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Archiv: RWE

RWE Divestment-Ziel


Französische Versicherer trennen sich vom deutschen Spitzenversorger

Nach den großen europäischen Versicherern Allianz, AXA, Generali und SCOR wollen nun auch die beiden französischen Versicherungsgesellschaften Macif und AG2R La Mondiale nicht mehr in Unternehmen investieren, die neue Kohlekraftwerke planen – schrieb Claire Stam auf EURACTIV. Am stärksten betroffen von der Entscheidung: Der deutsche Spitzenversorger und CO2-Sünder RWE.


Widerstand aufgegeben

Die Innogy SE wollte wohl nicht schon kurz nach ihrer Geburt schon wieder ableben und leistete hinhaltenden Widerstand gegen die eigene Zerschlagung – den hat sie am 18.07.2018 aufgegeben. Die beteiligten Unternehmen RWE und E.on wollen die bevorstehenden Veränderungen gemeinsam planen. “innogy einigt sich mit E.ON und RWE auf faire Integrationsprozesse und unterstützt die geplante Transaktion” lautete eine Medienmitteilung der drei Firmen, die nicht alles erklärt.

Unfähig zu Reformen


E.ON/RWE-Managements haben Markt-Veränderungen zu spät erkannt

Unter der Überschrift “Trying to make sense of the RWE/EON utility deal…” (Versuch, im RWE-E.ON-Deal einen Sinn zu finden…) hat sich der Energieexperte Gerard Wynn in seinem Blog Energy & Carbon Gedanken über den Super-Tauschhandel der beiden deutschen Energieriesen. Die enden nicht sehr schmeichelhaft… (Solarify dokumentiert).


RWE-Anwälte haben zum zweiten Mal erfolglos versucht, den Beweisbeschluss des OLG Hamm anzufechten

Germanwatch übt deutliche Kritik am Verhalten der RWE AG und ihrer Anwälte in dem Verfahren Lliuya gegen RWE vor dem Oberlandesgericht Hamm. In dem als “Klimaklage” bekannt gewordenen Fall versucht das beklagte Unternehmen offenbar, die bereits im November angeordnete Beweisaufnahme so lange wie möglich zu verzögern. Das Gericht hat nach der deutlich und in vollem Umfang zurückgewiesenen ersten “Gegenvorstellung” nun auch eine zweite “Gegenvorstellung” klar zurückgewiesen. Gutachter für die Beweisaufnahme wurden seitens RWE jedoch nach Informationen von Germanwatch noch immer nicht vorgeschlagen.

Deal der Elefanten


eo.n kauft (und zerschlägt?) innogy

Offenbar sei der erzwungene Abgang von Innogy-Vorstandschef Peter Terium Ende 2017 “nur das Vorbeben zur Nachricht vom Wochenende” gewesen, schreibt der Tagesspiegel-Background: E.on und RWE wollen jetzt nichts Geringeres als die deutsche Stromwirtschaft neu planen – wenn die deutschen und EU-Kartellbehörden zustimmen. Die höchstgerichtlich verordnete Rückzahlung der Brennelementesteuer hat ein wenig Liquidität in die Kassen, der eigentlich hoch verschuldeten Energieriesen gespült – die gibt vor allem RWE sofort aus. Weil sie sich in ihrer gegenwärtigen Verfasstheit im europäischen Maßstab nicht stark genug finden, wollen sie sich spezialisieren – “E.on auf das stabile Netzgeschäft, RWE auf das riskantere und wettbewerbsintensivere Business mit den Erneuerbaren. Was aus der Innogy wird, ist offen” (T-Background).


Oberlandesgericht Hamm verhandelt “Klimaklage” gegen RWE

Germanwatch erinnert daran, dass am Montag, dem 13.11.2017, ab 12:30 Uhr, der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya mündlich verhandeln wird. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (06. – 17.11.2017). Bei dem als “Klimaklage” bekannt gewordenen Fall geht es um die Frage, ob der Energiekonzern RWE anteilig für Schutzmaßnahmen vor Klimawandelfolgen in den Hochanden aufkommen muss. Dort droht eine Flutwelle infolge eines durch den Klimawandel stark angeschwollenen Gletschersees oberhalb der Stadt Huaraz.


„RWE täuscht die Öffentlichkeit“
Kohlekonzern fürchtet Offenlegung der Braunkohlefolgekosten

Der nordrhein-westfälische Landesverband des “Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland” (BUND) wirft dem Energiekonzern RWE eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit über die Folgekosten der Braunkohlengewinnung vor. Gleichzeitig fordert der Umweltverband die Landesregierung erneut auf, ein unabhängiges Kostengutachten zur Abschätzung der Ewigkeitslasten des Braunkohlenbergbaus in Auftrag zu geben und vom RWE eine Sicherheitsleistung für den Insolvenzfall einzufordern.


Amerikanische Steilvorlage, um für die heimische Kohle zu werben

US-Präsident Donald Trump wurde für seinen Klimaschutzkurs hierzulande hart kritisiert. Dabei wollen auch deutsche Dax-Vorstände, Ministerpräsidenten und Gewerkschafter die Kohle behalten, wie Marc Etzold, Angela Hennersdorf, Andreas Macho und Cordula Tutt am 16.06.2017 in der Wirtschaftswoche schreiben.


uniper versus RWE

Der Streit um das neue Steinkohlekraftwerk Datteln 4 geht in die nächste Runde: Wie mehrere Blätter, allen voran das manager magazin, am 26.05.2017 meldeten, geht Uniper jetzt gerichtlich gegen Konkurrent RWE vor – Stein des Anstoßes und Grund zur Feststellungsklage (AZ: 3 O 28/2017) vor dem Landgericht Essen sind zehn Jahre alte Lieferverträge.


Dennoch gebremster Start

Peter Terium - Foto © innogy.com“Peter Terium galt als Zauderer: Er reagiere halbherzig auf die Folgen der Energiewende, lautete der Vorwurf an den Chef des Energiekonzerns RWE,” so die Wiener Presse am 07.102016. Nachdem die Energieversorger die Zeichen der Zeit verschlafen und die Erneuerbaren Energien zu lange zugunsten der lukrativ-subventionierten Atomenergie geradezu verachtet haben – die Welt übernahm von Reuters allerdings schlicht die Formulierung “von der Energiewende gebeutelt” (!) – “wachsen die Bäume auch nach ihrer Aufspaltung nicht in den Himmel”.

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