Alte Kontroverse, neu aufgelegt: Kernenergie gegen Klimakrise?

Minimale CO2-Einsparung

Während sich die meisten Politiker heute einig sind, dass eine Begrenzung der CO2-Emissionen notwendig ist, um den Klimawandel aufzuhalten, besteht keine Einigkeit darüber, wie dieses Ziel erreicht werden kann. In vielen Ländern spielt die Kernenergie nach wie vor eine wichtige Rolle bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Sie ist jedoch zunehmend zu einem Diskussionsthema geworden, und viele Länder haben beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen, nicht zuletzt aufgrund vergangener nuklearer Notfälle wie Fukushima. Eine in Energy Policy open access publizierte wissenschaftliche Untersuchung von Nikolaus Müllner, Nikolaus Arnold, Klaus Gufler und anderen hat dazu beigetragen, das Treibhausgas-Vermeidungspotenzial der Kernkraft zu ermitteln: Nur verschwindende 2-3 % des CO2 kann die Kernenergie vermeiden helfen. weiterlesen…

Klimafreundliche Stahlproduktion

Wasserstoff statt Kohle: Wie wird Stahl grün?
– mit freundlicher Genehmigung – von Henning Bartels –

In der Stahl- und Eisenproduktion könnten grüner Wasserstoff und elektrifizierte Prozesse die klassischen Kohlehochöfen überflüssig machen – und eine klima­neutrale Stahlproduktion ermöglichen. Gut 20 Prozent des Treibhausgasausstoßes in Deutschland gehen auf Kosten der Industrie – das sind immerhin knapp 200 Millionen Tonnen CO2-Äqui­va­lente pro Jahr. Größter einzelner Verursacher in diesem Sektor ist die energieintensive Stahl- und Eisenbranche. Denn die traditionelle Stahlproduktion setzt auf Hochöfen, die mit Kohle betrieben werden und erhebliche Mengen CO2 verursachen (am 16.03.2020 im BDEW-Magazin Wasserstoff statt Kohle: Wie wird Stahl grün?). weiterlesen…

CO2-Vermeidungskosten vermeiden

Treibhausgase reduzieren statt teure Zertifikate kaufen

Dampf, Rauch und CO2 im Berliner Norden - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie aus Gründen des Klimaschutzes dringend erforderliche Reduktion der CO2-Emissionen ist teilweise mit hohem finanziellem Aufwand verbunden – das Stichwort lautet: „CO2-Vermeidungskosten“. Doch gerade im Gebäudebereich, der für rund 35 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich ist, lassen sich mit geringfügigen Investitionsmaßnahmen enorme CO2-Einsparungen erzielen. Das belegt eine von den Verbänden der Technischen Gebäudeausrüstung angeregte Studie, die das E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen, der Umweltcampus Birkenfeld der Universität Trier und das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden erstellten. weiterlesen…

Über Ressourcenschutz und CO2-Vermeidung

„Die Metallbranche wird eine der gewaltigsten Umwälzungen erleben“

Metallische Werkstoffe bilden das Rückgrat moderner Volkswirtschaften. Allerdings entstehen bei ihrer Herstellung und Verarbeitung große Mengen an CO2. Die Metallindustrie muss daher künftig klimafreundlicher produzieren. Darüber hinaus muss sich die CO2-Bilanz von Legierungen und ihren Bauteilen über ihre gesamte Lebensdauer verbessern. Dierk Raabe, Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf, erklärte am 06.11.2019 in einem Gespräch mit Peter Hergersberg, welche Möglichkeiten Industrieunternehmen in dieser Hinsicht heute schon haben und welche Aufgaben Metallurgen lösen müssen, um das Ziel einer nachhaltigen Metallwirtschaft zu erreichen. weiterlesen…

Bakterien verwerten CO2

DLF: Erfolge der Synthetischen Biologie

Zwei wissenschaftliche Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel: Im Deutschlandfunk beschrieb Hellmuth Nordwig, wie taiwanesische Forscher künstlich erzeugte Bakterien indirekt Kohlendioxid verwerten lassen; sie wandeln CO2 hergestellte Ameisensäure in Energieträger um. Am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm hat Arren Bar-Even gewöhnlichen Colibakterien beigebracht, was sonst nur die wenigsten Einzeller können: nämlich von direkt aus CO2 produzierter Ameisensäure zu leben. Aus Sicht der Wissenschaftler könnte beides langfristig helfen, den Klimawandel zu bremsen. Ein deutsches Unternehmen (Electrochaea) produziert mit bakterieller Hilfe Methan. weiterlesen…

660 Mio. Steuergeld für verschleppte Energiewende

Künftig Milliarden für CO2-Zertifikate

Weil Deutschland seine zugesagte CO2-Reduktion in den Sektoren Gebäude und Verkehr nicht einhält, muss die Regierung allein im Dezember 2018 für 660 Millionen Euro Steuergeld CO2-Zertifikate kaufen. Dabei würde dieses Geld, in Erneuerbare Energien, klimafreundliche Verkehrssysteme und Gebäude investiert, Haushalte und Klima langfristig entlasten. Und das, obwohl kurzfristige Reduktionsmaßnahmen bereitstehen, die aber werden nicht umgesetzt. Das prangert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) an. Agora Energie-/Verkehrswende hat das ebenfalls schon kritisiert – siehe: solarify.eu/verfehlung-von-klimazielen-kostet-milliarden. weiterlesen…