MPG-BGC: Dürre 2018 Erbe eines warmen Frühlings

Risiko für sommerliche Hitzewellen und Dürreperioden nimmt zu

Hitze, Dürre und viel Sonne – im Jahrhundertsommer 2018 litten insbesondere Nord- und Mitteleuropa unter extremer Trockenheit. Die Folge waren unter anderem Waldbrände und Ernteausfälle mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen. Die Basis dafür wurde aber bereits im Frühjahr gelegt: Die aufgrund einer Hitzeperiode üppig wachsenden Pflanzen entzogen dem Boden schon zeitig viel Wasser und verstärkten damit die sommerliche Trockenheit, wie Simulationen zeigen. Wissenschaftler um die LMU-Klimaforscherinnen Ana Bastos und Julia haben nun mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie (BGC) in Jena (einer BGC-Medienmitteilung vom 12.06.2020 zufolge) im Rahmen einer internationalen Kooperation gezeigt, wie die ungewöhnliche Wärme im Frühjahr auch im Sommer nachwirkte und die Dürre verstärkte. weiterlesen…

Die Zukunft des Waldes wird karger

Bäume werden in Zukunft kleiner und Wälder offener. Das heizt den Klimawandel zusätzlich an.

Satellitendaten und Modellrechnungen zeigen in manchen Regionen dieser Erde tatsächlich ein Ergrünen des Planeten. Und dies nicht trotz, sondern wegen dem Klimawandel und steigender CO2-Emissionen. Vor allem in nördlicheren Breitengraden, wie in Mitteleuropa, fördern kürzere Winter das Wachstum von Bäumen. Auch der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre gibt den Bäumen zusätzlich Nahrung. Doch diesen positiven stehen viele negative Aspekte gegenüber, die in der Gesamtsumme überwiegen, wie eine neue internationale Studie unter Beteiligung der Technischen Universität München (“Neue Studie zeichnet düsteres Bild für die Zukunft des Waldes – Wald im Wandel“) deutlich macht. Manuel Först über die Waldstudie am 09.06.2020 in energiezukunft. weiterlesen…

Wälder leiden unter Trockenheit und Dürre

NABU warnt vor hohem Waldverlust

Die Situation in unseren Wäldern ist stark angespannt. Durch den frischen Blattaustrieb wirkt der Wald auf den ersten Blick zwar vital, doch die aktuellen Entwicklungen lassen befürchten, dass noch in diesem Jahr 500.000 Hektar Wald geschädigt werden. „Die negativen Folgen des Klimawandels werden am Wald besonders deutlich sichtbar“, erklärt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Zwei trockene Jahre und kaum Regen im Frühjahr 2020: Unsere Wälder müssen zurzeit mit großem Trockenstress umgehen. Mit besseren Bedingungen und mehr naturnahen Mischwäldern müssten wir ihnen die Chance zur Selbsthilfe geben, mahnt der NABU an. weiterlesen…

Flora und Fauna unter Stress

Megadürre demonstriert, dass Bäume sowohl Indikatoren als auch Leidtragende des Klimawandels sind

Nach wochenlangem Regenmangel führen manche Flüsse in der Schweiz weniger Wasser als gewöhnlich. Auch die Flora reagiert auf die Trockenheit: Für Graubünden und das Tessin hat das schweizerische Bundesamt für Umwelt große Waldbrandgefahr diagnostiziert. Im Freien gilt in den beiden Kantonen ein absolutes Feuerverbot. In Deutschland trocknen die Böden ebenfalls immer mehr aus: In der Rhön sind die Hochmoore in Gefahr, warnt die Fuldaer Zeitung. Während es hierzulande im dritten Jahr zu wenig regnet, führen Forscher in der Wissenschaftszeitschrift Science eine jahrelange Trockenphase in Nordamerika zur Hälfte auf den Klimawandel zurück. Was die Folgen betrifft, gibt es noch viele Unbekannte, wie Sven Titz am 17.04.2020 in der Neuen Zürcher Zeitung schrieb. weiterlesen…

