IEA: Ausbau der Erneuerbaren dringend forcieren

Internationale Energieagentur veröffentlicht Energy Technology Perspectives 2020

Noch vor wenigen Jahren hätte das niemand für möglich gehalten. Die IEA fordert in ihren am 10.09.2020 veröffentlichten 400 Seiten starken Energy Technology Perspectives 2020 (ETP 2020) den schnellen und konsequenten Ausbau sauberer Energietechnologien, wenn die Energie- und Klimaziele erreicht werden sollen. Doch die Sache hat einen Haken: Was sind “saubere Energietechnologien”? weiterlesen…

“Kernkraft keine ernsthafte Alternative zur Bekämpfung der Klimakrise”

Atomenergie hat Deutschland bis heute bereits mehr als eine Billion Euro gekostet

Die Nutzung der Atomenergie zur Stromerzeugung in Deutschland hat seit den 1950er-Jahren geschätzte gesamtgesellschaftliche Kosten von mehr als einer Billion Euro verursacht. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Greenpeace Energy erstellt hat. Diese Summe umfasst sowohl staatliche Förderungen als auch Verkaufspreise des Stroms sowie externe Kosten. weiterlesen…

Lesehinweis – E&E: Das Geburtsland der Kohleindustrie schließt letztes Kraftwerk

Großbritannien, einst Zentrum der industriellen Revolution, jetzt erneuerbar

Die Kohle, die Züge antrieb, Eisen schmolz und Fabriken, Dampfmaschinen und Kraftwerke befeuerte, die Großbritannien zum Zentrum der industriellen Revolution machten, ist aus dem Vereinigten Königreich so gut wie verschwunden – schreibt Benjamin Storrow am 02.07.2020 in den E&E-News. Die letzte Kohlegrube des Landes wurde 2015 geschlossen. Nun steht der Brennstoff kurz davor, aus der Verstromung zu verschwinden. Die Regierung hat das Jahr 2024 als Frist für die Ausmusterung der beiden verbleibenden Kohlekraftwerke des Landes festgelegt. Und der nationale Netzbetreiber verlagert seinen Schwerpunkt von der Stilllegung von Kohle auf die Umstellung auf Gas. weiterlesen…

IEA setzt jetzt doch mehr auf Erneuerbare Energie

Staaten sollen drei Billionen Dollar in nachhaltige Energie investieren

In einem Sonderbericht zur nachhaltigen Erholung von der Coronavirus-Pandemie hat die Internationale Energieagentur (IEA) am heutigen 18.06.2020 einen Plan vorgelegt, wie die Konjunktur mithilfe des Energiesektors angekurbelt werden kann. Der Plan ist auf die Jahre 2021 bis 2023 ausgelegt und wurde zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds erarbeitet, wie Florence Schulz für EURACTIV.de berichtet. weiterlesen…

Kühltürme des AKW Philippsburg gesprengt – NGO kommentieren

BUND: Spektakuläres Ende eines Risiko-Meilers – doch Probleme mit Atomenergie bleiben – Greenpeace-Aktivisten protestieren für Energiewende

Mit der Sprengung der beiden Kühltürme des AKW Philippsburg hat einer der störanfälligsten Meiler Deutschlands am 08.05.2020 ein spektakuläres Ende – so eine Medienmitteilung des BUND. Mit einer Projektion auf die Kühltürme des AKW Philippsburg haben Greenpeace-Aktivisten in der Nacht unmittelbar vor der Sprengung der beiden 153 Meter hohen Kühltürme des Atomkraftwerks „Platz schaffen für die Energiewende“ gefordert. Erst im vergangenen Dezember war das AKW in Baden-Württemberg vom Netz gegangen. Mehr als dreißig Jahre lief das Kraftwerk, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstieß. weiterlesen…

