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Archiv: CO2-Vermeidung

Eisenpulver kann Gas ersetzen


Forscher der TU Eindhoven: Sauberer, alternativer Brennstoff

Die Regierung hat der niederländischen Industrie im Januar dieses Jahres mitgeteilt, dass sie bis 2022 den Verbrauch von Erdgas einstellen müsse. Studenten der Technischen Universität Eindhoven arbeiten einer Medienmitteilung vom 13.09.2018 zufolge daher an einer nachhaltigen Lösung zum Ersatz fossiler Brennstoffe: der Verbrennung von Eisen. Dieser Kraftstoff verursacht keine CO2-Emissionen, und das Restprodukt – Rost – kann vollständig recycelt werden. Die Eisenpulverflammen erzeugen hohe Temperaturen, was für viele Branchen wichtig ist. Die Studentengruppe Team SOLID hat eine Proof-of-Concept-Anlage gebaut, die sowohl Wärme als auch Strom erzeugt.


ESYS-Energie-Symposium – “die nächste Phase der Energiewende”

Es ist Sand im Getriebe des Energiewende-Motors: Die Treibhausgasemissionen stagnieren oder steigen, Deutschland nutzt immer noch sehr viel Kohle und Erdöl und verfehlt seine Klimaziele. Wie Hemmnisse entfernt werden können, damit die Energiewende richtig Fahrt aufnehmen kann, untersucht das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) und unterbreitete in den vergangenen fünf Jahren Lösungsvorschläge – unter anderem, einen wirksamen, sektorübergreifenden CO2-Preis für alle Emissionen, mehr Erneuerbare Energien zur Wärmebereitstellung und im Verkehr einzusetzen und die deutsche Energiepolitik internationaler auszurichten. Der Sprung in die nächste Phase der Energiewende, anstehender Forschungsbedarf, neue Spielräume und Steuerungsmechanismen – waren Fragestellungen beim ESYS-Energiesymposium am 12.09.2018 in Berlin. Solarify dokumentiert die Beiträge in Ausschnitten.


dena-Biogaspartnerschaft skizziert Ausbaupotenzial – Stärkere Anreize in Verkehr, Wärme und Strom erforderlich

Die Erzeugung von Biomethan in Deutschland kann bis im Jahr 2050 um gut das Zehnfache gesteigert werden, von heute 9 auf rund 100 TWh/a. Das ist das Ergebnis eines Strategiepapiers, das die Biogaspartnerschaft der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf Basis von aktuellen Studien erarbeitet hat. Voraussetzung für den Ausbau ist, dass die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Biomethan in den Sektoren Verkehr, Wärme und Strom verbessert werden. Biomethan entsteht durch die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und lässt sich wie Erdgas gut speichern und vielseitig nutzen. Als Quelle dienen Rest- und Abfallstoffe, tierische Exkremente und Energiepflanzen.


E-Fuels senken Kohlendioxid massiv im gesamten Verkehr – Politik sollte strategische Agenda erstellen

E-Fuels aus erneuerbaren Quellen sind notwendig, um die EU-Klimaschutzziele des Verkehrssektors zu erreichen; der Endenergiebedarf aller Verkehrsträger der EU im Jahr 2050 wird selbst in einem stark batterieelektrifizierten Verkehrsszenario zu mehr als 70 Prozent von E-Fuels gedeckt werden; die derzeit noch hohen Kosten für E-Fuels werden sinken. Das sind die Kernaussagen der am 08.11.2017 in Berlin präsentierten Studie „E-Fuels – The potential of electricity-based fuels for low emission transport in the EU“ von dena und Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) im Auftrag des VDA.


