Unedel und doch gediegen

Neuartiger Katalysator verhilft Zink-Luft-Batterie zu Rekord-Leistungsdichte

Der langfristige Umstieg auf erneuerbare Energien ist ohne Technologien zur Energiespeicherung – auch Batterien, in denen Elektrizität zwischengespeichert wird – undenkbar. Wesentlich für ihre Effizienz ist die Verfügbarkeit geeigneter Katalysatoren, welche die damit verbundenen Reaktionen optimiert ablaufen lassen. Wissenschaftler*innen am Institut für Ressourcenökologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben für die Zink-Luft-Batterie einen auf Zirkonium fußenden Katalysator entwickelt (und open access in Angewandte Chemie veröffentlicht), mit dem das bisher am häufigsten als Katalysator eingesetzte Edelmetall Platin ersetzt und die Batterie dennoch in ein Kraftpaket verwandelt werden kann. (Grafik: Neuartiger Katalysator – © HZDR, Bernd Schröder, Minghao Yu) weiterlesen…

Effizienz und Nachhaltigkeit wichtigste Trends

Studie zum Batteriemarkt

Der globale Batteriemarkt wird in den nächsten Jahren in erster Linie von den Faktoren Nachhaltigkeit, der Verfügbarkeit von Rohstoffen, der wachsenden Zahl von Elektroautos sowie dem Wunsch nach immer leistungsfähigeren Batterien geprägt. Weil die Nachfrage ungebrochen ist, weiten die Hersteller ihre Kapazitäten ständig aus. Bis 2030 könnte die weltweite Produktion bei 6 bis 9 TWh liegen. Das sind einige der Ergebnisse des „Battery Monitor 2022“, den der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen gemeinsam mit der Unternehmensberatung Roland Berger in zweiter Auflage veröffentlicht hat. weiterlesen…

Max-Planck-Startup entwickelt effizientere Batterien

Batene startet mit einer Finanzierung von zehn Millionen Euro

Eine Erfindung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung könnte Batterien deutlich leichter, effizienter und sicherer machen. Das Team hat laut einer Medienmitteilung vom 09.11.2022 einen Weg gefunden, sehr feine Metallvliese zu erzeugen, die als Stromkollektoren in Batterien dienen und diese leistungsfähiger machen können. Die Batene GmbH, eine Ausgründung des Instituts, hat die Technik über die Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation lizenziert und vermarktet sie nun. Dafür erhält das Start-Up eine erste Finanzierung von zehn Millionen Euro. weiterlesen…

In kommerzielle Batterien „hineinschauen“

Kontrolle und Untersuchung der Chemie einer Batterie entscheidend für Verbesserungen des Aufbaus

Ein multidisziplinäres Forschungsteam, an dem Wissenschaftler des Collège de France, des CNRS, der Université Rennes 1 und der Université de Montpellier beteiligt waren, hat eine Methode entwickelt, mit der die Entwicklung der Chemie im Inneren einer Batterie live und während ihrer zahlreichen Lade- und Entladevorgänge verfolgt werden kann. Diese am 07.11.2022 in Nature Energy vorgestellte Technologie ebnet den Weg für die Verbesserung der Leistung und des Designs zukünftiger Batterien. – weiterlesen…

Aus alten Batterien werden neue

Energieeffizientes Materialrecycling im Verbundprojekt LiBinfinity für Lithium-Ionen-Batterien – KIT übernimmt Bewertung der Rezyklate

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG, die Primobius GmbH, die SMS group GmbH, die Technische Universität Clausthal und die Technische Universität Berlin sind maßgeblich an einem neuen Projekt zum Batterierecycling beteiligt: In „LiBinfinity“ erarbeiten die Partner aus Forschung und Industrie ein ganzheitliches Konzept zur Wiederverwertung der Materialien von Lithium-Ionen-Batterien. Dazu wird ein mechanisch-hydrometallurgisches Verfahren ohne energieintensive Prozessschritte vom Labor in einen für die Industrie relevanten Maßstab überführt. weiterlesen…

Wie sieht künftige Kreislaufwirtschaft in der Mobilität aus?

