Leseempfehlung: “Attraktivitäten außerhalb des Autofahrens erzeugen”


ntv-Interview mit Klaus Töpfer

Ex-UNEP-Direktor und Umweltminister a.D. Klaus Töpfer wurde einmal – zu Unrecht – als “Verbotsminister” gebrandmarkt – in einem ausführlichen Interview (das Hubertus Volmer führte) mit dem Nachrichtensender n-tv propagierte er am 20.10.2018 eine kluge Alternative zum Verbot: Man müsse “Attraktivitäten außerhalb des Autofahrens erzeugen.” Als Beispiel nannte er den gegenwärtigen Fahrradboom. weiterlesen…

Zehn Jahre Entsorgungskommission


Unabhängige Beratung des Bundesumweltministeriums feiert Jubiläum

Am 30.06.2008 und somit vor 10 Jahren trat die Entsorgungskommission (ESK) zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die Kommission aus Experten im Bereich der nuklearen Entsorgung greift offene wissenschaftliche Fragestellungen auf und unterstützt das Bundesumweltministerium bei den fachlichen Herausforderungen im Umgang mit radioaktiven Abfällen. Schulze: “Für das Bundesumweltministerium hat der sichere Ausstieg aus der Atomenergie oberste Priorität. Die Empfehlungen und Stellungnahmen der Entsorgungskommission leisten hierbei einen wichtigen Beitrag.” weiterlesen…

“Wechselseitiges, bilaterales Lernen zur Beschleunigung der Energiewende”


Prof. Peter Hennicke, Wuppertal-Institut, im Solarify-Selbst-Gespräch über die deutsch-japanische Zusammenarbeit

Eine globale Energiewende halten viele Experten aus Gründen des Klimaschutzes und der Risikominimierung für dringend notwendig. Als führende Industrienationen haben Japan und Deutschland eine besondere Verantwortung, eine Vorreiterrolle in der Implementierung der Pariser Klimavereinbarung einzunehmen und einen maßgeblichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft zu leisten; daher arbeiten sie seit Mai 2016 in energiepolitischen und -wirtschaftlichen Schlüsselfragen zusammen, um Empfehlungen für Politik, Industrie und Zivilgesellschaft zu geben und somit neue und langfristige Perspektiven auf dem Weg zum ambitionierten Ziel der Energiewende aufzuzeigen.
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Betrieb deutscher AKW – großes Risiko


Weiger: “Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Atompolitik, weg vom Schutz der AKW-Betreiber, hin zum Schutz der Bevölkerung”

In Deutschland sind noch immer sieben Atomkraft­werke am Netz – trotz großer Sicherheits­mängel, wie die kürzlich vom BUND veröffentlichte Studie „Atomkraft 2018 – sicher, sauber, alles im Griff?“ zeigt. Die Umwelt­organisation fordert daher eine Novelle des Atomgesetzes und damit einen möglichst schnellen Atomausstieg, wie Joschua Katz am 26.04.2018 in energiezukunft berichtete. weiterlesen…

Schweiz: 500 Mrd. für AKW-Risiken gefordert


Schweizer NGO verlangt Atomkraftwerks-Sicherheitsleistung für EU – Brief an Juncker

Die Schweiz betreibt nach dem World Nuclear Industry Status Report 2017 von Mycle Schneider und Antony Froggatt den ältesten Atomkraftwerkspark der Welt (Durchschnittsalter 42 Jahre). Die Kosten der Atomkraftwerks-Explosionsserie 2011 in Japan belaufen sich nach dem gleichen Bericht auf vorläufig 444 bis 630 Milliarden US-Dollar. Die SolarSuperState Association fordert daher die Europäische Kommission auf, von der Schweiz eine Sicherheitsleistung in Höhe von mindestens 500 Milliarden Euro zu verlangen. weiterlesen…

Energiewende ok – Kosten ungerecht verteilt


Wissenschaftler der Universität Kassel untersuchen Akzeptanz der Energiewende

Die Deutschen sind mit den Zielen und Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende mehrheitlich zufrieden, sehen jedoch Probleme bei der Verteilung der Kosten. Das ist das Ergebnis zweier Studien des Fachgebiets für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Kassel, die am 29.01.2018 veröffentlicht wurden. Dabei fördern die Autoren auch neue Erkenntnisse über die Haltung der Kritiker der Energiewende zutage. weiterlesen…

31.12.2017: AKW Gundremmingen B vom Netz


Hendricks: Wichtiger Schritt beim Atomausstieg

Die Lokalausgabe Günzburg der Augsburger Allgemeinen titelte: “Block B im Atomkraftwerk ist seit heute endgültig vom Netz.” Und: “Im (AKW) Gundremmingen ist seit Silvester nur noch Block C in Betrieb. Das letzte deutsche Doppel-Kernkraftwerk ist damit Geschichte. Gegner wollen nun auch Block C rasch vom Netz haben.” Die Schichtmannschaft habe den Generator um 12 Uhr mittags vom Stromnetz getrennt und dann den Reaktor heruntergefahren, so Sprecher Tobias Schmid. weiterlesen…

Seltene Einigkeit


Gewerkschaft und RWE-Chef warnen vor Kohleausstieg

Kurz vor Sondierungen über eine neue Große Koalition versucht der IG BCE-Chef, Pflöcke einzuschlagen. RWE-Chef Schmidt forderte Union und SPD vor möglichen Koalitionsgesprächen zu einer Politik des “Augenmaßes” in der Klima- und Energiepolitik auf. Die Energieunternehmen hätten bereits sehr viel dazu beigetragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zugleich aus Atom und Kohle auszusteigen sei nicht möglich. “Wir sind es leid, dass die Politik bestellt, die Rechnung aber bei uns bleibt”, kritisierte Michael Vassiliadis bei einer Betriebsrätekonferenz der Gewerkschaft in Berlin. “Wir müssen für falsche Weichenstellungen in der Politik bezahlen.” weiterlesen…

Energiewende: Breite Zustimmung, aber Zweifel an Umsetzung


IASS misst mit sozialem Nachhaltigkeitsbarometer, ob Deutsche Energiewende gerecht finden

Die Energiewende ist eingeleitet – aber wie bewerten die Deutschen die bisherige Umsetzung? Sind die Belastungen sozial gerecht verteilt? Was hält die Bevölkerung vom Kohleausstieg? Welche Parteien kommen mit ihren energiepolitischen Konzepten bei den Bürgern an? Wie stark ist der Wunsch nach mehr Mitsprache bei welchen Bevölkerungsgruppen? Das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer zur Energiewende von IASS, Dynamis, der 100-Prozent-Erneuerbare-Stiftung und der innogy-Stiftung hat erstmals die Meinungen der Bevölkerung zu den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende umfassend erhoben und am 14.11.2017 im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin präsentiert. weiterlesen…

PreussenElektra entlässt halbe Belegschaft


E.ONs ungeliebte Atom-Tochter zieht harte Konsequenzen aus Atomausstieg

Als Folge des Atomausstiegs, der Abschaltung und des Rückbaus von Kernkraftwerken will die E.ON-Tochter PreussenElektra ihre Mitarbeiterschaft radikal zurückfahren. Wie der AKW-Betreiber am 12.07.2017 bekannt gab, sollen bis 2026 mindestens tausend Arbeitsplätze gestrichen werden. Einem Vorabbericht der “Rheinischen Post” zufolge sollen vor allem in der Unternehmenszentrale in Hannover und an den AKW-Standorten in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein Jobs gestrichen werden. weiterlesen…