SOLARIFY

Archiv: Wind


Massiver EE-Ausbau notwendig und sinnvoll

„Die am 20.02.2018 veröffentlichten Ergebnisse der aktuellen Ausschreibungen für Solar- und Windenergie an Land zur Umsetzung in den kommenden zwei Jahren haben ein klares Ergebnis“ (siehe unten: solarify.eu/solarstrom-gleich-billig-wie-windstrom), schreibt Karl-Heinz Remmers am 21.02.1018 in seinem Blog.


Kohlestrom stinkt ab

Solarstrom aus neu geplanten großen Solarparks wird in Deutschland ebenso billig wie Elektrizität aus Windparks. Das geht einer Pressemitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) vom 21.02.2018 zufolge aus den jüngsten Ausschreibungen hervor: Nach Angaben der Bundesnetzagentur liege der durchschnittliche Zuschlagspreis bei neu geplanten PV-Kraftwerken bei 4,3 Cent, bei Windparks bei 4,6 ct/kwh. Damit unterschreite Strom aus neuen Öko-Kraftwerken die Erzeugungskosten von Kohle-Strom.

Weltweit erste „Wasserbatterie“


Neuartiges Kraftwerkskonzept – TÜV-SÜD-geprüft

Energie gewinnen ist relativ einfach, sie flexibel speichern schon schwieriger. Der Naturstromspeicher Gaildorf kann beides – Strom erzeugen und speichern. Die Idee hinter dem Gemeinschaftsprojekt der Max Bögl Wind AG (Sengenthal bei Neumarkt) mit Projektinitiator Alexander Schechner ist simpel und innovativ: Vier mit einem Pumpspeicherkraftwerk verbundene Windgeneratoren sollen nach Prüfung durch den TÜV Süd demnächst die Kombination aus Wind- und Wasserkraft zur Stromerzeugung nutzen – und so eine flexible Energieversorgung für die 12.000-Einwohner-Stadt Gaildorf südlich Schwäbisch Hall sicherstellen.


2016: 381 Mrd. kWh EE

2017 ist noch nicht zu Ende, doch bereits jetzt kann von einem Ökostromrekord gesprochen werden. Laut Berechnungen des Energieanbieters E.ON wurden in diesem Jahr bereits bis Mitte November 131 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom durch Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen produziert. Nach Angaben des Unternehmens wären damit schon sechs Wochen vor Jahresende zwei Mrd. kWh mehr Strom mittels dieser Energieträger erzeugt worden als im Gesamtjahr 2016 – auch wenn die offiziellen Zahlen für 2016 etwas anders lauten (s.u.).Das teilte die Agentur für Erneuerbare Energien mit.


Anzahl der Einzelanlagen verringern

Forscher der der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Energieversorgung und Wirtschaft eine sogenannte hybride Kompensationsanlage – eine Verbindung von Energiespeicher und leistungsfähigem Umrichter, der den Signalverlauf im Stromnetz beeinflussen kann. Damit soll die Zahl der Einzelanlagen verringert werden. Denn Netzbetreiber müssen neben der Verteilung des in vielen Wind- und Photovoltaikanlagen erzeugten Strom auch für eine gleichbleibend hohe Qualität in der Stromversorgung sorgen. Diese Qualität mit einzelnen Anlagen und Elementen zu sichern, ist aufwändig.


Der World Energy Outlook der IEA 2017 – Kritik: Solarentwicklung ignoriert – E-Fuels unbekannt

Zu den großen Veränderungen der Energieszene gehören vor allem die weltweite rasche Verbreitung wichtiger Erneuerbarer Energietechnologien, deren stark sinkende Kosten und die wachsende Bedeutung der Elektrizität. Aber auch die tiefgreifenden Umstellungen in Chinas Wirtschaft und dessen Abkehr von der Kohle, sowie die kontinuierliche Expansion der Schiefergas- und -ölförderung in den USA machen sich bemerkbar. Das sind die zentralen Aussagen des World Energy Outlooks 2017 der Internationalen Energieagentur (IEA), der am 17.11.2017 in Berlin von IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol vorgestellt wurde, und der die Entwicklung von Energieangebot und -nachfrage anhand aktualisierter Projektionen bis 2040 darstellt. Das manager magazin kritisierte scharf, dass der WEO seit Jahren die Entwicklung der Solarenergie ignoriere. Und die eben diskutierten E-Fuels auch, so Solarify.


China weit vorne

„Sehen wir uns die aktuellen Zahlen für Neuinstallationen von PV-Anlagen, Neuzulassungen von Elektroautos und die Ausbaupläne für die Zellfertigung von Batteriespeichern an. Und stellen uns dann die Frage, wie Planer, EPCs und Industrie aus Deutschland eigentlich mit dem daraus resultierenden Unterschied in der Lernkurve umgehen können. In Zahlen ausgedrückt, China versus Deutschland bei der PV-Systemtechnik – 50:2 Gigawattpeak, Lernkurve: 25mal höher als in Deutschland.“ Soweit Karl Heinz Remmers in seinem Blog Neue Energiewelt.


Unter 5 ct/kWh – Solar- und Windstrom 50% billiger als an der Strombörse

„Am 16.10.2017 wurden die Ergebnisse der Solarausschreibungen für Großanlagen in Deutschland und die Ergebnisse für die Windausschreibungen veröffentlicht. Damit steht fest, dass in großen Neuanlagen produzierter Strom bereits in naher Zukunft um bis zu 50% günstiger sein wird als der mittlere Strompreis an der Leipziger Strombörse EEX im Jahr 2008 war“ – schreibt EE-Experte Karl-Heinz Remmers am gleichen Tag in seinem Blog neue-energiewelt.de.


Spanien erteilt Zuschläge für Solaranlagen mit 3,9 Gigawatt – Frankreich für 500 MW

Das spanische Ministerium für Energie, Tourismus und digitale Agenda hat dem Branchendienst pv magazine zufolge die Liste der Gewinner der jüngsten Ausschreibung für neue Wind- und PV-Kraftwerken – mit mehr als 5 GW – veröffentlicht. Demnach haben am 26.07.2017 30 PV-Projekte mit Größen zwischen 100 kW und 1.550 MW einen Zuschlag erhalten. Der Gesamtleistung der Kraftwerke beträgt 3.909 MW. Dazu zehn Windparkprojekte mit einer Leistung von zusammen 1.127 MW ausgezeichnet.


Agora: Energiewende auf chinesisch – Mehr Erneuerbare, weniger Kohle, energieeffizientere Wirtschaft

Die Stromversorgung in China wird trotz einer insgesamt steigenden Stromproduktion effizienter und sauberer. So machen Erneuerbare Energien einen immer größeren Anteil an der Stromproduktion aus: 2016 lieferten sie 25 Prozent, 8 Prozentpunkte mehr als 2010. Demgegenüber ist die Kohleverstromung im gleichen Zeitraum um 11 Prozentpunkte auf einen Anteil von 65 Prozent am Strommix zurückgegangen. Das sind zentrale Erkenntnisse des Berichtes „Energy Transition in the Power Sector in China: State of Affairs in 2016“, den Agora Energiewende jetzt gemeinsam mit dem China National Renewable Energy Centre (CNREC) vorgelegt hat.

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