Dekarbonisierung versus Defossilisierung

Berlin steigt bis 2030 aus der Kohle aus – aber nicht fossilfrei
– von Klaus Oberzig, DGS-Newsletter

Mit einer „gemeinsam erarbeitete Strategie“ wollen der Energiekonzern Vattenfall und Berlins Umweltsenatorin Günther – die, zwar parteilos, für die Grünen im Senat sitzt – den Ausstieg aus der Steinkohle bis zum Jahr 2030 realisieren. Diese setzt primär auf Gas in der Fernwärme. Das Konzept, das „in einem einmaligen […] Partizipationsprozess“ entwickelt wurde, sieht eine Expansion der Vattenfall-Fernwärme im gesamten Stadtgebiet vor. Bereits vor zwei Jahren wurde von Vattenfall eine Machbarkeitsstudie „Kohleausstieg und nachhaltige Fernwärmeversorgung Berlin 2030“ präsentiert, die der Senat nun bereit ist umzusetzen. weiterlesen…

Gasstrom und neue Pipelines im Ruhrgebiet


Stromkonzerne planen neue Kraftwerke

Die Energiekonzerne Uniper und Steag treiben Pläne für den Bau von Gaskraftwerken in Gelsenkirchen und Herne voran”, schrieb Ulf Meinke am 04.01.2017 in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung . Die neuen Großanlagen sollen alte Kohlekraftwerke ersetzen oder ergänzen. Neue kilometerlange Pipelines versorgen die Standorte mit Gas. weiterlesen…

EE legen zu, Kohleverbrauch sinkt, Emissionen steigen


Agora zieht gemischte Bilanz der Energiewende 2016 – Tempo reicht jedoch nicht, um die Klima- und Effizienzziele 2020 zu erreichen

energiewende-im-stromsektor-agora-jahresauswertung-20162016 hat für die Energiewende sowohl gute als auch schlechte Nachrichten gebracht – zeigt die Jahresauswertung 2016 von Agora Energiewende: Einerseits sei das Stromsystem das dritte Jahr in Folge klimafreundlicher geworden, hätten sich Gaskraftwerke Marktanteile von Kohlekraftwerken zurückerobert, sei der Atomausstieg nach Plan verlaufen, hätten Erneuerbare-Energien-Anlagen so viel Strom wie nie zuvor geliefert und seien Stromverbrauch und Zustimmung der Bevölkerung zur Energiewende auf sehr hohem Niveau weiterhin gewachsen. Andererseits seien die Gesamt-Klimagasemissionen Deutschlands abermals gestiegen, würden die Haushalts-Strompreise 2017 erstmals die Marke von 30 ct/kWh überspringen, und die Fortschritte so langsam erfolgen, dass die für 2020 gesetzten Klimaschutz- und Effizienzziele nur noch mit einer großen zusätzlichen Kraftanstrengung zu erreichen sind. weiterlesen…

Agora: Strompreise stabil auch mit weniger Braunkohle

Eine Begrenzung, bzw. Besteuerung von CO2-Emissionen deutscher Kraftwerke hätte im Gegensatz zu manchen Behauptungen aus Politk und Energiewirtschaft nur sehr geringe Auswirkungen auf die Großhandelsstrompreise. Das bestätigen Modellrechnungen des Beratungsunternehmens Enervis im Auftrag von Agora Energiewende, die am 27.03.2015 in einem Hintergrundpapier vorgestellt wurden. weiterlesen…

Europas modernstes Gaskraftwerk vor dem Aus

Europas modernstes Gaskraftwerk Irsching bei Ingolstadt erzeugte im vergangenen Jahr nicht einmal eine Kilowattstunde für den Strommarkt – ist also laut Betreiber E.ON -verständlicherweise- nicht rentabel und soll stillgelegt werden. Die bayerische Staats- und die Bundesregierung sind dagegen und wollen das verhindern, werfen aber einander vor, der jeweils andere verschärfe die Probleme der Energiewende. Energieminister Gabriel deutete gar an, dass er den E.ON-Antrag für einen Winkelzug halte. Das meldet die Tagesschau auf ihrer Internetseite (Oliver Mayer-Rüth). weiterlesen…

Die Energiewende ein “schmutziger Irrtum”?

Baake: Saubere Wende – Graichen: Drieschner irrt

Die deutsche Energiepolitik funktioniert, sagt Rainer Baake. Trotzdem steige vorerst die Klimabelastung. Ist die Energiewende in Deutschland trotzdem ein “schmutziger Irrtum”, wie Frank Drieschner in der Ausgabe der ZEIT vom 04.12.2014 schrieb? Durchaus nicht – so Staatssekretär im BMWi Baake in seiner Antwort für die Energiewende. Und Baakes Nachfolger in der Agora widerspricht ebenfalls – auf phasenpruefer. Ein lesenwerter Wortwechsel – Solarify dokumentiert ihn in Stichworten. weiterlesen…