SOLARIFY

Archiv: Wind


Miteinander statt Gegeneinander erforderlich

Die Spitzenverbände der Solarwirtschaft und der Windenergiebranche lehnen gemeinsame Ausschreibungen weiter entschieden ab. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) sprechen sich mit Blick auf die Ergebnisse der gemeinsamen Ausschreibung dagegen aus, die beiden Erzeugungstechnologien in einen nicht zielgerichteten Kostenwettstreit zu verwickeln.


Ergebnisse der gemeinsamen Ausschreibung von Wind- und Solaranlagen – Homann: “Wind und Solar erforderlich für Energiewende”

Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben am 12.04.2018 die Zuschläge der ersten gemeinsamen Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen erteilt. “Es haben ausschließlich Gebote für Solaranlagen Zuschläge erhalten. Im Wettstreit setzt sich eben die Technologie durch, die zu den geringsten Kosten anbieten kann“, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Für das Gelingen der Energiewende ist jedoch ein Mix der verschiedenen Technologien erforderlich.“


BNEF: Preisrutsch bei Wind, Solar und Batterien bringen fossile Brennstoffe in Bedrängnis

Die jüngste Studie von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) vom 28.03.2018 über weltweite Vergleichskosten zeigt die Wettbewerbsfähigkeit von Onshore-Wind- und Solaranlagen im vergangenen Jahr um 18 Prozent verbessert – sowie neue, sich rasch entwickelnde Trends für Batterien. Kohle und Gas sehen sich aufgrund der spektakulären Kostensenkungen sowohl für Wind- und Solartechnologien, als auch für Batterien zunehmenden Bedrohungen ihrer Position im weltweiten Stromerzeugungsmix ausgesetzt.


Koalitionsverhandlungen offenbarten fehlendes Interesse an Umsetzung des Pariser Abkommens
Fachaufsatz von Volker Quaschning in erneuerbareenergien

Auch Monate nach der Bundestagswahl wissen wir nicht, wohin eine künftige Regierung in den Themen Energiewende und Klimaschutz steuert. Immerhin: Mit Ausnahme der AfD, die sogar einfache physikalische Hintergründe des Klimawandels nicht verstanden hat, stehen offiziell alle relevanten Parteien zum Klimaschutz. Selbst bei der FDP findet sich im Wahlprogramm der Satz: „Grundlage unseres Handelns ist … das Pariser Klimaschutzabkommen.“ Wirksame Maßnahmen dazu? Bislang Fehlanzeige.


Massiver EE-Ausbau notwendig und sinnvoll

“Die am 20.02.2018 veröffentlichten Ergebnisse der aktuellen Ausschreibungen für Solar- und Windenergie an Land zur Umsetzung in den kommenden zwei Jahren haben ein klares Ergebnis” (siehe unten: solarify.eu/solarstrom-gleich-billig-wie-windstrom), schreibt Karl-Heinz Remmers am 21.02.1018 in seinem Blog.


Kohlestrom stinkt ab

Solarstrom aus neu geplanten großen Solarparks wird in Deutschland ebenso billig wie Elektrizität aus Windparks. Das geht einer Pressemitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) vom 21.02.2018 zufolge aus den jüngsten Ausschreibungen hervor: Nach Angaben der Bundesnetzagentur liege der durchschnittliche Zuschlagspreis bei neu geplanten PV-Kraftwerken bei 4,3 Cent, bei Windparks bei 4,6 ct/kwh. Damit unterschreite Strom aus neuen Öko-Kraftwerken die Erzeugungskosten von Kohle-Strom.

Weltweit erste “Wasserbatterie”


Neuartiges Kraftwerkskonzept – TÜV-SÜD-geprüft

Energie gewinnen ist relativ einfach, sie flexibel speichern schon schwieriger. Der Naturstromspeicher Gaildorf kann beides – Strom erzeugen und speichern. Die Idee hinter dem Gemeinschaftsprojekt der Max Bögl Wind AG (Sengenthal bei Neumarkt) mit Projektinitiator Alexander Schechner ist simpel und innovativ: Vier mit einem Pumpspeicherkraftwerk verbundene Windgeneratoren sollen nach Prüfung durch den TÜV Süd demnächst die Kombination aus Wind- und Wasserkraft zur Stromerzeugung nutzen – und so eine flexible Energieversorgung für die 12.000-Einwohner-Stadt Gaildorf südlich Schwäbisch Hall sicherstellen.


2016: 381 Mrd. kWh EE

2017 ist noch nicht zu Ende, doch bereits jetzt kann von einem Ökostromrekord gesprochen werden. Laut Berechnungen des Energieanbieters E.ON wurden in diesem Jahr bereits bis Mitte November 131 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom durch Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen produziert. Nach Angaben des Unternehmens wären damit schon sechs Wochen vor Jahresende zwei Mrd. kWh mehr Strom mittels dieser Energieträger erzeugt worden als im Gesamtjahr 2016 – auch wenn die offiziellen Zahlen für 2016 etwas anders lauten (s.u.).Das teilte die Agentur für Erneuerbare Energien mit.


Anzahl der Einzelanlagen verringern

Forscher der der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Energieversorgung und Wirtschaft eine sogenannte hybride Kompensationsanlage – eine Verbindung von Energiespeicher und leistungsfähigem Umrichter, der den Signalverlauf im Stromnetz beeinflussen kann. Damit soll die Zahl der Einzelanlagen verringert werden. Denn Netzbetreiber müssen neben der Verteilung des in vielen Wind- und Photovoltaikanlagen erzeugten Strom auch für eine gleichbleibend hohe Qualität in der Stromversorgung sorgen. Diese Qualität mit einzelnen Anlagen und Elementen zu sichern, ist aufwändig.


Der World Energy Outlook der IEA 2017 – Kritik: Solarentwicklung ignoriert – E-Fuels unbekannt

Zu den großen Veränderungen der Energieszene gehören vor allem die weltweite rasche Verbreitung wichtiger Erneuerbarer Energietechnologien, deren stark sinkende Kosten und die wachsende Bedeutung der Elektrizität. Aber auch die tiefgreifenden Umstellungen in Chinas Wirtschaft und dessen Abkehr von der Kohle, sowie die kontinuierliche Expansion der Schiefergas- und -ölförderung in den USA machen sich bemerkbar. Das sind die zentralen Aussagen des World Energy Outlooks 2017 der Internationalen Energieagentur (IEA), der am 17.11.2017 in Berlin von IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol vorgestellt wurde, und der die Entwicklung von Energieangebot und -nachfrage anhand aktualisierter Projektionen bis 2040 darstellt. Das manager magazin kritisierte scharf, dass der WEO seit Jahren die Entwicklung der Solarenergie ignoriere. Und die eben diskutierten E-Fuels auch, so Solarify.

nächste Seite »