Lieber CO2 unter die Nordsee pumpen als das Klima schützen?

energiezukunft sieht eine neue Strategie der Bundesregierung

Die Bundesregierung setzt beim Klimaschutz auf neue Ideen: Warum die Treibhausgas-Emissionen radikal und teuer senken, wenn man CO2 einfach in leere Gasfelder unter die Nordsee pumpen kann? Entsprechende Angebote kämen bereits aus Schottland und Norwegen, schreibt Clemens Weiß am 20.12.2019 im Portal energiezukunft. Die Idee sei zwar nicht neu. Aber schon vor Jahren hätten die deutschen Kohlekonzerne ihre Idee der unterirdischen Speicherung von CO2 begraben – der Widerstand der Bürger sei zu groß gewesen. Doch mit der fortschreitenden Klimakrise und der Unfähigkeit der hiesigen Politiker, konsequente Klimaschutzpolitik zu betreiben, komme das Thema wieder auf die Agenda – angetrieben von der Industrie, hofiert und gefördert von der Politik. weiterlesen…

Schulze bei COP25: “Wir brauchen eine globale Strategie für grünen Wasserstoff”

BMU gründet internationale Wissens- und Vernetzungsplattform für E-Fuel aus Ökostrom

Das Bundesumweltministerium will – einer Medienmitteilung zufolge – die internationale Zusammenarbeit bei nachhaltigen synthetischen Brenn-, Kraft- und Grundstoffen aus Ökostrom (Power-to-X) ausbauen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kündigte dazu am 10.12.2019 im Rahmen der Weltklimakonferenz COP25 in Madrid den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats an, das künftig die Plattform für ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden soll. Das Sekretariat wird seinen Sitz in Berlin haben. weiterlesen…

EE-Firmen warnen vor Wasserstoff-Monopolen

„Bundesregierung muss drohende Monopole durch Elektrolyseurprojekte von Netzbetreibern stoppen“

Eine Allianz von Erneuerbaren-Unternehmen fordert laut einer Medienmitteilung vom 25.11.2019 von der Bundesregierung, den freien Markt für erneuerbaren Wasserstoff zu schützen. Zugleich warnt sie vor Monopolbildung im künftigen Markt, sollten zwei große Elektrolyseurprojekte von Stromnetzbetreibern über die Netzentgelte finanziert werden dürfen. Die Pläne der Netzbetreiber Tennet und Amprion, gemeinsam mit Gasnetzbetreibern solchermaßen geförderte Elektrolyseure der 100-Megawatt-Klasse an ihrem Netz zu errichten und zu betreiben, würden einen fairen und wettbewerblichen Wasserstoffmarkt verhindern, argumentiert die Allianz von Enertrag, Greenpeace Energy, Naturwind und Nordgröön. weiterlesen…

BMWi: Grüner Wasserstoff im Praxistest

Projekt “Metha-Cycle” jetzt mit neuem System

Grüner Wasserstoff, Hoffnungsträger der Energiewende, könnte zwar manche Herausforderungen klimaschonender Energiebereitstellung lösen. Doch der Umgang mit ihm ist nicht einfach. Ein Forscherteam des Projekts “Metha-Cycle” hat dafür jetzt ein nach eigenen Angaben “neues” System entwickelt, so eine Medienmitteilung aus dem BMWi: “Strom aus erneuerbaren Energien in Form von grünem Wasserstoff speichern, bis er benötigt wird: das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn noch fehlt die Infrastruktur, um den Wasserstoff auch als Flüssigkeit ungefährlich in großem Maßstab über einen langen Zeitraum zu speichern, über weite Strecken zu transportieren und zu verteilen.” weiterlesen…

Karliczek plädiert für grünen Wasserstoff aus Afrika

“Afrikanischer Wasserstoff ist der Stoff der Zukunft”

“Mit grünem Wasserstoff könnten die geografischen Vorteile bei den erneuerbaren Energien zum Entwicklungsmotor für die dortigen Gesellschaften werden”, schrieb Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am 03.11.2019 in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt”, der am 04.11.2019 auch auf der Internetseite des BMBF veröffentlicht wurde. Es sei unbestritten, so die Ministerin, dass Deutschland grüne Energie in großen Mengen importieren müsse, denn nur so seien die Klimaziele erreichbar. Und sie hält grünen Wasserstoff für “die zentrale Option”. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Mehr grüne Gase nur mit mehr erneuerbaren Energien

