Immer häufigere Dürren historischen Ausmaßes

Über den Zeitpunkt einer noch nie dagewesenen hydrologischen Trockenperiode unter Bedingungen des Klimawandels

Dürren, die Größenordnungen der historischen Schwankungsbreiten überschreiten, könnten unter künftigen Klimabedingungen immer häufiger auftreten. Der Zeitpunkt des Auftretens beispielloser Trockenperioden unter den Bedingungen des Klimawandels wurde jedoch bisher kaum untersucht. In der vorliegenden, am 28.06.2022 open access in Nature Communications publizierten Arbeit untersuchen die 16 Autoren mit Hilfe von hydrologischen Multimodell-Simulationen die Veränderungen in der Häufigkeit hydrologischer Dürren (definiert als ungewöhnlich niedrige Flussabflüsse) unter Szenarien mit hoher und niedriger Treibhausgaskonzentration und bestehenden Maßnahmen zur Bewirtschaftung der Wasserressourcen und schätzen den Zeitpunkt des ersten Auftretens beispielloser regionaler Dürrezustände in der Niedrigwasserzeit. Solarify mit Ausschnitten. (Foto: Trockenheit – © Juanita Swart, unsplash.com, juanita770427) weiterlesen…

Aanthropogene Einflüsse verursachten 1965-2014 zunehmende Aridifizierung des Globus

Austrocknung gut dokumentiert, aber relativ wenig erforscht

Die weit verbreitete Austrocknung der Landoberfläche stellt die Umwelt vor erhebliche Herausforderungen und ist im Allgemeinen gut dokumentiert. Die Mechanismen, die der zunehmenden Trockenheit zugrunde liegen, sind jedoch noch relativ wenig erforscht. Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Universität von Nanjing (China) und der Universität von Knoxville sowie dem Oak Ridge National Laboratory (ORNL), Tennessee (USA), haben die anthropogenen und natürlichen Faktoren untersucht, die sich auf die langfristigen globalen Veränderungen der Trockenheit auswirken. (Foto: Dürre in der Folsom Lake Marina: „No Fishing“ nach vier Jahren Trockenheit in Kalifornien – © Robert Couse BakerCC_BY_20) weiterlesen…

Trotz Klimaanpassung Lebensgrundlagen in Entwicklungsländern bedroht

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit gefragt

Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat Relevanz, Effektivität und entwicklungspolitische Wirksamkeit von Maßnahmen zum Umgang mit residualen Klimarisiken untersucht. Im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels nutzen Bauern auf der ganzen Welt Anpassungsmaßnahmen. Sie optimieren zum Beispiel ihre Bewässerungssysteme, um ihre Ernte vor Dürre zu schützen. Bei langanhaltenden Dürreperioden jedoch sind Ernteausfälle irgendwann nicht mehr vermeidbar – die Grenzen der Anpassung sind erreicht. (Foto: Vertrockneter Mais © Keagan Henman, unsplash.com_license) weiterlesen…

AWI: Dürregefahr auf Nordhalbkugel steigt

Wenn Erwärmung weiter ansteigt

Der menschengemachte Klimawandel und die daraus resultierenden Veränderungen des globalen Wasserkreislaufes werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der Dürrehäufigkeit auf der Nordhalbkugel führen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Expertenteam unter der Leitung von Klimaforschenden des Alfred-Wegener-Institutes in einer Untersuchung, die am 02.12.2021 in npj Climate and Atmospheric Science erschienen ist. weiterlesen…

Anthropogene Dürren in Europa

27.080 Holzstücke aus mehr als zweitausend Jahren untersucht

„Unsere Rekonstruktion zeigt, dass die Abfolge der jüngsten europäischen Sommerdürren seit 2015 n. Chr. in den letzten 2.110 Jahren beispiellos ist“, schreibt ein internationales Forscherteam in Nature Geoscience. „Chemische Fingerabdrücke von europäischen Eichen“ aus mehr als zweitausend Jahren belegen, besonders aber die untersuchten Baumproben von 2015 bis 2018, belegen eindeutig, „dass die Trockenheit in den vergangenen Sommern alle anderen Schwankungen übertrifft“. weiterlesen…

Trockenheit schadet dem Wald

Durch Insektenbefall verursachter Schadholzeinschlag 2019 im Vergleich zu 2018 fast verdreifacht

Waldschaden in Mecklenburg-Vorpommern - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie heimischen Wälder litten in den vergangenen Jahren unter Trockenheit und Hitzeperioden. Schädlinge wie der Borkenkäfer können sich in bereits geschwächten Bäumen besonders schnell vermehren und dann zu einer Population anwachsen, die gefährlich für den Waldbestand werden kann. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurde 2019 mit 32 Millionen Kubikmetern fast dreimal so viel Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen wie im Vorjahr mit 11 Millionen Kubikmetern. Im Jahr 2017 waren es noch 6 Millionen Kubikmeter. weiterlesen…

Die Zukunft des Waldes wird karger

Bäume werden in Zukunft kleiner und Wälder offener. Das heizt den Klimawandel zusätzlich an.

Satellitendaten und Modellrechnungen zeigen in manchen Regionen dieser Erde tatsächlich ein Ergrünen des Planeten. Und dies nicht trotz, sondern wegen dem Klimawandel und steigender CO2-Emissionen. Vor allem in nördlicheren Breitengraden, wie in Mitteleuropa, fördern kürzere Winter das Wachstum von Bäumen. Auch der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre gibt den Bäumen zusätzlich Nahrung. Doch diesen positiven stehen viele negative Aspekte gegenüber, die in der Gesamtsumme überwiegen, wie eine neue internationale Studie unter Beteiligung der Technischen Universität München („Neue Studie zeichnet düsteres Bild für die Zukunft des Waldes – Wald im Wandel„) deutlich macht. Manuel Först über die Waldstudie am 09.06.2020 in energiezukunft. weiterlesen…

Erhöhte Spätfrostgefahr bei anhaltender Trockenheit?

Norddeutsches Küsten- und Klimabüro vergleicht aktuelle Witterung mit der Klimaentwicklung

Milde Winter, früher Vegetationsbeginn, zunehmende Gefahr durch Spätfröste und deutliche Niederschlagsänderungen – das sind einige der möglichen Entwicklungen, die im Laufe der nächsten Jahrzehnte mehr als 120 Klima-Szenarien für Norddeutschland als plausibel erscheinen lassen. „Bisher ist das Jahr 2020 exemplarisch für diese Entwicklung, die sich schon seit einigen Jahrzehnten an den norddeutschen Wetterstationen nachvollziehen lässt“, erklärt Insa Meinke, Leiterin des Norddeutschen Küsten- und Klimabüros am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. weiterlesen…

2018: Kaum Hitze-Einfluss auf Stromerzeugung

19,9 GW nicht verfügbare Kapazitäten kaum über Durchschnitt

Trotz der langen Hitze- und Trockenperiode hat es im Sommer 2018 kaum Auswirkungen auf die Stromversorgung gegeben. Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst am 05.07.2019 heute im bundestag – aus der Antwort der Bundesregierung (19/11044) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10385) hervor. Demnach haben die Kraftwerke an Rhein und Neckar ihre Leistung teilweise vorsorglich gedrosselt, um die Flüsse vor zu hohen Temperaturen zu schützen. weiterlesen…