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Archiv: E-Mobilität


Nationale Plattform Elektromobilität lieferte “strategisch wichtige Informationen”

Die Bundesregierung zieht eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE). Das wird in ihrer Antwort (19/1542) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/1231) deutlich – so der parlamentseigene Pressedienst “heute im bundestag“. Die NPE ist ein mit Spitzenvertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden besetztes Beratungsgremium der Bundesregierung für Fragen der Elektromobilität.


Australische Untersuchung nimmt erneut Live-Circle ins Visier

“Nicht so schnell: Warum die Elektrofahrzeug-Revolution eigene Probleme mit sich bringt”, überschrieb der Nachhaltigkeitsforscher Martin Brueckner von der australischen Murdoch-Universität am 17.04.2018 seinen im Magazin The Conversation veröffentlichten Artikel über die Elektromobilität. Er versuchte darin den Nachweis, dass es mit der Klimafreundlichkeit der Stromvehikel nicht so weit her ist, wie gegenwärtig weitherum behauptet.


…sagt Bundesregierung – Ziele für E-Mobilität und Zellproduktion

Die Bundesregierung hält an ihrem Ziel fest, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen. Industrie und Regierung müssten ihre Anstrengungen verstärken, schreibt die Bundesregierung in der Antwort (19/1536) auf eine Kleine Anfrage (19/1041) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Obwohl Batterien immer größere Bedeutung zukomme – auch und vor allem im Rahmen der Verkehrswende bei Elektrofahrzeugen, gebe es bisher keine deutsche oder europäische Zellproduktion. Daher wollten die Fragesteller erfahren, welche Informationen der Regierung über die Bereitschaft der deutschen Industrie zur Batterieproduktion bzw. Zellproduktion vorlägen.

Falsche Förderungen


Bundesregierung öffnet den Steuersäckel immer weiter

Die Bundesregierung verschenkt immer mehr Steuergelder, gemeint sind Subventionen: Dem am 10.04.2018 veröffentlichten Subventionsbericht des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) zufolge haben sich die Finanzhilfen des Bundes, Steuervergünstigungen und weitere Einnahmenverzichte 2017 auf insge­samt rund 118 Mrd. Euro summiert – das seien 10 Prozent mehr als 2016.


Sind Elektrofahrzeuge sauberer? Die Beweise deuten stark in eine Richtung

Eine interessante Aufarbeitung des alten Streits dargestellt von Julia Poliscanova, Transport and Environment auf der Euractiv-Seite: “Da der Absatz von Dieselfahrzeugen sinkt und der von Elektrofahrzeugen eine Million übersteigt, werden Batterien schnell wichtig für die Industriellen Zukunft der EU. Diesmal ist es nicht nur Gerede. Investitionen werden getätigt: LG Chem plant die Produktion in Polen und Samsung SDI ebenfalls in Ungarn; NorthVolt hat gerade ein großes Darlehen für den Bau einer Demo-Anlage in Schweden unterzeichnet, und die Total-Tochter Saft gab die Gründung eines Batteriekonsortiums gemeinsam mit Siemens, Solvay und MAN bekannt. Inmitten all dessen werden die Umweltvorteile von Elektroautos in den meisten EU-Ländern intensiv untersucht. Also, reduzieren E-KFZ den CO2-Ausstoß von Autos oder verlagern sie das Problem einfach woanders hin?”


Doch es geht voran: Bereits 9.377 Anschlüsse für Elektrofahrzeuge

Insgesamt 9.377 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge standen am 07.02.2018 an 4.666 öffentlich zugänglichen Ladeeinrichtungen in Deutschland. Das letzte Mal hat die Bundesnetzagentur diese Zahl im April 2017 bekannt gegeben: Damals waren es 3.335 Punkte (an 1.600 Säulen). Nun fragte die Grünenfraktion nach (19/649): Am 07.02.2018 waren der Bonner Behörde schon mehr als 9.000 Punkte gemeldet worden.

Debattenbeitrag: Für technologieoffenen Dialog
von Henrik Erämetsä (Head of Aviation Regulation, Neste Corporation)

Wir sehen eine zunehmende Bedeutung der Bioenergie für die Emissionssenkung in zahlreichen Bereichen – sei es für die Wärmeerzeugung oder als emissionsarmer Kraftstoff in der Luftfahrt. Doch die zahlreichen nationalen und internationalen Strategien und politischen Willensbekundungen für Klimaschutz und erneuerbare Energien stehen dabei immer wieder im Kontrast zu einer emotional aufgeladenen öffentlichen Debatte.


Studien: Steigende Nachfrage könnte Netzbetreiber und Stromlieferanten überfordern – zu wenig EE – bald 3 Mio. E-Autos weltweit

Energieexperten sehen laut pv magazine und einer Umfrage des Mannheimer ZEW für sein Energiemarktbarometer zufolge die größten Herausforderungen bei der Elektromobilität auf der Verteilnetzebene. Denn: Wenn im Jahr 2025 rund 4,5 Millionen Autos rein elektrisch betrieben werden, würden die bestehenden sowie geplanten Kapazitäten im Verteilnetz nicht ausreichen und daher größere Investitionen benötigt.


Kommentar von Björn Peters – mit freundlicher Genehmigung

Im Oktober 2017 ließ eine längst fällige Verordnung aus dem Bundesfinanzministerium die juristische Fachwelt aufhorchen. Sie könnte dazu geeignet sein, die Finanzierungsprobleme des Staates endgültig in den Griff zu bekommen. Zumindest in der fünften Jahreszeit.


Länder fürchten finanzielle Folgen für Kommunen

Der Bundesrat hat Vorbehalte gegen die Pläne der EU-Kommission, bei der öffentlichen Beschaffung eine Quote für saubere Fahrzeuge einzuführen. Zwar unterstützt er grundsätzlich das Ziel, den Verkehrssektor bei der CO2-Minderung stärker in die Verantwortung zu nehmen. In seiner Stellungnahme vom 02.02.2018 zu dem Richtlinienvorschlag warnte er jedoch vor den finanziellen Folgen, die solche verbindlichen Vorgaben insbesondere für die kommunalen Haushalte haben.

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