Könnte künstliches Abdunkeln der Sonneneinstrahlung Eisschmelze verhindern?

Universität Bern: Geoengineering als mögliche Notlösung kritisch sehen

Mit Methoden des sogenannten Geoengineering könnte das Klima theoretisch künstlich beeinflusst und abgekühlt werden. Berner Forschende haben nun untersucht, ob man mit einer künstlichen „Abdunkelung der Sonne“ das Abschmelzen etwa des westantarktischen Eisschildes verhindern könnte. In Nature Climate Change erschien am 10.08.2023 open access eine Publikation (am 13.08.2023 auf der Internetseite der Uni Bern), in der Forschende um Johannes Sutter von der Abteilung Klima und Umweltphysik (KUP) am Physikalischen Institut und Thomas Stocker vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (beide Universität Bern) nun der Frage nachgehen, ob sich durch künstliche Beeinflussung der Sonneneinstrahlung das Abschmelzen des Eises in der Westantarktis verhindern ließe. weiterlesen…

Um 2,3 Grad erwärmt

Europa heizt sich immer schneller auf

Die Klimakrise schreitet wesentlich schneller voran, als ursprünglich angenommen. Das hat das vergangene Jahr in Europa erneut gezeigt. Denn Europa hat sich in den vergangenen 40 Jahren doppelt so schnell erwärmt wie der durchschnittliche Wert der Welt. Allerdings setzen die Fachleute ihr Hoffnung in den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. Das geht aus dem Jahresbericht des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervor. Demnach lag die Durchschnittstemperatur im vergangenen Jahr 2,3 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850 bis 1900). weiterlesen…

Erderwärmung beschleunigt CO2-Ausstoß von Bodenmikroben

CO2-Emissionen von Bodenmikroben werden drastisch ansteigen

Prognosen zeigen laut einer Medienmitteilung der ETH Zürich vom von Vanessa Bleich und Florian Meyer, dass die CO2-Emissionen der Bodenmikroben bis zum Ende des Jahrhunderts stark ansteigen werden. Sie zeigen weiter, dass die mikrobiellen CO2-Emissionen in den Polarregionen doppelt so hoch ansteigen werden wie im Rest der Welt. In kalten Regionen ist die Bodenfeuchtigkeit der Hauptgrund, weshalb sich die CO2-Emissionen durch Mikroben erhöhen. Im Rest der Welt hängt der Anstieg der Emissionen vor allem mit dem Temperaturanstieg zusammen. weiterlesen…

Treibhausgasemissionen so hoch wie nie – Erde erwärmt sich schneller als je

Verlässliche Indikatoren über den Zustand des Klimas fehlen – Bericht von Piers Forster, Direktor des Priestley International Centre for Climate, Universität Leeds, in THE CONVERSATION

Die Treibhausgasemissionen sind so hoch wie nie zuvor: Die jährlichen Emissionen entsprechen 54 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Die Menschheit hat die Oberflächentemperaturen seit den späten 1800er Jahren um 1,14 °C erwärmt – und diese Erwärmung nimmt mit einer beispiellosen Geschwindigkeit von mehr als 0,2 °C pro Jahrzehnt zu. Die höchsten Temperaturen, die über Land gemessen werden (was Klimawissenschaftler als maximale Landoberflächentemperaturen bezeichnen), steigen doppelt so schnell an. Und es sind diese Temperaturen, die für die von den Menschen empfundene Rekordhitze oder das Aufflammen von Waldbränden am wichtigsten sind – schreibt Piers Forsten am 08.06.2023 in THE CONVERSATION. weiterlesen…

Neue Forschung: Doppelt schnelle Erwärmung

Vergleich der durchschnittlichen Sommertemperatur in Nordwesteuropa

Am 19.07.2022 wurde im Vereinigten Königreich die höchste Temperatur aller Zeiten gemessen. Mit 40,3? (in Coningsby, Lincolnshire) übertraf die Temperatur den bisherigen Rekord von 38,7? (in Cambridge) – ein Rekord, der nur drei Jahre zuvor aufgestellt worden war. „Meine neue Studie zeigt, dass dies Teil eines lang anhaltenden Trends zunehmender Hitzeextreme in Nordwesteuropa ist“, schreibt Matthew Patterson auf The Conversation. weiterlesen…

