Unterschiedliche Voraussagen des Meeresspiegelanstiegs

Internationales Großprojekt ISMIP6 liefert Modellvergleich: Forscher schätzen und vergleichen erwartete Eisverluste Grönlands und der Antarktis

Sogenannte Eisschildmodelle sind unverzichtbares Werkzeug, um Vorhersagen zur Zukunft der Eisschilde Grönlands und der Antarktis zu treffen. Doch die Modelle weisen noch viele Schwächen auf. In einem internationalen Modellvergleich haben 14 Forschergruppen ihre Eisschildmodelle jetzt jeweils sechs Jahre lang mit denselben Atmosphären- und Ozeandaten gefüttert und berechnet, in welch zusätzlichem Maß Grönland und die Antarktis bis 2100 zum Meeresspiegelanstieg beitragen werden. Die – sehr unterschiedlichen (Antarktis: tc.copernicus.org/articles/14/3033/2020) – Ergebnisse wurden am 17.09.2020 vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und in The Cryosphere veröffentlicht: tc.copernicus.org/articles/14/3071/2020 (für Grönland). weiterlesen…

USA haben Klimamigrationsproblem

Trump sieht weder Klimawandel noch Klimamigration

Angesichts des Meeresspiegelanstiegs, der die Küstengemeinden bedroht, fordere die US-Bundesaufsichtsbehörde, das Gießkannenprinzip der Regierung zu überarbeiten, schrieb Daniel Cusick, in ClimateWire und den E&E-News am 06. und 10.08.2020. Denn steigende Ozeane, Sturmfluten und Küstenüberschwemmungen verdrängten Gemeinden von Alaska bis Louisiana und Maryland. weiterlesen…

Bedrohte Immobilien

Milliardenwerte in Küstenregionen in Gefahr

Nach IPCC-Schätzungen von 2013 steigt der Meeresspiegel bis Ende des 21. Jahrhunderts um 26 bis 55 Zentimeter an – aber nur, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert wird, was bisher nicht der Fall ist. Im ungünstigsten Szenario rechnet der Weltklimarat IPCC mit einem Anstieg um 45 bis 82 Zentimeter. Schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hielt es der IPCC aber für möglich, dass es auch deutlich mehr sein könnten. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen hatten zuletzt in der Tat ergeben, dass auch noch extremere Varianten denkbar seien. weiterlesen…

Meeresspiegelanstieg

Noch jahrhundertelang…

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts steigen die Meeresspiegel stetig und mit wachsendem Tempo – allein im 20. Jahrhundert etwa 17 cm. Der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg von 1901 bis 2010 wird im Fünften Sachstandsbericht des IPCC mit 19 ± 2 cm angegeben. Zwischen 1901 und 2010 stieg der Meeresspiegel um 1,7 Millimeter pro Jahr, im Zeitraum 1993 bis 2010 waren es durchschnittlich 3,2 mm pro Jahr. Für 2018 wurde der Rekordwert von 3,7 Millimeter gemessen. Durch die bereits erfolgten Treibhausgasfreisetzungen werden die Meeresspiegel noch auf Jahrhunderte weiter ansteigen, selbst wenn ab sofort keine Treibhausgase mehr emittiert würden, die Höhe des Anstieges ist abhängig von deren Menge. Der Meeresspiegelanstieg beruht im Wesentlichen auf zwei Phänomenen: Die Erwärmung der Ozeane führt zur Ausdehnung des Wassers, die gestiegenen Lufttemperaturen zum Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden, wodurch Wasser vom Festland in die Ozeane gelangt. weiterlesen…

Warmzeit ließ Teile der Ostantarktis schmelzen

Wie hoch der Meeresspiegel steigt, hängt auch davon ab, wie stabil die größte Eiskappe der Welt ist. Uran in einstigem Meeresboden überbringt nun unerfreuliche Nachrichten.

