Flugzeuge bleiben Klima-Killer

UN-Luftfahrtorganisation ICAO will wegen Corona ihr geplantes Klimaprogramm auf Eis legen. Ein großer Rückschritt, klagen Umweltschützer.

Die internationale Flugindustrie will die Coronakrise nutzen, um sich von ihren Klimazielen zu verabschieden. Nach Vorschlägen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO soll das zuständige Programm Corsia, anders als beschlossen, mit veränderten Grundlagen und später eingeführt werden, wie Bernhard Pötter am 14.06.2020 in der taz schrieb. weiterlesen…

Flughafen Zürich 2050 CO2-frei

Eigene CO2-Emissionen sollen dank synthetischer Treibstoffe auf netto Null sinken

Die Flughafen Zürich AG will bis 2050 ihre eigenen CO2-Emissionen auf netto Null senken. An diesem Vorhaben habe auch das Coronavirus nichts verändert, so eine entsprechende Medienmitteilung. In diesen Tagen ist sie deshalb eine Partnerschaft mit dem jungen Hightech-Unternehmen Synhelion SA eingegangen und unterstützt damit langfristig die Forschung und Entwicklung von synthetischen Treibstoffen. Ziel ist es, diese in genügender Menge und zu Marktpreisen verfügbar zu machen. Die Flughafen Zürich AG wird die synthetischen Treibstoffe der Testanlage von Synhelion direkt am Flughafen einsetzen. weiterlesen…

Klimaschutz im Flugverkehr auf der Kippe

IATA will CORSIA-Abkommen abschwächen

Unter dem internationalen Abkommen zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes (CORSIA) sollen die CO2-Emissionen des internationalen Flugverkehrs stabilisiert werden. Steigen die Emissionen, müssen Fluggesellschaften ab 2021 die Differenz zum Referenzwert durch den Aufkauf von Kompensationszertifikaten aus Klimaschutzprojekten ausgleichen. Die Luftverkehrsindustrie versucht nun, das Abkommen zu ändern. Berechnungen des Öko-Instituts zeigen, dass der Industrievorschlag die Verpflichtung zur Vermeidung oder Ausgleich von Treibhausgasemissionen bis 2035 um 25 bis 75 Prozent senken würde. weiterlesen…

Enorme CO2-Emissionen “dank” Streaming

Globaler Datenverkehr und Fliegen bei Treibhausgas-Emissionen gleichauf

Eigentlich schon ein alter Hut: Im Internet surfen, Webseiten aufrufen, E-Mails verschicken und Filme anschauen – unser Computeralltag ist zu einem mit-entscheidenden Anteil der Klimakrise geworden. Suchanfragen, Skypen oder Streamen belasten das Klima immer stärker. Die digitale Welt verursacht – so spektrum.de – “zwischen 1,7 und 3,7 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen (The Shift Project) – je nach Studie”. Der Prozentsatz könnte bis 2030 auf 8 steigen – Wissenschaftler von Huawei-Schweden sagen gar 23 Prozent voraus (nach bento). weiterlesen…

Freiwillige CO2-Kompensation

Wenn sich Treibhausgas-Emissionen nicht vermeiden oder reduzieren lassen, können sie zumindest durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden

Jeder Mensch hinterlässt einen CO2-Fußabdruck, in Deutschland sind das im Durchschnitt gut elf Tonnen CO2 pro Jahr. Durch klimabewusstes Handeln, beispielsweise weniger zu fliegen oder weniger tierische Produkte zu essen, lassen sich Emissionen vermeiden oder zumindest reduzieren. Für die verbleibenden Emissionen kommt als letzter Schritt deren Ausgleich in Betracht, auch Kompensation genannt. Das Umweltbundesamt hat am 23.07.2019 den UBA-Ratgeber „Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte“ veröffentlicht. weiterlesen…

“Fliegen ist der schnellste Weg, den Planeten zu erhitzen”

Die Kerosinsteuer hätte vor allem Vorteile – doch die Politik gewährt weiter Sonderrechte

