Klimaschutz in Zeiten von Corona

Studie der Uni Kassel: Klimapolitische Maßnahmen stoßen trotz Corona-Krise auf große Akzeptanz

Klimawandel und Klimaschutz haben in den vergangenen Jahren große mediale und öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Allerdings stellt sich angesichts der immensen gesellschaftlichen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise die Frage, ob diese Themen in der Bevölkerung noch immer relevant sind. Dieser Frage ist das Fachgebiet für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel in einer aktuellen Befragung nachgegangen, indem es die Zustimmung zu klimapolitischen Maßnahmen sowie klimaschutzorientierten Konjunkturpaketen untersucht hat. weiterlesen…

Sogar Wälder könnten Klimawandel anheizen

Gastbeitrag von Stefan Rahmstorf im SPIEGEL (Lesehinweis)

Nicht alles CO2, das wir in die Luft pusten, bleibt dort. Ozeane und Wälder schlucken mehr als die Hälfte davon. Das hilft uns – aber wie lange noch?, fragt der Potsdamer Klimawissenschaftler und Meeresforscher Stefan Rahmstorf am 02.07.2020 im SPIEGEL. Waldbrände seien ein Beispiel für die wichtige Rolle des Kohlenstoffkreislaufs im Klimawandel. Verlust von Wald sei eine Quelle von CO2 – ob der Wald nun abbrenne, durch Schädlingsbefall verrotte oder abgeholzt werde. weiterlesen…

Buch: Europa trocknet aus

Dystopie über den Klimawandel

Auch in der Literatur wird man sich zunehmend der Dringlichkeit des Klimaschutzes bewusst. Autor Wolf Harlander hat mit dem Krimi „42 Grad“ eine eindringliche Dystopie (lt. Duden “fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang”) geschrieben, in der Europa austrocknet. „Es ist längst schon Realität,“ sagte Harlander im Corsogespräch mit Christoph Reimann im Deutschlandfunk. weiterlesen…

MPG-BGC: Dürre 2018 Erbe eines warmen Frühlings

Risiko für sommerliche Hitzewellen und Dürreperioden nimmt zu

Hitze, Dürre und viel Sonne – im Jahrhundertsommer 2018 litten insbesondere Nord- und Mitteleuropa unter extremer Trockenheit. Die Folge waren unter anderem Waldbrände und Ernteausfälle mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen. Die Basis dafür wurde aber bereits im Frühjahr gelegt: Die aufgrund einer Hitzeperiode üppig wachsenden Pflanzen entzogen dem Boden schon zeitig viel Wasser und verstärkten damit die sommerliche Trockenheit, wie Simulationen zeigen. Wissenschaftler um die LMU-Klimaforscherinnen Ana Bastos und Julia haben nun mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie (BGC) in Jena (einer BGC-Medienmitteilung vom 12.06.2020 zufolge) im Rahmen einer internationalen Kooperation gezeigt, wie die ungewöhnliche Wärme im Frühjahr auch im Sommer nachwirkte und die Dürre verstärkte. weiterlesen…

Klimawandel bedroht zunehmend Frieden und Sicherheit

Im Juli will Deutschland Risiken des Klimawandels ganz oben auf Agenda des UN-Sicherheitsrates setzen

Es ist Außenminister Heiko Maas ein wichtiges Anliegen, den Klimawandel ins Zentrum sicherheitspolitischer Debatten zu rücken. Das wurde bei seiner Rede dieser Woche auf der Berliner Konferenz zu Klima und Sicherheit deutlich. Zum zweiten Mal fand die Konferenz in Berlin statt, deren zentrales Thema die Auswirkungen des Klimawandels auf Frieden und Sicherheit in der Welt ist. Bei seiner Rede kündigte Maas an, das Thema am 29.06.2020 ins Zentrum der Debatte im UN-Sicherheitsrat zu stellen. Am ersten Juli übernimmt Deutschland für einen Monat den Vorsitz im Weltsicherheitsrat. Näheres von Manuel Först auf energiezukunft. weiterlesen…

