Niederlage für Pforzheimer Stadtwerke: Preissteigerung auf 336% unzulässig

Landgericht Mannheim stoppt doppelte Tarifstruktur für Grundversorgung

Die Pforzheimer Stadtwerke (SWP) dürfen in der Grundversorgung nicht mit zwei Tarifen agieren. Das Landgericht Mannheim untersagte am 25.02.2022 den SWP, von Neukunden in der Grund- und Ersatzversorgung höhere Preise zu verlangen. In der am Mittwoch verkündeten Entscheidung heißt es, das Stadtwerk „missbrauche seine marktbeherrschende Stellung“. Schon in der Woche zuvor hatte das Landgericht Frankfurt dem Versorger Mainova die Aufspaltung der Grundversorgung in Bestands- und Neukunden-Tarife untersagt. Beide Verfahren hatte der Grünstromanbieter LichtBlick angestrengt. Gegen die Stadtwerke Pforzheim ermittelt in der gleichen Sache auch die Landeskartellbehörde Baden-Württemberg. Inzwischen sind weitere E-Werke vor Gericht unterlegen. weiterlesen…

Rekordserie beim Strompreis ungebrochen

Politik plant Entlastung für Verbraucher und strenge Regeln für Versorger

Die Strompreise in Deutschland sind Anfang 2022 so hoch wie nie. Die seit Monaten anhaltende Spannung am Energiemarkt führte bereits jetzt zu einem Preisanstieg für den Kostenblock „Stromerzeugung“ von 60 Prozent. Zahlten Verbraucher im letzten Jahr im Schnitt noch 31,9 Cent pro Kilowattstunde, sind es im Januar 2022 bereits 34,6 Cent. Hauptgrund für den Zuwachs von 8,6 Prozent in nur einem Jahr sind die stark gestiegenen Beschaffungskosten, so eine Analyse des Portals strom-report. (Infografik „Strompreisentwicklung in Deutschland: 10 Jahre bis 2022“ von STROM-REPORT.de) weiterlesen…

Energieversorger erhöhen unzulässig Strom- und Gasabschläge 

Verbraucherzentrale NRW fordert Einschreiten der Bundesnetzagentur

Energieversorger wie ‚immergrün‘ oder ‚Wunderwerk‘ teilen aktuell ihren Kunden eine drastische Erhöhung der Abschlagszahlungen von teilweise über 100 Prozent bereits zum nächsten Monatsanfang mit. Den Kölner Strom- und Gasanbieter „immergrün“, eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH, hat die Verbraucherzentrale NRW erst vor Kurzem wegen unzulässiger Preiserhöhungen abgemahnt. weiterlesen…

EEG-Umlage sinkt 2022 auf 3,72 Cent pro kWh

Umlage im kommenden Jahr auf 10 Jahres-Tief

Im kommenden Jahr beträgt die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms 3,723 ct/kWh – so eine Medienmitteilung der Bundesnetzagentur. Die EEG-Umlage wird jährlich Mitte Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis von gutachterlichen Prognosen bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur überwacht die ordnungsgemäße Ermittlung. 2021 lag die Umlage bei 6,500 ct/kWh. Die Umlage sinkt damit um fast 43 Prozent. Eine Umlage von unter 4 ct/kWh wurde zuletzt 2012 mit 3,592 ct/kWh erreicht. weiterlesen…

Keine voreiligen Schlüsse aus Sondereffekten am Strommarkt!

Warnung des BEE

Die Strompreise sind entgegen den Vorhersagen der Übertragungsnetzbetreiber in der letzten Zeit auf ein bisher unerwartetes Niveau gestiegen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben dem massiven Anstieg des Gaspreises auf mehr als 150 €/MWh sind auch die CO2-Preise, die steigende Stromnachfrage durch das Anziehen der Wirtschaft sowie die schwache Einspeisung aus Windenergie dafür verantwortlich, schreibt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. am 08.10.2021 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Strompreise: Mehr Transparenz bei Netzentgelten

LichtBlick erwartet Entlastung in Milliardenhöhe – Bessere Kontrollen möglich

Die rund 900 Stromnetzbetreiber in Deutschland müssen künftig offenlegen, wie sie die Netzentgelte für Verbraucher berechnen. Das hat der Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie am 23.06.2021 beschlossen, wie der Ökostromabieter LichtBlick am selben Tag mitteilte. weiterlesen…

Offener Brief „zur Unzeit“

vbw und DGB Bayern schreiben an Staatsregierung wg. Energiewende

„Zur Unzeit“, so die Süddeutsche Zeitung am 06.08.2020, kam ein gemeinsamer Offener Brief der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) und des DGB Bayern an Staatsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler): In dem Schreiben fordert die ungleiche Allianz unter anderem die geplanten HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink schnell zu realisieren sowie international wettbewerbsfähige Strompreise. Sonst drohe eine „schleichende Deindustrialisierung Bayerns“. weiterlesen…

Mutigere Entlastung bei Strompreisen notwendig

Einzelhandel und Verbraucherschützer kritisieren Konjunkturpaket der Bundesregierung

„Die Richtung stimmt. Handel und Verbraucher müssen beim Strompreis entlastet werden. Das jetzt geplante Einfrieren der EEG-Umlage erzeugt aber weder einen spürbaren ökonomischen, noch einen deutlichen ökologischen Effekt“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das Vorgehen sei zu mutlos, so werde lediglich ein weiterer Anstieg der Umlage verhindert. „Die privaten Verbraucher müssen beim Strompreis deutlich stärker entlastet werden, sonst zahlen sie bei der CO2-Bepreisung sogar drauf. Das wäre nicht akzeptabel“, so Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes am 12.06.2020. weiterlesen…

Strompreise müssten sinken, nicht steigen

Stromanbieter geben Preisverfall der Strombörse nicht an Verbraucher weiter

Obwohl sich der Börsenstrompreis gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 und 2019 etwa halbiert hat und derzeit bei unter zwei Cent pro Kilowattstunde liegt, müssen die Verbraucher dennoch höhere Preise bezahlen. Erst am 03.03.20 hatte das Internetportal Verivox berichtet, dass die Stromrechnung aller privaten Haushalte in Deutschland zusammengenommen von 36 Milliarden Euro in 2018 auf 39 Milliarden Euro in 2020 steigen soll. Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentierte am 24.03.2020 die steigenden Strompreise für Verbraucher: weiterlesen…

„Staatlichen Anteil am Strompreis endlich senken“

Überschuss auf EEG-Konto steigt weiter

Stromzähler - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDer BDEW fordert erneut, die Entlastung für energieintensive Industrien bei der EEG-Umlage aus Steuern zu finanzieren und nicht zu Lasten der Privathaushalte und mittelständischen Industrie, wie Sandra Enkhardt am 11.02.2020 im pv magazine berichtete. Insgesamt solle die Belastung für private Haushalte durch Steuern, Abgaben und Umlagen, die seit 2010 um 70 Prozent gestiegen sei, gesenkt werden. weiterlesen…