Aus der Vogelperspektive

Satelliten überwachen Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen

Die Fähigkeit eines Ökosystems, Störungen zu widerstehen und sich davon zu erholen, kann aus dem Weltraum gemessen werden. Das zeigen Taylor Smith von der Universität Potsdam, seine Kollegen am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Technischen Universität München (TUM) in einer empirischen Untersuchung in Nature Climate Change (open access). Ihre auf Satellitendaten basierende Methode könnte in den kommenden Jahrzehnten des Klima- und Landnutzungswandels an Bedeutung gewinnen. weiterlesen…

Deutscher Umweltsatellit ins All gestartet

EnMAP soll Erde mit 242 Spektralkanälen aus 650 km Höhe aufnehmen

Am 01.04.2022 um 18:24 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (12:24 Uhr Ortszeit) ist der erste in Deutschland gebaute und entwickelte Hyperspektralsatellit EnMAP an Bord einer Falcon-9-Rakete des US-amerikanischen Raumfahrtkonzerns SpaceX von Cape Canaveral in Florida ins All gestartet. (Bild: Deutscher Umweltsatellit EnMAP – Grafik © DLR CC BY-NC-ND 3.0) weiterlesen…

Kommentare zu Lemkes Aktionsprogramm: Klimaschutz? Natürlich!

BUND: Langfristige Perspektive für Natur und Landnutzung bieten

Auf die am 29.03.2022 veröffentlichten Eckpunkte eines Aktionsprogramms für natürlichen Klimaschutz erfolgten zahlreiche (meist positive) Reaktionen. Unter anderem von BUND, DUH, nabu und Greenpeace. Sie reichen von „kein Feigenblatt“ über „wichtiger Schritt für den Klimaschutz“, „Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz kann Gamechanger werden“ bis zu „nun rasch Maßnahmen“. weiterlesen…

Habeck und die Grenzen des Vogelschutzes

Geraten Windenergie-Pläne in Konflikt mit EU-Recht?

Die neue Bundesregierung will den Ausbau von Onshore-Windenergie wieder in Gang bringen und lässt die Windkraftindustrie in ganz Europa auf Rückenwind vom ehemaligen Weltmeister der Onshore-Windenergie hoffen. Doch dabei könnte es zu Konflikten mit den Naturschutzverbänden und EU-Recht kommen, schreibt Nikolaus Kurmayer auf euractiv.com. weiterlesen…

Starke Ablehnung schlägt Giegold entgegen

EU-Naturschutz soll unverändert bleiben

Der neue Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Sven Giegold (Grüne), will das EU-Naturschutzrecht verändern, damit Genehmigungsverfahren für Windkraft- oder Solaranlagen beschleunigt werden können und rechnet mit Widerstand durch die Umweltverbände: „Ich rechne mit Ärger bei einem Teil der Naturschutzverbände, aber auch hier hat bereits ein Umdenken eingesetzt. Wenn wir mit dem Ausbau der Erneuerbaren vorankommen wollen, ist die Änderung im Europäischen Naturschutzrecht notwendig.“ BUND und Nabu reagierten wie erwartet, so mehrere deutsche Medien. Nötig seien eine bessere Personalausstattung, Digitalisierung und verlässliche Standards sowie eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. weiterlesen…

Rückschlag für Willow-Projekt von ConocoPhillips in Alaska

Bundesrichterin lehnt Genehmigungen der Trump-Regierung ab – auch von Biden unterstützt

Mehr als 160.000 Barrel pro Tag wollte der Konzern ConocoPhillips in der National Petroleum Reserve Alaskas westlich der Prudhoe Bay fördern. Eine Bundesrichterin hat am 25.08.2021 laut Washington Post die Genehmigungen für das umstrittene, an der Nordküste Alaskas geplante Ölprojekt verweigert. Sie bemängelte, wie die US-Regierung die Umweltauswirkungen des Projekts bewertet hatte, einschließlich der Frage, dass es Eisbären schaden könnte. (Foto: Central Gas Facility, Prudhoe Bay, Alaska – Foto © FairbanksMikeflickr.com photos, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

NABU und BSW definieren Solarpark-Standards

Gesamtversiegelungsgrad soll 5 % der Fläche nicht überschreiten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben sich einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 05.05.2021 zufolge auf Kriterien für naturverträgliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen verständigt. Dabei wurden „Win-Win-Lösungen“ für Natur- und Klimaschutz angestrebt. weiterlesen…

EULE: Evaluierungssystem für umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende

10.000. DBU-Projekt vereint Artenschutz und Energiewende

Flusslandschaft an der Dahme bei Berlin - Foto © SolarifySeit beinahe 30 Jahren fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) innovative und umweltentlastende Modellprojekte. Im Juni hat die Förderung einen weiteren Meilenstein erreicht: 10.000 geförderte Projekte: Nummer 10.000 ist das Evaluierungssystem für eine umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende (EULE) – ein Projekt der regionalwerke, Bodenkirchen, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising sowie Prof. Schaller UmweltConsult, München. weiterlesen…

Windenergie und Naturschutz: Warum beide Seiten einander kaum trauen

…und wie das zu ändern ist

Windenergie gehört zwar zu den meistversprechenden Formen Erneuerbarer Energien. Jedes Jahr sind jedoch Windgeneratoren für den Tod Hunderttausender fliegender Tiere wie etwa Fledermäuse verantwortlich, die mit den Rotorblättern kollidieren. Um einen konstruktiven Weg aus diesem grün-grünen Dilemma zu finden, müssten Windstrom-Unternehmen, Umweltexperten und Naturschützer miteinander kooperieren. Der Mangel an Vertrauen zwischen ihnen kann jedoch eine effektive und kreative Zusammenarbeit behindern. Mitglieder des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigten nun, dass gemeinsame Werte allein nicht ausreichen, um Vertrauen zwischen diesen Gruppen zu bilden. Einen stärkeren Einfluss auf die Zusammenarbeit haben Überzeugungen und Emotionen.
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Paradigmenwechsel in der Forstwirtschaft überfällig

Waldstrategie 2050: Ökologische Waldwende überfällig

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert anlässlich der Verbändeanhörung zur Waldstrategie 2050 eine ökologische Kehrtwende im Umgang mit dem deutschen Wald. „Die Waldstrategie 2050 muss die ökologische Waldwende einleiten“, erklärt Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. „Ein Paradigmenwechsel in der Forstwirtschaft ist überfällig.“ weiterlesen…