Fortschritt für Sonnenenergie vom eigenen Balkon

Mieter dürfen Steckdosen-PV jetzt selbst anmelden

Verbraucher können Steckdosen-Solargeräte zur privaten Stromerzeugung bis zu einer Gesamtleistung von 600 Watt jetzt selbst beim Netzbetreiber anmelden, statt wie bisher über einen Elektroinstallateur. Rechtssicher möglich macht das laut einer Medienmitteilung der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie vom 26.04.2019 eine Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105, die heute (am 27.04.2019) in Kraft tritt. Verabschiedet wurde sie in einem Normierungsverfahren vom Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN), das in Deutschland die Regeln für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen erarbeitet. weiterlesen…

Energie. Wende. Jetzt.

Eckpunkte für eine zukünftige Energieversorgung
von Robert Schlögl

Dass der menschengemachte Klimawandel schon länger stattfindet, ist erst jüngst – durch das Ausmaß der Temperatur-Anomalie in Mitteleuropa im vergangenen Sommer – für viele sichtbar geworden. Für Deutschland ist derzeit die „2-Grad-Grenze“ bereits überschritten, die Welt hat einen Wert von 1,1 Grad erreicht. Damit wird eine drastische Anstrengung für die wirksame Defossilisierung des Energie­systems jetzt notwendig, stellt der Chemiker Robert Schlögl, Direktor am Berliner Fritz-Haber-Institut und am MPI CEC Mühlheim, Ruhr, fest. Weil aber eine Verständigung über die Eckwerte eines neuen Energiesystems fehle, verlangsame sich der Zubau von Wandlern für Erneuer­bare Energie in Europa. Für Deutschland sei klar, dass der Kohleausstieg in der Tat vordringlich ist. Solarify publiziert die Arbeit exklusiv. weiterlesen…

Agrophotovoltaik: hohe Ernteerträge im Hitzesommer

ISE: Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent

Das Verbundprojekt “Agrophotovoltaik – Ressourceneffiziente Landnutzung” (APV-RESOLA) erprobt seit mehr als zwei Jahren die Kombination von Solarstromproduktion und Landwirtschaft auf der gleichen Fläche. Über einer 0,3 Hektar großen Ackerfläche am Bodensee wurden in 5 m Höhe Solarmodule mit einer Leistung von 194 Kilowatt installiert. Im ersten Projektjahr 2017 konnte das Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesystem ISE in Freiburg bereits eine Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent nachweisen. Im Hitzesommer 2018 wurde dieses Ergebnis noch deutlich übertroffen. weiterlesen…

Vorteile einer CO2-Dividende

“Es muss schnell gehandelt werden”

Obwohl der menschengemachte Klimawandel für die allermeisten ein Faktum ist, versuchen immer noch viele, das Problem zu verdrängen oder zu leugnen. Da es jedoch akut ist, muss schnell gehandelt werden. Aber wie? Helmut Dietl, Professor für Services & Operations Management am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich, schrieb dazu am 07.04.2019 im Finanzportal cash, warum er eine CO2-Steuer – und die daraus resultierende CO2-Dividende – richtig findet. weiterlesen…

“Die Politik sind wir”

Französischer Bestseller von Raphaël Glucksmann “Die Politik sind wir! Gegen den Egoismus, für einen neuen Gesellschaftsvertrag”

Es sind die beiden großen Herausforderungen unserer Zeit: die Krise der liberalen Demokratie und der drohende ökologische Kollaps. Was, wenn sie mehr miteinander zu tun haben, als wir glauben? Glucksmanns Plädoyer für einen neuen Gesellschaftsvertrag erscheint am 13.05.2019 im Carl Hanser Verlag. weiterlesen…

E-Roller dürfen bald fahren

Elektrokleinstfahrzeuge: EU hat zugestimmt – Verordnung wird Bundesrat zugeleitet

Sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge (vulgo: E-Roller oder E-Scooter) sollen in Deutschland noch vor der Sommerpause auf den Weg gebracht werden: Die Notifizierung auf europäischer Ebene ist abgeschlossen, am 03.03.2019 hat auch das Bundeskabinett die Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr beschlossen. Damit kann der Entwurf jetzt dem Bundesrat zugeleitet werden. Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung soll noch im Frühjahr 2019 in Kraft treten, sobald der Bundesrat zugestimmt hat. weiterlesen…

Umweltplus von E-Autos wächst mit

Deutlich bessere Klimabilanz als Diesel und Benziner

Bis zu 28 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als ein Oberklasse-Diesel, bis zu 42 Prozent weniger als ein Kleinwagen-Benziner: Wer heute ein batteriebetriebenes Elektroauto kauft und in Deutschland nutzt, stößt bei einer Nutzungsdauer von durchschnittlich 13 Jahren deutlich weniger CO2 und andere klimarelevante Gase aus als mit einem konventionellen Verbrenner. Das ist das Ergebnis einer Studie des des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI unter dem Titel “Die aktuelle Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen in Deutschland” zur Klimabilanz von Elektroautos. weiterlesen…

Mit dem Elektroauto in die Sackgasse

Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt – Buch von Winfried Wolf

Der Alt-Linke Winfried Wolf hat sich das Elektro-Auto vorgenommen: “Elektroautos sind keine Lösung des Problems. Sie sind vielmehr Teil des Problems.” Die Elektromobilität wird laut Wolf aus einer ganzen Rehe von Gründen in die nächste Sackgasse führen. Das Echo auf sein Buch “Mit dem Elektroauto in die Sackgasse – warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt”, erschienen im Promedia-Verlag Wien, fällt allerdings sehr divers aus. weiterlesen…

Buchempfehlung: “Losing Earth”

Beängstigende Paralellen zu heute drängen sich auf

Die Klimakatastrophe, die wir jetzt erleben, hätte verhindert werden können (so die Internetseite des Rowohlt-Verlags über Nathaniel Richs Buch “Losing Earth”): Vor dreißig Jahren gab es die Chance, den Planeten zu retten – doch sie wurde verspielt. Nathaniel Rich schildert in “Losing Earth” (nach langdauernder Recherche am 01.08.2018 im Magazin der New York Times veröffentlicht), wie es zu diesem wahrhaft globalen Versagen kam. Wir folgen einer Gruppe von Wissenschaftlern, Aktivisten und Politikberatern rund um den Umweltlobbyisten Rafe Pomerance und den Nasa-Forscher James Hansen, die Ende der siebziger Jahre erstmals erkennen, dass sich die Erderwärmung desaströs beschleunigt, aber auch, was dagegen zu tun ist – beinahe alles, was wir heute darüber wissen, stammt aus dieser Zeit. Rich schildert ein Jahrzehnt erbitterter Kämpfe um Öffentlichkeit, Anerkennung, politische Maßnahmen – und wie diese 1989, kurz vor dem Durchbruch, tragisch scheitern. weiterlesen…

Bitcoin durch Erneuerbare nicht nachhaltiger

Laut Analyse zusätzliches Problem: wachsender Berg an Elektroschrott für Kryptowährung

Erneuerbare Energien können das Nachhaltigkeitsproblem der Kryptowährung Bitcoin nicht lösen. Das schreibt Alex de Vries, Blockchain-Spezialist bei PwC in den Zeitschriften Joule und Science. Laut der Studie wurden 2018 40 bis 62,3 TWh von Bitcoin verbraucht. Der geschätzte Energieverbrauch von Bitcoin umfasst nur die Mining-Aktivitäten, während andere wie Bitcoin-Börsen, Geldautomaten, Depots und Zahlungsdienste nicht berücksichtigt wurden. Denn Bitcoin Mining verbraucht inzwischen mehr als 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Rechenzentren weltweit.
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