Guardian: Letzte müde Angriffe auf E-Mobilität und Solarenergie


Durchsichtige Rückzugsgefechte der schrumpfenden Fossil-Mächtigen

Dana Nuccitelli schrieb am 04.06.2018 im Londoner Guardian über von der Regierung Trump und ihren Helfern mit dem Ziel unternommene Angriffe auf Solarenergie und Elektrofahrzeuge mit der durchsichtigen Absicht, deren fossile Konkurrenten zu stärken.
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100 Milliarden Dollar für Öl, Gas und Kohle – jedes Jahr


Studie: “G7-Länder treiben den gefährlichen Klimawandel mit Steuergeldern voran”

Jedes Jahr werden von den G7-Staaten mindestens 100 Milliarden US-Dollar für die Förderung und den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle ausgegeben, so eine am 04.06.2018 veröffentlichte, breit angelegte Studie. Dies geschieht trotz der Zusage aller G7- und G20-Mitglieder, die Subventionierung fossiler Brennstoffe bis 2025 einzustellen, wie Frédéric Simon für Euractiv schreibt – Übersetzer: Tim Steins.
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Sprung in der Muschel


Enthüllung: Shell vertuschte seit 1958 Klimarisiko

Den Chefs des Ölriesen Royal Dutch Shell waren seit 60 Jahren die Klimarisiken fossiler Brennstoffe bekannt. Schon in den 80er Jahren konnte das Unternehmen seinen Anteil an den globalen CO2-Emissionen auf 4 % beziffern. Während Shell schon ab 1989 seine Ölbohrinseln auf den Anstieg des Meerespiegels vorzubereiten begann, unterstützte das Unternehmen die Klimawandel-Leugnung. Der CIEL-Bericht (Center for International Environmental Law), den die Heinrich Böll Stiftung am 25.04.2018 veröffentlichte, zeichnet diese Unternehmenspraktiken seit Ende der 50er Jahre nach. weiterlesen…

Fossile Subventionen lassen Millionen sterben


Milliarden für Sprit, Billionen für die Gesundheitsfolgen

Von Sam MorganEURACTIV.com – Übersetzung Tim Steins
Eine neue Studie der Health and Environment Alliance (HEAL), einem Dachverband von Umwelt- und Gesundheitsorganisationen, die ein Ende der Unterstützung für schmutzige Energiequellen fordert, zeigt, wie die Steuerzahler doppelt zahlen: Zuerst für Sprit-Subventionen und dann für Gesundheitskosten. Die Gesundheitskosten für durch fossile Brennstoffe verursachte Erkrankungen liegen noch einmal 600 Prozent höher als die Brennstoff-Subventionen aus Steuergeldern. weiterlesen…

Zeitfenster für 1,5-Grad-Grenze schließt sich bereits


Aus Beobachtungsdaten abgeleitet: Einfluss früherer Emissionen auf zukünftige Temperatur

Derzeit gibt es weltweit Bemühungen, die globale Erwärmung auf weniger als 1,5 bis 2 Grad Celsius zu begrenzen. Aber wie weit sind wir davon entfernt, diese Grenzen zu überschreiten? Bisher wurden Klimamodelle dazu genutzt, um den Spielraum bei den Emissionen abzuschätzen. Eine neue Studie von Thorsten Mauritsen vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und Robert Pincus von der University of Colorado, die in Nature Climate Change veröffentlicht wurde, nutzt hingegen Beobachtungsdaten über die globale Erwärmung der Erdoberfläche und der Ozeane, um die zukünftige Erwärmung abzuleiten, die durch bereits erfolgte Emissionen zwangsläufig stattfinden wird. Sie finden heraus, dass sich das Zeitfenster für die 1,5-Grad-Grenze schließt. weiterlesen…

Das Geschäft mit der fossilen Verbrennung


Amerikanische Steilvorlage, um für die heimische Kohle zu werben

US-Präsident Donald Trump wurde für seinen Klimaschutzkurs hierzulande hart kritisiert. Dabei wollen auch deutsche Dax-Vorstände, Ministerpräsidenten und Gewerkschafter die Kohle behalten, wie Marc Etzold, Angela Hennersdorf, Andreas Macho und Cordula Tutt am 16.06.2017 in der Wirtschaftswoche schreiben. weiterlesen…

