Das Kind beim Namen nennen

‘Klimawandel’ oder ‘Klimakrise’ – was sind angemessene Begriffe bei der Klima-Berichterstattung?

Liegt es vielleicht an den verwendeten Begriffen, dass wir das Problem der Erderhitzung nicht in den Griff bekommen? Eine Reihe englischsprachiger Medien, etwa der britische Guardian, hat jüngst seine redaktionellen Sprachregeln im Themenfeld Klima überarbeitet. Wie ist der Stand in Deutschland, Österreich und der Schweiz? klimafakten.de hat sich bei Journalisten und Verlagen umgehört und das Ergebnis der Recherche am 17.09.2019 veröffentlicht. weiterlesen…

10x so viel PV bis 2030 für Klimaziele nötig

Energiewendeausblick von DNV GL: Zehn Empfehlungen

Nur wenn weltweit zehnmal mehr Photovoltaik als heute zugebaut werden, sind die globale Erwärmung langfristig unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und die Pariser Klimaziele erreichbar, schreibt Sandra Enkhardt am 11.09.2019 in pv magazine. Auch die Windkraft muss um das Fünffache ausgebaut und die Batterieproduktion sogar um das Fünfzigfache steigen, wenn die Klimaerwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius gehalten werden soll. Das derzeitige Tempo bei der globalen Energiewende halten die Analysten für unzureichend. Insgesamt empfehlen sie zehn Maßnahmen, um die Pariser Klimaziele Wirklichkeit werden zu lassen. weiterlesen…

Zehn mal soviel Geld für Rüstung wie für Entwicklung

Gerd Müllers Haushaltsrede 2019

In seiner Rede zum Haushaltsgesetz 2020 vor dem Deutschen Bundestag am 11.09.2019 ging der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, in Berlin konkret auf den Klimawandel und die Flüchtlingsbewegung ein. Besonders ging er mit dem ungleichen Mittelzuwachs bei Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit ins Gericht. Solarify dokumentiert die Rede. weiterlesen…

IAA-Eröffnung: Drei Nachrichten

Merkel eröffnete IAA – Frankfurts OB Feldmann ausgeladen – Proteste

In ihrem Pressestatement zur Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main forderte die Bundeskanzlerin, die E-Mobilität müsse einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Doch dazu müssten mit einem vorrangigen Ausbau der Ladesäulen erst noch die Voraussetzungen geschaffen werden, denn 20.000 Ladepunkte seien nicht genug. Den Ausbau der Lade-Infrastruktur nannte sie eine “Herkulesaufgabe”. Solarify dokumentiert das Statement. Greenpeace protestierte. Frankfurts OB Feldmann war explizit ausgeladen worden und veröffentlichte seine Rede im Internet. weiterlesen…

Mehr Hitze, weniger Kälte

ETHZ: Europa erwärmt sich

Durch den Klimawandel hat sich die Anzahl extrem heißer Tage erhöht und die mit extremer Kälte in Europa verringert. Zu diesem Schluss kam eine Studie aus dem Institut für Atmosphäre und Klima (IAC) der ETH Zürich. So habe sich die Anzahl der Sommertage mit extremer Hitze seit 1950 verdreifacht – die Sommer insgesamt seien heißer geworden. Die Anzahl der Wintertage mit extremer Kälte dagegen sei um mindestens die Hälfte zurückgegangen und die Winter insgesamt wärmer geworden. Diesen Sachverhalt bestätigt die Klimawissenschaftlerin Ruth Lorenz aus vom IAC in einer in der Zeitschrift Geophysical Research Letters der American Geophysical Union(AGU) publizierten Studie. weiterlesen…

