Verkehrsminister irritiert und rudert zurück

Wissing verwirrt mit E-Fuel-Aussagen: doch für alle

Im Berliner Tagesspiegel betonte der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) die seiner Meinung nach steigende Bedeutung der Elektromobilität und erteilte E-Fuels für Pkw eine Absage. Damit brachte er Opposition und Automobilbranche gegen sich auf – beide mahnten die Einhaltung von Wahlkampfaussagen an. In seiner ersten Bundestagsrede ruderte er dann am 13.01.2022 wieder zurück und betonte die Technologieoffenheit. (Bild: Kraftstoffalternativen: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Handelsblatt: E-Fuels statt Massenentlassungen

500.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Zahlreiche EU-Staaten, auch Grüne, Fridays for Future und andere NGO fordern unentwegt, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Es hätte aber schwerwiegende Folgen für viele tausende Arbeitsplätze, wenn Europa auf elektrische KFZ umstellte: „Eine halbe Million Menschen könnten ihren Job verlieren“. Zulieferer schlagen Alarm undÄnderungen am Green Deal der EU vor, schreibt im Handelsblatt. Was alle vergessen: Es sollte eigentlich um fossile Verbrenner gehen. weiterlesen…

en2x: „Ampel-Koalition muss im Klimaschutz mehr wagen“

Neuer Wirtschaftsverband zum Koalitionsvertrag

Der jetzt vorgestellte Vertrag der Ampelkoalition enthält zahlreiche notwendige und auch gute Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele. Er lässt aber zu viele erforderliche Optionen ungenutzt. Darauf weisen die Hauptgeschäftsführer von en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie, Prof. Christian Küchen und Adrian Willig, in einer Medienmitteilung hin. Die große Bedeutung eines globalen Marktes für grüne Energieträger gerade für ein Industrieland wie Deutschland finde zu wenig Beachtung. weiterlesen…

Flüssige Kraftstoffe aus Kohle

Elektrokatalysator a-CuTi@Cu wandelt CO2 in Multikohlenstoffprodukte um

Wie ein chinesisches Forscherteam in Angewandte Chemie berichtet, produziert aktives Kupfer auf einer amorphen Kupfer/Titan-Legierung Ethanol, Aceton und n-Butanol mit hoher Effizienz. Ein neuer Elektrokatalysator namens a-CuTi@Cu wandelt CO2 in flüssige Brennstoffe um. Das Team der Universität Foshan (Foshan, Guangdong), der University of Science and Technology of China (Hefei, Anhui) und der Xi’an Shiyou University (Xi’an, Shaanxi) hat einen neuartigen Elektrokatalysator entwickelt, der CO2 effizient in flüssige Kraftstoffe mit mehreren Kohlenstoffatomen (C2-4) umwandelt. Die Hauptprodukte sind Ethanol, Aceton und n-Butanol. weiterlesen…

CO2-Recycling als Treibstoff für kohlenstoffneutrale Zukunft

Umwandlung von abgeschiedenem CO2 in Kraftstoffe und andere wertvolle Kohlenwasserstoffe

An der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Thuwal bei Dschiddah wurden laut einer Medienmitteilung vom 10.11.2021 multifunktionale Katalysatoren entwickelt, die abgeschiedenes CO2 in Kraftstoffe und andere wertvolle Petrochemikalien umwandeln und eine nachhaltige, umweltfreundlichere, von herkömmlichen fossilen Brennstoffen unabhängige Wirtschaft ermöglichen sollen – wie in nature communications veröffentlicht. Die Katalysatoren könnten dazu beitragen, die ständig zunehmende Freisetzung von CO2 umzukehren, indem sie neue Emissionen verhindern, ohne eine radikale Überholung der bestehenden Infrastruktur zu erfordern, sagt Forschungsleiter Jorge Gascon. weiterlesen…

Windenergieanlagen mit integriertem Elektrolyseur demonstrieren nachhaltige Wasserstoffgewinnung auf See

Leitprojekt H2Mare soll über 100 Mio. Euro Förderung vom BMBF erhalten – Siemens-Gamesa koordiniert

Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft werden keine Elektronen, sondern Moleküle produzieren: Autarke Einheiten aus Windenergieanlage und integriertem Elektrolyseur stellen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab her und sparen die Kosten für elektrische Netzanschlüsse. Damit können sie maßgebliche Beiträge zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. In einem zweiten Schritt kann der Grüne Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe und Energieträger umgewandelt werden. Die Vision kann im Rahmen des vom BMBF geförderten Leitprojektes H2Mare Wirklichkeit werden – so das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES in einer Medienmitteilung vom 19.08.2021. (Foto: Offshore-Windgenerator schwimmend – Foto © press.siemens-energy.com) weiterlesen…

KIT: reFuels für breiten Einsatz geeignet

Praxistests und Umweltbilanzierung zeigen positive Ergebnisse bei Schadstoffemissionen und nennenswertes CO2-Reduktionspotenzial

reFuels umfassen erneuerbare Kraftstoffe, die über unterschiedliche Wege hergestellt werden können. Wenn diese so gemischt und aufbereitet werden, dass sie die bestehenden Kraftstoffnormen erfüllen, können damit alle verbrennungsmotorischen Anwendungen bedient werden. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Fahrzeug- und Flottentests im Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Vergleich zu rein fossilen Kraftstoffen ermöglichen die reFuels-Kraftstoffgemische eine mindestens 25-prozentige CO2-Reduktion. Zusätzlich bieten sie leichte Vorteile bei den Schadstoffemissionen. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, CEC) weiterlesen…

Schulze: Deutschland wird Vorreiter bei Erneuerbaren Energien im Verkehr

Bundestag beschließt neue Vorgaben für Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe – ab 2023 Aus für Palmöl

Bis 2030 wird die Treibhausgas-Minderungsquote für Kraftstoffe von heute sechs auf 25 Prozent ansteigen. So sieht es eine Gesetzesänderung vor, die laut einer BMU-Medienmitteilung am 21.05.2021 vom Bundestag verabschiedet wurde. Demnach müssen Mineralölunternehmen künftig deutlich mehr Erneuerbare Energien einsetzen, um die CO2-Emissionen ihrer Treibstoffe zu senken. Mit dem Beschluss verbannt Deutschland zudem ab 2023 Biokraftstoffe auf Basis von Palmöl aus den Tanks. Neben starken Anreizen für den Einsatz grünen Wasserstoffs und die Förderung von Ladesäulen sollen künftig vor allem fortschrittliche aus Abfall- und Reststoffen gewonnene Biokraftstoffe gefördert werden. weiterlesen…

Wie klimaneutral fliegen?

Klimaneutrales Fliegen und fossile Treibstoffe schließen einander nicht aus

Klimaneutrale Luftfahrt ist zwar möglich. Weil aber auch in Zukunft Flugzeuge mit fossilen Treibstoffen betrieben werden dürften, müsste das ausgestoßene CO2 konsequent im Untergrund gespeichert werden (engl. Carbon Capture and Storage, CCS, oder CCU – Carbon Capture and Utilization) – so eine Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) vom 15.01.2021. weiterlesen…

Wasserstoff statt Elektrifizierung? Chancen und Risiken für Klimaziele

Neue Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

Wasserstoff ist zwar wunderbar vielseitig, vor allem bei Umwandlung in Kohlenwasserstoff-Brennstoffe, aber als universelle Klimalösung könnten diese ein falsches Versprechen sein – so eine PIK-Medienmitteilung vom 06.05.2021 über eine neue Studie. Denn direkte Elektrifizierung ist billiger und effizienter, wenn sie zum Beispiel in Autos oder zum Heizen von Gebäuden verwendet wird. Wasserstoffbasierte Brennstoffe haben mehr Sinn für die Luftfahrt und bestimmte Industrien, und sie benötigen eine erhebliche CO2-Bepreisung. Wasserstoff vor Elektrifizierung zu setzen könnte uns paradoxerweise in eine weitere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen führen – und Treibhausgasemissionen erhöhen (Bild: Zapfhähne-OME-H2-Solarstrom – © MPI CEC). weiterlesen…