Bundesinnenministerium stoppt Urantransport – NGOs positiv

Kein Atom-Güterzug nach Russland

Laut einer Meldung des WDR-Studios Münster und der Westfälischen Nachrichten wird der Urantransport von Gronau nach Russland nicht stattfinden. Das hätten jetzt das Bundesinnenministerium und die Firma Urenco bestätigt. Urenco schloss allerdings mögliche Urantransporte in den Folgewochen nicht aus. Die Planung laufe weiter, so der Sprecher der Urenco Deutschland GmbH, Chris Breuer. Atomkraftgegner hatten einen grundsätzlichen Stopp der Urantransporte während der Coronakrise gefordert. Mit Blick darauf machte Urenco deutlich, dass das Unternehmen bereits seit Wochen viele Maßnahmen eingeführt habe. „Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Mitarbeiter, ihrer Familien und der ganzen Bevölkerung.“ weiterlesen…

DIW: Kernenergie weltweit Auslaufmodell

Atomkraft international: Ausbaupläne von Newcomer-Ländern vernachlässigbar

Eine im DIW Wochenbericht 11/2020 publizierte Analyse aktueller AKW-Rückbau- und Neubauprojekte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) offenbart weltweit einen rückläufigen Trend bei der Nutzung der Atomenergie. Einen Einstieg verzeichnet die Analyse lediglich in vier Ländern, dort aber mit finanziellen Schwierigkeiten und erheblichen Verzögerungen. Eine ökonometrische Analyse legt ferner nahe, dass Länder, die als potenzielle Neueinsteiger klassifiziert sind, ein tendenziell geringes Ausmaß an demokratischen Freiheiten haben. Vielmehr seien auf der Angebotsseite geopolitische Interessen der Atomkraft-Exportländer treibende Kraft. Fazit der DIW-Autoren Lars Sorge, Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Ben Wealer: “Deutschland sollte im Rahmen internationaler Organisationen darauf hinwirken, dass ein Neueinstieg in die Atomkraft nicht unterstützt wird”. weiterlesen…

Fessenheim geht vom Netz

Ende für Pannen-Akw nach 43 Jahren

Das umstrittene rechtsrheinische französische Atomkraftwerk Fessenheim unweit der deutschen Grenze nördlich von Basel geht vom Netz: Am 22.02.2020 soll der erste Druckwasserreaktor heruntergefahren werden, der zweite soll Ende Juni folgen. >Damit endet der Betrieb des ältesten französischen AKWs nach 43 Jahren definitiv. Das älteste AKW Frankreichs kam aufgrund seiner Pannen wiederholt in die Schlagzeilen. Auch in der Schweiz und rechts des Rheins ist einer Meldung der kostenlosen Pendlerzeitung 20 Minuten und dem privaten Sender baden.fm zufolge die Erleichterung darüber groß. weiterlesen…

Lesehinweis: Kanada setzt auf kleine Atomkraftwerke

Small Modular Reactors Program soll neuartige Kernreaktoren entwickeln

Während in Deutschland die längerfristige Abschaltung und Abwicklung der nur noch sieben AKW läuft, will Kanada Klein-Reaktoen entwickeln, schreibt am auf Technology Review. In drei Bundesstaaten des Landes sollen die Forschungsbemühungen ausgedehnt werden. Ziel ist weniger Kohlestrom. Und das, obwohl mit Ministerpräsident Justin Trudeau und der liberalen Partei eher progressive Kräfte an der Macht sind. weiterlesen…

Fell: Ausstieg aus dem Ausstieg?

“Wirtschaftsministerium setzt auf klimaschädlichen blauen Wasserstoff aus Erdgas und bereitet möglicherweise neue Laufzeitverlängerung von AKW vor”

“Die Debatten um Wasserstoff als Energieträger der Zukunft reißen nicht ab”, stellt Energie-Experte Hans-Josef Fell in seinem Blog fest – und argwöhnt, die Unionsstrategen könnten heimlich auf den Ausstieg aus dem Atomausstieg hinarbeiten: “Während Forschungsministerin Karliczek die Lösung in grünem Wasserstoff, produziert mit Solarstrom aus der Sahara, sieht, setzt das Wirtschaftsministerium weiterhin auf blauen Wasserstoff aus klimaschädlichem Erdgas.” weiterlesen…