Bald Batterien ohne Kobalt?

Energiespeicher-Startup SPARKZ erwirbt ORNL-Lizenzen

Das Energiespeicher-Startup SPARKZ Inc. hat am 05.02.2020 exklusiv fünf Batterietechnologien vom Oak Ridge National Laboratory des US-Energieministeriums in Lizenz genommen, die Kobaltmetall in Lithium-Ionen-Batterien eliminieren sollen. Die Weiterentwicklung soll die Produktion von Elektrofahrzeugen und Energiespeicherlösungen für das Stromnetz beschleunigen. Zu den in Lizenz erworbenen Technologien gehören Kathodenmaterialien, eine neuartige Elektrolytrezeptur und ein Skalierungsverfahren, die zusammen die Produktion nachhaltigerer, schnell aufladender kobaltfreier Batterien im industriellen Maßstab ermöglichen werden. weiterlesen…

Mehr Akku, mehr Energiewende

Einer künftigen Batteriengeneration auf der Spur

Batterien mit einer Anode aus Kohlenstoff und Silizium speichern mehr Energie als Anoden aus reinem Kohlenstoff. Damit sind sie höchst interessant für die Energiewende. Um ihre Effizienz zukünftig zu steigern, untersuchte das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg Lithium-Ionen-Batterien mit Neutronen am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) und entdeckten einen neuen Alterungsmechanismus, der sie von reinen Graphitanoden unterscheidet. weiterlesen…

Lithium-Eisenphosphat wirklich besser?

“Manche Zahlen darf man nicht so ernst nehmen”

Ein Faktencheck von auf pv magazine am 23.09.2019: Weil es immer wieder – auch in einigen der vielen Förderprogramme, die es inzwischen in Deutschland gibt – heiße, Lithium-Eisenphosphat sei sicherer und zyklenstabiler als andere Lithium-Ionen-Technologien, beleuchtet PV magazine die angeführten Quellen auf ihre Evidenz. weiterlesen…

Aktivität von Brennstoffzellen-Katalysatoren verdoppelt

Modellierung zeigt optimale Größe für Platin-Katalysatorpartikel

Einem interdisziplinären Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, die Größe von Platin-Nanopartikeln für die Katalyse in Brennstoffzellen so zu optimieren, dass die neuen Katalysatoren doppelt so gut sind, wie die derzeit besten kommerziell verfügbaren Verfahren. Statt aus Batterien könnten auch Brennstoffzellen den Strom für Elektroautos liefern. Allerdings ist das in Brennstoffzellen verwendete Platin selten und extrem teuer, was die Einsatzmöglichkeiten bislang stark einschränkte. weiterlesen…

Sonnen kreiert Siegel für kobaltfreie Photovoltaik-Heimspeicher

Allen interessierten Unternehmen zur freien Nutzung bereitgestellt

Sonnen hat eine herstellerübergreifende Initiative lanciert. Mit einem neuen Siegel wolle das Allgäuer Unternehmen die Nutzung kobaltfreier Lithium-Ionen-Batterien forcieren. Dazu werde im ersten Schritt ein Logo eingeführt, um Endkunden und Installateuren klar zu signalisieren, dass es sich um einen kobaltfreien Photovoltaik-Heimspeicher handele. Das Siegel werde allen interessierten Unternehmen zur freien Nutzung bereitgestellt, sofern sie kobaltfreie Lithium-Ionen-Batterien nutzen oder künftig einsetzen wollten, schreibt Sandra Enkhardt in ihrem Beitrag für pv magazine. weiterlesen…

“Finanzierungsrelevante Inverkehrbringungsmengen”

