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Archiv: Atomenergie


Hans-Josef Fell fürchtet den Rückfall

Steht alles bereit für einen Wiedereinstieg in die Kernkraft in Deutschland? Aus Sicht von Hans-Josef Fell, dem grünen EEG-Mitautor und Präsidenten der Energy Watch Group, deutet darauf vieles hin. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien werde gedrosselt, die Atomforschung für neue AKW vorangetrieben und der EURATOM-Vertrag bleibe bestehen.

Baupause statt Blaupause


Fragen und Antworten zu europäischen AKW – Hendricks bittet britischen Kollegen um Abwarten der UVP für Hinkley Point C

Erkenntnisse der Bundesregierung bezüglich der (real existierenden oder geplanten) AKW in Nachbarländern sind Gegenstand einer Antwort (18/13542) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/13371) zur europäischen Atompolitik- so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag“. Thema ist unter anderem die nachzuholende grenzüberschreitende Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) für Hinkley Point C. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat ihren britischen Kollegen darum gebeten, die Bauarbeiten bis zum Abschluss dieser UVP zu unterbrechen.

Macron schiebt beim Klimawandel an


Aus für Fracking – CO2-Mindestpreis

Frankreichs Präsident hat das Thema Klimawandel nach oben auf seine To-do-Liste gesetzt. Zwei Hauptpunkte: CO2-Zertifikate im europäischen Emissionshandel (solarify.eu/europaeisches-emissionshandels-system) wirksam bepreisen, und: keine Lizenzen mehr für Fracking. Eine Analyse von Nicole Allé auf energiezukunft.

Atom-Aus in Frankreich?


Energiewende auf Französisch

„Bisher galt Frankreich als Musterland der Atomenergie. Aber die 58 Kernkraftwerke weiter zu betreiben, würde mehr als 100 Milliarden Euro kosten. Der von Macron geplante Ausstieg wäre deutlich billiger“, schrieb Gesche Wüpper am 22.07.2017 in der Welt unter der Titelfrage „Kann sich Frankreich seine Atomkraftwerke nicht mehr leisten?“


Mit einer bombastischen Rede kündigt der Präsident die US-Energie-Weltherrschaft an – und einen Klima-Alptraum

Am 29.06.2017 rief Donald Trump im US-Energieministerium unter Beifall beim sogenannten Energie-Entfesselungs-Event „seine ganz persönliche Energiewende aus“ (sueddeutsche.de). „Wir haben für mehr als 250 Jahre saubere, schöne Kohle“, „Erdgas für fast 100 Jahre2, die USA seien ein „Top-Produzent von Erdöl“ und stünden an der Spitze einer neuen „Energierevolution“. Trump drohte an, seine Regierung werde eine weltweite „Energie-Vorherrschaft“ anstreben, mit „Millionen und Abermillionen von Jobs“ sowie „Billionen von Dollar an Wohlstand“. Man werde „den Markt beherrschen“

IAEA: Atomkraft ungebrochen


Soviel Zubau wie seit 80ern nicht

Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), teilte im Rahmen seines Eingangsvortrags am 02.06.2017 in Wien mit, dass derzeit in 30 Ländern 449 Leistungsreaktoren am Netz seien. Die installierte nukleare Kapazität sei mit 392 Gigawatt gegenwärtig die höchste, die es je gab. In den vergangenen zwei Jahren seien zwanzig neue Reaktoren ans Netz gegangen, die höchste Zahl seit den 80er Jahren. Sechzig Machtreaktoren sind weltweit aktuell im Bau, die meisten davon in Asien, sagte er zum Auftakt des 35 Mitgliedsstaaten umfassenden Gouverneursrats der IAEA.


Belgische Atomreaktoren erneut im Kreuzfeuer

Fachleute haben bei jüngsten Kontrollen in den belgischen Schrott-Reaktoren Tihange und Doel weitere Risse entdeckt. Im Hochdruckkessel von Tihange 2 habe man bei per Ultraschall 70 Risse mehr als bei der vorigen Inspektion im Jahr 2014 gefunden, in Doel seien 300 neue Risse im Reaktor 3 entdeckt worden, antwortete der belgische Innenminister Jan Jambon zahlreichen Medienberichten zufolge auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen.


59 Prozent für Energiegesetz

Im internationalen Witzwettbewerb punkten die Schweizer mit ihrer Bedachtsamkeit, böse Zungen sagen: Langsamkeit. So auch beim neuen Energiegesetz: „Das Stimmvolk hat das Energiegesetz angenommen, und zwar deutlicher als erwartet“, textete FM1 Today, das Internetportal von Radio Ostschweiz, kurz nach Schließung der Wahllokale um 12 Uhr nach ersten Hochrechnungen – Atomausstieg sechs Jahre nach Fukushima, aber nicht sofort.


AKW Tihange 1 darf nach acht Monaten wieder ans Netz

Laut einer Mitteilung der belgischen Atomaufsicht FANC vom 15.05.2017 soll das seit September abgeschaltete belgische AKW Tihange 1 unweit der deutschen Grenze am 24.05.2017 erneut ans Netz gehen. Das umstrittene Kraftwerk hatte stillgelegt werden müssen, weil ein Nebengebäude bei Unterhaltsarbeiten im nichtnuklearen Teil der Anlage beschädigt worden war.


Linken-Anfrage: „Anlagenspezifisch reagieren“

Seit 2010 ist in sechs Fällen ein sogenannter RENEGADE-Voralarm („renegade“, engl. = Abtrünniger, Renegat) für Atomkraftwerke ausgelöst worden – so der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag„. Dabei handelte es sich um Vorkommnisse, bei denen der Verdacht bestand, „dass ein ziviles Luftfahrzeug aus terroristischen oder anderen Motiven als Waffe verwendet und zum gezielten Absturz gebracht werden soll“. In diesen Fällen werden AKW informiert, um anlagenspezifisch reagieren zu können. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/11957) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/11705) hervor. Solarify dokumentiert sie.

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