Worum geht es beim IPCC-Bericht über Ozean und Kryosphäre?

Hintergründe aus der Klimaforschung

Im Vorfeld des neuen Sonderberichts des Weltklimarats IPCC erklärten Experten am 28.08.2019 beim Pressegespräch des Deutschen Klima-Konsortiums und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung die wissenschaftlichen Hintergründe. Sie legten mit Blick auf den aktuellen Forschungsstand dar, wie deutlich sich der Klimawandel bereits im Ozean und der Kryosphäre zeigt und welch elementare Rolle diese Veränderungen in Zukunft für Menschen auf der ganzen Welt spielen werden. weiterlesen…

Was tun in bedrohten Küstenregionen?

Klimawandel: Forscher plädieren erstmals für geordneten Rückzug

Infolge des Klimawandels könnte für viele Küstengebiete lang- oder mittelfristig nur der Rückzug als Ausweg bleiben. Deshalb appellieren Wissenschaftler aktuell dafür, schon jetzt mit der Planung solcher Umsiedlungsmaßnahmen anzufangen – denn nur dann könne dies sozial und wirtschaftlich verträglich ablaufen. Schlussfolgerung: Statt ausschließlich in Küstenschutz zu investieren, sollten schon jetzt Strategien für einen geordneten Rückzug entwickelt werden, so die US-Forscher im Fachmagazin Science. weiterlesen…

Ein walisisches Dorf vor dem Aus

Klimawandelopfer alleine gelassen

Wenn der Meeresspiegel steigt, wird es das Dorf Fairbourne an der walisischen Küste nicht mehr geben. Die Behörden wollen nicht mehr in den Hochwasserschutz investieren. Deswegen soll das Dorf geräumt werden. Es wäre die erste Gemeinde in Großbritannien, die wegen des Klimawandels aufgegeben wird. ARD-Korrespondentin Imke Köhler hat sich für den Deutschlandfunk bei den betroffenen Dorfbewohnern umgehört. weiterlesen…

“Schlimmster Anstieg des Meeresspiegels könnte bereits im Gange sein”

Beginnende Instabilität in der Westantarktis könnte die schnellste auf dem Kontinent sein

Entlang der antarktischen Küste gibt es vielfach Instabilitäten im Eis, die gleichsam darauf warten, ausgelöst zu werden. Wenn das geschieht, werden die Eismassen langsam und unaufhaltsam in den Ozean fließen und damit weltweit den Meeresspiegel ansteigen lassen. Dabei ist genau jene Region, in der die Instabilität durch eine Erwärmung des Ozeans wahrscheinlich bereits eingesetzt hat, auch die Region, die schneller kollabieren wird als jede andere, so Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Auch wenn der vergleichsweise schnelle Eisverlust sich nur über Jahrzehnte hinweg entfaltet und Jahrhunderte andauert, ist die Geschwindigkeit des Eisverlustes in der Antarktis bereits heute ein wichtiger Faktor für den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels. Davon werden – laut Pressemitteilung des PIK vom 13.06.2019 – Hunderte von Millionen Menschen an den Küsten der Welt betroffen sein, von Miami bis Shanghai. weiterlesen…

Schmelze folgt auf Schmelze


Warmes Ozeanwasser schmolz in der letzten Eiszeit Gletscher ab – eine ähnliche Situation könnte sich in der Antarktis wiederholen

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Wie das Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung mitteilte, sind dabei aufgedeckte Prozesse beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen.
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Die Moai wackeln


Osterinsel-Statuen durch steigenden Meeresspiegel in Gefahr

Die zu Chile gehörende Osterinsel mitten im Pazifik gilt als einsamstes Stückchen Land der Welt – das nächstgelegene Festland ist gut 3800 Kilometer entfernt. Mit ihren jahrhundertealten Steinfiguren, den Moai, ist sie spätestens seit Kevin Kostners Spielfim Rapa Nui als Reiseziel ein Geheimtip. Doch viele dieser Moai stehen an der Küste und sind deshalb gefährdet, denn mit steigendem Meeresspiegel nähert sich Wasser dem Unesco-Welterbe. Für Schutzmaßnahmen aber fehlt Geld. weiterlesen…

Steigt Meeresspiegel noch schneller?


Bundesregierung verweist auf neuere Untersuchungen zum Klimawandel

Die Bundesregierung schließe nicht aus, dass der Pegel an Nord- und Ostsee deutlich höher und schneller steige als bislang angenommen, schrieb Dirk Fisser am 02.08.2018 in der Neuen Osnabrücker Zeitung und berief sich auf eine Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Abgeordneten Julia Verlinden (Bündnis90/Die Grünen). weiterlesen…

Klimaveränderung ändert auch unsere Nahrung…


und kann sich bedrohlicher auswirken, als wir denken

Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf fast 10 Milliarden anwachsen. Mit 3,4 Mrd. mehr Mündern und dem wachsenden Wunsch der Mittelschicht nach Fleisch und Milchprodukten in Entwicklungsländern könnte die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln um 59 bis 98 Prozent steigen, schrieb Renee Cho vom Earth Institute der Columbia University am 25.07.2018. Das bedeute, dass die Landwirtschaft weltweit die Produktion steigern und die Erträge steigern müsse. Aber neue Studien deuten darauf hin, dass der Klimawandel – nämlich höhere Temperaturen, Wetterextreme, Dürren, zunehmender Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre und steigende Meeresspiegel – die Erträge zu verringern und die Qualität unserer Nahrungsmittelversorgung zu gefährden droht. weiterlesen…

Meeresspiegelanstieg gefährdet Internet


Unterirdische Infrastruktur könnte bald ausfallen

Tausende Kilometer erdverlegter Glasfaserkabel in den dicht besiedelten Küstenregionen der Vereinigten Staaten könnten bald unter Wasser stehen, befürchtet eine neue Studie von Forschern der Universitäten von Oregon und Wisconsin-Madison – schrieb Terry Devitt am 16.07.2018 auf deren Webseiten. Die Studie wurde bei einem Treffen von Internet-Netzwerkforschern präsentiert und nennt kritische Bereiche der Kommunikationsinfrastruktur, die schon in 15 Jahren von der steigenden See überflutet werden könnten, so Informatik-Professor Paul Barford (Foto), leitender Autor der Studie. weiterlesen…

Antarktischer Vulkan


Wissenschaftler entdecken Wärmequelle unter verwundbarstem Gletscher – aber: Klimawandel nicht entlastet

Der Pine Island-Gletscher gilt als der am schnellsten schmelzende Gletscher der Antarktis und ist für rund ein Viertel des Eisverlustes des Kontinents verantwortlich, schrieb David Nield am 06.07.2018 in Science Alert über einen in Nature Communications publizierten Artikel (“Evidence of an active volcanic heat source beneath the Pine Island Glacier” – dt.: Aktive Wärmequelle unter dem Pine Island-Gletscher nachgewiesen). Nach neuen Forschungen ist der sich aufheizende Planet aber nicht der einzige Grund, warum der Gletscher Eis verliert. weiterlesen…