Kein Mitgliedsland der EU erhebt bislang Steuern auf den Flugzeugtreibstoff Kerosin. Dabei hätte eine Besteuerung nicht nur positive Effekte für den Klimaschutz, sondern würde den Staaten unterm Strich auch wirtschaftlich nutzen, dies zeigt eine Studie der Europäischen Kommission, die bislang unter Verschluss gehalten und nun von der Umweltschutzorganisation Transport & Environment geleaked wurde. Demnach brächte eine Kerosinsteuer von 33 Cent pro Liter Steuereinnahmen von fast 27 Milliarden Euro für die Staaten der EU. Deutschland könnte dabei auf den größten Geldfluss mit 4,8 Milliarden Euro hoffen. Manuel Först hat die Studie für energiezukunft interpretiert. weiterlesen…

“Inlandsflüge verbieten!”

CO2-Bilanz: Schellnhuber fordert Abschaffung innerdeutscher Verbindungen und Flugreisenbudget – EU diskutiert Kerosinsteuer

„Weiter wie bisher“ führt in den Abgrund, lautet sinngemäß der Weckruf von Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor emeritus des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). In einer Keynote anlässlich des CSR Days auf dem ITB Berlin Kongress richtete er einen dringlichen Handlungsappell an die Branche: Wenn wir vermeiden wollten, dass es angesichts eines steigenden Meeresspielgels irgendwann keine Strände mehr gibt, müssten Inlandsflüge verboten und ein Flugreisenbudget eingeführt werden. Dafür schlug er unter anderem den Aufbau eines effizienten Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetzes in Europa und alternative Antriebe für Kreuzfahrtschiffe vor. weiterlesen…

Wettbewerbsfaktor Klimaschutz

atmosfair veröffentlicht Airline Klima Vergleich 2018

Zur Klimakonferenz in Katowice stellt atmosfair den neuen Airline Index vor. Er vergleicht über 190 Fluggesellschaften der Welt nach Klimaeffizienz und zeigt, wer auf Kurs zu den Klimaschutzzielen ist. Wer ist Gewinner, wer verliert an Boden? Der Airline Index von atmosfair vergleicht und ordnet jährlich die 190 größten Airlines der Welt nach ihrer Klimaeffizienz, also den CO2-Emissionen pro Transportleistung.
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Flugverkehr bis 2021 vom ETS ausgenommen

Kleine Anfrage der FDP: Warnung vor “Doppelbepreisung” von CO2-Emissionen im Luftverkehr

CO2-freies Fliegen ist nach Ansicht der Bundesregierung auf absehbare Zeit nur begrenzt möglich. Aktuell seien beispielsweise noch keine größeren Mengen von aus erneuerbaren Energien generierten, strombasierten Treibstoffen verfügbar, schreibt die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in einer Antwort (19/5784) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/5175). Die Bundesregierung unterstütze solche Pilotvorhaben zur Herstellung synthetischen Kerosins. Auch die Einbeziehung des innereuropäischen Flugverkehrs in den europäischen Emissionshandel (ETS) bewertet die Bundesregierung positiv. Es seien “wertvolle Erfahrungen im Bereich Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung” gesammelt worden. Diese Erfahrungen hätten international eine Vorbildfunktion, heißt es in der Antwort. weiterlesen…

13 Treibstoff-Schnellablässe 2018


251,4 Tonnen Kerosin

Elf Mal ließen Zivil-Flugzeuge im ersten Halbjahr 2018 ihren Treibstoff über dem Territorium Deutschlands kurz vor der Landung ab. Beim sogenannten Treibstoffschnellablass (engl. Fuel Dumping) sind einer Antwort (19/4489) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/4089) zufolge 208,3 Tonnen Treibstoff freigesetzt worden. Militärflugzeuge hätten im gleichen Zeitraum zwei Mal Treibstoffschnellablässe durchgeführt, bei denen 43,1 Tonnen Treibstoff freigesetzt worden seien – insgesamt 251,4 Tonnen Kerosin. weiterlesen…