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Archiv: Atomkraft


Sitzt die Weltbevölkrung ohne „ewiges Eis“ bald auf dem Trockenen?

Die größten Flüsse der Erde entspringen vergletscherten Gebirgsregionen. Viele Gletscher könnten mit dem Klimawandel verschwinden. Wird das Wasser knapp? Weltweit gibt es rund 200 000 Gletscher. Vor allem in mittleren und tiefen Breiten erfüllen Gletscher eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf, indem sie Abflussschwankungen ausgleichen. In einer Studie für alle Gebirge der Erde und die Einzugsgebiete ihrer großen Flüsse sind Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) dieser Frage nachgegangen, wie Matthias Huss am 09.02.2018 im „Zukunftsblog“ der ETH Zürich beschrieb.


MIT Technology Review: „Fortgeschrittene Kernkraft findet willkommeneres Zuhause in Kanada“

Nachhaltige Energie“ nennen sie den „Integral Molten Salt Reactor“, kurz IMSR, den neuen Atomreaktor der vierten Generation – und eine frühzeitige regulatorische Überprüfung könnte das amerikanische-kanadisch-britische Unternehmen Terrestrial Energy den Weg eröffnen, um seinen ersten IMSR-Reaktor in Nordamerika in Betrieb zu nehmen. Umweltorganisationen warnen vor unwägbaren Risiken bis hin zum Terrorismus.


Anteil der Erneuerbaren am Strommix legt zu, Kernkraft verliert an Bedeutung

In der Europäischen Union wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix, wohingegen die Atomkraft weiter an Bedeutung verliert. Wie aus Daten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) hervorgeht, sank die Produktion von Atomstrom im (immer älter werdenden) EU-Kraftwerkspark 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf rund 800 Milliarden kWh (= 800.000 GWh)). Im Gegenzug erhöhte sich die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien um rund 2 Prozent auf mehr als 950 Mrd. kWh. Das teilte die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) mit.


Historiker der Universität Jena legen Teilergebnisse von EU-Großprojekt vor

Im August 1955 luden die Vereinten Nationen zur ersten internationalen Atomkonferenz nach Genf ein. Den Anlass hatte US-Präsident Dwight D. Eisenhower gegeben, der 1953 in seiner Rede „Atoms for Peace“ die Möglichkeiten und Chancen einer friedlichen Nutzung der Kernenergie beschworen hatte. Heute, gut sechs Jahrzehnte später, steht die Kernenergie-Nutzung in vielen Ländern vor dem Aus. Zwei Historiker der Universität Jena legten zu diesem Thema erste Ergebnisse vor.


30 Jahre Tschernobyl – aus dem Bundestagsumweltausschuss

Baustelle Tschernobyl - Foto © BMUB, Melanie KlußmannAm 26. April 2016 jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl zum 30. Mal – Anlass für die grüne Bundestagsfraktion, nach den daraus entstandenen Gesamtkosten zu fragen. Deutschland wird auch noch 30 Jahre danach weitere 19 Millionen Euro für nachträgliche Sicherungsmaßnahmen in dem havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl zahlen. Dazu zählt die Fertigstellung eines umwelttechnisch sicheren Einschlusses für den 1986 explodierten Reaktor 4. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7996) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7790) hervor.

EnBW-Atomklage abgewiesen


Bonner Gericht weist Schadensersatzklage der EnBW Baden-Württemberg AG ab

Landgericht Bonn logoAm 06.04.2016 hat die 1. Zivilkammer des Landgerichts Bonn die Klage der EnBW Energie Baden-Württemberg AG gegen das Land Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland abgewiesen (Az.: 1 O 458/14). logo_enbwDie Klägerin hatte für die Abschaltung ihrer AKW Neckarwestheim I und Philippsburg I vom 16./17.03.2011 bis 06.08.2011 nach dem Super-GAU von Fukushima mehr als eine Viertel-Milliarde Euro Schadensersatz gefordert. Eine Presseerklärung des LG Bonn.

EU-Parlament für Atomsubventionen


Greenpeace Energy warnt vor „Fass ohne Boden“

Das Europäische Parlament hat am 15.12.2015 eine Entschließung zur künftigen Energieunion angenommen, die den Energiebinnenmarkt in der EU verwirklichen, die Versorgung sichern und die CO2-Emissionen senken soll. Das Problem: Der Bericht, mit dessen Verabschiedung das Parlament die EU-Kommission zum Handeln auffordert, enthält auch eine deutliche Förderung der Atomenergie in Europa – zum Unwillen von Greenpeace Energy.


Appell an Klimakonferenz: Kategorisch ausschließen!

Greenpeace Energy appelliert an die Politiker der Pariser Klimakonferenz COP21, Atomkraft als Alternative zu klimaschädlichen Energieerzeugungsarten kategorisch auszuschließen. Germanwatch fordert als Langfristziel den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, regelmäßige Nachbesserungen von Klima- und Finanzzielen sowie ein Solidaritätspaket für besonders verletzliche Staaten.

Russland: EE im Aufwind


Fell: Deutsch-russische Modernisierungspartnerschaft mit großen Chancen

Hans Josef Fell hat am 27. und 28.10.2015 an der Internationalen Erneuerbaren Konferenz REENCON XXI in Moskau teilgenommen. Seine Eindrücke schildert er in seinem Blog:„Russland gilt als weißer Fleck für Erneuerbare Energien in der Welt. Das bisherige Investment im größten Land der Erde ist auf sehr niedrigem Niveau. So sind in ganz Russland erst 3,6 GW Windkraft und 1.5 GW Photovoltaik installiert. Nur die Wasserkraft bringt etwa 15 % der Elektrizitätserzeugung, die ansonsten von Atomkraft, Kohle und Erdgas dominiert wird. Doch es scheint sich eine neue, positive Entwicklung anzubahnen…“


Zu wenig Rückstellungen für AKW-Rückbau, Abtransport und Endlagerung – BMWi: Noch kein Stresstest-Ergebnis

Einige Zeitungen kennen bereits den Stresstest des BMWi für die Atomkraftwerke der Republik – das BMWi sagt: Der ist noch gar nicht fertig. Der – angebliche – Stresstest zeigt laut Rheinischer Post: „Die Rückstellungen sind viel zu gering“. So sollen E.ON bis zu zwölf, RWE bis zu zehn zwölf Milliarden Euro fehlen, auf EnBW und Vattenfall kämen gleichermaßen Milliarden-Fehlbeträge. Entsprechend stürzten die Aktien der Atomkonzerne ab. Das nennt Wirtschaftsminister Gabriel „unverantwortliche Spekulationen“. Ein BMWi-Beamter bezeichnete die 30-Milliarden-Lücke denn auch als „völlig unrealistisch“.

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