BP: Energiebedarf steigt – Erneuerbare auch


Energy Outlook 2035: Globale Energiewende auf dem Weg

BP LogoDie Ausgabe 2017 des BP Energy Outlook 2035 (BPEO) prognostiziert, dass die globale Energie-Nachfrage zwischen 2015 und 2035 um ca. 30 Prozent, bzw. um durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr steigen wird. Der BP Energy Outlook untersucht laut einer BP-Pressemitteilung langfristige Energietrends und entwickelt darauf aufsetzend Prognosen für die Weltenergiemärkte der nächsten 20 Jahre. Die Ausgabe 2017 wurde am 25.01.2017 in London von BP Group Chief Economist Spencer Dale und Group Chief Executive Bob Dudley vorgestellt. weiterlesen…

Vom Rosenduft zu Nylon und den Kunststoffen


Enzym für die Kunststoffproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen

MPI-Bremen logo Betörende Düfte, nüchterne Fakten: von Pflanzen ausgehende Düfte sind fast immer Monoterpene und Monoterpenalkohole, ätherische Öle der Pflanzen, natürliche Kohlenwasserstoffverbindungen. So ist Geraniol der verlockend duftende Alkohol der Rosen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen haben schon 2010 die Entdeckung eines Enzyms publiziert, welches das Rosen-duftende Geraniol in das Koriander-duftende Coriandrol ((S)-Linalool) und weiter in das Hopfen-duftende Myrcen umsetzt. weiterlesen…

Wirtschaft bleibt bei Fossilen


Änderung nur unter ökonomischem Druck

epic.uchicago.edu logoDas Energy Policy Institute an der University of Chicago behauptet in einer Studie, die Weltwirtschaft werde sich noch lange auf fossile Brennstoffe verlassen, es sei denn, der ökonomische Druck auf Firmen steige, indem sie die Kosten für Umweltschäden zu tragen hätten. Michael Greenstone - Foto © michaelgreenstone.com“Sich auf die Hand des Schicksals zu verlassen, um den Weg Richtung günstigeren CO2-armen Energiequellen zu weisen, wird nicht reichen”, warnt Ko-Autor Michael Greenstone. Denn die Gewinnung der Fossilen werde immer effizienter und günstiger. weiterlesen…

USA frackt sich an die Spitze – und ins Aus?

Allgemeine Verunsicherung:

  • BHP Billiton schließt Schieferölanlagen
  • Eni warnt vor Ölpreis von 200 Dollar
  • Fracking auch ökonomisch umstritten

Das Fracking habe die USA zwar zum größten Öl- und Gasförderer der Welt gemacht; doch der Preisverfall mache die Sache unattraktiv – sagen die einen. Die anderen, im selben Blatt: “Fracking verändert die Logik des Öl-Geschäfts grundlegend.” Denn das Fracking reagiere flexibel und werde immer billiger. Gleichzeitig warnt der Eni-Chef davor, dass das Barrel auf 200 Dollar (175 Euro) ansteigen könne und forderte die OPEC zum Eingreifen auf. Ein Vermögensverwalter hält gar einen Preis von 25 Euro pro Fass für möglich, wenn auch nicht lange.
Der australisch-britische Bergbaukonzern BHP Billiton reagierte bereits mit drastischen Maßnahmen auf den aktuellen Ölpreisverfall und baut massiv US-Frackinganlagen ab. Das weltgrößte Bergbau-Unternehmen will seine Bohranlagen auf dem US-Festland von 26 auf 16 verringern, teilte es am 21.01.2015 in Sydney mit. Damit machen bis Ende Juli 40 Prozent der BHP-Schieferöl-Bohranlagen in den Vereinigten Staaten dicht. Keine Rede davon, dass sie die Naturzerstörung wiedergutmachen. In einer Woche ist die Zahl der aktiven Öl-Bohrlöcher in den USA um 94 auf nur noch 1.223 zurückgegangen.
Die USA sind zwar mit dem umstrittenen Fracking zum größten Förderer der Welt aufgestiegen – weil aber die alten Förderländer wie Saudi-Arabien oder Russland ihre Menge nicht drosseln, gibt es zu viel Öl. Das drückt den Preis – seit September ist er um fast 60 Prozent gefallen. Den Golfstaaten entgehen geschätzte 300 Milliarden Dollar durch niedrigen Ölpreis. Zur Freude der Lenker von spritfressenden SUVs und zum Schaden von Umwelt und Klima. Wenn aber jetzt als Folge des Billig-Öls die Investitionen ausbleiben, dürfte sich der Ölpreis-Verfall ins Gegenteil umkehren. weiterlesen…