Wie Menschen auf Nachrichten über den Klimawandel reagieren

80.000 Menschen in 40 Ländern befragt: Geringste Besorgnis in Westeuropa

Wie sehr liegt den Menschen auf der ganzen Welt der Klimawandel am Herzen? Die Wissenschaftler Simge And? und James Painter vom Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford haben 80.000 Menschen in 40 Ländern befragt, um das herauszufinden. Neue Umfrageergebnisse aus 40 Ländern zeigen, dass der Klimawandel für die meisten Menschen von Bedeutung ist. Fast sieben von zehn denken, dass der Klimawandel “ein sehr oder extrem ernstes Problem” sei. Vier der fünf Länder mit dem höchsten Grad an Besorgnis (85-90%) kamen aus dem globalen Süden, nämlich Chile, Kenia, Südafrika und die Philippinen. Überraschend liegen die fünf Länder mit den niedrigsten Besorgnisquoten alle in Westeuropa. In Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden ist nur etwa die Hälfte (oder weniger) der Ansicht, dass der Klimawandel ein ernstes Problem darstellt. weiterlesen…

“Vom Abschotten zum Vorbeugen”

Freihandel durch Klimazölle mit Klimaschutz versöhnen

Pascal Lamy, früherer WTO-Chef, meint, Freihandel sei mit Klimaschutz zu versöhnen. “From protectionism to precautionism” (vom Abschotten zum Vorbeugen), lautet seine Formel. Wie, legt Lamy zusammen mit Geneviève Pons und Pierre Leturcq vom Institut “Europe Jacques Delors” in Paris im “Policy Paper” “Greening EU Trade” dar. Die Autoren schlagen Wege vor, wie die EU-Kommission den Klima-Importzoll verwirklichen sollte, den sie Ende vergangenen Jahres als Teil des “New Green Deal” angekündigt hat. Solarify dokumentiert den Text. weiterlesen…

BUND: GEG hat “keinerlei Klimanutzen”

Solardeckel-Streichung, Abstandsregelungen, Gebäudeenergiegesetz: Zielkurs für die Energiewende nicht in Sicht

Der Bundestag hat am 18.06.2020 Gesetzesänderungen zum Solardeckel und zur Abstandsregelung bei Windkraftanlagen sowie das GebäudeEnergieGesetz (GEG, siehe solarify.eu/gebaeudeenergiegesetz-aktualisieren-gih) beschlossen. Der BUND kritisiert falsche Weichenstellungen für das Vorankommen in der Energiewende. Hans-Josef Fell bleibt ebenfalls kritisch. Der BDEW sieht vertane Chancen. weiterlesen…

Lesehinweis: Die alte Leier

Weltwoche: “Die Märchen von der allzu teuren Klimapolitik”

“Klimaschutz kostet – aber kein Klimaschutz kostet mehr. Es ergibt langfristig auch ökonomisch Sinn, wenn wir jetzt etwas unternehmen. Und die Corona-Krise zeigt, was entschiedenes Handeln bewirken kann”, schreibt der renommierte Klimaforscher Reto Knutti von der ETH Zürich am 17.06.2020 in der Weltwoche. Der Professor für Klimaphysik, Delegierter für Nachhaltigkeit an der ETH und war einer der Leitautoren beim Vierten und Fünften Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC. weiterlesen…

Ostfriesland im Klimawandel: Starkregen, Hochwasser, Sturmflut

Klimawandel-Vorsorge

Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel und mit ihm die Gefahr der Überflutung für Küsten und Inseln Ostfrieslands. Bislang sind die rund 1,2 Millionen Anwohner zum Beispiel durch Deiche am Meer und Schleusen und Pumpen im Inland vor Überflutungen geschützt. Welchen Bedarf an Schutzmaßnahmen es in Zukunft geben könnte, soll ein jetzt gestartetes, gemeinsames Projekt norddeutscher Einrichtungen und Hochschulen herausfinden. Das BMBF stellt dafür rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Koordiniert wird das Projekt WAKOS vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) – Zentrum für Material- und Küstenforschung. weiterlesen…