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Archiv: Meeresspiegelanstieg


…und ruckartig in Schüben

„Die Gefahr für Küstenbewohner steigt“ überschrieb die Frankfurter Rundschau am 29.10.2017 einen Artikel von Eva Mahnke und Benjamin von Brackel: Küsten-Anwohner sollten sich auf Überflutungen gefasst machen, denn die Meeresspiegel könnten stärker steigen als befürchtet. Eine Studie der US-Forscher Pankaj Khanna, André Droxler and Jeffrey Nittrouer von der Rice-Universität Houston im Fachmagazin Nature Communications lässt zudem befürchten, dass der klimwandelbedingte Meeresspiegelanstieg nicht gleichmäßig verläuft, sondern in Schüben.

Schon wieder Kohlendioxid-Rekord


CO2-Konzentration steigt so schnell wie nie seit Messungs-Beginn

Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre hat 2016 so schnell zugenommen wie seit 58 Jahren nicht. Im weltweiten Durchschnitt hat sie 402,9 ppm erreicht – und damit die Marke von 400 überschritten. Die Zunahme von 3,5 ppm im Vergleich zu 2015 ist ein Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Die CO2-Konzentration ist damit so hoch wie noch nie seit 800.000 Jahren, wie der Vergleich mit Eisbohrkernen ergab. Das geht aus dem am 11.08.2017 veröffentlichten Jahresbericht der US-Klimabehörde NOAA (27th annual State of the Climate report) hervor.


2100: 1,70 Meter höher

Der Klimawandel lässt die Meeresspiegel schneller ansteigen als bislang befürchtet: Bis 2100 könnten die Weltmeere im Durchschnitt 1,70 Meter höher sein als heute; bisher planen Bund und Länder nur mit einem Meter Anstieg. Das teilten Wissenschaftler des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) laut einem Bericht der Tagesschau dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) mit.


Der Klimawandel ist Realität

Franz Alt - Foto © Bigi AltÜberschwemmung in Bayern durch Starkregen, Zwei-Jahres-Dürre in Kalifornien, immer schnellere Eisschmelze in Alaska und Grönland, am Südpol und am Nordpol. Der Klimawandel ist Realität.
Ein Bericht von Franz Alt


Millionen Meeresanrainer Nordamerikas über kurz oder lang betroffen

Der infolge der Erderwärmung steigende Meeresspiegel wird bis 2100 sehr wahrscheinlich 13,1 Millionen US-Bürger zwingen, ihre küstennahe Heimat aufzugeben. Das prognostiziert der mathew-hauer-foto-cviog-uga-eduGeograf Mathew Hauer mit Studienkollegen von der Georgia University. uga-logoVoraussetzung ist, dass der Meeresspiegel im Jahr durchschnittlich um 4,6 Millimeter steigt, wie der FOCUS in in einem dpa-text in seiner Rubrik „Märkte“ berichtet.


Ein Märchen über die Wahrheit – von Margret Boysen

PIK-Potsdam Foto © pik-potsdam.de_instituteBeim Schulausflug auf den Potsdamer Telegrafenberg läuft Alice einem weißen Kaninchen hinterher – und rutscht in den Lüftungsschacht des Supercomputers eines Klimaforschungs-Instituts. Es folgt eine Reise durch die virtuelle Welt der Rechenmodelle, vom tropischen Regenwald bis ins stille Eis der Antarktis. So ungewöhnlich beginnt eine neue Veröffentlichung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, frei nach Lewis Carrolls philosophischem Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“. Mehr als 50 Wissenschaftler des Hauses lieferten Hintergründe und Expertisen für das jetzt auf der Buchmesse Leipzig vorgestellte und im Buchhandel erhältliche Werk von Margret Boysen.


Klimawandel und Meeresspiegelanstieg auf der Spur
Mit freundlicher Genehmigung der Helmholtz Gemeinschaft

GEOMAR Logo © Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung KielWie genau die Ozeane funktionieren, besonders im Hinblick auf die Wechselwirkungen mit dem Klima, ist in weiten Martin Visbeck, GEOMAR, Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel - Foto © Helmholtz-Zentrum für Ozeanforchung KielTeilen noch unverstanden. Es fehlt vor allem an Messdaten. Das internationale Projekt AtlantOS soll dies ändern.
Der freie Journalist Thomas Röbke hat mit Martin Visbeck vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel darüber gesprochen.


Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen

PIK logoDer Meeresspiegel könnte in Zukunft so massiv ansteigen, dass sogar ein noch nie dagewesener technischer Eingriff ins Erdsystem earth-system-dynamics Titelnicht mehr helfen könnte – nämlich Wassermassen auf den Antarktischen Kontinent zu pumpen. Diese Geo-Engineering-Idee haben jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung durchgerechnet und unter dem Titel „Delaying future sea-level rise by storing water in Antarctica“ in der Zeitschrift Earth System Dynamics publiziert. Fazit: Es geht (jetzt noch) nicht.


Kosten steigen schneller als Meerwasser

PIK-Potsdam Foto © pik-potsdam.de_instituteSchäden durch Extremereignisse wie Überflutungen spielen eine noch größere Rolle als der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg selbst, wenn es um die Folge-Kosten des Klimawandels in Küstenregionen geht. Ein Team des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat eine Methode entwickelt, mit der sich finanzielle Schäden durch Hochwasser infolge ansteigenden Meeresspiegels bestimmen lassen. Erstmals zeigen die Forscher, dass die Schadenskosten stets schneller steigen als das Wasser selbst.


Meeresspiegelanstieg in Vergangenheit und Zukunft: Robuste Abschätzungen für Küstenplaner

Meeresspiegel - Briefmarke 'Gerhard Richter Seestück' 1969Der Meeresspiegel wird bis 2100 weltweit wahrscheinlich um 50 bis 130 Zentimeter ansteigen, wenn der Treibhausgas-Ausstoß nicht entscheidend gesenkt wird. Das belegt eine Studie, die erstmals die zwei wichtigsten Abschätzungs-Methoden zum Meeresspiegelanstiegs kombiniert und zu einer robusteren Risikoabschätzung kommt. Eine zweite Studie, ebenfalls in den US Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht, untersucht erstmals Daten zum Meeresspiegelanstieg der letzten 3000 Jahre. Das Papier bestätigt, dass der Meeresspiegel in den vergangenen Jahrtausenden nie schneller angestiegen ist als im vergangenen Jahrhundert.

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