2x CO2-Emissionen im Bundestag – einmal pro, einmal offen

Bundesregierung für stärkere Reduktion von CO2-Ausstoß, aber unentschlossen in Sachen Meeres-ETS

Die Bundesregierung unterstützt den Vorschlag der Europäischen Kommission, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu verringern, wie sie – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in der Antwort (19/23828) auf eine Kleine Anfrage (19/23389) der FDP-Fraktion erklärt. Auch der Kommissions-Ankündigung, sie werde im kommenden Jahr Vorschläge zur Weiterentwicklung der CO2-Bepreisung vorlegen, stimmt die Zustimmung der Bundesregierung. weiterlesen…

Corona-Virus wird bisher größten Rückgang der CO2-Emissionen verursachen

Analyse von Carbon Brief

Möglicherweise der einzige positive Nebeneffekt der Corona-Pandemie (so die Basler Zeitung): Der weltweite Treibhausgasausstoß könnte als Folge massiver Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft so tief sinken wie noch nie, schätzt die angesehene britische Klima-Analyse-Plattform Carbon Brief. Dutzende Staaten, darunter China, Indien, die USA und die meisten Länder Europas, haben die Produktion heruntergefahren, den Verkehr reduziert – die Nachfrage nach Strom ist in der Folge gesunken. In China sollen die CO2-Emissionen zwischenzeitlich gar um 25 Prozent gesunken sein. weiterlesen…

“Fliegen ist der schnellste Weg, den Planeten zu erhitzen”

Die Kerosinsteuer hätte vor allem Vorteile – doch die Politik gewährt weiter Sonderrechte

Kein Mitgliedsland der EU erhebt bislang Steuern auf den Flugzeugtreibstoff Kerosin. Dabei hätte eine Besteuerung nicht nur positive Effekte für den Klimaschutz, sondern würde den Staaten unterm Strich auch wirtschaftlich nutzen, dies zeigt eine Studie der Europäischen Kommission, die bislang unter Verschluss gehalten und nun von der Umweltschutzorganisation Transport & Environment geleaked wurde. Demnach brächte eine Kerosinsteuer von 33 Cent pro Liter Steuereinnahmen von fast 27 Milliarden Euro für die Staaten der EU. Deutschland könnte dabei auf den größten Geldfluss mit 4,8 Milliarden Euro hoffen. Manuel Först hat die Studie für energiezukunft interpretiert. weiterlesen…

CO2-Bepreisung: Lenkungswirkung und Gerechtigkeit verbinden

Kohlendioxidpreis kontrovers diskutiert

Ob und wie ein Preis für CO2-Emissionen eingeführt werden soll, diskutierte der Bundestags-Umweltausschuss am 03.04.2019 im Rahmen eines öffentlichen Fachgespräches mit Sachverständigen. Eine der wesentlichen Fragen dabei war, ob die Ausweitung des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) auf Sektoren wie Verkehr oder Gebäude und Wärme sinnvoll ist. weiterlesen…

Emissionshandel kein Jobkiller – im Gegenteil

“Klimaschutz vernichtet Arbeitsplätze” – alter Mythos, erneut widerlegt von aktueller OECD-Studie

Umsätze und Jobzahlen von Unternehmen, die am EU-Emissionshandel ETS teilnehmen, sind gestiegen. Die Industrie profitiert von der CO2-Reduktion. Die Begrenzung der CO2-Emissionen durch den EU-Emissionshandel ETS hat in den vergangenen Jahren weder dem Umsatz, noch Gewinnen oder Arbeitsplätzen der beteiligten Unternehmen geschadet sondern zu deren Erfolg beigetragen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Report der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Clemens Weiß hat sich den OECD-Bericht für energiezukunft näher angeschaut.
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Deutschland muss für CO2 zahlen


Seit Januar 2018 kostet jede Zusatzemission an Kohlendioxid 30 Euro pro Tonne

Kolumne von Hans-Jochen Luhmann auf sinn-schaffen.de
Hans-Jochen Luhmann, Senior Expert am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, weist in seinem Text darauf hin, dass die Überschreitung vorgegebener Grenze für die Emission von Treibhausgasen zu Lasten des Bundeshaushalt geht. Eingestellt sei das da noch nicht – das Defizit betreffe neue Akteure in Berlin. Die laxe Klimapolitik, vor allem das Nachgeben gegenüber den Auto-Herstellern, sei ein Griff in die Taschen des Finanzministers geworden. weiterlesen…

CO2 zu billig


Preise für Treibhausgase in nur wenigen Ländern hoch genug um Klimaziele zu erreichen

Der CO2-Ausstoß verteuert sich für Verursacher laut der OECD-Studie Effective Carbon Rates 2018: Pricing Carbon Emissions through Taxes and Emissions Trading zu langsam. Regierungen müssten die CO2-Preise viel schneller erhöhen, um ihre Ziele zur Senkung der Emissionen und zur Verlangsamung des Klimawandels im Rahmen des Pariser Abkommens einzuhalten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am 18.09.2018 in Paris mit. weiterlesen…

CO2-Handel bringt Bund 2018 mehr als zwei Milliarden Euro


Regierung profitiert vom ETS

Dank der hohen Preise am ETS-Markt für CO2-Zertifikate klingelt die Kasse von Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Der kann sich nach Schätzungen 2018 über unerwartete Zusatzeinnahmen in Höhe von 2 Mrd. Euro freuen. Denn nach Informationen der Welt am Sonntag müssen Industrie und Stromkonzerne für die Verschmutzerrechte tief in die Tasche greifen: Der Preis der Zertifikate habe sich verdreifacht. Die Bieter müssen im Schnitt fast acht Prozent mehr als noch im Vormonat zahlen. weiterlesen…

CO2 wird teurer – aber nicht teuer genug


ETS beginnt zu wirken – Umweltschützer bleiben skeptisch

Das 2005 in Kraft getretene europäische Emissionshandelssystem ETS, mit rund 12.000 Unternehmen weltweit das größte seiner Art, soll den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU kostenwirksam und wirtschaftlich effizient reduzieren helfen. Zentrales Ziel ist es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als 2° Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu beschränken, also die Zwei-Grad-Grenze einzuhalten. Dazu muss die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre unterhalb des Wertes von 550 ppm CO2-Äquivalenten gehalten werden (siehe ausführlich: solarify.eu/europaisches-emissionshandels-system-ets). Ein Beitrag des Schweizer Radios SRF. weiterlesen…

Carbon Tracker: ETS-Zertifikate auf Höhenflug


Carbon Countdown: Preise und Politik im EU-ETS – Der Markt zählt bis hinunter zur MSR

Der EU-Carbonmarkt war in den vergangenen 16 Monaten der heißeste Rohstoffmarkt der Welt, mit einem Preisanstieg von 310 % seit Mai 2017, 120 % seit Jahresbeginn und 33 % seit der Veröffentlichung des Carbon Clampdown-Berichts im April 2018 so eine Medienmitteilung von Carbon Tracker (CT) vom 21.08.2018, die sich aus aktuellem Anlass auch mit dem Höhenflug der Zertifikatspreise befasst (solarify.eu/bericht-preise-fuer-co2-zertifikate-steigen-drastisch). weiterlesen…