Der Ostantarktische Eisschild, die größte Gletscherkappe des Planeten, galt bisher als wenig anfällig für den Klimawandel. Eine Reihe von Indizien, darunter Klimamodelle ebenso wie Untersuchungen in der Antarktis selbst, schienen zu zeigen, dass diese gigantische Masse gefrorenen Wassers selbst bei mehreren Grad Erwärmung nicht nennenswert schmilzt. Das machte bisher Hoffnung, dass die Ostantarktis auch im menschengemachten Klimawandel für den Meeresspiegel noch auf Jahrhunderte hinaus keine Rolle spielen würde. Allerdings scheint sich diese Hoffnung endgültig zu zerschlagen, wie Lars Fischer am 24.07.2020 für das Online-Portal Spektrum.de schreibt. weiterlesen…

Erde steuert auf höchsten CO2-Wert seit 3,3 Millionen Jahren zu

Drei bis vier Grad Erderwärmung – Meeresspiegel 15-20 m höher

Die Erforschung des Pliozäns gilt als Blick zurück in die Zukunft, sie lässt Rückschlüsse auf die heutige Entwicklung des Planeten zu. Jetzt haben Klimaforscher Daten über die damalige CO2-Konzentration ausgewertet, die Aussichten sind deprimierend, schreibt Joschua Katz auf energiezukunft. weiterlesen…

“Wir haben es selbst in der Hand”

Der Meeresspiegel könnte bis 2100 um mehr als 1 Meter ansteigen: Umfrage unter 100 Experten

Der globale mittlere Anstieg des Meeresspiegels könnte bis zum Jahr 2100 mehr als einen Meter und bis 2300 sogar mehr als fünf Meter betragen, wenn die Menschheit weiter so viel Treibhausgase ausstößt wie bislang. Das ist Ergebnis einer Umfrage unter gut 100 führenden internationalen Meeresspiegel-Experten. Die neue Risikoabschätzung basiert auf dem zunehmenden Wissen über die beteiligten Systeme, also Ozeane, Eismassen, Wasserkreisläufe. Die Wissenschaftler zeigen die verbleibenden Unsicherheiten auf, erklären aber auch, wie klar jetzt sei, dass frühere Schätzungen des Meeresspiegelanstiegs zu niedrig waren. Die von Wissenschaftlern der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur geleitete Studie erscheint in dem Nature Partner Journal Climate and Atmospheric Science. weiterlesen…

Polkappen schmelzen extrem

Grönland und Antarktis schrumpften in 30 Jahren sechsmal schneller als erwartet

Einem neuen Bericht zufolge verlieren Grönland und die Antarktis sechsmal schneller Eis als in den 90er Jahren – das stimmt mit dem ungünstigsten Klimaerwärmungs-Szenario des Weltklimarats überein. In zwei getrennten Papieren in Nature veröffentlichte Ergebnisse zeigen, dass Grönland und die Antarktis zwischen 1992 und 2017 6,4 Billionen Tonnen Eis verloren haben – was den globalen Meeresspiegel um 17,8 Millimeter ansteigen lässt. Das berichtet die europäische Raumfahrtorganisation ESA auf ihrer Webseite. weiterlesen…

Gigantischer Damm für Nordseeanrainer

Wissenschaftler schlagen Abdämmung der Nordsee vor

Angenommen die Weltgemeinschaft schafft es nicht, die Klimaerwärmung langfristig zu stoppen. Kann ein gigantischer Damm der die komplette Nordsee schützt, die Überflutung der Anrainerstaaten verhindern? Wissenschaftler aus den Niederlanden und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel haben diese Option in einer Machbarkeitsstudie untersucht, die neben technischen und finanziellen Anforderungen auch Auswirkungen auf die Umwelt sowie sozio-ökonomische Effekt mit in Betracht zieht. Die Arbeit wurde jetzt im Bulletin of the American Meteorological Society (BAMS) veröffentlicht. weiterlesen…

Das feine Gesicht der Antarktis

Eine neue Karte zeigt die unter dem Eis verborgenen Geländeformen so genau wie nie zuvor. Das erlaubt bessere Prognosen über die Zukunft der Gletscher und den Anstieg des Meeresspiegels

Wenn der Klimawandel die Gletscher der Antarktis immer rascher Richtung Meer fließen lässt, ist das keine gute Nachricht. Denn dadurch verlieren die gefrorenen Giganten immer mehr Eis, das dann in geschmolzener Form den Meeresspiegel ansteigen lässt. Wie schnell und in welchem Umfang dies geschieht, hängt aber nicht nur vom Anstieg der Temperaturen ab. Auch der Untergrund unter dem Eis spielt eine entscheidende Rolle. Denn während manche Geländeformen den Eisschwund bremsen, können ihn andere beschleunigen. Allerdings war über die Topografie der Landschaft unter dem Eis bisher nicht genug bekannt, um diese Risiken richtig einschätzen zu können. Mehr Licht ins Dunkel bringt nun eine neue Karte, an der auch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) mitgearbeitet haben. weiterlesen…