Erneuerbare erhöhen Widerstandsfähigkeit gegen Dürre

Umstellung auf Sonne und Wind reduziert Grundwassernutzung

Wissenschaftler aus den USA (Princeton), Österreich (IIASA), den Niederlanden und Großbritannien haben untersucht, inwieweit nachhaltige Entwicklung der Wasserressourcen, der Ernährung und der Energiesicherheit zusammenhängen – ihre Ergebnisse haben sie in der Zeitschrift Nature Communications publiziert. Überall entstehende Solar- und Windparks haben neben der Senkung der CO2-Emissionen einen weiteren wichtigen Effekt: mehr Wasser im Boden zu halten. Die neue Studie gehört zu den ersten, die zeigt, dass Solar- und Windenergie nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegen Dürren erhöhen, sondern auch zur Nachhaltigkeit des Grundwassers beitragen. Solarify dokumentiert Abstract, (ausschnittweise) Einleitung und Ergebnisse desOpen Access-Artikels. weiterlesen…

Baumhöhe verstärkt Sterberisiko bei intensiver Dürre

Millionen hoher Bäume durch Klimawandel besonders gefährdet

Forscher der Fakultät für Umweltwissenschaften an der Universität von Virginia haben festgestellt, dass die Waldsterblichkeit aufgrund des Klimawandels zunimmt, was zunächst nicht überrascht, aber: die größten Bäume sind möglicherweise am stärksten gefährdet und gefährden kritische ökologische, wirtschaftliche und soziale Vorteile, sagen die Autoren Atticus E. L. Stovall, Herman Shugart und Xi Yang in Ihrem in Nature Communications erschienen Artikel. weiterlesen…

Beständigere Hitze-, Regen- und Trockenperioden weltweit

Studie zu den Folgen der Erderwärmung

Europa, Nordamerika und Teile Asiens haben infolge der globalen Erwärmung nicht nur intensivere, sondern auch länger andauernde Hitze-, Trocken- und Regenperioden im Sommer zu erwarten, so das Ergebnis einer unter der Federführung von Forschenden von Climate Analytics und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) durchgeführten Studie. weiterlesen…

Mit Gentechnik gegen Klimawandel?

Bauernverbandspräsident will Gesetze ändern

Deutsche Bauern sollen sich mit gentechnischen Züchtungen gegen den Klimawandel wappnen. Dazu müssten die europäischen Gentechnik-Gesetze geändert werden, forderte Bauernpräsident Joachim Rukwied beim Deutschen Bauerntag im sächsischen Schkeuditz, wie der Bayerische Rundfunk meldete. Die Pflanzen müssten mit Trockenheit und Nässe umgehen können. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner forderte die Landwirte auf, offen mit gesellschaftlichen Änderungen umzugehen, etwa beim Klima- und Artenschutz. Wichtig sei ein Austausch darüber unter den Bauern und mit den Verbrauchern. Die aber verweigern sich laut Greenpeace und BUND.
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Verheerende Naturkatastrophen

Klimawandel kostete letztes Jahr 160 Milliarden US-Dollar

Die Naturkatastrophen-Bilanz des Jahres 2018 falle erneut vernichtend aus, schreibt Joschua Katz in seinem Artikel auf energiezukunft.eu. Im vergangenen Jahr hätten sich die Gesamtschäden auf etwa 160 Milliarden US-Dollar belaufen, so das Fazit des Rückversicherers Munich Re. Vor allem im zweiten Halbjahr seien die Kosten besonders groß gewesen. Rund die Hälfte der Schäden sei dabei versichert gewesen, wodurch die Schadensbelastung für Versicherer deutlich höher als im langfristigen Durchschnitt gewesen sei. Trotzdem wären die Kosten unter der extremen Schadenssumme von 350 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2017 geblieben, die von Rekordschäden durch Hurrikans geprägt worden sei. weiterlesen…

Klimawandel vor 4.000 Jahren

Zerstörtes erstes Weltreich der Geschichte

Vasile Ersek, leitender Dozent für Physische Geographie der Universität von Northumbrien, Newcastle, schrieb für The Conversation über die Entdeckung neuer Beweise für eine Dürre, die das Akkadische Reich vor 4.000 Jahren beendete. Die Arbeit wurde einer Medienmitteilung der Universität zufolge unter dem Titel “Precise timing of abrupt increase in dust activity in the Middle East coincident with 4.2 ka social change” in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America prubliziert.
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