Dialogprozess „Gas 2030“ umstritten

Altmaier: „Deutschland soll bei Wasserstofftechnologien Nummer 1 in der Welt werden“

Am 09.10.2019 hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Dialogprozess „Gas 2030“ vorgestellt. Dieser war im Dezember 2018 offiziell gestartet worden, um gemeinsam mit Stakeholdern aus Wirtschaft und Gesellschaft die zukünftige Rolle gasförmiger Energieträger bis 2030 zu diskutieren. Die DUH sieht einen Widerspruch zum Klimaschutz. Der BEE forderte, der Ausstieg aus dem fossilen Erdgas müsse möglichst rasch eingeleitet werden. weiterlesen…

Bundesnetzagentur mit zweitem Bericht über Mindesterzeugung

Homann: “Nur geringer Teil der konventionellen Erzeugungsleistung netztechnisch erforderlich”

Die Bundesnetzagentur hat am 07.10.2019 den zweiten Bericht über die sogenannte Mindesterzeugung veröffentlicht. Im Bericht werden Perioden mit „negativen Strompreisen“ der Jahre 2016 bis 2018 untersucht. Negative Strompreise bedeuten, dass Betreiber von Kraftwerken dafür gezahlt haben, wenn ihnen Strom abgenommen wurde. “Viele Kraftwerke reagieren nur eingeschränkt auf Börsenstrompreise. Dies liegt häufig an fehlender Flexibilität durch Wärmelieferverpflichtungen,” erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
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2018: Kaum Hitze-Einfluss auf Stromerzeugung

19,9 GW nicht verfügbare Kapazitäten kaum über Durchschnitt

Trotz der langen Hitze- und Trockenperiode hat es im Sommer 2018 kaum Auswirkungen auf die Stromversorgung gegeben. Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst am 05.07.2019 heute im bundestag – aus der Antwort der Bundesregierung (19/11044) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10385) hervor. Demnach haben die Kraftwerke an Rhein und Neckar ihre Leistung teilweise vorsorglich gedrosselt, um die Flüsse vor zu hohen Temperaturen zu schützen. weiterlesen…

Lesehinweis: “Klimawandel zerreißt Ölindustrie”

Europa pro – US contra Klimaschutz

Kontrapunktisch beschreiben zwei FAZ-Autoren die Situation der Ölriesen angesichts des Klimawandels: Der Londoner Wirtschaftskorrespondent Marcus Theurer stellt fest, dass “Europas Ölriesen zunehmend in Windparks und Batteriehersteller investieren”. Dagegen setze die Konkurrenz aus Amerika noch voll auf fossile Brennstoffe – und fürchte ganz andere Folgen, schreibt sein New Yorker Kollege . weiterlesen…

Greenpeace Schweiz fordert Ende der Finanzierung fossiler Energieträger

Finanzplatz befeuert Klimaerhitzung

Der Schweizer Finanzplatz ist einer der wichtigsten der Welt. Deshalb ist die Verantwortung der hier ansässigen Finanzakteure für einen globalen Klimaschutz enorm. Doch noch nehmen die Banken, Versicherungen und Pensionskassen diese Verantwortung viel zu wenig wahr, so Greenpeace Schweiz: Während alle Haushalte und Unternehmen in der Schweiz jedes Jahr knapp 50 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, verschuldet der Finanzplatz mit seinen weltweiten Kapitalanlagen in fossile Energien jährlich rund 1.100 Millionen Tonnen CO2. weiterlesen…

Schiefergas für meistes Methan in der Atmosphäre verantwortlich?

CH4 keine Lösung für Klimakrise

Die durch den bevorstehenden 1. EU-US Energy Council in Brüssel, wo ab 01.05.2019 über die Steigerung von Fracking-Gas- Importen nach Europa verhandelt werden soll, erneut aufgekommene Diskussion über Fracking und LNG wirft erneut die Frage auf, ob überhaupt, und wenn ja, wie sehr Methan und/oder Erdgas als Übergangs-Energieträger taugen. Oder ob das klimagefährliche geruch- und farblose Gas nicht so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden muss. weiterlesen…

London Subventions-Spitzenreiter

Fossile genießen auf der Insel höchste Förderungen

Großbritannien gibt innerhalb der EU am meisten Geld für die Subventionierung fossiler Brennstoffe aus, so ein neuer Bericht der Europäischen Kommission. Er stellt auch fest – berichtete Sam Morgan am 16.01.2019 auf EURACTIV.com – die EU-weiten Zahlungen seien trotz der Bekenntnisse zum Pariser Klimaabkommen nicht rückläufig. weiterlesen…

Großbritannien macht’s vor


Erneuerbare Energien überflügeln fossile Kraftwerke

Eine rasante Erfolgsstory: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet in Großbritannien in rasendem Tempo voran, gleichzeitig schließen immer mehr Kohlemeiler. Nun überholte die installierte Ökostrom-Kapazität erstmals Kohle- und Gaskraftwerke. Es sei „ein bedeutender grüner Meilenstein, der noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre“, schrieb Iain Staffell, Energieexperte am Imperial College London. Eine Studie im Auftrag des Energiekonzerns Drax, durchgeführt von Staffell und Kollegen, zeigt das ganze Ausmaß: Während sich die Ökostrom-Kapazität in den vergangenen fünf Jahren verdreifachte, büßten die fossilen Energien ein Drittel ihrer installierten Leistung ein. Größtenteils weil sie schlicht das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten und unrentabel wurden, wie Clemens Weiß am 10.11.2018 in energiezukunft schrieb.
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DUH kritisiert Bundesregierung für Plan- und Ambitionslosigkeit beim Ausbau der EE


Deutsche Umwelthilfe kritisiert Bundesregierung für Plan- und Ambitionslosigkeit beim Ausbau der Erneuerbaren

Die Bundesregierung will keine langfristigen Ziele mehr beim Ausbau der Erneuerbaren Energien verfolgen und kehrt damit einer wichtigen Säule des Klimaschutzes den Rücken. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien als entscheidende Voraussetzung für den Ausstieg aus den fossilen Energien soll künftig jedes Jahr an den Fortschritt beim Netzausbau angepasst werden, statt sich wie bislang am Minderungsziel für Treibhausgase (CO2) zu orientieren. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist dies ein völlig falscher Ansatzpunkt, um die Energiewende voranzubringen. Ausgangspunkt für den Ausbau der Erneuerbaren sollte die Einhaltung der Klimaschutzziele sein, nicht die Netzkapazitäten. weiterlesen…

Petersberger Klimadialog 2018


Schwerpunkt Klimaschutz und Gerechtigkeit

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der designierte Präsident der nächsten Weltklimakonferenz in Kattowitz, der polnische Staatssekretär Michal Kurtyka, haben für den 18. und 19.06.2018 rund 35 Minister aus allen Teilen der Welt zum Petersberger Klimadialog nach Berlin eingeladen. Unter dem Motto “Changing together for a just transition” legt das Treffen erstmals einen ausdrücklichen Schwerpunkt auf soziale Aspekte des Klimaschutzes, wie das BMU am 15.06.20189 mitteilte. weiterlesen…