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US-Präsident kippt in letzter Minute Einschnitte in Wissenschaftsförderung

Als Donald Trump am 12.02.2018 seinen Haushaltsentwurf für 2019 veröffentlichte, griff Verwirrung um sich. Offenbar schickte sich der US-Präsident an, den Vorschlag für tiefe Einschnitte in die Budgets der National Institutes of Health, der National Science Foundation und des Energieministeriums abzuschwächen. Das berichteten am 13.02.2017 acht Autoren (Lauren Morello et al.) gemeinsam in nature. Noch vor kurzem (siehe solarify.eu/trump-will-ee-forschung-zusammenstreichen) war von einer 72-prozentigen Kürzung für die Erneuerbare-Energien-Forschung die Rede.


US-Präsidialamt: Präferenz für Kohle

Einen entsprechenden Antrag soll das Weiße Haus noch im Februar im US-Kongress stellen, wie die Washington Post unter Berufung auf Etat-Entwürfe berichtet habe – so eine Meldung des Deutschlandfunks am 01.02.1018. Darin sei von 72 Prozent Kürzungen die Rede. Das Energieministerium (DOE) dagegen habe darum gebeten, die Forschungsmittel für Wind- und Solarenergie sowie für Energieeffizienz nicht ganz so brutal zu streichen. Beobachter glauben nicht, dass der Entwurf eins zu eins durch den Kongress geht.


US-Bericht: Menschen verantwortlich für Erderwärmung

Die Erde erlebe die wärmste Periode in der Geschichte der Zivilisation und der Mensch sei die vorherrschende Ursache des Temperaturanstiegs seit Beginn des 20. Jahrhunderts, so ein erschöpfender wissenschaftlicher Bericht, der am 03.11.2017 von 13 Bundesbehörden vorgestellt wurde. Der Bericht sei vom Weißen Haus genehmigt worden, er widerspreche aber direkt vielen Positionen der Trump-Regierung zum Klimawandel – schreibt Lisa Friedman in der New York Times.


EU-Studie

Welche Folgen Extremwetter wie Überschwemmungen, Dürre, Stürme, Waldbrände und Hitzewellen durch den Klimawandel mit sich bringen können, hat soeben die von einer Forschergruppe der Europäischen Kommission erstellte und im Magazin „The Lancet Planetary Health“ veröffentlichte Studie aufgezeigt. Ein Kommentar auf der Sonnenseite von Franz Alt.


Washington Post“ geht hart mit „New York Times“ ins Gericht

Zwei angesehene, Trump-kritische Groß-Zeitungen streiten – unnötig wie ein Kropf – und geben sich damit der Lächerlichkeit preis: Die altehrwürdige Washington Post (WP) wirft der ebenso renommierten New York Times (NYT) „Vollversagen bei Klimareport“ („large screw-up on climate-change story“) vor, weil das Blatt am 08.08. seinen Lesern den neuen Regierungs-Klimabericht (Solarify berichtete als erste) als bisher unveröffentlicht und exklusiv verkauft hatte.


Regierungsbericht sieht drastische Auswirkungen des Klimawandels auf USA

Der New York Times-Autorin Lisa Friedman folgend kommt ein Berichtsentwurf von Regierungswissenschaftlern zu dem Schluss, dass die Amerikaner die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt zu spüren bekommen. Demnach ist die die durchschnittliche Temperatur in den Vereinigten Staaten seit 1980 rasch und drastisch gestiegen, und die vergangenen Jahrzehnte waren die wärmsten der letzten 1.500 Jahre, so der ausführliche Klimawandelbericht des Bundes, der auf die Genehmigung durch die Trump-Regierung wartet. Viele Forscher fürchten jedoch, Trump werde den Bericht unterdrücken (lassen).


Gegenpol zu Trump

Auch nach dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen setzen sich Teile der USA für mehr Klimaschutz ein: In Kalifornien hat das Parlament die Klimaschutzauflagen mit Stimmen der republikanischen Opposition bis 2030 verlängert. Das berichten u.a. der Deutschlandfunk, der Schweizer Rundfunk und der britische Guardian.


Macron nach Paris-Visite

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält die Rückkehr der USA zum Klimaabkommen COP21 für möglich, melden SPIEGEL und viele andere Medien unter Berufung auf das Journal du Dimanche. Als Donald Trump gemeinsam mit Macron eine Pressekonferenz gegeben habe, sei eine Äußerung des US-Präsidenten bemerkenswert gewesen: „Es kann noch etwas passieren, bezüglich des Pariser Abkommens.“


Mit einer bombastischen Rede kündigt der Präsident die US-Energie-Weltherrschaft an – und einen Klima-Alptraum

Am 29.06.2017 rief Donald Trump im US-Energieministerium unter Beifall beim sogenannten Energie-Entfesselungs-Event „seine ganz persönliche Energiewende aus“ (sueddeutsche.de). „Wir haben für mehr als 250 Jahre saubere, schöne Kohle“, „Erdgas für fast 100 Jahre2, die USA seien ein „Top-Produzent von Erdöl“ und stünden an der Spitze einer neuen „Energierevolution“. Trump drohte an, seine Regierung werde eine weltweite „Energie-Vorherrschaft“ anstreben, mit „Millionen und Abermillionen von Jobs“ sowie „Billionen von Dollar an Wohlstand“. Man werde „den Markt beherrschen“


IWF-Chefin fürchtet neue Migrationswelle

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hat Präsident Trumps Entscheidung scharf kritisiert, aus COP21 auszusteigen. Christine Lagarde rief Europa zum gemeinsamen Einsatz gegen Fluchtursachen in Afrika auf – auch weil die USA sich zu versagen anschickten: „Es bereitet natürlich große Sorgen, wenn sich die wichtigste Wirtschaftsmacht aus den gemeinsamen Anstrengungen, den Klimawandel zu bekämpfen, ausklinkt“, sagte sie im Interview mit dem „Handelsblatt“ am 12.06.2017.

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