“Wendepunkt für saubere Wasserstoffproduktion”

Neuer E-Katalysator identifiziert

Forscher der australischen Curtin University (Perth) haben nach eigenen Angaben “einen neuen, billigeren und effizienteren Elektrokatalysator für die Herstellung von grünem Wasserstoff aus Wasser identifiziert”, der eines Tages neue Wege für die großtechnische Erzeugung sauberer Energie eröffnen könnte – so eine Mitteilung am 17.09.2021 auf der Webseite der Universität. Bisher haben Wissenschaftler Edelmetallkatalysatoren wie Platin verwendet, um die Reaktion zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu beschleunigen. Die Curtin-Forscher haben nun herausgefunden, dass die Zugabe von Nickel und Kobalt zu billigeren, bisher unwirksamen Katalysatoren deren Leistung steigert, wodurch die zur Spaltung des Wassers erforderliche Energie gesenkt und die Wasserstoffausbeute erhöht wird. weiterlesen…

Für schnellen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft

Forschungsnetzwerk empfiehlt nächste Schritte

Vor einem Jahr ist das Forschungsnetzwerk Wasserstoff gestartet. Am 10.09.2021 haben die mehr als 1.500 Netzwerkmitglieder im Bundeswirtschaftsministerium eine Expertenempfehlung zum Forschungs- und Entwicklungsbedarf entlang der Wertschöpfungskette in der Wasserstoffwirtschaft bis 2025 vorgelegt. Darin betonen die Netzwerker, bewährte Technologien müssten in möglichst vielen Industrieprozessen eingesetzt werden, „durch die Anhebung des technologischen Reifegrads aus dem Prototypenstatus in nachgewiesene wirtschaftliche Systeme”. weiterlesen…

Innovationspool für konkurrenzfähigen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab

Fraunhofer startet Referenzwerk für Elektrolyseur-Massenproduktion

Fraunhofer-Forschende aus Chemnitz, Görlitz, Aachen, Stuttgart und Halle (Saale) arbeiten in einem neuen Großforschungsprojekt daran, die Kosten der Herstellung von Elektrolyseuren für grünen Wasserstoff um mehr als ein Viertel zu senken. Einer Medienmitteilung vom 27.08.2021 zufolge Gemeinsam bauen sie eine Referenzfabrik auf, um in den nächsten vier Jahren neue Produktionsverfahren zu entwickeln und zu prüfen. Die besten und wirtschaftlichsten Verfahren werden virtuell parallel komplett nachgebaut und in einen Technologiebaukasten überführt, der es Industrieunternehmen erlaubt, vor der Planung einer Fertigung genau zu prüfen, mit welchen Produktionskosten sie für bestimmte Elektrolyseur-Typen rechnen müssen. weiterlesen…

Guardian: Konzerne sackten mit “falschen Angaben” Milliarden Steuergelder ein

Ex-Lobbychef: GB-Ölfirmen machten “unrichtige Behauptungen” über Kosten fossilen Wasserstoffs

Chris Jackson, Vorsitzender der UK Hydrogen & Fuel Cell Association (UK HFCA) glaubt, dass die Unternehmen “nicht nachhaltige” fossile Gasprojekte gefördert haben, um Milliarden an Steuergeldern zu erhalten. So hätten das Londoner Finanzministerium überzeugt, sagte Jackson zur Begründung seines Rücktritts als HFCA-Vorsitzender – laut Guardian im Vorfeld eines Strategiepapiers der Regierung, das Unterstützung für blauen Wasserstoff vorsieht, der aus fossilem Gas gewonnen wird und Kohlenstoffemissionen erzeugt, die via CCS unterirdisch entsorgt werden müssen. weiterlesen…

Einsatz von Wasserstoff zur Stromproduktion in Deutschland

“Stromerzeugung aus klimaneutralem Wasserstoff dürfte sich im Jahr 2030 in Grenzen halten”

Die Bundesregierung rechnet nach eigener Aussage nicht damit, dass 2030 in Deutschland in nennenswertem Umfang Wasserstoff zur Stromproduktion eingesetzt wird. Das schreibt sie laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag in einer Antwort (19/31928) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (19/31724). Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie habe die Regierung zwar den Weg für den Markthochlauf von grünen Wasserstofftechnologien frei gemacht. Vorrangiges Ziel sei es jedoch, bis 2030 diesen Markthochlauf zu organisieren und mindestens fünf Gigawatt Elektrolyseleistung zur Produktion von grünem Wasserstoff zu erreichen. Dieser soll jedoch nach Auffassung der Bundesregierung vor allem in den Bereichen eingesetzt werden, in denen eine direkte Nutzung erneuerbarer Energien nicht möglich ist. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Windenergieanlagen mit integriertem Elektrolyseur demonstrieren nachhaltige Wasserstoffgewinnung auf See

