Stahlindustrie will Milliarden für klimafreundliche Produktion

Politik sagt Subventionen zu

Die Stahlindustrie fährt nach einem schwierigen Corona-Jahr wieder Gewinne ein. Nachdem der Preis für die Tonne Stahl im vergangenen Jahr stark gesunken war, geht der Marktwert nun wieder steil nach oben. Um aber die Klimagrenzen einzuhalten – so Nicole Allé auf energiezukunft.de am 06.05.2021, scheint der Umstieg von Kohle auf Wasserstoff in der Stahlproduktion unumgänglich. Dafür fordert die Industrie finanzstarke Unterstützung. Die Politik verspricht nun auch Subventionen in Milliardenhöhe (Foto: Stahlproduktion in einem thyssen-Stahlwerk – Arbeiter am Hochofen (1988 – © Bundesarchiv, B 145 Bild-F079044-0020 / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE). weiterlesen…

Energieversorger nehmen zentrale Rolle am Wasserstoffmarkt ein

EWI-Policy Brief: Herausforderungen bei Koordinierung grüner Wasserstoffnachfrage

H2 grün - SymbolMit der zunehmenden Produktion von grünem Wasserstoff werden die Rollen im deutschen Wasserstoffmarkt neu geordnet, sowohl im Angebot als auch in der Infrastruktur und der Nachfrage. Durch die Integration des Energiesystems und der damit einhergehenden neuen Rolle von Wasserstoff – vom chemischen Rohstoff zum Energieträger – könnten Energieversorger langfristig bestehende Wasserstoffproduzenten ablösen, schätzt das Energiewissenschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln. Auch auf der Nachfrageseite werden neue Akteure, beispielsweise die Stahlindustrie und der Schwerlastverkehr, in den Markt drängen. weiterlesen…

Niedersachsen: Sechs Millionen Euro für grünen Wasserstoff

Minister Thümler: „Wir investieren in die Energiewende“

Mit sechs Millionen Euro fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur ab Mai fünf Forschungsverbünde zu klimafreundlichem grünen Wasserstoff – rund 1,2 Millionen Euro jeweils in einem ersten Schritt für die kommenden drei Jahre. Die neuen Projekte bündeln als Innovationslabore zielgerichtet die verschiedenen Kompetenzen der Wasserstofftechnologien und werden die Wasserstoffforschung in Niedersachsen maßgeblich weiterentwickeln und stärken. weiterlesen…

Wasserstoffrat watscht Wirtschaftsministerium ab

Nachbesserung des EEG gefordert

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) zeigte sich im Rahmen seiner Sitzung am 16.04.2021 sehr unzufrieden damit, dass sich die fürs erste Quartal 2021 zugesagte Novelle des EEG 2021 weiter verzögert und forderte dringend Korrekturen. Einhellig sprachen sich die 25 Mitglieder dafür aus, die Produktionsbedingungen für grünen Wasserstoff zu verbessern: durch die Befreiung der Elektrolyse von der EEG-Umlage soll die Produktion grünen Wasserstoffs erleichtert werden. Denn nach bisherigem Stand des EEG darf für die Elektrolyse eingesetzter Strom nur dann von der Umlage befreit werden, wenn er aus förderungsfreien Anlagen stammt; das sehen die Wasserstoffrats-Mitglieder als “eklatante Schwäche” (so Klaus Stratmann im Handelsblatt) an. weiterlesen…

Uniper: Wilhelmshaven soll Knotenpunkt für klimafreundlichen Wasserstoff werden

Terminal soll Ammoniak-Cracker erhalten und an künftiges Wasserstoff-Netz angeschlossen werden – 10 Prozent des gesamtem deutschen Bedarfs

Der Energiekonzern Uniper will unter dem Namen „Green Wilhelmshaven“ den Standort seine Ende 2022 vom Netz gehenden Steinkohlekraftwerks (Foto: Standort Uniper-Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven © Martina Nolte, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org) zu einem nationalen Knotenpunkt für Wasserstoff machen und arbeitet eigenen Angaben zufolge an einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Zum einen soll dort ein Importterminal für grünes Ammoniak entstehen. Das Terminal soll einen Ammoniak-Cracker zur Herstellung von Wasserstoff erhalten und an das zukünftige Wasserstoff-Netz angeschlossen werden. Darüber hinaus ist eine Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 410 Megawatt geplant. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff Dreh- und Angelpunkt im norddeutschen Reallabor

BMWi fördert ganzheitliche Weiterentwicklung des Energiesystems mit 52 Mio.

In einer virtuellen Auftaktveranstaltung mit Bundesminister Altmaier und Vertretern der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge am 14.04.2021 das Norddeutsche Reallabor gestartet, eine der größten vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Einrichtungen dieser Art. Sie sollen die praktische Umsetzung von Innovationen aus der Forschung in die Anwendung zu beschleunigen. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff bis 2050 um 85 Prozent billiger

BNEF: Bald preiswerter als Erdgas

Grüner Wasserstoff wird zur Mitte des Jahrhunderts in vielen Ländern günstiger sein als Erdgas, schreiben auf dem australischen Portal Renew Economy. Dazu trage maßgeblich die Kostenentwicklung und der weitere Ausbau der Photovoltaik bei – eine der bisher optimistischsten Einschätzungen des Potenzials von grünem Wasserstoff, fossile Brennstoffe zu ersetzen. Die Untersuchung von BloombergNEF unter dem Titel “1H 2021 Hydrogen Levelized Cost Update” verbessere einige signifikante der vorherigen Annahmen von BloombergNEF, die ihrerseits bereits zu den optimistischsten gehört hätten. weiterlesen…

Standortliste für künftige grüne Wasserstoffwirtschaft

Globaler H2-Potenzialatlas wird nachhaltige Standorte aufzeigen

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify Deutschland wird auch in Zukunft langfristig auf Energie-Importe angewiesen sein; unter anderem muss es einen Großteil des grünen Wasserstoffs und seiner Syntheseprodukte aus wind- und sonnenreichen Weltregionen importieren. Das Projekt “HyPat” unter Leitung des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI wird bis 2024 einen umfassenden, globalen Wasserstoffatlas entwickeln, wie ihn die deutsche Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) fordert. weiterlesen…

Export südaustralischen grünen Wasserstoffs nach Rotterdam wird geprüft

MoU für Umsetzbarkeitsstudie

H2 grün - SymbolDie südaustralische Regierung und der Hafenbetrieb Rotterdam haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding – MoU) unterzeichnet, um die Umsetzbarkeit des Exports von in Südaustralien hergestelltem grünem Wasserstoff nach Rotterdam, dem größten Hafen Europas, zu untersuchen. Diese Absichtserklärung verbindet einige der weltweit ambitioniertesten Akteure der Wasserstoffwirtschaft und der erneuerbaren Energien. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff ohne neokoloniale Last?

Debatte um künftige Energie-Importe – mit freundlicher Genehmigung von Jörg Staude

Den größten Teil des bald benötigten grünen Wasserstoffs wird Deutschland zwar importieren müssen – wie dabei aber neokoloniale Wirtschaftsmuster verhindert werden können, debattierte am 17.03.2021 die bündnisgrüne Bundestagsfraktion mit Entwicklungsexperten. Jörg Staude beschreibt die Diskussion auf Bizz-Energy. weiterlesen…