Holzweg Bioenergie

Großflächiger Anbau von Energiepflanzen genauso schädlich wie Klimawandel

Lange galt die Bioenergie als wichtige Option für den Klimaschutz. Eine Studie von Forschenden des Senckenberg Biodiversität und Klima-Forschungszentrums (BiK-F), der Technischen Universität München (TUM) und der Durham University zeigt jedoch, dass eine massive Ausweitung der Anbauflächen für Energiepflanzen die Lebensräume von Wirbeltieren ähnlich negativ beeinflusst wie der Klimawandel. weiterlesen…

“Ökosystem Fluss akut bedroht”


Weniger als 7 % in passablem Zustand

“Flüsse sind Lebensadern unserer Landschaft und Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Doch die biologische Vielfalt und das Ökosystem Fluss sind akut bedroht,” schreibt die Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen in einer Medienmitteilung zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage. Ihr vernichtendes Urteil: Seit Jahren versage die Bundesregierung beim Schutz der Gewässer und Flusslandschaften, obwohl sie dazu verpflichtet sei. weiterlesen…

“Das menschliche Wohlergehen ist gefährdet”


Biodiversität nimmt weiter ab: “Weckruf”

Der Klimawandel spielt bei der Abnahme der Biodiversität eine große Rolle. Die Forscher des Weltbiodiversitätsrates IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services), der bis 26.03.2018 im kolumbianischen Medellín den Stand der Wissenschaft zur globalen Biodiversität beriet, hoben zudem hervor, wie wichtig die biologische Vielfalt für das Überleben der Menschheit ist. Denn der Rückgang der Arten vermindert die Fähigkeit der Natur, zum Wohlergehen der Menschen beizutragen – es überhaupt zu ermöglichen. weiterlesen…

Jede zweite Art vom Aussterben bedroht


Bei Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze würde “nur” jede vierte verschwinden

Bis zur Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in den weltweit bedeutendsten Naturregionen wie dem Amazonas, Madagaskar, den Miombo-Wäldern im südlichen Afrika und Südwestaustralien werden mittelfristig dem Klimawandel zum Opfer fallen – so das düstere Ergebnis einer vom WWF in Auftrag gegebenen (und in der Wissenschaftszeitschrift Climatic Change veröffentlichte) Studie der Universität East Anglia in Großbritannien und der James Cook University (Australien). Sollte die menschengemachten Treibhausgas-Emissionen wie bisher weitergehen und zunehmen, würde bis 2080 jede zweite Art aus den untersuchten Gebieten verschwinden. Selbst wenn die Pariser Zwei-Grad-Grenze eingehalten würde, fiele der Rückgang der Artenvielfalt noch erheblich aus: Dann würde noch jede vierte Spezies in den Schlüsselregionen das Zeitliche segnen. weiterlesen…

Goodbye Heimat


Bis zu 16 % der Tier- und Pflanzenarten sind potentielle Auswanderer

Der Senckenberg-Wissenschaftler vom Forschungszentrum Biodiversiät und Klima – Hanno Seebens – hat gemeinsam mit einem internationalen Team herausgefunden, dass 16 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten das Potential haben, vom Menschen in andere Gebiete verschleppt zu werden. Momentan sind 28 Prozent solcher regional neu beobachteten, nicht-einheimischen Arten – global gesehen – sogenannte neue Neobiota. Neue Neobiota sind Arten, die zum ersten Mal außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets auftauchen. Die Kontrolle nicht-einheimischer Arten, die erhebliche Risiken bergen, erfordert daher höhere Anstrengungen als bisher, schreibt das Team aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“. weiterlesen…

Klimawandel: Selbstverstärkender Effekt nicht durch Bodentiere erklärbar


Wenn sich Erdboden erwärmt, setzt er vermehrt CO2 frei – ein Effekt, der den Klimawandel zusätzlich anheizt. Bisher hatte man angenommen, der Grund hierfür sei vor allem in kleinen Bodentieren und Mikroorganismen zu suchen, die bei wärmeren Temperaturen mehr fressen und atmen würden. Tabea Turrini vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)Halle-Jena-Leipzig weist auf eine neue Studie in Nature Climate Change hin, die zeigt, dass die bisherige Annahme nicht zutrifft. weiterlesen…

2017 – ein Jahr der umweltpolitischen Achterbahnfahrt


Zivilgesellschaft gestärkt im Engagement für Klimaschutz und eine bessere Landwirtschaft

Als eine “umweltpolitische Achterbahnfahrt” bilanziert der Vorsitzende des BUND, Hubert Weiger, das Jahr 2017. “Umweltthemen wie Klimawandel und Kohleausstieg, Dieselskandal, Insektensterben und die unlautere Glyphosat-Wiederzulassung sorgten 2017 zwar für viele Schlagzeilen, doch echte Fortschritte blieben aus. Dabei ist der politische Handlungsdruck angesichts der Klimakrise und des Verlusts der Biodiversität größer denn je”, sagte Weiger. weiterlesen…

25 Jahre innovative Biogasentwicklung


Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group und Mit-Autor des EEG 2000 resümiert über 25 Jahre Biogas

“Am 13.12.2017 feierte der Fachverband Biogas in Nürnberg sein 25-jähriges Jubiläum. 25 Jahre, die eine erstaunliche innovative Entwicklung, insbesondere angestoßen durch das EEG 2000, brachte. Mir war bei der politischen Entwicklung des EEG die damals nur von wenigen Politikern unterstützte Biogastechnologie eine wichtige zu entwickelnde Technologie. Daher feierte ich gerne mit. Mit über 4800 Mitgliedern gehört der Fachverband Biogas zu Europas stärksten Organisationen im Bereich Biogas. weiterlesen…

Schutz geht vor Wiederherstellung


Das Wiederherstellen zerstörter Ökosysteme ist problematischer als gedacht

iDiv logoDie Presseabteilung des Deutsches Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat am 10.02.2017 eine Studie vorgestellt, in der Ökosystem-Management-Strategien untersucht wurden. Die Ergebnisse waren durchaus unerwartet. weiterlesen…

Dominoeffekt im Amazonas-Regenwald


Dürreperioden setzen Abwärtsspirale in Gang

Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen. Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem von der TU München und dem PIK Potsdam herausgefunden und am 13.03.2017 in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…