Uniper bittet um staatliche Hilfe

Aktie des deutschen Energielieferanten bricht ein

Nach der Drosselung der russischen Gaslieferungen verhandelt Uniper laut einer Ad-hoc-Mitteilung über mögliche Stabilisierungsmaßnahmen mit der Bundesregierung. Die Liquidität der Gesellschaft soll trotz Gaslieferbeschränkungen und derzeit deutlich höheren Preisen sichergestellt werden. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete laut tagesschau an der Frankfurter Börse starke Verluste. Experten warnen bereits: Rutsche der Konzern in die Insolvenz, hätte das verheerende Folgen für die Energiebranche. weiterlesen…

Mit LNG-Brücke Gasversorgung diversifizieren und energieunabhängig werden

Wärtsilä-Modellierungen zufolge bis 2035 Netto-Null erreichen

Deutschland kann seine Gasversorgung diversifizieren, wenn Flüssigerdgas (LNG) als Ersatz für russisches Gas in das System eingespeist wird. Das ermögliche eine Reduzierung der Kohleverbrennung um 20 % und einen Netto-Null-Stromverbrauch bis 2035, so eine am 21.06.2022 veröffentlichte neue Modellierung des finnischen Energietechnologieunternehmens Wärtsilä Energy. weiterlesen…

Speicher gut gefüllt

Weniger russisches Gas, Darlehen für Gazprom Germania

Deutschlands Abhängigkeit von russischen Energieimporten sinkt nach Angaben der Bundesregierung. Bei Kohle sei man bei ungefähr null, teilte der Parlamentarische Staatssekretär des BMWK, Oliver Krischer (Grüne) am 15.06.2022 den Abgeordneten im Klimaschutz- und Energie-Ausschuss des Bundestags mit – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Beim Öl laufe die Vorbereitung des Embargos, und für die Raffinerie in Schwedt werde an Substitutionslösungen gearbeitet. weiterlesen…

27,8 % weniger russisches Öl und Ergas – aber 56,5 % teurer

Exporte nach Russland im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt um 58,7 % gesunken

Unabhängig von Aufrufen zum Sparen von Erdgas und Öl (s.a. Umweltbundesamt) ist der Wert der aus Russland importierten fosslen Rohstoffe (außer Kohle) im Vorjahresvergleich um mehr als die Hälfte (56,5 %) gestiegen. Gleichzeitig hat sich der Umfang der Importe um 27,8 Prozent verringert. Insgesamt sind einer Medenmitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 12.05.2022 die deutschen Exporte in die Russische Föderation im März 2022 eingebrochen. Vor allem Maschinen (-73,6 %) und chemische Erzeugnisse (-40,9 %) gingen stark zurück, verteuerten sich aber stark (+77,7 %). weiterlesen…

EWI: Folgen eines russischen Gas-Lieferstopps

EU müsste Verbrauch bereits im Sommer reduzieren

Wenn die EU kein Erdgas mehr aus Russland beziehen kann oder will, müsste sie schon über den Sommer ihren Verbrauch deutlich reduzieren. Falls Erdgaslieferungen aus Russland ab Mai vollständig eingestellt würden, müsste Europa in den kommenden zwölf Monaten seinen Verbrauch um insgesamt 790 TWh reduzieren. Das geht aus der Kurzanalyse „Auswirkungen ausbleibender Gas-Lieferungen aus Russland auf die Versorgungssicherheit“ des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln hervor. Sollen die Speicher zum 30.04.2023 vollständig entleert werden, dann müsste die Nachfrage nach Erdgas immer noch um 459 TWh verringert werden. weiterlesen…

Abhängigkeit von russischen Energieimporten weiter reduziert

Habeck legt zweiten Fortschrittsbericht Energiesicherheit vor – DUH kritisiert

Deutschland ist dabei, seine Energieabhängigkeit von Russland in hohem Tempo zu verringern und die Energieversorgung auf eine breitere Basis zu stellen, erklärt das BMWK in einer Medienmitteilung am 01.05.2022 aus Anlass der Vorlage des zweiten Fortschrittsberichts Energiesicherheit durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Durch intensive Anstrengungen mit allen relevanten Akteuren sei es gelungen, deutliche Fortschritte zu erzielen, die Lieferketten zu diversifizieren und damit die Abhängigkeit deutlich zu verringern. Seit dem ersten Fortschrittsbericht Energiesicherheit vom 25.03.2022 sind weitere Etappen genommen. weiterlesen…

Wintershall Dea muss Milliardenverlust abschreiben

Beteiligung an bestehenden Projekten in Russland wird aufrecht erhalten

„Zeitenwende“ nicht nur im Bundestag und der Politik der Bundesregierung: Auch fossile Energieversorger spüren die Folgen des Ukraine-Kriegs – allen voran Wintershall Dea. Als „einen fundamentalen Wendepunkt“ bezeichnete CEO Mario Mehren den russischen Überfall laut einer Medienmitteilung in einer Video-Schaltkonferenz am 28.04.2022. Die Folge: 1 Mrd. Verlust im ersten Quartal. Der Grund: Das Aus für Nord Stream 2. Mehren: „Ein ‚Weiter so‘ mit Russland kann es jetzt nicht geben. Wird es nicht geben. Daran besteht kein Zweifel.“ weiterlesen…

„EU-Nutzungsstopp für Erdgas bis 2035 und Ausbau echter erneuerbarer Alternativen“

Zur Gasmarkt-Reform der Europäischen Kommission – Gas aus Norwegen – Embargo fossiler Brennstoffe aus Russland

Erst, nachdem die Staats- und Regierungschefs mit brutalen Bildern von wahllosen Morden in Butscha, einem Vorort von Kiew, konfrontiert wurden, nahm die Idee eines Embargos für russisches Erdgas konkretere Gestalt an. Das Massaker löste einen internationalen Aufschrei aus und brachte die bisher schwersten Anschuldigungen wegen Kriegsverbrechen gegen Moskau hervor, dass allerdings keine andere Erwiderung fand, als „Fake“. Ausschnitte einer Analyse von Euronews und ein Kommentar vom Greenpeace-Energieunternehmen Green Planet Energy. weiterlesen…

Was der Ukraine-Krieg für Energie, Klima und Lebensmittel bedeutet

Der Überfall Russlands hat kurzfristig einen Preisanstieg verursacht, könnte aber langfristig zu einer nachhaltigen Entwicklung führen

Am 22.02.2022 zog Deutschland endgültig die ausstehende endgültige Zertifizierung für die neue Gaspipeline aus Russland zurück: Bundeskanzler Scholz hat entschieden, das Zertifizierungsverfahren zur Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu stoppen. Damit wurde die Inbetriebnahme vorerst unterbunden. Am 01.03.2022 wurde verlautbart, dass die Nord Stream 2 AG infolge der Sanktionen gegen Russland Insolvenz anmelden müsse. Deutschland will nun Gas unter anderem aus Katar und den Vereinigten Staaten importieren. weiterlesen…

„Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet“

BMWK ruft Frühwarnstufe des Notfallplans Gas aus

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 30.03.2022 einer Medienmitteilung folgend die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Dies diene der Vorsorge. Die Versorgungssicherheit sei „weiter gewährleistet.“ Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck hierzu: „Ich habe heute nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung die Europäische Kommission darüber informiert, dass die Bundesregierung die erste Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Frühwarnstufe, ausgerufen hat.“ Es gebe aktuell keine Versorgungsengpässe. weiterlesen…