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Archiv: COP21


“Als wir entschieden, die Erde zu retten” – Mitnehmende Dokumentation der COP21-Verhandlungen von Paris

“Doku-Thriller! Kaum vorstellbar, dass das Ringen um Prozentzahlen und Textbausteine je spannender war als hier, anlässlich dieser 21. UN-Klimakonferenz,” textete die sonst so zurückhaltende arte-Redaktion – und das völlig zu Recht: Der junge österreichische Regisseur Filip Antoni Malinowski blickt in einem hochemotionalen Dokumentarfilm hinter die Kulissen der UN-Klimakonferenz COP21 (siehe solarify.eu/durchbruch-in-paris u.v.m.) im Dezember 2015 in Paris. “Der Film hinterlässt eine ähnliche Wirkung wie zum Beispiel Leonardo DiCaprios Meisterwerk ‘Before the Flood’ – er versucht, aufzurütteln und für die Folgen eines ungebremsten anthropogenen Klimawandels zu sensibilisieren”, schreibt Jan Tolzmann auf der DGVN-Seite. Und über allem schwebe Donald Trumps dunkles Zitat: “A global climate agreement? – One of the dumbest things I’ve ever seen”.

Bloomberg zahlt für Trump


Milliardär übernimmt US-Beitrag zu COP21

Durch den – von vielen Amerikanern abgelehnten – Ausstieg Präsident Trumps aus dem Pariser Klimaabkommen zahlen die USA keinen Beitrag mehr. Jetzt will der Milliardär Bloomberg den US-Beitrag bezahlen – seine Stiftung werde die von den USA ursprünglich für 2018 zugesagten 4,5 Millionen Dollar übernehmen. Das hat er in in einem Interview mit dem Sender CBS am 23.04.2018 angekündigt, wie zahlreiche Medien, darunter tagesschau.de, berichten.


Barbara Hendricks im Gespräch mit der Süddeutschen

Die ehemalige Umweltministerin Barbara Hendricks sprach mit Nico Fried und Michael Bauchmüller unter anderem darüber, wie schwer es ihr fiel, aufzuhören. Nach nur einer Legislaturperiode musste sie das BMUB, jetzt nur noch BMU, an Svenja Schulze, Genossin aus dem gleichen Landesverband Nordrhein-Westfalen, abgeben. Hendricks erwarb sich in vier Jahren Ansehen u.a. durch Konfliktbereitschaft mit CSU-Minister-Kollegen, durch den Abschluss der COP21 in Paris – ihr eigener Parteivorsitzender aber bremste sie vielfach aus.


Gestaltungsmacht von SDGs und Paris Agreement

Studie von Lukas Hermwille
Im Kampf gegen den Klimawandel müssen die Energiesysteme weltweit auf nachhaltige und emissionsarme Pfade gebracht werden. Mit dem Pariser Klimaabkommen und den SDGs existieren aktuell zwei globale Agenden, die einen positiven politischen Handlungsrahmen für die Umsetzung einer gerechten globalen Energietransformation bilden. Wie viel Gestaltungsmacht haben das COP21-Abkommen und die Agenda 2030 als internationaler Bezugsrahmen für die globale Energietransformation? Lukas Hermwille vom Wuppertal Institut analysiert die beiden Agenden und stellt ihre Komplementaritäten heraus.

Paris ade!


Trump tut es wirklich: Er ließ den Vereinten Nationen offiziell mitteilen, dass seine Regierung das COP21-Übereinkommen aufkündigt.

Alle, die gehofft hatten, der US-Präsident werde sich doch nicht trauen, sehen sich getäuscht – kleiner Trost: Der Rückzug soll erst am 04.11.2020 wirksam werden – am Tag nach der nächsten Präsidentschaftswahl. Im Juni angekündigt, ist es jetzt amtlich: Das US-Außenministerium teilte mit, den UN sei ein entsprechendes Schreiben übermittelt worden, in dem die USA den Vereinten Nationen ihren Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen erklärt hätten.


Ab 2040 Schluss mit fossiler Mobilität

“Frankreich zeigt sich ambitioniert: im Jahr 2040 sollen keine Fahrzeuge auf Basis fossiler Brennstoffe mehr verkauft werden und das Land ab 2050 komplett klimaneutral sein”, schreibt Aline Robert auf EURACTIV France. Als der neue französische Umweltminister Nicolas Hulot am 06.07.2017 seinen Klimaplan vorgestellt habe, habe er nicht mit Kritik an den USA gespart.


Edenhofer in nature: Mit CO2-Bepreisung sinkende Steuereinnahmen auffangen und weltweit Infrastruktur finanzieren

„Es wäre vernünftig für die G20-Finanzminister, in der Klimapolitik einen Verbündeten zu sehen, selbst wenn der Klimawandel nicht ihr Hauptanliegen ist“, schreibt ein Autorenteam unter Leitung von Ottmar Edenhofer (Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change – MCC) – in einem Artikel in der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Hier eine gemeinsame Pressemitteilung von MCC, PIK und dem Centre for International Governance Innovation darüber.


CARE-Studie zu G20 und Klimawandel: Pariser Klimaabkommen bisher nur unzureichend umgesetzt, Emissionen in Deutschland nicht gesunken

Eine Studie der internationalen Hilfsorganisation CARE zeigt gravierende Lücken in der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens durch die G20-Staaten auf. Vor dem Gipfel Anfang Juli sollten die G20-Staaten dringend Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel stärker vorantreiben.


IWF-Chefin fürchtet neue Migrationswelle

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hat Präsident Trumps Entscheidung scharf kritisiert, aus COP21 auszusteigen. Christine Lagarde rief Europa zum gemeinsamen Einsatz gegen Fluchtursachen in Afrika auf – auch weil die USA sich zu versagen anschickten: „Es bereitet natürlich große Sorgen, wenn sich die wichtigste Wirtschaftsmacht aus den gemeinsamen Anstrengungen, den Klimawandel zu bekämpfen, ausklinkt“, sagte sie im Interview mit dem „Handelsblatt“ am 12.06.2017.


Hoffnung: Nicht nur Bundesstaaten und Städte – auch US-Wirtschaft agiert am Präsidenten vorbei

Durch den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen mögen die USA symbolisch ihren Fuß vom Klimapolitik-Pedal genommen haben – aber die Reaktion ihrer Unternehmen wird wahrscheinlich dafür sorgen, dass die Konsequenzen weniger schlimm sein werden als befürchtet.The Conversation Ein Artikel von Frederik Dahlmann in makronom.de – mit freundlicher Genehmigung.

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