Klima-Urteil: Kein Raum mehr für Skeptiker

Spruch des Bundesverfassungsgerichts weithin als historisch, bahnbrechend und epochal eingeschätzt

Seit dem Karlsruher Urteil vom 29.04.2021 (siehe solarify.eu/verfassungsbeschwerden-gegen-klimaschutzgesetz-teilweise-erfolgreich) steht die Bundesregierung unter Druck, ist sie doch verpflichtet, bis Ende 2022 den Übergang zur Klimaneutralität nicht nur für die Zeit nach 2030 zu regeln, sondern bereits jetzt stärkere Treibhausgas-Verringerungen festzulegen. Klimajuristin Roda Verheyen hat Kläger und Klägerinnen – auch von Fridays for Future – mitvertreten. (Sie vertritt auch den peruanischen Kleinbauern und Bergführer Saúl Luciano Lliuya in seiner Klage gegen RWE). Im Gespräch mit dem Nachrichtensender ntv.de erläuterte sie das Urteil. weiterlesen…

“Fridays for Future”: Kunstaktion und Bootsdemo fürs Klima

Die Proteste in Berlin und Brandenburg

Erstmals seit einem halben Jahr traten die Klimaschützer von “Fridays for Future” am wieder in einen Klimastreik mit weltweiten Events: Mit 1.000 Aktionen in 50 Ländern – allein in Deutschland wurde in mehr als 200 Städten demonstriert – in Berlin und Brandenburg fanden unter dem Motto “#AlleFür1Komma5” zahlreiche Aktionen zu Wasser und auf der Straße statt – zum siebten Mal. Die Teilnehmerzahlen waren aufgrund von Corona vielerorts beschränkt. Ausschnitte aus einem Bericht des Senders rbb am gleichen Tag (Foto © Fridays for Future, mit frdl. Genehmigung). weiterlesen…

5 Jahre COP21

FfF-Aktivisten demonstrierten mit klimaneutralen Kerzen für Klimaschutz

Heute, am 12.12.2015, jährt sich zum fünften Mal die Einigung der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris auf das Weltklimaabkommen. Bei einem eintägigen, virtuellen UN-Gipfel sollen viele Staaten ihre Fortschritte und Pläne im Klimaschutz darstellen (und ihr Versagen?) Vor fünf Jahren hat sich die Welt darauf verständigt, die Erderwärmung gut unter zwei Grad (“well below two degrees”) zu begrenzen (siehe: solarify.eu/da-hat-er-ein-wenig-getrickst). Zum Jahrestag des Pariser Abkommens demonstrierten Klimaaktivisten von Fridays for Future weltweit an 2.500 Punkten, unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin, für noch mehr Anstrengungen – so das Portal tagesschau.de unter anderen. weiterlesen…

Zurzeit steuern wir auf eine circa 4 Grad heißere Welt zu

FfF: 5 Jahre COP21 Paris – (k)ein Grund zu feiern

“Vor fünf Jahren ereignete sich Historisches: Am 12. Dezember 2015 beschlossen 196 Länder in Paris, die Klimakrise ernst zu nehmen und ihr entschlossen und geschlossen entgegenzutreten” – so stand es am 07.12.2020 auf der Internetseite von Fridays for Future (FfF). “Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde das Pariser Klimaabkommen geschlossen. Ein Abkommen, das lange und zähe Verhandlungen benötigte, das zwischen Ländern, die besonders früh und stark unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden werden und den reichen Industriestaaten, die den größten Teil zur Entstehung der Klimakrise beitragen, vermittelt. Ein Abkommen, das unter hohem Druck der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung entstanden ist und, das bereits einen Kompromiss darstellte. weiterlesen…

Deutschland braucht Ministerium für Klimagerechtigkeit

“Energiewende bis 2035 ist unrealistisch”

Kaum eine Bewegung war in so kurzer Zeit so wirksam wie Fridays for Future. In nur zwei Jahren hat sie erhebliche Fortschritte beim Klimaschutz erkämpft – und doch jeden davon als unzureichend kritisiert. Die Unerbittlichkeit, mit der die Aktivisten die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad fordern und nichts anderes gelten lassen, hat ihnen den Vorwurf eingetragen, überheblich, ja ideologisch zu sein. Ein Gastbeitrag von Patrick Graichen vom 16.11.2020 für Zeit-online. weiterlesen…

