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Archiv: ETS

China mit landesweitem ETS


Start im November – Kalifornien und China gehen Klima-Allianz ein – EU-China kooperieren

China beginnt im November mit einem landesweiten Emissionshandel zur Reduzierung des Treibhausgas-Austoßes – etwas später als erwartet, aber doch. Nach der Austrittsankündigung Trumps aus COP21 wollen Kalifornien und China mit einer Klimaallianz die Lücke füllen. Die EU und China bekräftigten bei ihrem Gipfel an Brüssel am 02.06.2017, dass sie im Kampf gegen den Klimawandel zusammenarbeiten und das Pariser Abkommen gemeinsam in die Tat umsetzen wollen.


EU-Länder für effektiveren Klimaschutz und Erhalt der Industrie beim Emissionshandel – Berlin akzeptiert Verfallsdatum für Zertifikate

Am 28.02.2017 haben sich die EU-Länder einer BMUB-Mitteilung zufolge im Umweltrat auf eine gemeinsame Position zur Reform des Emissionshandels verständigt. Die Klimaschutzwirkung des Emissionshandels werde gestärkt: Doppelt so viele überschüssige Zertifikate sollen in die Reserve verschoben und damit dem Markt entzogen werden. Die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie werde effektiv geschützt. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) habe sich beim Umweltministerrat der Europäischen Union sehr dafür eingesetzt, dass sie mehr Kohlendioxid-Zertifikate kostenlos zugeteilt bekämen, als die EU-Kommission vorgeschlagen habe.


Bundesverband Erneuerbare Energie fordert wirksame CO2-Bepreisung

Fritz Brickwedde - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify„Die Beschlüsse des Europäischen Parlaments zementieren den Europäischen Emissionshandel auf absehbare Zeit als wirkungsloses Klimaschutzinstrument. Damit sind nationale Maßnahmen gefordert, damit das Pariser Klimaschutzabkommen noch erfolgreich umgesetzt werden kann“, erklärte BEE-Präsident Fritz Brickwedde nach der Sitzung des EU-Parlaments am 15.02.2017.


10-20 Milliarden verschwunden – 3,75 Milliarden Euro Geldstrafe

EurActiv logoDem Gründer der größten polnischen Maklerfirma für CO2-Zertifikate, Jaroslaw Klapucki, droht in Frankreich eine siebenjährige Haftstrafe wegen Umsatzsteuerbetrugs. Warschau weist jegliches Fehlverhalten von sich und spricht von einem “unglücklichen Zwischenfall” – berichtet Aline Robert auf EurActiv Frankreich.


Glaubwürdigkeit des Marktes wieder herstellen

MCC logoEine massive Verringerung von Treibhausgasen ist nur möglich, so ein Kurzdossier des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH wenn der europäische Kohlendioxid-Markt fehlerfrei arbeitet. Ein Mindestpreis für die gehandelten CO2-Zertifiakte würde die derzeitige Unsicherheit der Marktteilnehmer abbauen, ihre Preiserwartungen verbessern und so die Glaubwürdigkeit des Marktes wieder herstellen.


Stahl, Zement, Aluminium: EU-Emissionshandel könnte effektive Anreize zur CO2-Reduktion bei Grundstoffen setzen

diw_logoEin internationales Forscherkonsortium unter Beteiligung des DIW Berlin hat Reformmöglichkeiten des EU-ETS geprüft – Ergebnis: Durch die Kombination aus dynamischer Zertifikatszuteilung und einer Verbrauchsabgabe können die Anreize des Emissionshandels wirksamer werden, ohne die Wettbewerbsposition der europäischen Grundstoffindustrie zu schwächen.

Stahl contra ETS


Ungerechtfertigte Mobilmachung der Stahl-Industrie gegen Emissionshandel: Auch ThyssenKrupp profitiert von CO2-Zertifikatehandel

bund logoAls unlauter bezeichnete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die für 11.03.2016 angekündigten Proteste der Stahl-Industrie gegen eine Reform des Europäischen Emissionshandels und deren Unterstützung durch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Stahl logoBeide werden als Hauptredner zu einer Kundgebung beim sogenannten Stahlaktionstag vor der ThyssenKrupp-Hauptverwaltung erwartet.


Studie: 4,5 Mrd. Euro zwischen 2008 und 2014 durch CO2-Handel – Energieverbraucher fordern Abschaffung des Systems

Bund der Energieverbraucher - logoEnergieintensive deutsche Unternehmen hätten in der zweiten Handelsperiode des EU-Emissionshandels unerwartete Milliarden-Gewinne durch so genannte Windfall-Profits aus dem Handel mit Emissionsberechtigungen verbuchen können. Zwischen 2008 und 2014 seien dies 4,5 Mrd. Euro gewesen – so eine Pressemitteilung des Bundes der Energieverbraucher fußend auf einem Artikel im Brancheninformationsdienst Energie & Management.Energie & Management logo

Die meisten Akteure sind sich über die Notwendigkeit eines gemeinsamen CO2-Marktes einig. Doch die Zuteilung der Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten ist umstritten. Die geplante ETS-Reform kann 80 Milliarden Euro für den Kampf gegen den Klimawandel einbringen. Rund 20 Milliarden Euro daraus könnten in Klima-Projekte in Entwicklungsländern fließen, glauben Experten laut EurActiv.de.

2021 als Startdatum für eine Neugestaltung des CO2-Handels

Im Ringen um eine Reform des Handels mit Verschmutzungsrechten haben sich die EU-Staaten am 24.03.2015 auf eine Verhandlungsbasis verständigt. Laut EU-Diplomaten ist Deutschland nicht zufrieden, wie EurActiv schreibt.

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