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Archiv: Sektorkopplung


Wissenschaftsakademien fordern Umdenken: Klimaziele nur mit sektorübergreifenden Lösungen erreichbar

Zu viele fossile Energieträger, zu wenig Fortschritte: Deutschland wird sein Klimaziel deutlich verfehlen, wenn es weitergeht wie bisher. Möglich ist das längerfristig nur durch einen klaren Kurswechsel hin zur Sektorkopplung, stellt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) fest – so eine gemeinsamen Pressemitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. In der am 14.11.2017 veröffentlichten Stellungnahme „Sektorkopplung“ – Optionen für die nächste Phase der Energiewende fordern die Akademien, die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr stärker zu verknüpfen und mehr Erneuerbare in das System zu integrieren. Als zentrales Steuerungselement sprechen sie sich für einen einheitlichen CO2-Preis aus.


China weit vorne

„Sehen wir uns die aktuellen Zahlen für Neuinstallationen von PV-Anlagen, Neuzulassungen von Elektroautos und die Ausbaupläne für die Zellfertigung von Batteriespeichern an. Und stellen uns dann die Frage, wie Planer, EPCs und Industrie aus Deutschland eigentlich mit dem daraus resultierenden Unterschied in der Lernkurve umgehen können. In Zahlen ausgedrückt, China versus Deutschland bei der PV-Systemtechnik – 50:2 Gigawattpeak, Lernkurve: 25mal höher als in Deutschland.“ Soweit Karl Heinz Remmers in seinem Blog Neue Energiewelt.


Abschlusstag — Freitag, 5. Mai

Die Energietage 2017 sind nach drei intensiven Tagen mit mehr als 50 Einzelveranstaltungen, Panels, Workshops und Preisverleihungen sowie einer ausgebuchten Fachmesse vorüber. 300 Referenten haben mit ihren Beiträgen die Energietage zu einer intensiven branchenübergreifenden und interdisziplinären Energiewendedebatte gemacht – so die Veranstalter in einer Medienmitteilung.


Berliner Energietage 2017 mit Mammutprogramm

Mit mehr als 50 Veranstaltungen von 60 Institutionen und rund 300 Referenten bieten die Energietage 2017, nach eigener Aussage „Leitveranstaltung der Energiewende in Deutschland“ vom 03. bis 05.05.2017 ein Forum über Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz. Dazu gehören etwa die Perspektiven der Sektorkopplung, durch die aus der Stromwende durch Kopplung mit Verkehr und Wärme eine sektorenübergreifende Energiewende werden soll. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem „Faktor Mensch“ – einem Thema, „das in der Diskussion bislang sträflich vernachlässigt wurde“ – so Medienmitteilungen der Energietage.


IÖW-Studie: Verbreiterung auf fossile Energieträger wie Heizöl, Benzin und Diesel oder Erdgas

iöw-Logo„Die Belastung des Strompreises mit Abgaben und Umlagen ist ein wesentliches Hemmnis für die Ausweitung der Energiewende auf den Wärme- und Verkehrssektor, sagt ein Gutachten des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des bne-logo-energie-fuer-die-maerkte-von-morgenBundesverbandes Neue Energiewirtschaft e.V. (bne), dem zufolge die EEG-Umlage auf den Strompreis deutlich sinken könnte, wenn der Ausbau der Erneuerbaren auch über den Verbrauch fossiler Energieträger mitfinanziert würde.


Thema der Woche aus dem Newsletter des DIHK

dihk-publicDie Integration der Erneuerbaren in das Stromsystem wird immer schwieriger. Damit überschüssiger Ökostrom verwendet statt abgeschaltet wird, will das BMWi Anreize für Technologien wie Nachtspeicherheizungen oder Elektroautos setzen, die Strom in den Sektoren Wärme und Verkehr nutzbar machen. Der DIHK warnt jedoch davor, eine solche „Sektorkopplung“ über punktuelle Förderung zu forcieren. Stattdessen rät er, die Bedingungen für einen sektorübergreifenden Wettbewerb zu verbessern und die Netzentgelte in Zeiten geringer Nachfrage auch für die Verbraucher zu senken.