Fossile Rohstoffe effizienter nutzen

Wichtiger Schritt für Enzym Methan-Monooxygenase

Fossile Rohstoffe werden nicht nur zur Energiegewinnung sondern auch zur Herstellung von Chemikalien oder pharmazeutischen Produkte verwendet. Solche chemischen Reaktionen laufen jedoch nicht von alleine ab, sondern benötigen Katalysatoren. Besonders effiziente Katalysatoren gibt es in der Natur: Dort sorgen Enzyme zum Beispiel dafür, dass Reaktionen mit Sauerstoff auch bei niedrigen Temperaturen gezielt funktionieren. Wissenschaftler der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld versuchen, natürliche Katalysatoren zu imitieren. Für das Enzym Methan-Monooxygenase ist ihnen nun ein wichtiger Schritt gelungen. weiterlesen…

Olefine aus Alkinen mittels Katalysators auf Nickel-Basis

Elektrokatalytische Semihydrierung bei Raumtemperatur – Elektrokatalyse ersetzt fossile Brennstoffe

Forscher des von Nicolas Kaeffer geleiteten Teams Metallorganische Elektrokatalyse in der Abteilung Molekulare Katalyse von Prof. Walter Leitner am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) haben herausgefunden, dass die Hydrierung von Alkinen zu Olefinen dank eines Katalysators auf Nickel-Basis mithilfe von Elektrizität und unter Vermeidung von Wasserstoffgas durchgeführt werden kann. Die von ihnen beschriebene partielle Hydrierung von Alkinen zu Olefinen ist eine weitverbreitete Umwandlung in der organischen Synthese. (Grafik: Proof-of-Concept für homogene Elektrokatalyse bei wichtiger Umwandlung der organischen Synthese – © Kaeffer, CEC) weiterlesen…

Erstes globales Register für fossile Brennstoffe

Transparenz für politische Entscheidungsträger und Experten

Carbon Tracker und Global Energy Monitor (GEM) veröffentlichten im Rahmen der COP26 am 11.11.2021 den Prototyp des ersten globalen Registers für fossile Brennstoffe, um die Transparenz der Produktion fossiler Brennstoffe zu fördern und die Regierungen stärker in die Pflicht zu nehmen. Das Global Registry of Fossil Fuels wird als quelloffene, unabhängige und zugängliche Datenbank ein konkretes politisches Instrument sein, um zu messen, was aus dem Boden geholt wird, welche Emissionen damit verbunden sind und wie sich diese auf einen 1,5° C-kompatiblen Pfad beziehen. weiterlesen…

bne: Förderung fossiler Kraft-Wärme-Kopplung muss beendet werden

KWK-Umlage steigt 2022 deutlich an

Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) in einer Medienmitteilung am 25.10.2021. Während die EEG-Umlage 2022 sinkt, gab die Netztransparenz bekannt, dass die KWK-Umlage von derzeit 0,254 auf 0,378 ct/kWh ansteigt- eine Erhöhung um fast 50 Prozent. weiterlesen…

Glencore will Emissionen um 40 % senken

Rohstoffkonzern will CO2-Ausstoß verringern, in fünfzig Jahren gar klimaneutral werden

Der Rohstoffkonzern Glencore verpflichtet sich laut einer in der Schweizer Handelszeitung zitierten Medienmitteilung zu einer Senkung der Kohlendioxid-Emissionen bis 2035 um 40 Prozent gegenüber 2019. „Wir steuern einen Kurs, der in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaabkommen steht“, sagte Konzernchef Ivan Glasenberg in einer Web-Konferenz am 04.12.2020. Gleichzeitig kündigte er an, er werde sein Amt in einem halben Jahr an den Chef der Kohleförderung, Gary Nagle, derzeit Leiter der Glencore-Kohle-Minen in Australien, übergeben. weiterlesen…