Deutschland drohen 4,4 Grad Erwärmung

Zu den Pariser Klimazielen fehlt uns noch viel

Wie weit entfernt sind europäischeStaaten und Unternehmen von den Pariser Klimazielvorstellungen? Das 2016 in Frankfurt gegründete Start-up „Right. Based on Science“ hat Berichten zahlreicher Medien vom Modellrechnungen entwickelt, um diese Frage in Grad Celsius zu beantworten. Zunächst einmal: Alle EU-Staaten sind der Analyse zufolge noch weit entfernt von dem im Pariser Klimaabkommen formulierten Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Und Deutschland schneidet schlechter ab als andere EU-Flächenländer. weiterlesen…

Erderwärmung bedrohlicher als befürchtet

Schmilzt jeder zweite Gletscher weg?

Eisberge, Grönland vor dem Schmelzen - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify

Die weltweite Gletscherschmelze ist nicht mehr umzukehren: Mindestens die Hälfte der Gletscher auf der Welt verschwindet bis zum Ende des Jahrhunderts, befürchtet eine Untersuchung von ForscherInnen unter anderem der Universität Innsbruck. Doch noch es gebe Handlungsspielraum. Für die deutschen Gletscher sehen die Autoren jedoch keine Hoffnung. weiterlesen…

Klima außer Kontrolle

Fluten, Stürme, Hitze – Wie sich Deutschland schützen muss

Wie gut ist Deutschland vorbereitet, wenn Bäche zu reißenden Strömen werden, Städte in immer heißeren Sommern unbewohnbar werden oder sich das Meer die Küste zurückerobert? Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres haben in ganz Deutschland recherchiert, wie wenig Bund, Länder und Kommunen tun, um uns alle vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. (Buchtitel: Klima außer Kontrolle – © Piper Verlag) weiterlesen…

Buch: 3 Grad mehr

Ein Blick in die drohende Heißzeit und wie uns die Natur helfen kann, sie zu verhindern

Eine durchschnittliche Erderwärmung von 3 Grad wird über den Landflächen zu einer Temperaturerhöhung von 6 Grad und mehr führen. In Deutschland sind wir inzwischen schon bei rund 2,3 Grad Erwärmung angelangt. Dies wird eine heute kaum vorstellbare Radikalisierung des Wettergeschehens hervorrufen – mit verheerenden Folgen für die gesamte Menschheit und materiellen Schäden, die jährlich 10 Prozent des Weltsozialprodukts übersteigen werden. Dieses am 07.07.2022 im Oekom-Verlag erscheinende Buch von Klaus Wiegandt (Hrsg.), mit Texten von Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber und Jutta Allmendinger (Auswahl) zeigt auf, warum wir ein solches Szenario niemals zulassen dürfen und welche Lösungen es gibt. (Bild: 3 Grad mehr, Buchtitel – © oekom.de) weiterlesen…

Neue Dürre-Benchmark für Europa

Dürreereignis zwischen 2018 und 2020 war das heftigste seit mehr als 250 Jahren

Es waren Tage, Monate und Jahre, die vielen im Gedächtnis blieben: die Dürreperiode zwischen 2018 und 2020. Einem von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) angeführten internationalen Forscherteam ist es einer UFZ-Medienmitteilung vom 16.05.2022 zufolge nun gelungen, die Dimension dieses Ereignisses historisch einzuordnen. Demnach hat sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts keine Dürre so großflächig über Europa ausgebreitet und fiel kein Temperaturanstieg während einer Dürreperiode so groß aus. Das macht die Jahre 2018 bis 2020 zum neuen Vergleichsmaßstab für Dürren. Weil diese in Zukunft häufiger auftreten könnten, empfehlen die Wissenschaftler dringend, geeignete, regional angepasste Maßnahmen gegen die Wasserknappheit zu entwickeln und umzusetzen. weiterlesen…