Mikroplastik in Antarktis auf der Spur

Weltweit verteilt

Mikroplastik findet sich überall, selbst in Gebieten, in denen sich kaum Menschen aufhalten. Woher kommen die winzigen Kunststoffpartikel? Forschende der Universität Basel und des Alfred-Wegener Institutes zeigen, dass nur präzise Analysen diese Frage beantworten können. Mikroplastik ist ein Problem für die Umwelt, weil die kleinen Partikel von Organismen aufgenommen werden und sie schädigen können. Nicht nur das eigene Spülbecken, auch entlegene Regionen sind davon betroffen, beispielsweise die Antarktis. weiterlesen…

Gefahr am Meeresboden der Antarktis

Marines Ökosystem durch Klimawandel und menschliche Einflüsse bedroht

Die Senckenberg-Wissenschaftlerinnen Angelika Brandt und Hanieh Saeedi haben gemeinsam mit internationalen Kollegen die wahrscheinlichen Reaktionen des antarktischen Meeresbodens auf Klimawandel, Fischereidruck und andere anthropogene Einflüsse beschrieben. Die Ergebnisse der am 13.05.2021 in Frontiers in Marine Science und am 12.08.2021 auf der Internetseite des Senckenberg Naturmuseums veröffentlichten Untersuchung decken sich mit denen von Davide di Franco zu den Auswirkungen variierender Meereseisbedeckung und -konzentration auf Krebsgemeinschaften im Südpolarmeer. Die Autoren erörtern Strategien, um das Ökosystem am Meeresboden langfristig zu schützen. (Foto: Flohkrebs Eusirus perdentatus – einer der benthischen Bewohner des Südpolarmeeres – Foto © Senckenberg, Di Franco) weiterlesen…

Solarer Wasserstoff für die Antarktis

Studie zeigt Vorteile des thermisch gekoppelten Ansatzes

Wie sich am Südpol mit Sonnenlicht Wasserstoff erzeugen lässt und welche Methode dafür am meisten verspricht, hat nun ein Team vom HZB-Institut für Solare Brennstoffe, der Universität Ulm und der Universität Heidelberg untersucht. Ihr Fazit: In extrem kalten Regionen kann es deutlich effizienter sein, die PV-Module direkt am Elektrolyseur anzubringen, also thermisch zu koppeln. Denn die Abwärme aus den PV-Modulen steigert die Effizienz der Elektrolyse. Die Ergebnisse dieser Studie, die nun in Energy & Environmental Science publiziert wurde, sind auch für andere kalte Regionen der Erde interessant, zum Beispiel Alaska, Kanada, oder Hochgebirgsregionen. Dort könnte grüner Wasserstoff fossile Brennstoffe wie Erdöl und Benzin ersetzen. weiterlesen…

Antarktis-Schnee schmilzt noch schneller

Rote und grüne Schneealgen beschleunigen antarktische Schneeschmelze

Rote und grüne Algen, die auf dem Schnee der Antarktischen Halbinsel (AP) wachsen, verursachen eine bedeutende zusätzliche Schneeschmelze. Das ist das Ergebnis einer erstmals durchgeführten wissenschaftlichen Studie unter der Leitung von Alia Khan, Affiliate Research Scientist am National Snow and Ice Data Center (NSIDC) und Assistenzprofessor an der Western Washington University. Bereits im Mai 2020 erschien ein erster Artikel (in Nature) zum Thema. (Neue Forschungen untersuchen die Auswirkungen von Rot- und Grünalgen auf Albedo und Strahlungsabsorbierung in der Antarktis – Foto © National Snow and Ice Data Center (NSIDC), Bob Gilmore, University of Colorado, Boulder) weiterlesen…

Das neue Gesicht der Antarktis

Wie viel CO2 kann die Antarktis schlucken?

Die Antarktis könnte künftig ergrünen und von neuen Arten besiedelt werden. Andererseits dürften Spezies verschwinden. Diese und viele andere Ergebnisse haben 25 Forscher in einem internationalen Großprojekt zusammengetragen, in dem sie Hunderte von Fachartikeln über die Antarktis aus dem letzten Jahrzehnt ausgewertet haben. Wie das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung am 06.01.2021 mitteilte, liefert damit das Team eine ungewöhnlich umfassende Einschätzung des aktuellen und künftigen Zustands des Kontinents und des ihn umgebenden Südlichen Ozeans. weiterlesen…

Wie stabil ist der Antarktische Eisschild?