Klimaschutz für den Großraum Berlin

Mit Hilfe der sogenannten hydrothermalen Karbonisierung (HTC, s.a. solarify.eu/brenngas-aus-biokohle) kann Biomasse in Biokohle (auch HTC-Kohle genannt) umgewandelt werden. Die eignet sich sowohl zur Einzelverbrennung in Blockheizkraftwerken als auch zur Mitverbrennung in konventionellen Kohlekraftwerken. In ihrer Studie “Klimaschutz durch Biokohle: Potenziale und Kosten für den Großraum Berlin” haben Jakob Medick, Isabel Waldreste-in-Berlin-Foto-©-Gerhard-Hofmann-Agentur-Zukunft für SolarifyTeichmann und Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin), das Treibhausgas-Vermeidungspotenzial und die dazugehörigen Kosten berechnet, wenn Laub und Grasschnitt aus dem Großraum Berlin für die Herstellung von HTC-Kohle genutzt würden.


Triple-Win-Situation

Am 23.06.2017 wurde das Unternehmen Deutsche Lichtmiete (DLM) zum „Top-Innovator des Jahres 2017“ und damit in die TOP 100 ausgezeichneten Unternehmen aufgenommen. Das TOP 100-Siegel wird seit 1993 von compamedia vergeben und zeichnet mittelständische Unternehmen aus, die sich durch eine besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge hervorheben.


Verschmutzung schreitet aber (in Europa) weiter voran, während sich sich UN-Emissäre in Marokko versammeln – US-Emissionen steigen 2016 langsamer – WMO meldet neuen Wärmerekord

Jürgen Döschner, WDR - Foto © tagesschau.de“Anstieg #CO2-Emissionen verlangsamt – bezeichnend, worüber man sich in diesen Tagen freut”, twitterte WDR-Klimaexperte Jürgen Döschner: Die Emissionen werden zwar dem Global Carbon Project der University of uea-logoEast Anglia in Norwich, England, zufolge um 0,2 Prozent zunehmen, das ist aber ein wesentlich langsameres Tempo als im Jahresdurchschnitt von 2,3 Prozent im Jahrzehnt vor 2013. Die industrielle Produktion wird nach einem Bericht von Vereinten Nationen und akademischen Gruppen in Earth System Science Data dagegen um mehr als 3 Prozent zunehmen.


29 Patente – bis 2200 Kilometer Reichweite

Nach dem Motto: “Tu Gutes und rede darüber”: iveco-z-truck-konzept-foto-ampnet_ivecoDer italienische Lkw-Bauer Iveco präsentiert bei der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover als Weltpremiere mit seinem IVECO Z-Truck das “Konzept eines Fernverkehrs-Lkw, das sich von jedem Zwang eines Zero-Impact-Fahrzeugs für ein völlig nachhaltiges Verkehrssystem löst” (Pressemitteilung von auto-medienportal.net).


Greenpeace-Studie zeigt, wie Deutschland Klimaabkommen von Paris umsetzen muss

Greenpeace logo“Kohleausstieg bis 2025, 100 Prozent erneuerbarer Strom bis 2030, Reduktion der Treibhausgase auf null bis 2035”: Es sei “nicht nur ein Stück Papier”, das 195 Länder bei der COP21 in Paris unterschrieben hätten – es sei COP21 CMP11 logo“ein sportliches Programm – ein Marathon im Sprinttempo, wenn man ehrlich ist”. Das Problem sei aber, so Greenpeace: “Bislang ist Deutschland nicht ehrlich”.


Unterföhring versorgt 2.000 Haushalte mit Erdwärme

Unterföhring - Foto © geovol.deIm bayerischen Unterföhring nördlich von München wurde Ende Februar 2016 die Erweiterung der Energiezentrale in Betrieb genommen – die damit zur leistungsstärksten Geothermie-Anlage Deutschlands wurde. Mit insgesamt 22 MW Wärmeleistung wird der Betreiber Geovol Geovol logokünftig mehr als 2.000 Haushalte und 50 Gewerbekunden versorgen. Rund 52 Millionen Euro hat die Gemeinde bisher in die Anlage und das zugehörige Fernwärmenetz investiert.

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