Online-Portal dokumentiert Konzept-Entwicklung zur Umsetzung von Speichern aus Second-Life Batterien

Im Forschungsvorhaben „Intelligentes und flexibles System zum Einsatz von jeglichen 2nd-Life-Batterien in der kommunalen Ladeinfrastruktur“ (FluxLiCon) wird einen modularer und flexibler Energiespeicher aus „Second Life“-Batterien entwickelt und pilotiert. Damit leistet das Projekt zentrale Erkenntnisse für eine künftige Kreislaufwirtschaft in der Mobilität. Die neue Internetseite der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) fluxlicon.de ermöglicht Vertretern anderer Kommunen, interessierten Bürgern, Medien und Fachexperten, den Planungsprozess zu verfolgen. weiterlesen…

Entwicklung von Batterien auf Holzbasis

Weltneuheit aus ligninbasiertem Hartkohlenstoff nordischer Wälder

Der Stockholmer Akkuhersteller Northvolt und der finnisch-schwedische Holz- und Papierverarbeiter Stora Enso wollen laut einer Pressemitteilung in einer Partnerschaft gemeinsam holzbasierte Batterien entwickeln. Mit einer Entwicklungsvereinbarung sollen nachhaltige Akkus mit Anoden entwickelt werden, die mit ligninbasiertem Hartkohlenstoff aus nordischem Waldholz hergestellt wird. weiterlesen…

400 GWh Batteriekapazität aus Deutschland

Europäische Batteriezellfertigung: Verzehnfachung der Produktionskapazitäten bis 2030

Das Fraunhofer ISI erstellt im Rahmen der BMBF-geförderten Begleitmaßnahme „BEMA 2020 II“ – Begleitmaßnahme zur Förderinitiative Batteriematerialien für zukünftige elektromobile, stationäre und weitere industrierelevante Anwendungen (Batterie 2020) – regelmäßige Forecasts zu den in Europa entstehenden Batteriezell-Produktionskapazitäten. Aktuelle Zahlen vom verdeutlichen, dass am Ende des Jahrzehnts in Europa die Produktionskapazitäten auf bis zu 1,5 TWh ansteigen könnte – wobei der mit knapp 400 GWh größte Anteil aus neuen Produktionsstätten in Deutschland stammen könnte. (Grafik: Bis 2030 in Europa geplante gesamte Batteriezellproduktionskapazitäten – © Fraunhofer ISI) weiterlesen…

Magnetisches Material könnte Lebensdauer von Batterien überwachen helfen

Reaktionsschnelle Messung des Ladezustands

Eine neue Studie zeigt, wie mithilfe magnetischen Materials die verbleibende Lebensdauer einer wiederaufladbaren Batterie zu überwachen, bevor sie wieder aufgeladen werden muss, schreibt Charlotte Hsu auf der Internetseite der University at Buffalo. „Wir glauben, dass dies ein neuer Weg ist, um eine genaue, schnelle und reaktionsschnelle Messung des Ladezustands zu ermöglichen,“ sagt Shenqiang Ren, Professor für Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik und Chemie und Mitglied der Kernfakultät des UB RENEW-Instituts am 16.06.2022. weiterlesen…

VW-geführtes Team will Batterien erstmals mehrfach recyceln

Projekt zu geschlossenem Rohstoffkreislauf startet

Ein Konsortium von zwölf Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft startet unter Führung der Volkswagen AG das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt zu geschlossenem Rohstoffkreislauf „HVBatCycle“. Ziel ist die dauerhafte Rückgewinnung wertvoller Materialien zur Erhöhung von Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit. Die gewonnenen Rohstoffe können in einem geschlossenen Kreislauf wiederverwendet werden. Die Partner wollen gemeinsam nachweisen, dass die wertvollsten Bestandteile von Antriebsbatterien durch Recycling mehrfach nacheinander zurückgewonnen und wiedereingesetzt werden können. weiterlesen…