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Archiv: Treibhausgasemissionen


2020: Statt 40 nur 30 Prozent

Ohne weitere Anstrengungen wird Deutschland sein Klimaschutzziel für 2020 drastisch verfehlen. Der Ausstoß von Treibhausgasen wird gegenüber 1990 lediglich um 30 bis 31 Prozent zurückgehen. Das Ziel der Bundesregierung liegt bei einer Treibhausgas-Reduktion von 40 Prozent. Zu der Einschätzung kommt Agora Energiewende in einer aktuellen Analyse.


Hohe Umweltbelastungen in globalen Lieferketten von deutschen Unternehmen

Der „Umweltatlas Lieferketten“ von adelphi und Systain beschreibt erstmals umfassend, wie sich die Produktion von deutschen Unternehmen im Ausland auf die Umwelt auswirkt. Wie die Berliner Denkfabrik adelphi am 19.06.2017 mitteilte, sei die systematische Untersuchung der globalen Wertschöpfungskette in acht Branchen keinesfalls als Unternehmensbashing gedacht, sondern wolle als Gesprächsangebot an die Wirtschaft bzw. eine Hilfestellung verstanden werden.


Erreichen der Klimaschutzziele erfordert weitere Anstrengungen

Ein am 31.03.2015 von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlichter Vergleich wissenschaftlicher Szenarien zur Entwicklung der deutschen Treibhausgasbilanz zeigt, dass deutlich größere Anstrengungen als bisher erforderlich sind, um die politisch gesteckten Klimaschutzziele bis 2020 und darüber hinaus zu erreichen. Setzt sich lediglich der bisherige Trend fort, wird Deutschland die Zielmarke verfehlen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu verringern.


…und umweltfreundlicher dazu

Das kommerzielle Reiseportal GoEuro bietet neuerdings Zugverbindungen an, die (so der Werbetext) „Zeit sparen und die Erde retten“. Fliegen werde oft als die schnellste Art zu reisen bezeichnet, jedoch sei das nicht immer der Fall. Anlässlich des Tages der Erde (“Earth Day” – auch „„Internationaler Tag der Mutter Erde“) am 22.04.2017 hat der Reisevergleichsanbieter populäre Routen in Europa unter die Lupe genommen und 15 Verbindungen gefunden, bei denen Bahnfahren nicht nur umweltfreundlicher, sondern sogar schneller als Fliegen ist.

Gesetzesrang für Klimaschutz


CO2-Emissionen sollen sinken

Der schleswig-holsteinische Landtag hat am 24.02.2017 ein Energiewende- und Klimaschutzgesetz beschlossen. Damit soll der CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent Prozent gesenkt werden. Zudem soll der Anteil von Wärme aus Erneuerbaren Energien erhöht werden. Das Gesetz stieß auf Kritik seitens der Oppositionsparteien. SPD-Fraktionschef Ralf Stegner bezeichnete das Gesetz als „Meilenstein für unser Bundesland“.


Im zweiten Jahr in Folge – Energiewende beginnt zu wirken – Emissionen des Verkehrs stagnieren aber weiter

2015 wurden in Deutschland insgesamt 901,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen – 2,3 Millionen Tonnen bzw. 0,3 Prozent weniger als 2014 und 27,9 Prozent weniger im Vergleich zu 1990. Das zeigen jetzt an die Europäische Kommission übermittelte Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA). Die größten Minderungen erzielte laut einer Medienmitteilung mit 11,8 Millionen Tonnen die Energiewirtschaft.


dena-Gebäudereport: Sanierungsrate weiterhin viel zu gering

Wie aus einer dena-Pressemitteilung vom 06.02.2017 zu erfahren ist, zeichnet sich die von der Bundesregierung angestrebte Verdopplung der jährlichen Sanierungsrate von 1 auf 2 Prozent bislang nicht ab. Dazu kommt, dass sich Dämmstoff- und Heizungsmarkt kaum bewegen sowie Wärmebedarf und Treibhausgasemissionen nicht schnell genug sinken. Das zeigen die Statistiken für 2015 und 2016 des zum Jahreswechsel 2016/2017 veröffentlichten Gebäudereports der Deutschen Energie-Agentur (dena).


Kohlestrom: 50 Prozent weniger bis 2030 ist möglich – und nötig

Das Ziel im Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung ist eindeutig: Bis 2030 muss die Energiewirtschaft ihre Treibhausgasemissionen gegenüber 2014 um die Hälfte senken. Dazu muss 2030 aber deutlich weniger als die Hälfte an Kohlestrom produziert werden, so eine neue Studie des Umweltbundesamtes, die am 13.01.2017 veröffentlicht wurde.


„Trotz verhaltenem Optimismus: die Maßnahmen wirken“

BMUB logo neuMit dieser doppelsinnigen Überschrift hat das Bundeskabinett im zweiten Jahr nach Verabschiedung des Klima-Aktionsprogramms 2020 hat das Bundeskabinett am 14.12.2016 den Klimaschutzbericht 2016 zum Stand der Umsetzung beschlossen. Dazu teilt die Presseabteilung des BMUB am 14.12.2016 mit: „Der Klimaschutzbericht beinhaltet die aktuellen Trends der Emissionsentwicklung in den verschiedenen Handlungsfeldern. Die Einschätzung, ob die Ziele des Programms erreicht werden können, fällt 2016 etwas weniger optimistisch aus.“


Neue Ausgabe des AEE-Bundesländerreports zeichnet detailliertes Bild des Ausbaus Erneuerbarer Energien

AEE - agentur-fuer-erneuerbare-energie - logoDie COP 21 hat in Paris eine erhebliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen festgeschrieben. Deren tatsächliche Minderung muss jedoch vor Ort durch Effizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien aee-broschuere-foederale-energiewende-titelerfolgen. Die Bundesländer haben dabei eine wichtige Scharnierfunktion und können die Energiewende entscheidend voranbringen. Einen detaillierten Überblick über ihre unterschiedlichen Strategien, Stärken und Strukturen bietet die neu erschienene Ausgabe 2016/17 des regelmäßigen Bundesländerreports der Agentur für Erneuerbare Energien, so die AEE-Pressemitteilung vom 24.11.2016.

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