Milliarden-Subventionen gegen Klimaziele

Allein 11,5 Mrd. für Dieselprivileg

Mit einem ambitionierten Plan wollte die EU in diesem Jahr die Klima-Krise lösen. Doch Mitgliedsstaaten unterwandern diese Bemühungen, wie eine „Investigate Europe„-Recherche zeigt. Denn die EU-Regierungen sowie die Großbritanniens, Norwegens und der Schweiz subventionieren fossile Brennstoffe jährlich mit mindestens 137 Milliarden Euro. Allein die Bundesregierung unterstützt fossile Brennstoffe jährlich mit mindestens 37 Milliarden Euro und ist damit EU-weit Spitzenreiter. Dazu gehören 12,5 Milliarden Euro Steuervergünstigungen für Flugbenzin, 11,5 Milliarden Euro für das Dieselprivileg (siehe: solarify.eu/dieselprivileg) sowie 5,4 Milliarden Euro für die energieintensive Industrie. weiterlesen…

Bio-Produktion von von Ethanol oder Wasserstoff

Neuer Kandidat für Rohstoffsynthese durch Gentransfer

Cyanobakterien brauchen kaum Nährstoffe und nutzen die Energie des Sonnenlichts. Badegäste kennen die – oft fälschlich „Blaualgen“ genannten – Mikroorganismen von ihrem Auftreten in Gewässern. Eine Forschergruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat herausgefunden, dass sich die mehrzellige Art Phormidium lacuna durch natürliche Transformation genetisch verändern lässt und dadurch zum Beispiel Ethanol oder Wasserstoff produzieren könnte. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE vor. (Foto: Cyanobakterien als Produzenten von Ethanol oder Wasserstoff – natürlicher Gentransfer könnte das möglich machen – © Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…

„Niedergang der fossilen Brennstoffe“

Öl, Gas und Kohle könnten weltweit zwei Drittel ihres Wertes verlieren

Uniper-(Braun-)Kohlekraftwerk Schkopau bei Leuna - Foto © SolarifyDas Geschäft mit Öl-, Gas- und Kohle wird zunehmend unrentabel. Die weltweiten fossilen Reserven könnten in den kommenden 50 Jahren rund zwei Drittel ihres Wertes einbüßen und von etwa 39 Billionen auf 14 Billionen US-Dollar einbrechen. Das hat der britische Think Tank Carbon Tracker in einer am 04.06.2020 erschienenen Studie errechnet. Florence Schulz berichtete für Euractiv darüber. weiterlesen…

Erneuerbare Energien billiger als günstigste Kohle-Konkurrenten

Wettbewerbsfähige Stromgestehungskosten machen Investitionen in erneuerbare Energien äußerst attraktiv

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © SolarifyErneuerbare Energie ist zunehmend günstiger als neue Stromkapazitäten von fossilen Brennstoffen. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi, der am 02.06.2020 veröffentlicht wurde. Der Bericht Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien 2019 zeigt, dass mehr als die Hälfte der im Jahr 2019 hinzugekommenen Kapazitäten aus erneuerbaren Energien niedrigere Stromkosten aufweisen als die der günstigsten neuen Kohlekraftwerke. weiterlesen…

IEA-Plädoyer pro Erneuerbare

Fatih Birol: „Saubere Energie in den Mittelpunkt von Konjunkturplänen zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise stellen“

So klar hat man das bisher von der lange Jahre auf fossilem Kurs segelnden Internationalen Energieagentur IEA noch nicht gehört: Die Auswirkungen des Coronavirus auf der ganzen Welt und die daraus resultierenden Turbulenzen auf den globalen Märkten beherrschen einerseits die globale Aufmerksamkeit, andererseits scheinen sie so manchen Lernprozess zu beschleunigen. Das gelte auch für die Bedrohung durch den Klimawandel, der es erforderlich mache, die globalen Emissionen in diesem Jahrzehnt deutlich zu reduzieren. In einer Medienmitteilung auf der IEA-Internetseite heißt es denn auch: „Wir sollten nicht zulassen, dass die heutige Krise unsere Bemühungen zur Bewältigung der unausweichlichen Herausforderung der Welt beeinträchtigt.“ weiterlesen…