Reaktionen auf die FFF-Wupertalstudie “Einhaltung der 1,5 Grad-Celsius-Grenze”

Nur mit massivem Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Untersuchung beleuchte Möglichkeiten, die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C einzuhalten und damit Risiken und Auswirkungen der Klimakrise gegenüber einer stärkeren Erwärmung erheblich zu verringern – so das Fazit des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE). Ein „’Chapeau’ an Fridays for Future kam vom : Als politische Kraft haben sie gestern gezeigt, dass sie die Spielregeln bestens beherrschen.” Die dena erkennt in der FFF-Arbeit “Eckpunkte, die ein Erreichen der von dieser Studie anvisierten Ziele eher als unerreichbar erscheinen lässt”. Soweit das Spektrum der Reaktionen (allein mindestens 55 Zeitungen und Zeitschriften gingen darauf ein) – Solarify dokumentiert einige in Ausschnitten. weiterlesen…

Mercosur-Freihandel wird nicht ohne Regenwald-Schutz ratifiziert

Bundeskanzlerin Merkel traf Vertreterinnen von Fridays for Future

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing am 20.08.2020 im Bundeskanzleramt vier Vertreterinnen von Fridays for Future, Greta Thunberg, Luisa Neubauer, Anuna de Wever und Adélaïde Charliér. Zentrales Thema seien die “klimapolitischen Schwerpunkte in der laufenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands, die angestrebte EU-Klimaneutralität bis 2050 und die Konkretisierung eines verschärften Zwischenziels für die Treibhausgas-Emissionen bis 2030” gewesen, teilte Regierungssprecher Seibert anschließend mit. weiterlesen…

Die Wissenschaft meldet sich zu Wort

Ernst Ulrich von Weizsäcker im Interview des forum Nachhaltig Wirtschaften
– mit freundlicher Genehmigung

Die aktuelle Pandemie hat Wissenschaftler zu vielbefragten Stars in den Fernsehstudios gemacht. Der Ehrenpräsident des Club of Rome war das schon lange vorher. Spätestens seit dem Entstehen der Fridays for Future-Bewegung, haben Wissenschaftler aktiv das Wort ergriffen und als Netzwerk der Scientists for Future (S4F) Klartext in Sachen Klimawandel gesprochen. forum Nachhaltig Wirtschaften kooperiert mit diesem Zusammenschluss von mehr als 26.800 Wissenschaftlern aller Disziplinen und stellt Forscher und Konzepte vor, die positive Denkanstöße für die notwendige Transformation geben und vorleben. weiterlesen…

Die Gefahr eines doppelten Selbstmordes

Aufrüstung und Erderwärmung – von Michael Müller, in MOVUM
– mit freundlicher Genehmigung des Autors –

Rendezvous mit dem Schicksal, das waren für US-Präsident Franklin D. Roosevelt die seltenen historischen Momente, in denen das frühzeitige Erkennen eines gesellschaftlichen Umbruchs, ein breites Bündnis entschlossen handelnder Akteure und die konkrete Vision für eine gute Zukunft zusammenkommen. Heute erleben wir erneut eine solche Schlüsselsituation, denn die Welt befindet sich am Rande des Friedens. Sie braucht neue Initiativen für eine soziale und ökologische Weltinnenpolitik. Sie braucht die Suche nach Gemeinsamkeit, statt die Konfrontation zu verschärfen. Doch dies wird zu wenig erkannt. Noch immer gibt es, vor allem in der Politik, aber auch in der alltäglichen Berichterstattung, einen eklatanten Widerspruch zwischen dem Wissen über die Zukunftsgefahren und dem alltäglichen Handeln. Die Lücke wird sogar größer. weiterlesen…

„Der Selbstbetrug der Bürger wird immer absurder“

Umweltexperte Rainer Grießhammer über Rollenkonflikte, effizienten Klimaschutz und die vielen Vorzüge eines Tempolimits

Zeitungen - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDen Müll zu trennen, Energiesparlampen zu nutzen und im Bioladen einzukaufen, macht einen noch nicht zum Klimaschützer, sagt der renommierte Umweltexperte Rainer Grießhammer. Im Interview erklärt er, wo die Bürger wirklich viel Kohlendioxid einsparen können und an welchen Stellschrauben die Politik dringend drehen muss, wenn die Klimakatastrophe noch verhindert werden soll. – Joachim Wille im Gespräch mit Rainer Grießhammer. weiterlesen…