NYT: Trumps Umwelt-Desaster

84 Vorschriften abgeschwächt oder aufgehoben – Justizminister der Bundesstaaten nehmen Kampf auf

Präsident Trump hat die Beseitigung von Umwelt-Bundesverordnungen zur vordringlichen Aufgabe gemacht. Seine Regierung hat mit den Republikanern im Kongress viele Bestimmungen ins Visier genommen oder gar schon abgeschafft, die sie als belastend für die fossile Industrie und andere große Unternehmen betrachtet. Eine auf Untersuchungen der Harvard Law School, der New York University Law School und der Columbia Law School basierende Analyse der New York Times zählt mehr als 80 Umweltregelungen und -vorschriften auf. Rückschläge in der Umweltpolitik würden zu einem jährlichen Anstieg von 200 Millionen Tonnen CO2e führen, welche die Öffentlichkeit Hunderttausende von Milliarden Dollar kosten und zu Zehntausenden von vorzeitigen Todesfällen führen. Die Trump-Regierung habe einen aggressiven Zeitplan, und versuche, viele der Aufhebungen noch in diesem Jahr durchzubringen, so die New York Times. weiterlesen…

Steigender Meeresspiegel treibt 280 Millionen in die Flucht

Ab 2050 – bei 2 Grad Erwärmung

Der “Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima” des Weltklimarats (IPCC), der erst am 25.09.2019 veröffentlicht werden sollte, ist vorab bekannt geworden. Die Folge der abschmelzenden weltweiten Eismassen wäre ein Anstieg des Meeresspiegels um 50 bis 80 Zentimeter (andere rechnen mit mindestens einem Meter) bis 2100: Aber schon bis 2050 würden 280 Millionen Menschen vor dem steigenden Wasser fliehen. Vor allem niedrig liegende Millionenstädte würden selbst bei optimistischen CO2-Schätzungen jedes Jahr “extreme Meeresspiegel-Ereignisse” wie Wirbelstürme und Überschwemmungen erleben. weiterlesen…

Hochwasser vom Klimawandel bestimmt

Hochwassermanagement muss sich an neue Realitäten anpassen

Flüsse, die über die Ufer treten, richten gewaltigen Schaden an: Weltweit schätzt man die jährlichen Flusshochwasserschäden auf über 100 Milliarden Dollar – und sie steigen weiter. Inwieweit der Klimawandel das Ausmaß von Flutkatastrophen beeinflusst, war bisher nicht klar. Weltweit einheitliche Trends schien es nicht zu geben. Der österreichische Hochwasserspezialist Prof. Günter Blöschl von der TU Wien leitete eine große internationale Studie, an der insgesamt 35 Forschungsgruppen beteiligt waren. Dabei zeigte sich klar: Veränderungen im Ausmaß von Hochwasserereignissen, die in den letzten Jahrzehnten beobachtet wurden, lassen sich eindeutig auf den Klimawandel zurückführen. weiterlesen…

Small is beautiful

Von Avocados bis zu Äpfeln: Lebensmittel lokaler produzieren könnte helfen, Klima-Emissionen zu senken

Milliarden Tonnen von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft werden in unsere Städte transportiert. Diese Lebensmittelfracht wird von überall auf der Welt auf Straßen, Schienen oder zu Wasser quer über den Globus vom Hoftor bis in die Städte befördert, und ist mit einer gigantischen Menge von CO2-Emissionen verbunden. Erstmals hat nun ein Team von Stadtforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) das globale Potenzial der lokalen Lebensmittelproduktion untersucht, um Städte in Gegenwart und Zukunft zu ernähren. Ihre Arbeit zeigt, dass große Mengen von Stadtbewohnern in vielen Teilen der Welt durch die lokale Landwirtschaft ernährt werden. Wird der Klimawandel jedoch entgegen dem Pariser Klimaabkommen nicht zügig begrenzt, so könnte der Klimawandel diese Option zunichte machen. weiterlesen…

„Kurzfristiger ökonomischer Gewinn bringt langfristig Verluste“

Susan Trumbore vom MPI für Biogeochemie über Waldbrand-Folgen im Amazonas für Weltklima

Im Amazonas-Regenwald wüten in diesem Jahr etwa 80.000 Feuer, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, viele mutmaßlich von Menschen gelegt. Reichlich Nahrung finden die Brände vor allem dort, wo das Amazonas-Gebiet durch großflächige Rodungen bereits geschädigt ist. Über die Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes und die Bedrohungen für dieses einzigartige Ökosystem sprach Peter Hergersberg (Redaktion MaxPlanckForschung in der Kommunikations-Abteilung der Max-Planck-Gesellschaft) mit Susan Trumbore, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena. weiterlesen…