Heidelberger Wissenschaftler untersuchen, welche Faktoren die Stabilität von Eismassen in der Ostantarktis bestimmen

Steigen die Temperaturen im Zuge des Klimawandels, zieht dies ein immer stärkeres Abschmelzen der polaren Eisschilde nach sich. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Geowissenschaftlerin Kim Jakob von der Universität Heidelberg hat nun die Dynamik des Ostantarktischen Eisschildes – die bei weitem größte Eismasse auf der Erde – genauer untersucht. (Foto: Gletscher Perito Moreno am Lago Argentino – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Globale Erwärmung unbedingt unter zwei Grad halten

Meeresspiegelanstieg: Stabilitäts-Check der Antarktis offenbart enorme Risiken

Je wärmer es wird, desto rascher verliert die Antarktis an Eis – und viel davon wohl für immer. Die Folgen für die weltweit an Küsten gelegenen Städte und das Kulturerbe könnten langfristig verheerend sein, von London bis Mumbai, von New York bis Shanghai. Dies hat ein Team des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Columbia University und der Universität Potsdam in einer jetzt in Nature als Titelgeschichte veröffentlichten Studie herausgefunden.
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Unterschiedliche Voraussagen des Meeresspiegelanstiegs

Internationales Großprojekt ISMIP6 liefert Modellvergleich: Forscher schätzen und vergleichen erwartete Eisverluste Grönlands und der Antarktis

Sogenannte Eisschildmodelle sind unverzichtbares Werkzeug, um Vorhersagen zur Zukunft der Eisschilde Grönlands und der Antarktis zu treffen. Doch die Modelle weisen noch viele Schwächen auf. In einem internationalen Modellvergleich haben 14 Forschergruppen ihre Eisschildmodelle jetzt jeweils sechs Jahre lang mit denselben Atmosphären- und Ozeandaten gefüttert und berechnet, in welch zusätzlichem Maß Grönland und die Antarktis bis 2100 zum Meeresspiegelanstieg beitragen werden. Die – sehr unterschiedlichen (Antarktis: tc.copernicus.org/articles/14/3033/2020) – Ergebnisse wurden am 17.09.2020 vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und in The Cryosphere veröffentlicht: tc.copernicus.org/articles/14/3071/2020 (für Grönland). weiterlesen…

„Ewiges Eis“ ergrünt

…oder errötet

Wegen der steigenden Temperaturen breiten sich am Südpol Algen aus, die das „ewige Eis“ grün (oder rot) einfärben. Eine neue Studie in nature zeigt, dass die Algenflächen trotz Schneeschmelze größer werden und eine wichtige Rolle als Kohlenstoffspeicher spielen. Grüne Algen wachsen sowohl unter als auch auf dem Schnee. Sie sind mikroskopisch klein, wenn sie aber in großer Zahl auftreten, verfärben sie die Schneelandschaft. „Diese Farbteppiche erstrecken sich teilweise über Hunderte Quadratmeter und sind sogar vom Weltall aus sichtbar. Bereits seit Langem bekannt sind außerdem rote Algenblüten in der Antarktis“ (DER SPIEGEL). weiterlesen…

Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, hat ein neues und bislang einzigartiges Fenster in die Klimageschichte der Antarktis aufgestoßen. In einem Sedimentbohrkern, den die Forschenden im Februar 2017 im westantarktischen Amundsenmeer geborgen haben, fanden sie nahezu ursprünglich erhaltenen Waldboden aus der Kreidezeit, einschließlich vieler Pflanzenpollen und -sporen sowie eines dichten Wurzelnetzwerkes. Die Studie, welche die südlichsten direkt verwertbaren Klima- und Umweltdaten aus der Kreidezeit liefert und Klimamodellierer auf der ganzen Welt vor neue Herausforderungen stellt, erschien am 01.04.2020 im Fachmagazin NATURE. weiterlesen…