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Archiv: Atomenergie

Toshiba dank Atom pleite


Nukleargeschäft treibt japanischen Konzern in Insolvenz – springt Staat ein?

von Hans-Josef Fell
„Nachdem bereits Ende März Toshibas Unternehmensgesellschaft, die Westinghouse Electric Company in den Konkurs geschickt wurden ist, um den Mutterkonzern zu retten, steht nun auch der Technologie-Riese mit etwa 190.000 Angestellten selbst kurz vor dem Aus. Toshiba steckt bereits jahrelang tief in der Krise nach einer Bilanzmanipulationsaffäre und Milliardenbelastungen durch das US-Atomgeschäft.


Vor allem in Krisengebieten

Wie gefährdet sind kerntechnische Anlagen in Krisengebieten? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Gehen Politik, Medien und Gesellschaft weltweit zu leichtfertig mit dem nuklearen Risiko um? Diesen Fragen ist das Öko-Institut in der von der Stiftung Zukunftserbe geförderten Studie „Nukleare Sicherheit in Krisengebieten“ nachgegangen. Fazit: Die Gefahr wird unterschätzt.

Neue Panne im AKW Cattenom


Minister Jost: Nach Fessenheim muss Cattenom vom Netz

Die erneute technische Panne, welche die EDF, Betreiberin des Atomkraftwerks Cattenom am 19.04.2017 veröffentlicht hat, ist nach Ansicht des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost ein weiterer Beleg für die bedrohliche Störanfälligkeit des AKW. Die EDF hatte mitgeteilt, dass Block 1 in der Nacht zum Mittwoch abgeschaltet werden musste. Als Grund wurde eine Fehlfunktion eines Dampfventils im nichtnuklearen Bereich genannt.


Brief an Ségolène Royal

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat sich in einem Brief an ihre französische Amtskollegin Ségolène Royal gegen eine weitere Laufzeitverlängerung für das grenznahe französische Atomkraftwerk (AKW) Cattenom ausgesprochen. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung (18/11604) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/11396) hervor – so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag“. Das Thema sei auch in Gesprächen auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen worden.

Kein Atom-Export-Verbot


Deutsche Brennelemente für belgisches Pannen-Kraftwerk

Einerseits drängt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die belgische Regierung, das Schrott-AKW Tihange aus Sicherheitsgründen zu schließen – andererseits sind aus Deutschland trotz aller Bedenken neue Brennelemente für den nur 65 km von Aachen entfernten Reaktor geliefert worden, wie zahlreiche Medien meldeten.


Eine Million Jahre sichere (?) Lagerung hochradioaktiven Atommülls

Bis 2031 soll die Entscheidung für einen Standort gefallen sein, 2050 die Lagerung beginnen: Der Bundestag hat das Gesetz zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll beschlossen. Von Beginn der Standortauswahl an sollen Bürger und Betroffene in das Verfahren eingebunden werden. Das Gesetz regelt das Verfahren zur Suche nach einem Standort in Deutschland für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Er soll die größtmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahren gewährleisten – so eine Medienmitteilung der Bundesregierung. Das Bundeskabinett hatte sich bereits am 21.12.2016 auf einen Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) verständigt.

Atomstrom nicht unersetzlich


Stattdessen immer mehr Erneuerbare Energien

Für den endgültigen Atomausstieg läuft die Uhr: Die zurzeit noch acht laufenden Atommeiler gehen spätestens bis Ende 2022 vom Netz. Als nächstes ist dieses Jahr Block B im bayerischen Gund­remmingen dran. „Inzwischen erzeugen die Erneuerbaren Energien mit ihrem starken Rückhalt in der Bevölkerung mehr Strom als es die Atomkraft je geschafft hat“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer, anlässlich der sich am 11.03.2017 jährenden Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. „Doch es ist ein dynami­scher weiterer Ausbau der regenerativen Energien notwendig, damit sie nicht nur die Atomkraft, sondern zunehmend auch klimaschädliche fossile Energie ersetzen können.“


Fraktionsübergreifender Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des Standortauswahlgesetzes

Am 08.03.2017 brachten CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen fraktionsübergreifenden Entwurf zur Fortentwicklung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) in den Bundestag ein. Bis zum Jahr 2031 soll auf Grundlage eines wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahrens ein Endlagerstandort gefunden werden. Das novellierte Standortauswahlgesetz soll für die Endlagersuche die fachlichen Kriterien und Anforderungen festlegen. Der Umweltausschuss hörte dazu Experten an. Der BUND bleibt kritisch: „Nachbessern!“.

AKW Paks II von EU abgenickt


Kommission genehmigt staatliche Beihilfen für ungarisches Kernkraftwerk

Die EU-Kommission hat die Finanzierung des AKW Paks II genehmigt. Die Staatsbeihilfen für die zwei Reaktoren, die mit russischer Hilfe errichtet werden sollen, seien mit EU-Recht vereinbar, da Ungarn „bedeutende Zugeständnisse“ zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen gemacht habe, so die Kommission am 06.03.2017 in Brüssel. Umweltverbände protestierten gegen die Entscheidung. Österreich drohte mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.


Atommüll – Veränderungssperre für Gorleben läuft aus

-Exklusiv im Tagesspiegel von Dagmar Dehmer-

Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gibt die Veränderungssperre für den umstrittenen Salzstock Gorleben auf. Mit der Novelle des Standortauswahlgesetzes gibt es Einschränkungen für alle eventuellen Endlagerstandorte.

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