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Archiv: Atomausstieg


Hendricks: Wichtiger Schritt beim Atomausstieg

Die Lokalausgabe Günzburg der Augsburger Allgemeinen titelte: „Block B im Atomkraftwerk ist seit heute endgültig vom Netz.“ Und: „Im (AKW) Gundremmingen ist seit Silvester nur noch Block C in Betrieb. Das letzte deutsche Doppel-Kernkraftwerk ist damit Geschichte. Gegner wollen nun auch Block C rasch vom Netz haben.“ Die Schichtmannschaft habe den Generator um 12 Uhr mittags vom Stromnetz getrennt und dann den Reaktor heruntergefahren, so Sprecher Tobias Schmid.

Seltene Einigkeit


Gewerkschaft und RWE-Chef warnen vor Kohleausstieg

Kurz vor Sondierungen über eine neue Große Koalition versucht der IG BCE-Chef, Pflöcke einzuschlagen. RWE-Chef Schmidt forderte Union und SPD vor möglichen Koalitionsgesprächen zu einer Politik des „Augenmaßes“ in der Klima- und Energiepolitik auf. Die Energieunternehmen hätten bereits sehr viel dazu beigetragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zugleich aus Atom und Kohle auszusteigen sei nicht möglich. „Wir sind es leid, dass die Politik bestellt, die Rechnung aber bei uns bleibt“, kritisierte Michael Vassiliadis bei einer Betriebsrätekonferenz der Gewerkschaft in Berlin. „Wir müssen für falsche Weichenstellungen in der Politik bezahlen.“


IASS misst mit sozialem Nachhaltigkeitsbarometer, ob Deutsche Energiewende gerecht finden

Die Energiewende ist eingeleitet – aber wie bewerten die Deutschen die bisherige Umsetzung? Sind die Belastungen sozial gerecht verteilt? Was hält die Bevölkerung vom Kohleausstieg? Welche Parteien kommen mit ihren energiepolitischen Konzepten bei den Bürgern an? Wie stark ist der Wunsch nach mehr Mitsprache bei welchen Bevölkerungsgruppen? Das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer zur Energiewende von IASS, Dynamis, der 100-Prozent-Erneuerbare-Stiftung und der innogy-Stiftung hat erstmals die Meinungen der Bevölkerung zu den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende umfassend erhoben und am 14.11.2017 im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin präsentiert.


E.ONs ungeliebte Atom-Tochter zieht harte Konsequenzen aus Atomausstieg

Als Folge des Atomausstiegs, der Abschaltung und des Rückbaus von Kernkraftwerken will die E.ON-Tochter PreussenElektra ihre Mitarbeiterschaft radikal zurückfahren. Wie der AKW-Betreiber am 12.07.2017 bekannt gab, sollen bis 2026 mindestens tausend Arbeitsplätze gestrichen werden. Einem Vorabbericht der „Rheinischen Post“ zufolge sollen vor allem in der Unternehmenszentrale in Hannover und an den AKW-Standorten in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein Jobs gestrichen werden.


Kernkraftwerksbetreiber haben Einzahlungen an nuklearen Entsorgungsfonds geleistet

Am 03.07.2017 haben die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge fristgerecht und vollständig Einzahlungen in Höhe von insgesamt rund 24,1 Milliarden Euro auf Konten des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Fonds) bei der Deutschen Bundesbank eingezahlt. Damit ist ihre Haftung für Kosten der nuklearen Entsorgung im Bereich Zwischen- und Endlagerung beendet.


Vertrag zwischen Bundesrepublik Deutschland und Energieversorgungsunternehmen über Finanzierung des Kernenergieausstiegs unterzeichnet

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, und die Vorstände der Energieversorgungs-Unternehmen haben einer Medienmitteilung aus dem BMWi folgend am 26.06.2017 den Vertrag zur Finanzierung der Kosten des Kernenergieausstieges unterzeichnet. Er bekräftigt die im Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung festgelegte Verteilung der Verantwortung für die kerntechnische Entsorgung.


59 Prozent für Energiegesetz

Im internationalen Witzwettbewerb punkten die Schweizer mit ihrer Bedachtsamkeit, böse Zungen sagen: Langsamkeit. So auch beim neuen Energiegesetz: „Das Stimmvolk hat das Energiegesetz angenommen, und zwar deutlicher als erwartet“, textete FM1 Today, das Internetportal von Radio Ostschweiz, kurz nach Schließung der Wahllokale um 12 Uhr nach ersten Hochrechnungen – Atomausstieg sechs Jahre nach Fukushima, aber nicht sofort.


Hendricks: „Geht nicht“ – Rede „Grenzregionen vor Atomrisiken schützen“ – „Atomausstieg konsequent umsetzen“

Die Oppositions-Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen forderten in einer Bundestagsdebatte am 28.04.2017 den sofortigen Exportstopp für Brennelemente aus Lingen in die belgischen AKW Tihange und Doel. Überhaupt sollten die Lingener Fabrik und die Urananreicherungsanlage Urenco in Gronau stillgelegt werden. Vertreter der Koalitionsfraktionen und der Bundesregierung bestritten in einer leidenschaftlich geführten Debatte die Möglichkeit des Exportstopps (die Stilllegung werde aber geprüft) und warfen den Grünen Wahlkampfmanöver für Nordrhein-Westfalen vor.


Auftrag der Umweltministerkonferenz

Das Bundesumweltministerium setzt einen Auftrag der Konferenz der Landesumweltminister um und lässt prüfen, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Urananreicherung und Brennelemente-Produktion in Deutschland stillgelegt werden können. Dazu hat das BMUB am 31.03.2017 ein Gutachten in Auftrag gegeben.


Regierung: AKW-Betreiber nicht kaputtmachen

Atomindustrie und Bundesregierung haben sich auf einen Entsorgungspakt geeinigt – ihnen gelang mit der Einigung auf die Finanzierung des 2011 beschlossenen Atom-Ausstiegs und dessen Entsorgungs- und Endlagerkosten zwar ein großer Schritt. Doch für den Steuerzahler ist das Thema in Zukunft ein Problem. Zudem sind wichtige Haftungsfragen nach wie vor ungeklärt. Denn die Stromkonzerne – die großen Vier – wollen ihre letzten juristischen Trümpfe nicht aus der Hand geben. Zahlreiche deutsche Zeitungen zählen die Folgen auf. (dpa)

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