gedrosselt: 15 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor wurden in den ersten elf Monaten 2019 in die eine oder andere Richtung geliefert – und viele Strafzölle beginnen erst mit Zeitverzug zu wirken. Einer neuen Studie zufolge bewirken diese Handelshemmnisse auch, dass Treibhausgas-Emissionen leicht sinken. Die Untersuchung entstand unter Mitwirkung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und wurde im Dezember 2019 in der Fachzeitschrift Resource and Energy Economics veröffentlicht. weiterlesen…

Klimagipfel zeigt Stärken und Schwächen des Pariser Abkommens

Staaten können tiefe Gräben bei Schlüsselthemen nicht überwinden

Das Ergebnis der Weltklimakonferenz (COP25) in Madrid zeigt nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Stärken und Schwächen des Pariser Klimaabkommens. „Dieses Ergebnis in Madrid zeigt, dass die Zeiten nur kosmetischer Klimapolitik vorbei sind. Einige Staaten, deren Regierungen eng mit der Kohle- und Öl-Lobby verbandelt sind, spüren die Wirkung des Pariser Abkommens und versuchen massiven Widerstand dagegen zu organisieren“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

2018: Deutschland unter den am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit

Klima-Risiko-Index: Deutschland liegt nach Hitzewellen und Rekorddürre im Jahr 2018 auf Rang 3 hinter Japan und den Philippinen

Zum ersten Mal in der 14-jährigen Geschichte des Klima-Risiko-Index gehört Deutschland zu den drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit. Wie der am 04.12.2019 beim Klimagipfel vorgestellte Index der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt, forderten die Hitzewellen im Jahr 2018 mehr als 1.200 Todesopfer und verursachten in Kombination mit der Rekorddürre Schäden in Höhe von rund 1,3 Milliarden US-Dollar (ca. 1,2 Mrd. Euro) in Kaufkraftparitäten – die Gesamtschäden durch Wetterextreme in Deutschland beliefen sich auf rund 4,5 Mrd. Euro. weiterlesen…

COP25: “Aufbruch zu stärkerem Klimaschutz”

Germanwatch: “EU muss beim Klimagipfel in Madrid zum Zugpferd werden”

Der am 02.12.2019 unter chilenischer Präsidentschaft beginnende UN-Klimagipfel in Madrid ist der letzte vor dem “Klimajahr” 2020, in dem alle Staaten ihre Klimaziele für das Pariser Abkommen erhöhen sollen. Aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch komme es laut Pressemeldung vom 29.11.2019 nun darauf an, dass die Europäische Union den klaren Willen signalisiert gemeinsam mit Partnern für ambitionierteren Klimaschutz voranzugehen. weiterlesen…

“Eigentlich” gute Nachrichten…

Meeresforscher entdecken in mediterranen Korallen uralte Überlebensstrategien gegen Hitzewellen im Ozean

Einige Korallenarten im Mittelmeer verfügen einer Studie von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der Universität Barcelona zufolge über eine uralte Überlebensstrategie gegen Hitzewellen im Ozean. Die Reaktion sei an Mittelmeer-Korallen entdeckt worden, berichtet das Forscherteam in einer Studie, die am 09.10.2019 in der Zeitschrift Science Advances erschien. Die Korallen überlebten durch eine Verjüngung (Rejuvenescence). Für diese bislang nur von fossilen Korallen bekannte Strategie wurden von dem Team um Diego Kersting von der Freien Universität Berlin und Cristina Linares von der Universität Barcelona nun die ersten Beweise an lebenden Korallen erbracht. weiterlesen…

Trump scheitert bei G20 mit Versuch, Allianz gegen Pariser Klimaabkommen zu schmieden

G20-Gipfel: 19 Mitglieder bekennen sich zu Unumkehrbarkeit des Parisabkommens / Es fehlen allerdings klare Aussagen zum 1,5-Grad-Limit

Mit Erleichterung reagiert die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch auf die Einigung von 19 der G20-Staaten auf eine gemeinsame Position zum Pariser Klimaabkommen. „Das ist eine krachende Niederlage für US-Präsident Trump. Trotz seines massiven diplomatischen Drucks auf Gastgeber Japan und trotz seines Versuchs, eine Anti-Klimaschutz-Allianz mit Saudi-Arabien, der Türkei, Brasilien und Russland aufzubauen, gibt es jetzt einen 19-zu-1-Text, der die Unumkehrbarkeit des Pariser Abkommens betont“, so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.
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Energiewendepartnerschaft mit der Ukraine

“Deutschland sollte Strukturwandel im Kohlerevier Donbass unterstützen”

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch sieht im Amtsantritt des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen möglichen Startschuss zur Weiterentwicklung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit. „Die Bundesregierung sollte die Zusammenarbeit mit der Ukraine noch konsequenter an den Pariser Klimazielen ausrichten und eine Energiewendepartnerschaft mit dem EU-Nachbarn starten“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

Ursache für die Schwankungen der arktischen Meereisfläche geklärt

Simulationen offenbaren Ursache für jährliche Größenschwankungen der Eisfläche

Die Wissenschaftler Dirk Olonscheck, Thorsten Mauritsen und Dirk Notz vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und der Universität Stockholm haben in einer Studie im Fachmagazin Nature Geoscience mit Hilfe rechenaufwändiger Computersimulationen herausgefunden, warum die Fläche des arktischen Meereises von Jahr zu Jahr stark schwankt.
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