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Archiv: Biodiversität


Wenn sich Erdboden erwärmt, setzt er vermehrt CO2 frei – ein Effekt, der den Klimawandel zusätzlich anheizt. Bisher hatte man angenommen, der Grund hierfür sei vor allem in kleinen Bodentieren und Mikroorganismen zu suchen, die bei wärmeren Temperaturen mehr fressen und atmen würden. Tabea Turrini vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)Halle-Jena-Leipzig weist auf eine neue Studie in Nature Climate Change hin, die zeigt, dass die bisherige Annahme nicht zutrifft.


Zivilgesellschaft gestärkt im Engagement für Klimaschutz und eine bessere Landwirtschaft

Als eine „umweltpolitische Achterbahnfahrt“ bilanziert der Vorsitzende des BUND, Hubert Weiger, das Jahr 2017. „Umweltthemen wie Klimawandel und Kohleausstieg, Dieselskandal, Insektensterben und die unlautere Glyphosat-Wiederzulassung sorgten 2017 zwar für viele Schlagzeilen, doch echte Fortschritte blieben aus. Dabei ist der politische Handlungsdruck angesichts der Klimakrise und des Verlusts der Biodiversität größer denn je“, sagte Weiger.


Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group und Mit-Autor des EEG 2000 resümiert über 25 Jahre Biogas

„Am 13.12.2017 feierte der Fachverband Biogas in Nürnberg sein 25-jähriges Jubiläum. 25 Jahre, die eine erstaunliche innovative Entwicklung, insbesondere angestoßen durch das EEG 2000, brachte. Mir war bei der politischen Entwicklung des EEG die damals nur von wenigen Politikern unterstützte Biogastechnologie eine wichtige zu entwickelnde Technologie. Daher feierte ich gerne mit. Mit über 4800 Mitgliedern gehört der Fachverband Biogas zu Europas stärksten Organisationen im Bereich Biogas.


Das Wiederherstellen zerstörter Ökosysteme ist problematischer als gedacht

iDiv logoDie Presseabteilung des Deutsches Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat am 10.02.2017 eine Studie vorgestellt, in der Ökosystem-Management-Strategien untersucht wurden. Die Ergebnisse waren durchaus unerwartet.


Dürreperioden setzen Abwärtsspirale in Gang

Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen. Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem von der TU München und dem PIK Potsdam herausgefunden und am 13.03.2017 in Nature Communications veröffentlicht.


Mit Pflanzen verschwinden Tiearten

Blumenwiese vor der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyVerschwinden Pflanzenarten durch den Klimawandel, ziehe dies wahrscheinlich den Verlust von Tierarten nach sich. Besonders bedroht seien auf Interaktionen mit bestimmten Pflanzenarten angewiesene Insekten. Pflanzen verkraften hingegen das Verschwinden ihrer tierischen Partner besser, schreibt ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in einer kürzlich im Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlichten Studie.


„Auf der Ölspur“: WWF-Berechnungen zu einem palmölfreieren Deutschland

Orang Utan - Foto © Tbachner - Gemeinfrei, commons.wikimedia.orgWeltweit werden auf mehr als 17 Millionen Hektar – fast der halben Fläche Deutschlands – jährlich rund 60 Mio. t Palm- und Palmkernöl produziert. Der weltweite Hunger daauf hat gewaltige negative Auswirkungen auf Mensch und Natur – großflächige Rodung von Regenwäldern, Missachtung von Landnutzungsrechten und Vertreibung bedrohter Arten wie Orang-Utans. Der WWF hat die ökologischen Folgen eines Boykotts und Ersatzes von Palmöl in Deutschland berechnet – das Ergebnis der Studie: Kein Palmöl ist – „leider – auch keine Lösung“.


Amazonaswald: Nicht nur im Naturschutzkontext betrachten

Regenwald bei Roraima_Brasilien, von Goldgräbern zerstört - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftWald mit einer großen Vielfalt von Pflanzen kann besser auf Klimastress reagieren. Erstmals konnten Forscher des PIK-Potsdam dies jetzt für das Amazonas-Gebiet in umfassenden Computer-Simulationen, die den Artenreichtum von Bäumen dort mit einberechnen, zeigen. Biodiversität kann demnach ein wirksames Mittel sein, Klimarisiken abzumildern, und sollte nicht nur im Naturschutzkontext betrachtet werden.

Papst-Rundschreiben durchgesickert

Der Inhalt der für übermorgen (18.06.2015) geplanten Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus ist durchgesickert – ein Leak? Die Kirche betont darin die Verantwortung der reicheren Länder. Und der Papst ruft zu entschiedenem Kampf gegen den Klimawandel auf. Der Vatikan empört sich: „Eine abscheuliche Tat“. Das Durchbrechen der Sperrfrist deuten italienische Medien als Intrige konservativer Kreise gegen Papst Franziskus. Einem Journalisten wurde die Akkreditierung entzogen.

Wichtiges Thema beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau

Für den G7-Gipfel in Elmau gewinnt wissenschaftliche Politikberatung an Bedeutung: Unter Federführung der Nationalen Akademie Leopoldina wurden Stellungnahmen zu Antibiotikaresistenzen, Tropenkrankheiten und Zukunft der Meere erarbeitet — alles Themen, bei denen die biologische Vielfalt eine entscheidende Rolle spielt. Die als Autorin beteiligte Tiefseeökologin Prof. Antje Boetius berichtete in einem Interview (netzwerk-forum zur biodiversitätsforschung deutschland) über ihr Erstaunen, welch weitgehende Forderungen in den Berichten nicht nur akzeptiert sondern auch in die offizielle Argumentation der Bundesregierung übernommen wurden.

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