Leitprojekt H2Mare soll über 100 Mio. Euro Förderung vom BMBF erhalten – Siemens-Gamesa koordiniert

Offshore-Windenergieanlagen der Zukunft werden keine Elektronen, sondern Moleküle produzieren: Autarke Einheiten aus Windenergieanlage und integriertem Elektrolyseur stellen Grünen Wasserstoff im Industriemaßstab her und sparen die Kosten für elektrische Netzanschlüsse. Damit können sie maßgebliche Beiträge zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. In einem zweiten Schritt kann der Grüne Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe und Energieträger umgewandelt werden. Die Vision kann im Rahmen des vom BMBF geförderten Leitprojektes H2Mare Wirklichkeit werden – so das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES in einer Medienmitteilung vom 19.08.2021. (Foto: Offshore-Windgenerator schwimmend – Foto © press.siemens-energy.com) weiterlesen…

Neuartiges Verfahren wandelt Ammoniak problemlos in grünen Wasserstoff um

Aufsehen in der akademischen Forschung

Ein Forschungsteam unter Leitung von Professor Guntae Kim von der School of Energy and Chemical Engineering am Ulsan National Institute of Science and Technology (UNIST) hat einen Durchbruch in der Technologie der effizienten Umwandlung von flüssigem Ammoniak in Wasserstoff bekannt gegeben, schreibt Joo Hyeon Heo am 05.08.2021 auf der UNIST-Webseite. Ihre Ergebnisse haben in der akademischen Forschung große Aufmerksamkeit erregt, da das neue Analyseprotokoll in der Lage ist, optimale Prozessbedingungen zu finden. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff: Katalysator-Oberfläche im Blick

Forschende untersuchen erstmals Verhalten von Katalysator für Wasser-Elektrolyse auf atomarer Ebene

Mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff gilt als Schlüsselelement der Energiewende: Er kann aus Wind und Sonne gewonnene Energie CO2-neutral chemisch speichern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forschende die Prozesse an der Oberfläche des Iridiumoxid-Katalysators für die Wasser-Elektrolyse untersucht. Ihren Forschungsbeitrag zur Entwicklung verbesserter und effizienterer Katalysatoren stellen sie in einer Medienmitteilung vom 17.08.2021 und im Journal ACS Catalysis der American Chemical Society vor (CC BY-NC-ND 4.0). weiterlesen…

Bestimmte Katalysatoren steigern sich im Betrieb

HZB-Forscher erklären Phänomen

Kristallines Kobalt-Arsenid (Erythrit oder Erythrin) ist ein Katalysator für die Sauerstoffentwicklung bei der elektrolytischen Wasserspaltung für die Erzeugung von Wasserstoff. Das Material gilt als Modellsystem für eine interessante Gruppe von Katalysatoren, deren Leistungen sich im Lauf der Elektrolyse unter bestimmten Bedingungen steigern. Nun hat ein Team um Marcel Risch an BESSY II in Berlin-Adlershof aufgeklärt, dass zwei gegenläufige Entwicklungen dafür verantwortlich sind. (Foto: Erythrit aus Bou Azzer, Tazenakht, Provinz Ouarzazate, Marokko – © Rob Lavinsky, iRocks.comCC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Deutsch-amerikanische Kooperation zur Produktion grünen Wasserstoffs

U.S. National Science Foundation und Deutsche Forschungsgemeinschaft bündeln Kräfte

Im Rahmen eines neuen Förderprogramms haben die U.S. National Science Foundation und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ihre Kräfte gebündelt, um der University of Illinois Urbana-Champaign und der Technischen Universität Darmstadt einen dreijährigen Forschungszuschuss in Höhe von 720.000 Dollar (500.000 Dollar von der NSF) zu gewähren, um Möglichkeiten zur effizienteren Herstellung von grünem Wasserstoff zu erforschen – schreibt Claire Benjamin am 26.07.2021 auf der Webseite der Universität. weiterlesen…