Änderung des Batteriegesetzes

Solarify erlaubt sich eine kleine Stilblütenlese: Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS) habe – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – dem Bundesumweltministerium bereits am 23.01.2019 mitgeteilt, dass zum 01.07.2019 die Entsorgungskostenbeiträge um durchschnittlich 45 Prozent angehoben werden müssten (siehe: grs-batterien.de/mitteilung-an-die-nutzer-des-gemeinsamen-ruecknahmesystems-batterien). Kurz darauf habe die “herstellerseitige Kündigung finanzierungsrelevante Inverkehrbringungsmengen” (sic!) noch einmal reduziert. Dies geht aus einer Antwort (19/8174) auf eine Kleine Anfrage (19/7910) der FDP-Fraktion hervor. Darin hatten sich die Fragesteller nach Maßnahmen zur Neuregelung der Wettbewerbsbedingungen durch die Änderung des Batteriegesetzes erkundigt… weiterlesen…

Flexible Bipolarplatten aus Polymeren ermöglichen kompakte Batterien

Über 80 Prozent Materialeinsparung

Konventionelle Batteriesysteme sind extrem komplex: Sie bestehen meist aus mehreren Einzelzellen, die über Kabel miteinander verbunden sind. Dies sei nicht nur aufwendig, sondern es bestehe zudem die Gefahr von Hot-Spots – also Bereichen, in denen die Kabel zu heiß werden. Dazu komme: Jede einzelne dieser Zellen müsse verpackt werden. Ein großer Teil der Batterie bestehe also aus inaktivem Material, das nicht zur Batterieleistung beitrage. Bipolare Batterien sollen dieses Problem lösen: Bei ihnen würden die einzelnen Zellen mittels flächigen Bipolarplatten miteinander verbunden. Allerdings träten hier andere Herausforderungen auf. Denn die Bipolarplatten beständen entweder aus Metall und seien somit anfällig für Korrosion. Oder sie würden aus einem Kunststoff-Kohlenstoff-Gemisch gefertigt, müssten dann allerdings herstellungsbedingt mindestens mehrere Millimeter dick sein. Forschende am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen haben nun eigenen Angaben zufolge eine Alternative entwickelt. weiterlesen…

HZB: Batterien mit Silizium-Anoden verbessern

Neutronenexperimente zeigen, wie Oberflächenstrukturen die Kapazität reduzieren

Theoretisch könnten Anoden aus Silizium zehnmal mehr Lithium-Ionen speichern als die Graphit-Anoden, die seit vielen Jahren in kommerziellen Lithium-Batterien eingesetzt werden. Doch bisher sinke die Kapazität von Silizium-Anoden mit jedem weiteren Lade-Entladezyklen stark ab. Nun habe ein Team des Helmholtz Zentrum Berlin mit Neutronenexperimenten am BER II in Berlin und am Institut Laue-Langevin in Grenoble aufgeklärt, was an der Oberfläche der Silizium-Anode während des Aufladens passiert und welche Prozesse die Kapazität reduzieren. weiterlesen…

EDL-Ladedynamik einer Nanopore


Untersuchung der elektrischen Doppelschichtladung in einzelnen Nanoschlitzen

Forscher um Philip Pincus der University of California und Jacob Klein vom Weizmann-Institut, Israel, haben die Ladedynamik einer einzelnen Nanopore gemessen und die Ergebnisse am 11.10.2018 in Nature Communications veröffentlicht. In ihrer Arbeit maßen die Autoren direkt die elektrische Doppelschichtladung in einzelnen Nanoschlitzen, die zwischen Gold- und Glimmeroberflächen in einer Oberflächenkraftbilanz gebildet werden. weiterlesen…

Batterien der nächsten Generation für E-Mobilität und stationäre Speicher


KIT ist Partner im Kompetenzcluster „FestBatt“ des BMBF

Große Speicherkapazitäten, kurze Ladezeiten und keine brennbaren flüssigen Elektrolyte – die Festkörper-batterie soll zukünftig sichere Elektromobilität mit großen Reichweiten ermöglichen. Im Kompetenzcluster „FestBatt“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung der nächsten Batteriegeneration mit 16 Millionen Euro. Beteiligt sind 14 wissenschaftliche Einrichtungen, darunter das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Koordiniert wird der Kompetenzcluster von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). weiterlesen…