Atomkonzerne haben 24 Mrd. gezahlt


Kernkraftwerksbetreiber haben Einzahlungen an nuklearen Entsorgungsfonds geleistet

Am 03.07.2017 haben die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke einer Medienmitteilung aus dem BMWi zufolge fristgerecht und vollständig Einzahlungen in Höhe von insgesamt rund 24,1 Milliarden Euro auf Konten des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Fonds) bei der Deutschen Bundesbank eingezahlt. Damit ist ihre Haftung für Kosten der nuklearen Entsorgung im Bereich Zwischen- und Endlagerung beendet. weiterlesen…

Zypries und EVU unterschreiben Atom-Ausstiegs-Finanzierung


Vertrag zwischen Bundesrepublik Deutschland und Energieversorgungsunternehmen über Finanzierung des Kernenergieausstiegs unterzeichnet

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, und die Vorstände der Energieversorgungs-Unternehmen haben einer Medienmitteilung aus dem BMWi folgend am 26.06.2017 den Vertrag zur Finanzierung der Kosten des Kernenergieausstieges unterzeichnet. Er bekräftigt die im Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung festgelegte Verteilung der Verantwortung für die kerntechnische Entsorgung. weiterlesen…

CH: Atomausstieg – irgendwann, allmählich


59 Prozent für Energiegesetz

Im internationalen Witzwettbewerb punkten die Schweizer mit ihrer Bedachtsamkeit, böse Zungen sagen: Langsamkeit. So auch beim neuen Energiegesetz: “Das Stimmvolk hat das Energiegesetz angenommen, und zwar deutlicher als erwartet”, textete FM1 Today, das Internetportal von Radio Ostschweiz, kurz nach Schließung der Wahllokale um 12 Uhr nach ersten Hochrechnungen – Atomausstieg sechs Jahre nach Fukushima, aber nicht sofort. weiterlesen…

Exportstopp für Brennelemente in Schrott-AKW gefordert


Hendricks: “Geht nicht” – Rede “Grenzregionen vor Atomrisiken schützen” – “Atomausstieg konsequent umsetzen”

Die Oppositions-Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen forderten in einer Bundestagsdebatte am 28.04.2017 den sofortigen Exportstopp für Brennelemente aus Lingen in die belgischen AKW Tihange und Doel. Überhaupt sollten die Lingener Fabrik und die Urananreicherungsanlage Urenco in Gronau stillgelegt werden. Vertreter der Koalitionsfraktionen und der Bundesregierung bestritten in einer leidenschaftlich geführten Debatte die Möglichkeit des Exportstopps (die Stilllegung werde aber geprüft) und warfen den Grünen Wahlkampfmanöver für Nordrhein-Westfalen vor. weiterlesen…

BMUB prüft Stilllegung der Atomfabriken


Auftrag der Umweltministerkonferenz

Das Bundesumweltministerium setzt einen Auftrag der Konferenz der Landesumweltminister um und lässt prüfen, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Urananreicherung und Brennelemente-Produktion in Deutschland stillgelegt werden können. Dazu hat das BMUB am 31.03.2017 ein Gutachten in Auftrag gegeben. weiterlesen…

Atomdeal (nicht nur) zulasten der Steuerzahler


Regierung: AKW-Betreiber nicht kaputtmachen

Atomindustrie und Bundesregierung haben sich auf einen Entsorgungspakt geeinigt – ihnen gelang mit der Einigung auf die Finanzierung des 2011 beschlossenen Atom-Ausstiegs und dessen Entsorgungs- und Endlagerkosten zwar ein großer Schritt. Doch für den Steuerzahler ist das Thema in Zukunft ein Problem. Zudem sind wichtige Haftungsfragen nach wie vor ungeklärt. Denn die Stromkonzerne – die großen Vier – wollen ihre letzten juristischen Trümpfe nicht aus der Hand geben. Zahlreiche deutsche Zeitungen zählen die Folgen auf. (dpa) weiterlesen…

Kohleausstieg für EnBW kein Problem


Frank Mastiaux über freigesetzte Energie nach dem Atomausstieg, den Ausbau der Erneuerbaren und die Suche nach neuen Geschäftsideen.

greenpeace-magazin logoDer ENBW-Vorstandsvorsitzende aus Baden-Württemberg denkt, „dass die Kohlekraftwerke auf das klimapolitisch gewollte Ende zusteuern.“ Im Interview mit Bastian Henrichs vom „Greenpeace Magazin“ sagte der 52-Jährige: „Den schrittweisen Kohleausstieg haben wir in unserer Strategie bereits einkalkuliert.“ weiterlesen…

Atomausstieg geht voran


Atomkraftwerk Isar 1 erhält Rückbaugenehmigung

Fast sechs Jahre nach Fukushima und der Entscheidung für einen beschleunigten Atomausstieg beginnt eine neue Phase des Ausstiegs aus der Kernenergie. Gemäß einer Pressemitteilung des BMUB vom 25.01.2017 hat erstmals seit dem Atomausstiegsbeschluss von 2011 ein Atomkraftwerk in Deutschland eine Rückbaugenehmigung erhalten. Beim AKW Isar 1 könnten die Arbeiten für die Stilllegung und den Abbau der Anlage beginnen. weiterlesen…

Das Scheitern der Atomkraft


Buchtipp: “Vision für die Tonne”

janzing-wie-die-atomkraft-scheitert-titel“Die Atomgeschichte hat interessante Charaktere hervorgebracht”, beginnt die Kurzbeschreibung des neuen Buchs von Wissenschaftsjournalist Bernward Janzing “Vision für die Tonne – wie die Atomkraft scheitert, an sich selbst, am Widerstand, an besseren Alternativen” auf dessen Webseite: “Einen Atommanager, der die Seiten wechselt; einen Landrat, der sich quer stellt; einen jungen Zoologen, der den DDR-Staat durch Recherchen zum Uranabbau düpiert; einen Physiker, der das Ende der Ostreaktoren während der Wende besiegelt. Und viele mehr.” weiterlesen…

Bundeskabinett einigte sich auf Verfahren für Atom-Endlager-Suche


Im Frühjahr 2017 im Bundestag

Bundeskabinett Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftDer Gesetzentwurf, auf den sich die Bundesregierung in Berlin einigte, wird den Fraktionen des Bundestags als Formulierungshilfe vorgelegt. Sie sollen das Gesetz früh im kommenden Jahr in den Bundestag einbringen. Die Vorschläge dafür hatte eine Kommission erarbeitet, an der Vertreter aller Parteien im Bundestag, Wirtschaftsvertreter, Umweltschützer und Wissenschaftler beteiligt waren. “Mit diesem Gesetzentwurf ziehen wir endgültig einen Schlussstrich unter die alte Methode Endlager”, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) laut Süddeutscher Zeitung. Nach jahrzehntelangem Streit hatte der Bund die Endlager-Suche 2013 neu gestartet.
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