Wie andere von der Notwendigkeit zu handeln überzeugen

Warum schauen wir dem “Meteoriteneinschlag in Zeitlupe” gebannt und untätig zu?solarify.eu/klimawandel-einsicht-ist-nicht-gleich-handeln) schon einmal, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versuchte damals Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man “psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten” könne. Warum handelt die Menschheit nicht schneller und entschiedener, um die Erderhitzung in den Griff zu kriegen? Der Kommunikationswissenschaftler George Marshall versucht seit Jahrzehnten, Menschen davon zu überzeugen, etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen – er sagt in einem SPIEGEL-Interview mit Susanne Götze am 17.09.2019: “Der Klimawandel tut uns noch nicht weh genug”. weiterlesen…

Geoengineering – der unberechenbare Eingriff

Kli­ma-Ex­per­ten laut Stu­die eher skep­tisch

Klima-Experten sehen neue Technologien im Kampf gegen die Erderwärmung, das sogenannte Geoengineering, eher skeptisch. Das ergab eine Studie der Universität Kassel, die in Nature Climate Change erschienen ist. Für die Studie befragten Kasseler Wissenschaftler über 700 Klima-Experten der Klimarahmenkonvention und des Weltklimarats, darunter Wissenschaftler und Verhandler, aus aller Welt. Nur unter bestimmten Umständen zeigen diese sich offen für Geoengineering, wie die Uni Kassel am 03.09.2019 mitteilte.
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Erderwärmung mindert PV-Leistung

Klimawandel verringert Effizienz von Solarerzeugung

Während die installierte Photovoltaikleistung auf Terawattmaßstab wächst, machen sich die Auswirkungen der Erderwärmung bemerkbar – etwa mit der Frage, wie sich steigende Temperaturen auf die Leistung von PV-Anlagen auswirken. Die MIT-Forscher Ian Marius Peters und Tonio Buonassisi haben die Verringerung des Energieertrags für Silizium-PV-Anlagen aufgrund der globalen Erwärmung im Jahr 2100 eingeschätzt. Unter Verwendung von IPCC-Szenarien und veröffentlichten Temperaturkoeffizienten für die heutigen Silizium-PV-Module prognostizieren sie durchschnittliche Reduzierungen der jährlichen Energieproduktion um 15 kWh pro kWP, mit Steigerungen bis zu 50 kWh pro kWP in einigen Bereichen. Auch das Fraunhofer ISE in Freiburg ist bereits zu ähnlichen Werten gekommen, so das pv magazine. weiterlesen…

Wie weit können Pflanzen die Erderwärmung verlangsamen?

Stanford-geführte Studie misst Potenzial von Bäumen

Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Stanford University und der Autonomen Universität Barcelona hofft, dass Bäume bis mindestens zum Ende des Jahrhunderts weiterhin großzügig Kohlendioxid aufnehmen. Die am 12.08.2019 in Nature Climate Change veröffentlichte Studie warnt jedoch davor, dass Bäume nur einen Bruchteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre aufnehmen können und ihre Fähigkeit, dies auch über 2100 hinaus zu tun, ist unklar. weiterlesen…

Neuartiger Gasspeicher aus Kunststoffschaum

Alternative zu herkömmlichen Flüssig- oder Druckgasspeichern

Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) in Daejeon haben gemeinsam mit Kollegen der Texas A&M University in Bryan haben Materialien auf Kunststoffbasis entwickelt, die Erdgas effektiver speichern können. Das Material mit dem Kürzel COP-150 ist damit eine Alternative zu herkömmlichen Flüssig- oder Druckgasspeichern, Verfahren die aufgrund hoher Sicherheitsvorkehrungen für mobile Anwendungen wie Erdgasautos nur bedingt geeignet sind. Die Substanz hat möglicherweise starkes Zukunftspotenzial zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. weiterlesen…

Erderwärmung: Die Apokalypse ist tiefrot

Lesehinweis: Bilder lähmen

Die Illustrationen des Klimawandels bilden steigende Temperaturen in klaren Farben ab. Aber wer Rot sieht, denkt an Alarm und daran, dass es zum Handeln ohnehin zu spät ist. Bilder aus Daten können Politik machen: Als die Krankenhaus-Administratorin und Statistikerin Florence Nightingale 1859 der Regierung ihren Bericht zur hohen Sterblichkeit in den Lazaretten während des Krimkrieges zum ersten Mal vorgelegt hatte, war nicht viel passiert. Als sie ihn erneut vorlegte, hatte sie ihn um mehrere farbige, kreisförmige Diagramme, die sogenannten Rose Diagrams ergänzt. Es war dieser Bericht, der die britischen Entscheidungsträger handeln ließ. Heute gilt Nightingale als die Begründerin weltweiter Hygienestandards. Birgit Schneider ist Professorin an der Universität Potsdam, wo sie als Bild- und Medienwissenschaftlerin zu Bildern von Klima und Klimawandel forscht. Über die Wirkung von Klimabildern schrieb die Autorin des gleichnamigen Buches am 03.05.2019 auf Zeit-online.
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Neue Korallen am Great Barrier Reef um 89% zurückgegangen

Wissenschaftler berichten von desaströsem Zustand

Vielleicht wird sich die artenreichste aller Weltnaturerbestätten nie mehr ganz von den Hitze-Bleichen der vergangenen Jahre erholen, schreibt Marlene Weiß in der Süddeutschen Zeitung. Die ersten Monate dieses Jahres hätten deutlich gezeigt, dass der Klimawandel in eine neue Phase eingetreten sei. “Lange konnte man viele der Anzeichen für die dramatischen Veränderungen auf der Welt noch irgendwie als Einzelfälle abtun. Die wissenschaftlichen Prognosen waren zwar eindeutig und dramatisch, aber eben doch oft nur Vorhersagen. Mittlerweile aber beginnt es, spürbar unangenehm zu werden, weltweit, und zum Teil irreversibel.” Weiß bezieht sich auf eine wissenschaftliche Studie vom Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde. weiterlesen…

CO2-Fußabdruck von VW vergleichbar mit dem Deutschlands

Volkswagen-Konzern VW weltweit für zwei Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich

Der Volkswagen-Konzern ist für deutlich höhere CO2-Emissionen verantwortlich als bislang bekannt. Durch Anpassung an die Abgasnorm Euro 7 würden Verbrenner von VW 1000 bis 2000 Euro teurer. „Wir haben ausgerechnet, welchen Anteil wir als Konzern am globalen CO2-Ausstoß haben“, sagte VW-Chefstratege Michael Jost im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Es sind rund ein Prozent bei den Pkws und etwa ein Prozent bei den Lkws.“ Jetzt sollen Elektroautos helfen, die globale Katastrophe abzuwenden. Martin Seiwert berichtete am 29.03.19 in der Wirtschaftswoche.
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Erde könnte sich noch stärker erwärmen als bisher befürchtet

Neue Klimamodelle aus dem Supercomputer

Die Temperaturen könnten deutlicher steigen als bisher vorausberechnet, sagen neue Klimamodelle in einem Artikel von Susanne Ehlerding am 25.03.2019 auf der Webseite des Berliner Tagesspiegel. Mit diesen neuen Klimamodellen beschäftigten sich Forscher vom 25. bis 29.03.2019 im Rahmen eines internationalen Workshops des World Climate Research Programmes in Barcelona (CMIP6 Model Analysis Workshop). Thema war u.a. das sechste „Coupled Model Intercomparison Project“ (CMIP6), bei dem die neuesten Modelle miteinander verglichen werden. weiterlesen…