Greenpeace Energy präsentiert zwei neue Studien zum Bedarf an grünen Gasen

Deutschland muss massiv auf erneuerbaren Wasserstoff setzen, um seine Klimaziele zu erreichen. Das ist das Ergebnis zweier von Greenpeace Energy beauftragter Analysen, die der Ökoenergieanbieter am 26.09.2019 in Berlin präsentiert hat. Demnach wird in einem künftig vollständig erneuerbaren Energiesystem der Bedarf an erneuerbar produziertem Wasserstoff und daraus hergestellten Treibstoffen mit 1.089 Terawattstunden (TWh) im Jahr höher sein als der Bedarf an grünem Strom mit 959 TWh. Heute liegt der Stromverbrauch bei 596 TWh. weiterlesen…

Erdgas keineswegs harmlos

Umstellung von Kohle und Erdöl auf Gas erhöht Treibhauseffekt um rund 40%

Eine Studie der Energy Watch Group warnt laut pv magazine und Hans-Josef Fell davor, dass Erdgas den Klimawandel sogar noch beschleunigen könnte. Eine Initiative aus Baden-Württemberg (Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg) fordert daher auch, Quoten für grünen Wasserstoff und Biogas im Erdgasnetz vorzuschreiben, um eine wirkliche Energiewende zu schaffen. weiterlesen…

Schlögl: Deutsch-australische Wasserstoff-Arbeitsgruppe in Planung

H2-Importe von Down Under im Rahmen der deutschen Wasserstoffstrategie?

Wenn es nach den Plänen einer Delegation von acatech und BDI geht, könnte bald grüner Wasserstoff für den deutschen Markt auch in Australien erzeugt werden, schreibt Nils Eckhardt im Portal energate messenger. Deutsche und australische Wissenschaftler wollen demnach noch in diesem Jahr gemeinsame Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff in Angriff nehmen. Die Gruppe habe bei einem Austausch mit australischen Wissenschaftlern der Universität von Canberra den Einsatz einer bilateralen Wasserstoff-Arbeitsgruppe verabredet. weiterlesen…

Österreichs Stromerzeugung bald CO2-frei?

Die Alpenrepublik will Europas Wasserstoff-Land Nummer Eins werden – Scharfe Kritik

Österreich will seinen Strom schon 2030 komplett aus Erneuerbaren Quellen beziehen. Bis 2045 soll die Alpenrepublik völlig CO2-neutral werden – so will es jedenfalls die ÖVP. Damit das gelingt, setzt “Altkanzler” Sebastian Kurz voll auf Wasserstoff, vor allem Wasserstoffautos. Dank der zahlreichen Wasserkraftwerke beträgt der Anteil der Erneuerbaren zwar bereits 75 Prozent. Doch neue Pumpspeicherkraftwerke sind politisch kaum durchsetzbar. Österreich braucht aber neue Speicher für den grünen Strom. Scharfe Kritik am Kurz-Vorschlag kommt von den Medien. weiterlesen…

Weltneuheit: Energiespeicherung von Wasserstoff in Kavernen

HYPOS-Konsortium startet Forschungsplattform zur Speicherung von Grünem Wasserstoff im Untergrund-Gasspeicher Bad Lauchstädt

Im Rahmen der Forschungsinitiative HYPOS (Hydrogen Power Storage Solutions East Germany) startete zum 01.05.2019 ein Pilotprojekt zur Untergrundspeicherung von Wasserstoff in Mitteldeutschland. Ziel des Projekts „H2-Forschungskaverne“ ist die Entwicklung und behördliche Genehmigung einer Forschungsplattform zur Wasserstoffspeicherung in einer Salzkaverne. Die Speicheranlage soll nach Ende des auf zwei Jahre angelegten Forschungsprojekts am Betriebsstandort Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) des Gasspeicherbetreibers VNG Gasspeicher GmbH (VGS) errichtet und anschließend in den Forschungsbetrieb überführt werden. Die Anlage wäre der erste Wasserstoff-Kavernenspeicher in Kontinentaleuropa und der erste Kavernenspeicher weltweit, der Grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien speichert. weiterlesen…