Starke Nachfrage wird Wasserstoffpreis verdoppeln

Aurora-Untersuchung: Für wettbewerbsfähige Kosten müssen Verkehrs- und Wärmesektor elektrifiziert und grüner Wasserstoff politisch gefördert werden

“Wärmemarkt und Verkehr verderben Wasserstoffpreis” titelte der Energy Messenger am 01.09.2020: Eine neue Untersuchung des Londoner Thinktanks Aurora Energy Research warnt vor einem Wasserstoff-Hype, der den Preis hochtreiben könnte. Aurora bewertet in der Studie “Wasserstoff im nordwesteuropäischen Raum” die Rolle von Wasserstoff in den Energiesystemen von Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die sektorale Nachfrageaufnahme, den technologischen Fortschritt, die Kosten und liefert Marktentwicklungen in mehreren Szenarien. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der neuen Analyse. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff könnte bis 2030 wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein

IHS Markit mit neuer Prognose

Weltweit gibt es viele Projekte, die die Kosten für die Herstellung von grünem Wasserstoff weiter senken werden. Nach Angaben der Analysten haben sie sich seit 2015 bereits um 50 Prozent reduziert und werden bis 2025 um weitere 30 Prozent fallen, schreibt am in pv magazine. weiterlesen…

Regierung: Grüner Wasserstoff nur mit grünem Strom

Details zur Nationalen Wasserstoffstrategie

Die Wasserstoffproduktion im Inland wird den deutschen Gesamtenergieverbrauch bis 2030 nur geringfügig beeinflussen, meldet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag in einem Bericht über die Antwort der Bundesregierung (19/20916) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/20351). Der Wasserstoffverbrauch werde bis 2030 von derzeit 50 bis 60 auf 90 bis 110 TWh pro Jahr steigen. Neben der Grund- und Petrochemie setze zukünftig auch der Stahl- und Verkehrssektor verstärkt auf grünen Wasserstoff. Der Elektrolyse-Strom müsse dabei nicht zwingend durch Windkraft erzeugt werden, entscheidend sei jedoch, dass es grüner Strom sei weiterlesen…

Wasserstoff aus Salz- und Abwasser

Neues 2D-Material zersetzt Wasser unter Sonnenlicht

Wissenschaftler der Polytechnischen Universität Tomsk haben gemeinsam mit Teams der Universität für Chemie und Technologie in Prag und der Jan-Evangelista-Purkyne-Universität in Ústí nad Labem (früher Aussig) ein neues 2D-Material zur Herstellung von Wasserstoff entwickelt. Das Material erzeugt einer Medienmitteilung vom 21.07.2020 zufolge auf effiziente Weise Wasserstoffmoleküle aus Süß-, Salz- und verschmutztem Wasser, indem es dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Die Ergebnisse wurden in ACS Applied Materials & Interfaces veröffentlicht. weiterlesen…

Auf dem Weg zur Wasserstoffunion – wirklich?

„Horizont Europa“ um ein Viertel gekürzt

Dem EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ bewilligten die Regierungschefs auf dem EU-Gipfel deutlich weniger Gelder als vorgesehen – es wurde um ein Viertel (andere Aussagen: ein Drittel) gekürzt. Forschungsministerin Anja Karliczek plant dennoch eine europäische Initiative, sagte sie im Deutschlandfunk. Das Ziel: Europa soll zum Kontinent des grünen Wasserstoffs werden. weiterlesen…

Regenerative Wasserstofferzeugung ohne Umwege

Direktvergärung von Biomasse macht‘s möglich

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF bietet im Projekt “HyPerFerment” (siehe solarify.eu/kombinierte-produktion-von-gruenem-wasserstoff-und-biogas) eine bedarfsgerechte, dezentrale und modulare Lösung zur Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff (siehe Medienmitteilung vom 02.04.2020). Um gemeinsam mit der Streicher Anlagenbau GmbH & Co. KG und dem Biotechnologieunternehmen MicroPro GmbH in Gommern bei Magdeburg das Konzept der Wasserstofffabrik voranzutreiben, entwickelten die Forscher modular erweiterbare Teilkomponenten, die – miteinander vernetzt – in Gewerbe- und Industrieparks realisiert werden. Durch den Einsatz spezieller Bakterienkulturen und einer innovativen Prozessführung ist es dem MicroPro-Labor im Projekt HyPerFerMent gelungen, Wasserstoff direkt aus organischen Reststoffen zu produzieren. weiterlesen…

Lesehinweis: Regierung will deutschen Stahl grün und wettbewerbsfähig machen

CO2-freie Stahlproduktion angestrebt

Deutschlands Verpflichtung zu den COP21-Klimazielen bedeutet bei der seit Jahren unter internationaler Konkurrenz leidenden deutschen Stahlerzeugung eine große Herausforderung – in Bezug auf die CO2-Emmissionen. Das will die Bundesregierung jetzt ändern und der Stahlindustrie massiv helfen – “auch mit umstrittenen Instrumenten”, wie Christoph Höland im Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt. weiterlesen…

Zweimal 40 Gigawatt

Grünes Wasserstoffsystem für Europa und Nordafrika

Die Europäische Union hat zusammen mit Nordafrika, der Ukraine und anderen Nachbarländern die einmalige Chance, ein grünes Wasserstoffsystem zu verwirklichen. Europa einschließlich der Ukraine verfügt über gute Erneuerbare Energieressourcen, während Nordafrika hervorragende und reichhaltige Vorräte besitzt. Europa kann seine Gasinfrastruktur mit Verbindungen nach Nordafrika und anderen Ländern für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff wiederverwenden und verfügt über eine weltweit führende Industrie für saubere Wasserstoffproduktion, vor allem in punkto Produktion von Elektrolyseuren. So die Einschätzung von Hydrogen Europe und vier Konsorten der “2×40 GW Initiative”. weiterlesen…

Weltgrößtes grünes Wasserstoff-/Ammoniak-Projekt

4,4-Milliarden-Euro-Produktionsanlage

Air Products, ACWA Power und NEOM unterzeichnen einen Vertrag über eine 4,4-Milliarden-Euro-Produktionsanlage, die mit Erneuerbarer Energie für die Produktion und den Export von grünem Wasserstoff betrieben wird. Das weltweit größte grüne Wasserstoffprojekt wird 650 Tonnen kohlenstofffreien Wasserstoff pro Tag für den globalen Verkehr liefern und der Welt drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ersparen. Ein Erfolg von Desert-Energy 3.0. weiterlesen…

Rund acht Millionen Haushalte…

… können schon heute durch Windkraftanlagen auf See mit Strom versorgt werden

Im Jahr 2019 erzeugten Windkraftanlagen auf See 24,4 Milliarden Kilowattstunden Strom (kWh) (netto). Damit kann der Strombedarf von rund acht Millionen Haushalten in Deutschland gedeckt werden – und das Potenzial der Windenergie auf See ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Der BDEW begrüße daher, dass die Bundesregierung die Anhebung der Ausbauziele für Windenergie auf See beschlossen hat. Würde das Ziel von 20 Gigawatt bis 2030 erreicht, könnte dann bereits weit mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland mit der auf See erzeugten Strommenge versorgt werden, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes vom 30.06.2020. weiterlesen…